In diesem Buch hat Emily Henry mal etwas Neues versucht und so sehr ich ihre Bücher liebe, hat es für mich hier nicht so wirklich funtioniert. Es gibt zwei Erzählstränge, der zweite neben der Liebesgeschichte, ...
In diesem Buch hat Emily Henry mal etwas Neues versucht und so sehr ich ihre Bücher liebe, hat es für mich hier nicht so wirklich funtioniert. Es gibt zwei Erzählstränge, der zweite neben der Liebesgeschichte, erinnert ein bisschen an die 7 Männer der Evelyn Hugo. Da mich Promileben schon so nicht interessieren, konnte mich dieses fiktonale null catchen. Der Rest war auch nur so okay. Schade!
„Faebound“ von Saara El-Arifi hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.
Der Start in das Buch war toll. Die Welt, die die Autorin beschreibt, ist sehr detailliert, und man kann sich alles gut vorstellen. ...
„Faebound“ von Saara El-Arifi hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.
Der Start in das Buch war toll. Die Welt, die die Autorin beschreibt, ist sehr detailliert, und man kann sich alles gut vorstellen. Ich mag die Mystik, die mit der Handlung und der Welt verwoben ist. Außerdem ist das Buch sehr offen, was das Thema Liebe, Beziehungen und Geschlechter angeht. Es ist schön zu sehen, dass queere Figuren ganz selbstverständlich dazugehören.
Leider gibt es aber auch viele Dinge, die mich gestört haben. Die Romance nimmt einen großen Teil des Buches ein, was im Prinzip okay ist – es ist ja Romantasy. Allerdings wirkte sie auf mich unauthentisch, ich habe es den Figuren nicht abgenommen, und es ging viel zu schnell. Die Emotionen der Figuren fühlen sich insgesamt unecht an, als würden sie gesagt, aber nicht gezeigt. Auch die Charaktere selbst entwickeln sich kaum weiter. Besonders die Nebenfiguren bleiben blass und handeln stereotyp.
Zudem wird alles so ausführlich beschrieben, dass man schnell merkt, wohin die Geschichte geht. Es gibt keine Überraschungen, keine echte Spannung. Oft hatte ich das Gefühl, viel früher als die Figuren selbst zu verstehen, was wirklich passiert. Wenn die Charaktere es dann endlich auch merken, ist man eher erleichtert als überrascht. Zudem gibt es viele Dinge in der Handlung, die keinen Sinn ergeben, wenn man genauer darüber nachdenkt.
Insgesamt hat „Faebound“ gute Ansätze, besonders in der Darstellung der queeren Themen und der Welt. Aber die Geschichte selbst, die Figuren und die Art, wie alles erzählt wird, haben mich leider enttäuscht. Ich weiß nicht, ob ich den zweiten Teil noch lesen möchte.
2,5/5 Sterne
Amira Ben Saouds Debüt „Schweben“ spielt in einer düsteren Zukunft, in der der Klimawandel bereits Vergangenheit ist. Die Menschen leben isoliert in kleinen patriarchalen Siedlungen, ohne Kontakt zur Außenwelt. ...
Amira Ben Saouds Debüt „Schweben“ spielt in einer düsteren Zukunft, in der der Klimawandel bereits Vergangenheit ist. Die Menschen leben isoliert in kleinen patriarchalen Siedlungen, ohne Kontakt zur Außenwelt. Fragen nach dem "Davor" oder "Draußen" sind unerwünscht, das System bestimmt den Alltag. Die namenlose Protagonistin verdient ihren Lebensunterhalt, indem sie die Rolle anderer Frauen annimmt, um beispielsweise eine Ehefrau zu ersetzen.
Der Roman liest sich schnell und entwickelt eine gewisse Sogwirkung – nicht zuletzt durch die einfache Sprache und die sich zunehmend verdüsternde Atmosphäre. Anfangs ist die Spannung hoch, es liest sich faszinierend und beklemmend zugleich. Doch je weiter die Handlung voranrückt, desto verworrener wird sie. Es gibt viele Themen und Fäden, aber nicht alle führen zu einem klaren Abschluss. Die Autorin verzichtet bewusst auf Erklärungen.
Allerdings bleibt auf den knapp 190 Seiten nicht genug Raum, um allen Ideen gerecht zu werden, das Ende kommt zu abrupt. Am Schluss hatte ich nicht das Gefühl, das Gesamtbild wirklich greifen zu können. Dennoch bleibt Schweben ein atmosphärisch starker Roman, der in seinen besten Momenten fesselt, auch wenn er am Ende nicht alle Erwartungen erfüllt hat und mich etwas ratlos zurücklässt. 2,5/5 Sterne
Das Cover, die Idee und der Klappentext hörten sich vielversprechend an, die Umsetzung hat mir nicht gefallen.
In "Ich fürchte, ihr habt Drachen" geht es um Robert, der Drachentöter ist, Drachen aber ...
Das Cover, die Idee und der Klappentext hörten sich vielversprechend an, die Umsetzung hat mir nicht gefallen.
In "Ich fürchte, ihr habt Drachen" geht es um Robert, der Drachentöter ist, Drachen aber insgeheim mag und eigentlich einen anderen Traum hat. Um eine Prinzessin, die von ihren Eltern verheiratet werden soll, obwohl sie nicht so wirklich Lust darauf hat, bis sie auf Reginald stößt. Und um diesen Prinzen, der die Verantwortung und sein Erbe nicht haben möchte, aber zum Helden gemacht werden soll.
Der Einstieg in das Buch war sehr amüsant, Beagles Erzählweise trieft anfangs geradezu vor Sarkasmus. Es hat angefühlt wie eine ironische Märchennacherzählung, was auch zur überschaubaren Länge des Buches passt.
Allerdings konnte mich die Geschichte nicht richtig überzeugen. Die Charaktere bleiben sehr flach und sind überhaupt nicht greifbar. Einzig bei Robert mit seinen Schuldgefühlen gegenüber den Drachlingen war es etwas besser und ich konnte mich in ihn hineinversetzen. Ein paar der Erzählstränge werden nicht zu Ende erzählt und andere Themen wurden nur kurz abgehandelt, was einen unbefriedigt zurücklässt. Und dazu ist auch nicht jede Handlung oder Motivation nachvollziehbar. Die Liebesgeschichte fand ich überflüssig und vorhersehbar. Wäre das Buch nicht so kurz gewesen, hätte ich es abgebrochen.
Ich war im Vorfeld sehr gespannt „Starling House“ von Alex E. Harrow, da sich die Idee toll angehört hat: Eine Gruselgeschichte über eine verfluchte Kleinstadt und ein geheimnisvolles Haus, perfekt für ...
Ich war im Vorfeld sehr gespannt „Starling House“ von Alex E. Harrow, da sich die Idee toll angehört hat: Eine Gruselgeschichte über eine verfluchte Kleinstadt und ein geheimnisvolles Haus, perfekt für die dunkle Jahreszeit. Ich hatte auf ein Buch in der Art von „Gallant“ (V.E. Schwab) gehofft, leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.
In dem Buch die Geschichte aus der Perspektive von Opal, die Waise ist und alles tut, um ihrem Bruder Jasper ein Studium zu finanzieren, damit er die trostlose Stadt, in der beide kein Glück finden, verlassen kann. Opal wird wie magisch von dem alten Herrenhaus „Starling House“ und seinen Geheimnissen angezogen und als sie dort eines Tages von dem kauzigen Arthur Starling eine Putzstelle angeboten bekommt, nehme die Ereignisse ihren Lauf.
Der Schreibstil ist gut, es lässt sich gut lesen und man kann sich das Beschriebene gut vorstellen. Das Buch ist sehr ruhig und atmosphärisch erzählt und gerade im ersten Drittel war ich sehr gefesselt und hatte auch den ein oder anderen Gänsehautmoment. Jedoch zog sich ab der Mitte zog die Geschichte, da sie oft im Kreis drehte und teilweise repetitiv war. Die Antworten kamen dann zwar am Ende, einige Fragen blieben allerdings unbeantwortet, aber da hatte mich die Geschichte schon lange verloren und die düstere Atmosphäre habe ich dann auch nicht mehr gespürt.
Ein weiteres Problem waren die Hauptfiguren. Eigentlich mag ich unperfekte Figuren und fand es anfangs auch sehr authentisch. Opal spricht sehr offen und soll nicht unbedingt sympathisch wirken. Auch ihre Beschreibung ist mal so ganz anders, statt eines normschönen Mädchens wird auf ihre kaputten Zähne und den kränklichen Teint eingegangen. Allerdings konnte ich weder zu ihr noch zu dem männlichen Protagonisten eine Verbindung aufbauen. Auch die Beziehung zwischen den Beiden haben ich ihnen nicht abgekauft und fand die Romance auch irgendwie fehl am Platz.