Profilbild von Kristja

Kristja

Lesejury Star
offline

Kristja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kristja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2024

Ein Wettlauf gegen die Zeit

Magic Inferno
0

Emma Bellamy hat wieder neue Fälle auf dem Tisch und wird dafür in das Londoner Bezirk Hackney berufen. Dort soll sie aushelfen, weil es sich scheinbar um ein Verbrechen mit übernatürlichem Ursprung handelt. ...

Emma Bellamy hat wieder neue Fälle auf dem Tisch und wird dafür in das Londoner Bezirk Hackney berufen. Dort soll sie aushelfen, weil es sich scheinbar um ein Verbrechen mit übernatürlichem Ursprung handelt. Ich mag es, dass Emma ihre Arbeit immer so gewissenhaft ausführt. Egal, was für grausame Funde sie macht. Nachdem sie sich den Tatort angesehen und darüber nachgedacht hat, schließt sie einen übernatürlichen Ursprung aus. Doch kurz darauf gibt es einen weiteren Mord. Die Fälle haben Gemeinsamkeiten, aber unterscheiden sich doch sehr stark vom Vorgehen. Das macht natürlich sehr neugierig.

Emma nimmt also weitere Ermittlungen auf. Doch sie ist nicht Ermittlungsleiterin, das ist DC Murray, der ihr das Leben recht schwer macht und sie in den Telefondienst schickt. Diese Stelle war ehrlich gesagt ein bisschen zäh. Aber auch damit ging die Story voran. Denn wie in jedem Band gibt es immer verschiedenste neue Hinweise, denen Emma nachgehen kann. Nicht nur das, hier geht es nicht um einen Fall. Denn wer auch immer hinter den Morden steckt, bleibt nicht untätig und es folgen weitere Morde, die mehr Fragen aufwerfen. Sie müssen das aufhalten, die Zeit drängt. Dabei tauchen neue Kreaturen auf, die die ganze Ermittlung unterstützen. Doch nicht jeder Hinweis hilft weiter und so landet das Team oft genug in einer Sackgasse, was entsprechend authentisch wirkt. Ich war richtig gefesselt und habe wieder viel mitgerätselt. Immerhin eine Sache habe ich vorausgeahnt. Dafür alle anderen Wendungen überhaupt nicht.

Emma Bellamy ist ein super sympathischer Charakter, der die Arbeit sehr gewissenhaft und professionell ausführt. Ich kann mir keine bessere Protagonistin für die Reihe vorstellen. Auch die ganzen übernatürlichen Wesen finde ich sehr interessant. Denn natürlich spielen auch wieder die Vampire und die Werwolf-Clane eine große Rolle. Nicht nur hilft ihr Freund Lukas ihr bei den Ermittlungen, auch nimmt sie Hilfe von den Werwölfen in Anspruch. Jeder hat halt so seine Fähigkeiten, die man gut einsetzen kann. Fand ich richtig schön. Besonders nach dem letzten Band.

Fazit:

Ein weiterer spannender Band rund um Emma Bellamy und ihren Job. Mal wieder gibt es neue Fälle und verschiedenste Hinweise, die nicht alle weiterbringen. Die Ermittlungen sind spannend gestaltet und bringen einige Wendungen mit sich. Die Charaktere sind auch sehr authentisch und sympathisch gestaltet. Von mir eine klare Leseempfehlung.

4.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2024

Mehr davon!

The Graham Effect
0

Gigi Graham ist Tochter der Hockeylegende Garrett Graham und spielt selbst auch leidenschaftlich gerne Hockey. Ihr großes Ziel ist olympisches Gold. Bei einem Camp trifft sie in jungen Jahren auf Luke ...

Gigi Graham ist Tochter der Hockeylegende Garrett Graham und spielt selbst auch leidenschaftlich gerne Hockey. Ihr großes Ziel ist olympisches Gold. Bei einem Camp trifft sie in jungen Jahren auf Luke Ryder, der ebenfalls Hockeyspieler ist. Nur weiß er nicht, dass sie auch spielt und hält sie für eine Eiskunstläuferin. Schon die ersten Interaktionen der beiden waren dynamisch mit schlagfertigen Dialogen. Einfach nur witzig. Ich war angefixt.

Jahre später treffen sie sich an der Briar University wieder. Denn die Eastwood University ist pleite und wurde von der Briar aufgekauft. Das bedeutet, die Hockeymannschaften werden zusammengelegt. Nicht einfach bei sich rivalisierenden Teams. Es werden zwei Captains ernannt, jeweils aus den Teams. Es werden Case Colson und Luke Ryder. Luke wird aber vom Coach als nicht geeignet angesehen. Er hatte einmal eine Schlägerei mit einem Typen, womit seine Weste nicht rein ist. Case wird als eine Art Goldjunge von allen angesehen. Die Rivalitäten und Anfangsschwierigkeiten fand ich extrem authentisch. Fand es aber auch stark als dann die ersten Frieden gesucht haben, weil sie alle Spiele verloren haben. Dass auch das nicht sofort funktioniert, war ebenfalls realistisch. Die Jungs waren eine klassische Hockeytruppe mit Machogehabe, Sprüchen und Witzen. Mir hat es sehr gefallen.

Den Mix zwischen Alltag, Hockey und Liebe fand ich sehr ausgewogen. Gut, in der Mitte wurde der Spice etwas viel, aber es hat sich immerhin wieder eingependelt. Die Story hat mir ebenfalls gut gefallen und wirkte authentisch. Luke gerät durch eine Situation, die er nicht komplett selbst verschuldet hat, in ein schlechtes Licht bei seinem Idol Graham. Das ist schlecht, denn Graham sucht gerade mit einer anderen Hockeylegende nach jungen Spielern, die ihn im Camp unterstützen. Ein Traum für jeden Hockeyspieler. Doch mit dieser Aktion hat Ryder es sich bei Graham versaut. Daher braucht er Gigis Hilfe, die ein gutes Wort bei ihrem Vater einlegen kann. Gigi braucht ihn aber auch, denn sie hat eine Schwachstelle im Hockey, die auch bei den verantwortlichen Trainern bekannt ist. Die will sie mit seiner Hilfe beseitigen. Die Hockey-Trainingseinheiten waren recht interessant gestaltet. Ebenso wie die Spiele selbst. Die waren teils sogar wirklich spannend. Ich mochte das.

Case ist der Ex von Gigi und er will sie zurück, nachdem er sie betrogen hat. Gigi bleibt aber stark, was ich gut finde. Besonders weil sie auch Luke immer wieder über den Weg läuft. Und diese Dynamik ist immer noch da. Sie erinnern sich aneinander und necken sich ständig. Es ist einfach so witzig. Ich liebe diese zwei Charaktere zusammen. Sie schenken sich nichts. Dazu sind sich beide einig, dass Hockey für sie sehr wichtig ist und an erster Stelle kommt. Gigi ist eine positive Person, die andere nicht verletzen will. Das fand ich nett, aber teilweise auch übertrieben. Denn sie wollte auch Case nicht verletzen und das mit Luke geheim halten, was ich unnötig fand. Aber gut, ist halt ihre Art. Luke ist ganz anders. Er ist ein stiller Typ, der geheimnisvoll und düster wirkt. Im Inneren hat er aber einen extrem weichen Kern. Ich fand es extrem süß, wie er sich um Gigi bemüht hat. Außerdem merkt man, dass er zuhört. Ihre Dialoge waren schlagfertig, aber auch ehrlich. Sie können auch Fehler zugeben, was ich toll fand. Als sie sich dann näherkommen, wird es heiß. Dieser Spice zieht sich für mich teilweise etwas. Zum Ende hin gibt es hier und da noch einige Wendungen. Die meisten haben mir sehr gefallen. Es hat die Story noch authentischer gemacht. Andere fand ich etwas überstürzt und klischeehaft. Dennoch machen die Charaktere eine tolle Entwicklung durch.

Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls gut ausgearbeitet, auch wenn es teilweise wirklich viele wurden. Beckett und Shane fand ich mit am interessantesten. Ich hoffe, sie bekommen auch in den nächsten Bänden noch viel Raum. Wyatt, Diana und Mya waren bisher eher blass. Aber von denen erfahren wir sicher in den kommenden Bänden mehr. Ich freue mich schon sehr. Denn der Funke ist auch schon für ein weiteres Pärchen da.

Fazit:

Mehr davon! Ich muss sagen, ich bin ohne Ansprüche an dieses Buch gegangen, aber schon nach den ersten Kapiteln hatte das Buch mich. Ich liebe die schlagfertigen Charaktere Gigi und Luke. Ihre Dialoge sind genial. Dazu die Story mit dem Hockey-Thema, wobei beide spielen, fand ich ebenfalls extrem spannend. Die Spiele, das Training und das Thema rund um die zusammengelegten Teams war interessant gestaltet, sodass keine Langeweile aufkam. Und was ganz wichtig ist: Sowohl die Story als auch die Charaktere wirkten so authentisch und realistisch. Das habe ich geliebt. Die Liebesgeschichte konnte mich auch abholen. Es gab viele Gefühle und einige Funken. Wie erwähnt, in der Mitte etwas viel Spice, aber es hielt sich noch im Rahmen.

4.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2024

Positiv überrascht

Crashing Stars
0

Vesper lebt auf Planet Temparat 42 und arbeitet im Labor der Kent Corporation. Den Start in das Buch fand ich ehrlich gesagt etwas schwierig, weil ich die Welt oder in dem Fall das Universum, weil wir ...

Vesper lebt auf Planet Temparat 42 und arbeitet im Labor der Kent Corporation. Den Start in das Buch fand ich ehrlich gesagt etwas schwierig, weil ich die Welt oder in dem Fall das Universum, weil wir hier von verschiedenen Planeten ausgehen, nicht ganz verstanden habe. Insbesondere, was die Normalen von den Edlen unterscheidet. Nämlich die Tatsache, dass diese psionische Fähigkeiten haben. Außerdem haben wir drei große Organisationen im Spiel: das Imperium, die Techwave und die Erzton, wobei das Imperium im Vordergrund steht und die Techwave die Feinde sind. Ziemlich viele Informationen also, die man erst im Laufe des Buches so richtig begreift.

Die Story startet dabei relativ schnell ins Geschehen, was das Begreifen entsprechend erschwert hat, aber dafür kam auch keine Langeweile auf. Denn Vesper hat ein gravierendes Sicherheitsrisiko in einem Raumschiff entdeckt, das bald ausgeliefert werden soll. Ihre Bedenken werden jedoch ignoriert, sodass sie einen großen Schritt wagt und zur Whistleblowerin werden will. Das lässt die Kent Corporation nicht auf sich sitzen und so beginnt das Abenteuer für Vesper. Denn nun steht sie auf deren Abschussliste. Doch egal, welchen Widrigkeiten sie ausgesetzt ist, diese Frau ist extrem mutig und pfiffig. Dazu gibt sie nicht auf, was ich wirklich cool fand. Vesper als Protagonistin hat einfach Spaß gemacht.

Insbesondere als Kyrion auf dem Plan stand. Ein Elitesoldat, der als Killer bekannt ist. Die zwei haben unfreiwillig einen magischen Bund geknüpft und müssen zusammenarbeiten. Ihre Dialoge sind schlagfertig und witzig. Ich habe die Dynamik der beiden wirklich sehr geliebt, die Funken waren nur so am Sprühen. Außerdem ist die Annäherung sehr authentisch. Das ist mal wieder eine echte Enemies-to-lovers Story, wie ich sie mir vorstelle. Denn im Grunde arbeiten sie miteinander, aber dann auch doch wieder nicht. Ihren Zwiespalt kann man geradezu fühlen.

Gemeinsam müssen sie also überleben und sich jeweils ihren Feinden stellen. Sowohl in Kämpfen als auch in Intrigen. Vesper hat natürlich sehr wenig Kampferfahrung. Dafür ist sie aber Seherin und baut ihre Fähigkeiten im Laufe des Buches immer weiter aus, was ich sehr spannend fand. Auch wenn ich ihre Ideenlandschaft bis jetzt nicht komplett durchblickt habe. Die Kämpfe waren aber alle sehr spannend. Kyrion als Charakter war ebenfalls interessant, wobei seine Entwicklung nicht ganz so groß war. Dennoch fand ich es süß, wie er sich immer mehr für Vesper erwärmt hat. Trotz des Bundes. Und auch er war nicht naiv und hat die Fäden schnell zusammengeführt.


Fazit:

Auch wenn mir der Start in das Buch etwas schwerfiel, konnte ich danach kaum aufhören zu lesen. Vesper ist eine wahnsinnig starke, mutige und schlaue Protagonistin, die dazu noch schlagfertig ist. Das hat mir extrem gut gefallen. Daneben war auch die Story gut durchdacht und hat mich sehr gefesselt. Die ganzen Intrigen, die Kämpfe und die Dynamik der Protagonisten war einfach nur genial. Super Charakterentwicklungen, unvorhersehbare Wendungen und eine süße Enemies-to-lovers Liebesgeschichte.

4.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2024

Krankenhausalltag und Liebe

Whitestone Hospital - Saved Dreams
0

Es geht weiter mit der wundervollen Whitestone Hospital Reihe. Dieses Mal steht Jane im Fokus. Auf ihre Geschichte war ich sehr gespannt, wo sie doch in den vorigen Bänden eher abweisend rüberkam. Und ...

Es geht weiter mit der wundervollen Whitestone Hospital Reihe. Dieses Mal steht Jane im Fokus. Auf ihre Geschichte war ich sehr gespannt, wo sie doch in den vorigen Bänden eher abweisend rüberkam. Und tatsächlich hatte Jane ein sehr traumatisierendes Erlebnis, über das sie mit niemandem gesprochen hat. Dieses Erlebnis verfolgt sie bis heute, weswegen sie depressiv und stoisch wirkt. Wobei ihr ihre Arbeit sehr viel Kraft gibt. Zumindest bis sie in die Gynäkologie versetzt wird. Dort warten nämlich einige Trigger auf sie.

Die Gynäkologie im Whitestone Hospital bietet viel Grund zur Freude, aber eben auch Grund zur Sorge oder sogar zum Trauern. Ich fand das Wechselspiel hier super gelungen und authentisch. Für Jane sind es eher negative Assoziationen. Ich konnte sie so gut nachempfinden, das ist da sicher nicht einfach gewesen. Jane ist eine wirklich starke Frau. Die verschiedenen Patientinnen mit den unterschiedlichen Fällen fand ich wieder super spannend und fesselnd. Besonders gut fand ich, dass hier wirklich die verschiedensten Themen für Frauen aufgegriffen wurden. Dazu gehören auch Themen, für die sensibilisiert werden sollte. Man fiebert mit den Patienten richtig mit.

In der Gynäkologie ist Abby ihre Mentorin, die sich super um Jane kümmert und schnell merkt, dass mehr hinter dieser abweisenden Fassade steckt. Ihre Art und Weise mit dem Wissen umzugehen, fand ich total klasse. Abby ist einem einfach nur sympathisch. Nach und nach keimen die ersten Gefühle auf beiden Seiten auf. Ihre Kennenlern-Phase ist langsam, aber stetig bis eine endlich den ersten Schritt macht. Es war richtig gut, dass die zwei dann über Probleme oder Missverständnisse gesprochen haben und sie nicht in sich reingefressen haben. Besonders Jane hat eine starke Entwicklung durchgemacht. Neben der Liebesgeschichte und dem Krankenhausalltag, erfahren wir auch wie es mit der Clique weitergeht. Das mochte ich sehr, besonders Sierra und Ian haben es mir ja angetan.

Fazit:

Die Kombination aus Krankenhausalltag und Liebesgeschichte hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht. Spannende und interessante Fälle, die besonders Frauen betreffen, waren im Vordergrund. Die Liebesgeschichte fand ich mit den sympathischen Charakteren passend. Es hat alles gut miteinander harmoniert, sodass man richtig in die Welt abtauchen konnte.

4.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2024

Unglaublich emotional

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
0

Ellas Bruder Ryan ist in der Army. Sie selbst ist früh Mutter von Zwillingen geworden, zieht sie nun allein groß und betreibt ein B&B. Mit Ryan steht sie in gutem Kontakt und er bittet sie Beckett, bei ...

Ellas Bruder Ryan ist in der Army. Sie selbst ist früh Mutter von Zwillingen geworden, zieht sie nun allein groß und betreibt ein B&B. Mit Ryan steht sie in gutem Kontakt und er bittet sie Beckett, bei der Army Chaos genannt, zu schreiben. Denn der ist recht einsam und hat niemanden außerhalb der Army. Dabei bauen sie sich einen richtigen Safe Space auf, in dem sie ungefiltert miteinander schreiben können. Die Briefe gab es zu jedem Anfang eines Kapitels und ich fand es so schön, die zu lesen.

Ella tut mir so leid und Maisie erst. Ein Schicksalsschlag nach dem anderen trifft sie. Erst bekommt Maisie schweren Krebs, dann stirbt ihr Bruder und Chaos bricht den Kontakt ab, sodass sie gar nicht weiß, was mit ihm ist. Als wäre das alles nicht genug, stapeln sich die Rechnungen. Ella ist eine großartige Löwenmutter und kämpft um ihre Kinder. Ich finde sie ist eine bemerkenswerte und unglaublich starke Frau. Das, was sie schon alles durchmachen musste, ist heftig.

Maisie und Colt sind zwei so liebenswürdige Charaktere. Ich habe sie einfach extrem schnell in mein Herz geschlossen. Die zwei sind sechs-jährige Zwillinge. Sie verstanden sich ohne Worte und waren ein Herz und eine Seele. Es war schön zu lesen, wie sie schon in jungen Jahren so füreinander da sind. Da hatte man teilweise das Gefühl sie sind innerlich schon viel erwachsener. Diese Verbundenheit konnte man regelrecht spüren. Besonders als es um die Krankheit von Maisie ging. Colt war immer für sie da und hat zurückgesteckt. Denn klar, Ella kann sich nicht zweiteilen und Maisie braucht ihre Mutter. Das Thema von Maisies Krankheit hat viel Raum im Buch eingenommen und war teilweise wirklich schwer. Aber ich fand es gelungen. Denn es gab Höhen und Tiefen, viele Zweifel und Tränen. Aber auch Erleichterung, Glück und Humor. Ein auf und ab eben, wie es bei so einer Krankheit eben läuft. Sehr emotional.

Gut, dass noch Beckett da ist. Mit dem letzten Brief von Ryan hat er sich auf den Weg zu Ella gemacht, um in den schweren Zeiten für sie da zu sein. Und auch länger. Dieser Mann ist zum Verlieben. Er konnte ihr zu Beginn nicht sagen, wer er ist, aber er war immer für sie da und hielt jedes Versprechen. Er hat sich um Colt gekümmert und eine richtige Verbindung zu ihm aufgebaut. Auch Maisie hat er recht schnell um den Finger gewickelt. Nur mit Ella gab es Schwierigkeiten. Sie hat große Vertrauensprobleme und dann hängt diese Lüge über ihnen wie ein Damoklesschwert. Ihre Gefühle füreinander fand ich super beschrieben und konnte ich nachvollziehen. Die zwei Charaktere harmonieren sehr gut miteinander. Wobei natürlich das eine große Drama mit der fehlenden Kommunikation mir nicht ganz so gut gefallen hat. Ich denke, er hätte es ihr sagen können. Es gab sowieso noch genug andere Dramen. Beckett hat aber natürlich auch sein eigenes Päckchen zu tragen. Er kann nicht gut mit Menschen, Beziehungen oder ähnliches und glaubt auch, dass er keine Liebe verdient hat. Er arbeitet an sich und seine Entwicklung war wunderschön.


Fazit:

Eine unglaublich emotionale Liebesgeschichte, die einiges an Schicksalsschlägen beinhaltet. Es ist sicher keine leichte Kost, wobei es immer wieder aufgelockert wird und auch sehr viele schöne glückliche Momente beinhaltet. Die Charaktere fand ich alle sehr sympathisch, wobei ich ein zwei Dramen hier doch gestellt fand. Dennoch war die Entwicklung der Charaktere faszinierend.

4.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere