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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2025

Eine Geschichte aus dem echten Leben: nahbar und unbequem ehrlich

No Hard Feelings
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"No Hard Feelings" von Genevieve Novak ist eine absolute Empfehlung! In dem Buch geht es um Penny, bei der schon eine Weile nicht alles so läuft, wie sie es sich vorstellt oder erträumt hat. Während ihre ...

"No Hard Feelings" von Genevieve Novak ist eine absolute Empfehlung! In dem Buch geht es um Penny, bei der schon eine Weile nicht alles so läuft, wie sie es sich vorstellt oder erträumt hat. Während ihre Freundinnen die Karriereleiter hinaufklettern oder in glücklichen Beziehungen sind, läuft es bei Penny etwas anders - das stört sie und füttert die Selbstzweifel. "No Hard Feelings" ist ein Buch über das Leben, das kein Blatt vor den Mund nimmt. Im Leben ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Und im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten, zeigt dieses Buch genau das, die unbequeme aber notwendige Wahrheit. Dadurch wirken Penny und die Handlung nahbar und auf einem Level mit uns im echten Leben. Außerdem macht es einfach Spaß dieses Buch zu lesen und in die Gedanken von Penny einzutauchen. Der Schreibstil wirkt echt und leicht. Und es ist nicht zu übersehen, dass die Autorin ganz viel Persönlichkeit und Herzblut in dieses Buch gesteckt hat.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Ehrlich, authentisch und unbeschönigt: Fern Bradys Weg als Autistin

Strong Female Character
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Fern Brady verarbeitet in dem Buch "Strong Female Character" ihre eigene Geschichte als spätdiagnostizierte autistische Frau. Der Untertitel "Mein Leben zwischen Sexismus und Autismus" macht deutlich, ...

Fern Brady verarbeitet in dem Buch "Strong Female Character" ihre eigene Geschichte als spätdiagnostizierte autistische Frau. Der Untertitel "Mein Leben zwischen Sexismus und Autismus" macht deutlich, dass sie sich dabei insbesondere auf ihre Erlebnisse als Frau sowie als Autistin konzentriert.

Das Buch ist sehr ehrlich, direkt und authentisch geschrieben. Ich habe nach knapp 300 Seiten Anekdoten und Erlebnissen das Gefühl Fern Brady persönlich zu kennen. Mir gefällt besonders, dass sie nichts beschönigt, sondern auch die schrecklichen Ecken und Kanten offen und ehrlich kommuniziert, um zu zeigen, wie ihr Weg bis zur Diagnose und auch danach abgelaufen ist. Sie signalisiert dabei eindeutig, wann es sich um ihre individuellen Erlebnisse handelt und wann sie Fakten und allgemeingültigere Aussagen anbietet. In den Fußnoten bietet sie zudem immer mal wieder weiterführende Informationen an, damit man sich als Leser*in noch intensiver mit dem Thema auseinander setzen kann. Im Fokus steht jedoch auf jeden Fall ihre persönliche Erzählung.

Ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen, es liest sich sehr flüssig, mal mit mit einem Schmunzeln auf dem Lippen, mal mit Bauchschmerzen. Ich weiß schon jetzt, dass ich es ein zweites Mal lesen werde, um mir Notizen zu machen.

Das Buch ist auf jeden Fall eine große Empfehlung für Leute, die sich für Autismus, insbesondere spätdiagnostiziertem Autismus bei Frauen interessieren und einen Einblick in eine individuelle Geschichte erlangen möchten. Personen, die sich zuvor kaum mit Autismus auseinandergesetzt haben, sollten sich jedoch vorher fachlich etwas einzulesen - das Buch liefert kein Grundlagen-Wissen über Autismus, aber das ist auch einfach nicht seine Aufgabe. Stattdessen möchte Fern Brady in diesem Buch ihre individuelle Geschichte als spät diagnostizierte Autistin und als Frau erzählen - und das gelingt ihr wunderbar.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Traumhaftes Setting und authentische Charaktere mit der ein oder anderen spicy Szene

Skye In Our Hearts
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Ein wundertolles Buch mit zwei authentischen Hauptfiguren, die allerlei Höhen und Tiefen erleben und auch sich charakterlich entwickeln können und wollen. Es gibt einen spannende Haupthandlungsdrang, liebenswürdige ...

Ein wundertolles Buch mit zwei authentischen Hauptfiguren, die allerlei Höhen und Tiefen erleben und auch sich charakterlich entwickeln können und wollen. Es gibt einen spannende Haupthandlungsdrang, liebenswürdige und vielschichtige Nebenfiguren sowie die ein oder andere spicy Szene (die sich perfekt in die Handlung einfügen und wirklich schön geschrieben sind).

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich flüssig und schnell hinter einander weg - am liebsten hätte ich überhaupt keine Pause gemacht. Auch die gewählte Erzähl-Perspektive hat mir sehr gut gefallen. Die Perspektive des Buches wechselt zwischen den beiden Protagonistinnen April und Mal ab, sodass wir Leserinnen Einblicke in die Gedankenwelt der beiden bekommen und somit verfolgen können, wie die beiden übereinander denken oder auch zum Teil unterschiedlich mit den selben Situationen umgehen. Durch die gewählte Perspektive erhöht sich die Spannung. Zudem wird somit auch noch einmal deutlicher wie unterschiedlich die beiden eigentlich sind. Denn während April als Schauspielerin in der Großstadt London lebte, ist Mal auf der kleinen Insel Skye und in sich gekehrt sehr glücklich. Die beiden Charaktere sind vielschichtig und unglaublich authentisch. Sie sind beide absolut sympathisch und liebenswert, gerade weil sie beide Ecken und Kanten haben, sodass man als Leser*in automatisch mit den beiden mitfiebert.

Eine große Empfehlung an alle, die Lust auf Freundschaft, Romance und Spice in einem wundertollen Setting haben: einer Whiskybrennerei auf der idyllischen schottischen Insel Skye.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Die etwas andere Kennenlerngeschichte: ihr Bruder hat seinen Bruder umgebracht

Even If I fall
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"Even if I fall" von Abigail Johnson fällt aufgrund des schön gestalteten Covers und den ansprechenden Farben sofort ins Auge. Auch der Klappentext - die grobe Handlung - verspricht Spannung pur: Brooke ...

"Even if I fall" von Abigail Johnson fällt aufgrund des schön gestalteten Covers und den ansprechenden Farben sofort ins Auge. Auch der Klappentext - die grobe Handlung - verspricht Spannung pur: Brooke und Heath leben in einer Kleinstadt in der jeder jeden kennt... Während er von den Leuten mitleidige Blicke bekommt, sind die für sie mit Verachtung und Hass erfüllt. Denn Brookes Bruder hat den Bruder von Heath umgebracht und sitzt nun dafür im Gefängnis. Die beiden beginnen nach und nach miteinander über die jeweilige Perspektive zu reden und kommen einander näher.

Die Geschichte wird aus Brooks Perspektive erzählt - es geht darum, wie sie selber und wie ihre Familie mit der Situation ihres Bruders umgeht, wie sich die Beziehung zu ihm verändert, wie die Familie von den Bewohnenden der Kleinstadt behandelt wird und wie sich ihre Beziehung zu Heath und seiner Familie verändert.

Das Setting gefällt mir wirklich gut, es geht nicht nur um zwei Menschen, die einander kennen lernen, sondern zugleich auch noch um den Umgang mit dieser ganz besonderen Situation. Dabei wird das doch sehr schwer verdauliche Thema sehr gut rübergebracht ohne an Tiefe zu verlieren.

Die Haupt- und Nebencharaktere sind alle sehr authentisch. Besonders gelungen fand ich den unterschiedlichen Umgang mit dieser besonderen Schock-Situation.

Das Buch liest sich sehr schön und schnell, es ist spannend und bietet trotz schwerem Thema immer wieder schöne Momente, die die Geschichte auflockern. Eine große Empfehlung für alle, die Interesse an einer etwas anderen Kennenlerngeschichte haben und nicht vor diesem schweren Thema zurückschrecken.

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Veröffentlicht am 19.10.2024

Das Buch geht um... ja, worum geht es eigentlich?

Intermezzo
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Worum geht es eigentlich in diesem Buch? Das ist nicht so ganz eindeutig und einfach zu sagen, daher gehe ich nun einmal etwas anders an die Rezension heran:

Was hat dieses Buch?
- einen fast schon poetischen ...

Worum geht es eigentlich in diesem Buch? Das ist nicht so ganz eindeutig und einfach zu sagen, daher gehe ich nun einmal etwas anders an die Rezension heran:

Was hat dieses Buch?
- einen fast schon poetischen und fließenden Schreibstil, der tiefe Einblicke in das Innerste der Menschen ermöglicht und mir das Gefühlt gibt, die Gedanken der jeweiligen Person zu denken.
- eine fast schon philosophische Auseinandersetzung mit ganz besonderen Themen: das Leben, Normalsein und Zwischenmenschliche Beziehungen
- authentische und wunderbar "anders normale" Menschen, die in anderen Büchern eher weniger auftauchen, aber dafür umso öfter im echten Leben anzutreffen sind.

Was hat dieses Buch nicht?
- es gibt keine klare Struktur: Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen, Gedanken, Erinnerungen und Gespräche sind nicht wirklich eindeutig voneinander zu trennen und ganze Sätze sucht man an manchen Stellen vergeblich.
- es gibt auch keine Anti-Kopfschmerz-Garantie: der Schreibstil ist sehr mitreißend und intensiv, ein (Halb-)Satz folgt dem nächsten, es gibt keine Zeit zum ausruhen, daher musste ich öfter eine Pause einlegen als bei manchen Büchern, um mich zu einer Pause zu zwingen und keine Kopfschmerzen zu bekommen.
- es gibt kaum Handlung: es folgt kein Ereignis das nächste
- es gibt kaum Spannung: durch die geringe Handlung fehlt auch die Spannung, die einem bei manch anderen Büchern dazu bringt, hintereinander weg zu lesen.

Ist es schlimm, dass es kaum Struktur, kaum Handlung und kaum Spannung gibt? Absolut nicht. Ich beschreibe so ein Buch immer gerne als ein "Vibe-Buch" - die Stimmung und das Gefühl, das mit dem Buch mitschwingt und was man beim Lesen bekommt, sind viel wichtiger als all die anderen Dinge. Und das schafft dieses Buch hervorragend.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich muss allerdings dazu sagen, dass dieser Schreibstil ganz besonders und speziell ist und ich das Gefühl habe, entweder liebt man ihn oder man kann ihn gar nicht leiden - etwas dazwischen gibt es nicht. Daher kann ich keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, sondern rate stattdessen eher dazu, die Leseprobe zu lesen und sich dann für oder gegen das Buch zu entscheiden. Aber wenn es passt, dann passt es sehr gut und es ist eine wunderbar spannende Erfahrung das Buch zu lesen.

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