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Veröffentlicht am 01.09.2025

Gesellschaftssatire

I Know Where You Buried Your Husband
2

Worum geht es?
Die Story dreht sich um eine Gruppe von fünf Frauen, die seit der Schulzeit miteinander befreundet sind.
Sophia, Safa, Ella, Ajola und Caoimhe.
Sie verbringen einen schönen Mädelsabend ...

Worum geht es?
Die Story dreht sich um eine Gruppe von fünf Frauen, die seit der Schulzeit miteinander befreundet sind.
Sophia, Safa, Ella, Ajola und Caoimhe.
Sie verbringen einen schönen Mädelsabend zusammen und danach gehen sie noch zu Sophia nach Hause. Dort entdecken sie die Leiche von Sophias Ehemann. Nun ist guter Rat teuer und sie stehen vor der Entscheidung, entweder die Polizei zu rufen oder ihn heimlich zu vergraben. Sie beschließen, Letzteres zu tun. Nachdem sie ihn gemeinsam begraben haben, trennen sich ihre Wege.
Doch sieben Jahre später müssen sie wieder ein gemeinsames Treffen organisieren, denn sie werden erpresst und wollen herausfinden, wer sie damals beobachtet hat.

Meine Meinung
Das Buch untersucht die Dynamik der Freundschaft, die Macht von Geheimnissen und die Grenzen, wie weit man gehen würde, um seine Freunde zu schützen. Auch werden interessante Themen aus der heutigen Gesellschaft aufgegriffen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und zum Teil spannend. Die Kapitel sind nach den jeweiligen Frauen unterteilt, wodurch die Entwicklung der Charaktere und ihr Leben in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet werden.
Da der Roman mit schwarzen Humor beworben wird, wirkte dieser allerdings oft überzogen, anstatt die makabere Handlung auf eine unterhaltsame Art und Weise zu verpacken. Vielleicht ist das ein Markenzeichen des britischen Humors? Ich weiß es nicht. Jedenfalls gelingt es den Charakteren nicht, mich zu überzeugen.
Zusätzlich verliert die Handlung öfter den roten Faden. Während einige Szenen fesselnd sind, gibt es andere, die in die Länge gezogen wirken. Manchmal fragt man sich, was die Autorin eigentlich erzählen möchte. Es sind mir einfach zu viele kritische Themen aus der heutigen Gesellschaft aufgegriffen.
Das Cover wiederum passt meiner Meinung nach zur Story, durch die dunklen Farben wirkt es düster und geheimnisvoll.

Fazit
Marie O'Hares Debütroman „I Know Where You Buried Your Husband“ verspricht eine düstere, humorvolle Geschichte über weiblichen Zusammenhalt gepaart mit viel Kritik an der heutigen Gesellschaft. Und damit hat die Story für mich ein gutes Grundgerüst, welches mitunter spannend ist, doch leider konnte das gesamte Buch meine Erwartungen nur bedingt erfüllen. Es gab gute Ansätze, die aber nicht konsequent genug umgesetzt wurden. Dadurch entstanden immer wieder Längen.
Wer sich an überzogenen Charakteren und einem sehr unlustigen schwarzen Humor stört, wird nicht ganz auf seine Kosten kommen. Dennoch ist die Geschichte für einen regnerischen Nachmittag eine solide Unterhaltung.
Von mir gibt es wegen der angeführten Kritikpunkte 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Schwarzer Humor
Veröffentlicht am 17.10.2024

Gute Idee, aber unspektakuläre Umsetzung

Die Urne im See
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Kurz zum Inhalt :
Polizeioberkommissarin Emma Zähringer wird noch vor Dienstantritt zu einem Einsatz gerufen. Die Kollegen vor Ort wissen, dass Emma den Toten am Seeufer kennt. Es ist Volker Schwender, ...

Kurz zum Inhalt :
Polizeioberkommissarin Emma Zähringer wird noch vor Dienstantritt zu einem Einsatz gerufen. Die Kollegen vor Ort wissen, dass Emma den Toten am Seeufer kennt. Es ist Volker Schwender, er war der Chefredakteur der Bodenseezeitung.
Tage später wird auch noch die Redaktionsassistentin der Bodenseezeitung und Affäre von Schwender tot aufgefunden.
Was haben die beiden Journalisten herausgefunden, was besser im Verborgenen geblieben wäre.

Meine Meinung :
Der Bodensee - eine sehr schöne Gegend. Mitunter bekommt man, als Nichteinheimischer, gute Eindrücke der dortigen Gegend vermittelt.
Der Krimi geht auf den ersten Seiten sehr spannend und vielversprechend los und auch auf den letzten Seiten ist vieles sehr fesselnd erzählt.
Nur die Handlung zwischendrin lässt an packenden Szenarien zu wünschen übrig. Es werden immer wieder Spannungsbögen aufgebaut, die dann leider langweilig enden. Meiner Meinung nach wird zu viel von der Familiengeschichte Emma's erzählt. Der Autor zieht die Handlung damit zu sehr in die Länge und dadurch liest es sich sehr zäh. Somit verlieren auch Cliffhanger und Spannungsbögen an Wirkung.

Fazit :
Es ist sehr schade, dass der Autor die Spannungsbögen nicht halten kann. Denn die Idee des Krimis hat großes Potenzial. Leider hat es zu viel Längen, da sich der Autor in unrelevante Beschreibungen verliert, die der Story die Spannung, was ein Krimi eigentlich vermitteln sollte, nimmt.
Mich konnte dieses Buch nicht abholen. Es ist eher etwas für schnell mal zwischendurch lesen wollen und leider kein spannungsgeladener Krimi. Deshalb gibt es von mir 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2025

Die Entstehung des Unmöglichen

Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit
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Worum es geht?
Im Mittelpunkt stehen der begabte Feuersteinhauer Seft, die Priesterin Joia und Joias Schwester Neen. Macht, Glaube, Liebe, Rituale und wie der Bau des Monuments die Zivilisationen formen, ...

Worum es geht?
Im Mittelpunkt stehen der begabte Feuersteinhauer Seft, die Priesterin Joia und Joias Schwester Neen. Macht, Glaube, Liebe, Rituale und wie der Bau des Monuments die Zivilisationen formen, zeichnen sich im Roman ab.
Joia, die Anführerin, hat die Vision eines neuen Monuments aus riesigen Steinen, das die älteren Holzmonumente ersetzen soll. Joias Vision und Sefts handwerkliches Können vereinen sich im gemeinsamen Lebenswerk, es entsteht das scheinbar Unmögliche - Stonehenge.
Aber es gibt Konflikte zwischen der Bevölkerung der Region, die aus Hirten, Ackerbauern und Waldbewohnern besteht. Als dann noch eine Dürre die Erde plagt, wächst das Misstrauen, und Intrigen sowie grausame Gewalt führen letztlich zum Krieg.

Meine Meinung
Ken Folletts Versuch, die Entstehungsgeschichte von Stonehenge in Romanform zu fassen, ist solide recherchiert, aber in seiner Umsetzung meiner Meinung nach leider enttäuschend. Während das Buch eigentlich eine faszinierende Grundlage bietet, fehlt es an der epischen Tiefe und den mitreißenden Spannungsbögen, die man von seinen vorherigen Werken gewohnt ist. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Quasi angepasst, an die Zeit, die damals herrschte, laut Autor. Auch hierbei hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Stärke des Romans seine Historie ist. Ken Follett stützt sich auf die offiziellen Recherchen zur Entstehung von Stonehenge. Man erhält einen anschaulichen Einblick in die Lebensweisen, Rituale und Herausforderungen der damaligen Zeit.
Das Cover wiederum passt hervorragend zur Story.

Fazit
Diese Geschichte zieht sich teilweise etwas langatmig dahin.
Aber trotz meiner genannten Kritikpunkte möchte ich eine Empfehlung aussprechen für Leserinnen und Leser, die Interesse an Stonehenge, der damaligen Zeit und mit dem dazu passenden einfachen Schreibstil kein Problem haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2024

Ich kann den Hype nicht verstehen

Yellowface
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Klappentext:
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein ...

Klappentext:
June Hayward und Athena Liu könnten beide aufstrebende Stars der Literaturszene sein. Doch während die chinesisch-amerikanische Autorin Athena für ihre Romane gefeiert wird, fristet June ein Dasein im Abseits. Niemand interessiert sich für Geschichten "ganz normaler" weißer Mädchen, so sieht es June zumindest.
Als June Zeugin wird, wie Athena bei einem Unfall stirbt, stiehlt sie im Affekt Athenas neuestes, gerade vollendetes Manuskript, einen Roman über die Heldentaten chinesischer Arbeiter während des Ersten Weltkriegs.
June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es unter ihrem neuen Künstlernamen Juniper Song. Denn verdient es dieses Stück Geschichte nicht, erzählt zu werden, und zwar egal von wem? Aber nun muss June ihr Geheimnis hüten. Und herausfinden, wie weit sie dafür gehen will.


Die Protagonistin ist eine sehr unsympathische selbstgefällige Figur.
Weiß, unattraktiv, mit unaufgeregtem Alltag in einer kleinen Wohnung hockend. Auch Athena kommt nicht besonders sympathisch daher. Asiatisches Äußeres, attraktiv, erfolgreich, in einem schicken großen Zuhause lebend. Beide verkörpern das komplette Gegenteil voneinander. Irgendwie langweilig. Was sie allerdings gemeinsam haben: jede Menge Oberflächlichkeit und nichts spannendes im jeweiligen Leben. Und alle weiteren Charaktere sind nur blasse Nebenrollen.
Spannend ist: wer sich für die Abläufe im Verlagswesen interessiert, bekommt hier erstklassige Einblicke.
Erwähnenswert ist noch der Umgang mit Social Media.

Rebecca F. Kuang ist New York Times-Bestsellerautorin. Und hat mit ihrem Roman "Yellowface" ein Werk geschaffen, welches stark polarisiert. Entweder man "liebt" oder "hasst" es.
Das Cover ist schlicht gehalten, in gelb. Ein mandelförmiges Augenpaar in Anspielung auf ein asiatisch geprägtes Gesicht schaut dem Betrachter fast entgegen. Meines Erachtens ist das Cover sehr gut gelungen.

Fazit:
Der Klappentext und der Hype um diesen Roman waren so vielversprechend, ich war richtig gespannt auf das Buch. Die ersten Seiten lasen sich, trotz gendern, ziemlich gut bis "Junes" Roman über die chinesischen Arbeiter während des ersten Weltkriegs auf dem Markt war. Danach habe ich mich nur noch durch das gegenderte (ich habe es dann als unheimlich störend im Lesefluss empfunden - es war einfach zu viel) Buch geschleppt. Immer wieder hatte ich auf ein fantastisches Ende gehofft. Aber, dem war leider nicht so. Man stolpert von einer nervenden Katastrophe in die nächste Katastrophe und gefühlt nimmt es leider kein Ende. Somit zog sich alles noch mehr in die Länge.
"Yellowface" hat mir, bis auf die wenigen erwähnten Stellen, absolut nicht zugesagt. Ein Roman ohne jegliche Brillance, leider.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Zwischen Partys und Politik

Moscow Mule
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Eine Tante von Karina nennt die Protagonistin wegen ihrer Eile und der vielen Bücher, die sie mit sich herumträgt, ein "Moskauer Maultier" – eine Anspielung auf den Titel "Moscow Mule", der übrigens auch ...

Eine Tante von Karina nennt die Protagonistin wegen ihrer Eile und der vielen Bücher, die sie mit sich herumträgt, ein "Moskauer Maultier" – eine Anspielung auf den Titel "Moscow Mule", der übrigens auch ein würziger Cocktail ist.

Worum geht es?
Moskau in den frühen 2000er Jahren. Im Mittelpunkt stehen zwei befreundete Studentinnen: Karina und Tonya. Sie versuchen ihren Alltag zwischen Partys, Studium, Geldnot und der russischen Politik zu meistern. Und haben das Leben in Russland dabei ziemlich satt. Haben aber auch ein gemeinsames, ambitioniertes Ziel: Sie wollen nach Europa auswandern, insbesondere nach Berlin, um dort ein freies und selbstbestimmtes Leben fernab der politischen und gesellschaftlichen Zwänge ihrer Heimat zu beginnen. Dieser große Freiheitsdrang und welche Versuche Tonya und Karina dabei unternehmen wird im Buch auf eine spezielle Art beschrieben.

Meine Meinung
Meine Hauptkritikpunkte sind die mangelnde Tiefe und der fehlende Spannungsbogen. Die Handlung ist eintönig und wirkt wie eine Aneinanderreihung von Geschehnissen ohne wirkliche Highlights. Karina und Tonya, bleiben blass. Obwohl die Erzählperspektive die Ich-Form wählt, gelang es der Autorin nicht, eine Bindung zu mir als Leser aufzubauen. Lediglich im Hintergrund waren vereinzelt Gefühle, wie Wut oder Mitgefühl spürbar, jedoch ohne tiefere Berührung.
Der Schreibstil ist leicht, aber sprachlich eher durchschnittlich. Die Geschichte verliert sich zu oft in belanglosen Beschreibungen, ohne die angeschnittenen interessanten Ansätze ausreichend auszuarbeiten.
Das Cover ist sehr schön gestaltet und verspricht mehr, als es halten kann.

Fazit
"Moscow Mule" konnte meine Erwartungen inhaltlich leider nicht erfüllen und wirkte größtenteils emotionslos und distanziert. Ich hatte mir mehr vom Klappentext versprochen, sehr schade. Es ist eine ziemlich lockere Geschichte für zwischendurch, wenn man definitiv keine tiefgründige Handlung erwartet.

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