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Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine neu gedachte, fantasiereiche Welt mit einer farblosen Charakteren und einem vorhersehbaren Plot.

Heart of Night and Fire
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Das Buch hat mich begeistert, gefesselt und verwirrt. Das Lesen war ein Mischung aller möglichen Gefühle, die ich nicht so ganz einordnen konnte.

Zarya als Protagonistin ist recht stark. Sie hat ihr ganzes ...

Das Buch hat mich begeistert, gefesselt und verwirrt. Das Lesen war ein Mischung aller möglichen Gefühle, die ich nicht so ganz einordnen konnte.

Zarya als Protagonistin ist recht stark. Sie hat ihr ganzes Leben an einem Ort verbracht und verspürt einen großen Freiheitsdrang, der absolut nachvollziehbar ist und empfindet den Menschen, die sie eingesperrt haben, eine Mischung aus Dankbarkeit und Hass. Obwohl ich dieses Verhalten noch verstehe, war das bei manch anderen Situationen nicht der Fall. Sie vertraut vielen Personen viel zu schnell, die Liebesgeschichte ist urplötzlich vorhanden und auch sie selber wird plötzlich mitten in einem Freundeskreis aufgenommen, zu dem es eigentlich keine Begründung gibt. All dies erschien mir gewollt, weil es halt nur Story passen muss, und nicht wirklich natürlich. Zu keinem der Charaktere habe ich wahrhaftig eine Verbindung gespürt.

Das Worldbuilding an sich gefiel mir hingegen schon viel mehr. Die Autorin dreht die Welt der bekannten Fantasiewesen einmal auf den Kopf und bringt etwas Frische in die Literaturwelt. Eine Welt voller magischer Wesen, und Namen, die man sich erst einmal merken musste. Übrigens: am Ende des Buches gibt es einen Glossar, den habe ich leider übersehen. Zusammen mit Zarya hat man Stück für Stück die magische Historie und Intrigen der Welt hinterfragt und geschaut, inwiefern sie selber hineinpasst. Leider habe ich den Plot der Geschichte schon sehr schnell herausgefunden. Es kam mir vor, als würde die Autorin regelrecht mit ihren Andeutungen um sich schmeißen und mich wundert es wahrhaftig, wie Zarya erst nach unglaublich langer Zeit die Bedeutung herausgefunden hat. Andererseits erschien es mir auch nicht so, als würde sie großartige Neugierde packen, ihre Geschichte herauszufinden.

Generell wurden viele Geheimnisse oder Ergebnisse, auf die man als Leser schon seit einigen Seiten vorher hingefiebert hat, recht abrupt erzählt, ohne einen großartigen Spannungsbogen. Der Schreibstil an sich hat mir hingegen sehr gefallen. Gegen Ende der Geschichte kam es noch zu einigen Veränderungen, die mich neugierig auf den zweiten Teil gemacht haben.

Die Stichwörter, die bei der Bewerbung des Buches aufkamen, habe ich in diesem Band nicht wirklich wahrgenommen. Ich denke diese beziehen sich eher auf die Reihe als Ganzes.

Fazit: Wer Wert auf eine fantasiereiche, neu gedachte Welt legt, ist hier richtig. Dennoch sollte man meiner Meinung nach mit Abstrichen bei Charakteren und dem Plot machen, welcher für mich zu vorhersehbar war. Trotzdem sehe ich auch Potenzial in den nachkommenden Bänden.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Ein holpriger Start der Reihe

The Deer and the Dragon
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"The Deer and the Dragon" ist ein Buch mit einer wunderschönen Aufmachung und einem überraschenden Inhalt.

Die Protagonistin Marlow stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wuchs mit einer streng religiösen ...

"The Deer and the Dragon" ist ein Buch mit einer wunderschönen Aufmachung und einem überraschenden Inhalt.

Die Protagonistin Marlow stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wuchs mit einer streng religiösen Mutter auf. Kein Wunder also, dass ihr eine Psychose angedichtet wurde, als sie begann Übernatürliches zu sehen. Und dabei handelt es sich ausgerechnet um den Prinzen der Hölle, mit dem sie eine jahrelange Liebschaft verbindet. Als dieser verschwindet, begibt sie sich auf die Suche.

Leider habe ich nach dieser außergewöhnlichen Liebschaft vergeblich gesucht. Obwohl sich Marlow auf die Suche nach ihrem Seelenverwandten begibt, hat sie kein Problem andere Typen anzuschmachten und setzt ihren Fokus auf komplett nebensächlich Handlungen. Generell empfand ich sie leider als recht anstrengenden Charakter. Sie verleugnet offensichtliches und handelt sehr impulsiv. Andere Charaktere hingegen mochte ich sehr gerne, wie die süßigkeitenabhängige Fauna, Caliban und Azrames.

Vielleicht lag die Darstellung von Marlow auch am Schreibstil, mit dem ich nicht wirklich warm wurde. Der Fokus wird oft auf komplett nebensächliche Handlungen gelegt, wie die Süßigkeiten von Fauna oder das Aussehen von Marlow. Dadurch verliert sich die Autorin häufig in Einzelheiten und der rote Faden wird verloren. Das Buch besitzt 560 Seiten, ich wurde behaupten, dass einige Seiten weniger ihm definitiv gut getan hätten. Teilweise werden auch geschlechtsneutrale Pronomen verwendet, was ich keinesfalls schlecht finde, nur musste man sich dran erstmal gewöhnen.

Auch das Worldbuilding hat mich verwirrt. Mythologie und Religionen werden aufgegriffen und zu einem komplexen System verbunden. An sich eine gute Idee, nur gab es keinen springenden Punkt im Buch, an dem dies aufgeklärt wurde, sondern dem Leser wurde dies nur häppchenweise zugeflüstert. Generell fand ich diese Weltanschauung zwar spannend, aber es wurde viel zu wenig aufgeklärt und dadurch blieb nur ein unscharfes und widersprüchliches Bild.

Wer es beim Wort "Liebhaber" vom Klappentext noch nicht vermutet haben sollte, so muss ich auch aufklären: es wird eine Menge an Sexualität behandelt und beschrieben. Ich würde sogar behaupten, das Buch dreht sich hauptsächlich darum.

Das Ende war relativ schnell abgearbeitet, für mich eher unzufriedenstellend. Dennoch wirkt es so, als würde der zweite Band mehr an das Worldbuilding und den Gottheiten anschließen.

Fazit: Der Auftakt der Reihe war für mich ein eher holpriger Start. Dies lag sowohl an der Protagonistin, der Liebesgeschichte, als auch an dem zu wenig ausgeführten Worldbuilding. Dennoch ist es eine Geschichte, bei der man sich fallen lassen kann, wenn man gewisse Punkte beiseitelässt, da die Grundidee auf jeden Fall Potenzial hat.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

Es blieb recht oberflächlich

A Song to Drown Rivers
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Ein absolutes Highlight von „A Song to Drown Rivers” ist natürlich die wunderschöne Gestaltung. Zum grandiosen Cover hinzu kommt der Farbschnitt und eine passende Charakterkarte.

Generell bin ich bei ...

Ein absolutes Highlight von „A Song to Drown Rivers” ist natürlich die wunderschöne Gestaltung. Zum grandiosen Cover hinzu kommt der Farbschnitt und eine passende Charakterkarte.

Generell bin ich bei dem Buch recht zwiegespalten. Den Schreibstil beispielsweise mochte ich ganz gerne, jedoch ist er sehr poetisch, sodass man sich an ihn gewöhnen muss. Bei den Charakteren hingegen fehlte es mir an Tiefe. Xishi hatte Potenzial eine starke Frauenrolle als Spionin einzunehmen, jedoch blieb dies auf der Strecke. Zwischen ihr und Fanli, der sie als Spionin ausbilden soll, fängt es an zu knistern, aber bis auf ein paar offensichtlichen Situationen, konnte mich das Gefühl nicht erreichen. Diese Verliebtheitsphase wird meiner Meinung nach auch nicht wirklich umschrieben, sondern als Tatsache dargestellt. Relativ oft ist es bei den Charakteren so, dass es keine wirkliche Entwicklung gibt, sondern sie sind recht festgefahren und bedienen bestimmte Charaktertypen wie den kindlichen König, den Liebhaber und die eifersüchtige Erzfeindin. Die fehlende Entwicklung könnte beispielsweise auch aus den zeitlichen Sprüngen resultieren, bei denen kein wirkliches Zeitverständnis vorhanden ist.

Die Handlung an sich war leider nicht wie erhofft voller unerwarteter Ereignisse, sondern eher sanft und folgte einem roten Handlungsstrang, ohne großartigen Überraschungen. Manchmal kam es zu unnötigen Längen und an manchen Stellen hätte ich mir widerum gewünscht, dass dort weiter angeknüpft worden wäre. Trotz dieser vielen Kritikpunkte kam ich recht schnell durch das Buch, es ließ sich flüssig lesen.

Fazit: Die Aufmachung des Buches und der Schreibstil konnten mich überzeugen, jedoch bleib der Inhalt recht oberflächlich. Mir hat die Tiefe bei den Charakteren und der Liebesgeschichte gefehlt. Das Potenzial wurde leider nicht benutzt. Deswegen gibt es 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Nett. aber nicht überzeugend genug

Thieves’ Gambit
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Die Grundidee hinter dem Thieves` Gambit konnte mich im Klappentext total überzeugen. Wer liebt Wettbewerbe mit einem Nervenkitzel ala Squid Game nicht? Nur leider haben sich meine Erwartungen nicht erfüllt. ...

Die Grundidee hinter dem Thieves` Gambit konnte mich im Klappentext total überzeugen. Wer liebt Wettbewerbe mit einem Nervenkitzel ala Squid Game nicht? Nur leider haben sich meine Erwartungen nicht erfüllt. Anstatt unerwartete Wendungen gab es meistens vorhersehbare Plottwists und auch die Charaktere blieben hinter den Versprechungen zurück.
Ross Quest, eine Tochter, Teilnehmerin des Thieves` Gambit und Meisterdiebin – zumindest versucht sie es zu sein. In Wahrheit ist sie eine verzweifelte Teenagerin, die aus der Familie ausbrechen möchte, an ihrer Mutter hängt und versucht taff zu sein, dabei verstecken sich ganz viele Selbstzweifel in ihrem Inneren. Die Autorin versucht sie als etwas darzustellen, was sie nicht ist – zumindest ihren Worten und Handlungen nach. Sie mimt die Einzelgängerin, dabei zeigt sie sich als Teamplayerin und auch sonst erschien sie mir auf Dauer leider als nervig. Trotzdem muss man sagen, dass sie durch ihre humorvolle Art die Stimmung deutlich auflockert.
Auch ein bisschen Romance darf natürlich nicht fehlen. Devroe verhält sich gegenüber Ross als wäre es Liebe auf den ersten Blick und erwartet dasselbe von ihr – da kam es mir so vor, als hätten wir einige Schritte bis zu dieser Verliebtheit übersprungen. Es erschien mir sehr unglaubwürdig und ich hätte am liebsten eine rote Flagge geschwungen.
Der Schreibstil war in Ordnung, er ließ sich leicht lesen und auch die Grundidee mit dem abschließenden Ende mochte ich sehr gerne. Nur an der Umsetzung hat es gehapert – von den Challenges, die mir zu wenig durchdacht erschienen bis hin zu den „Tricks“ von Ross, die größtenteils darin bestanden Handschellen mit einer Haarklammer zu lösen. Auch wenn es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, hätte ich mehr Tiefe und Wissen im Bereich der Diebe gewünscht.

Fazit: Es ist grundsätzlich eine schöne Geschichte, nur haperte es an der Umsetzung. Die Charaktere waren mir zu oberflächlich und es wirkte zu wenig durchdacht. Daher gibt es von mir nur 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Außergewöhnlich, gewöhnungsbedürftig und fantasiereich!

Fünf Minuten vor Mitternacht
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Über Nacht befindet sich Chrona Clark im frühen 17. Jahrhundert. Anstatt von ihrem Verlobten wird sie von einem Fremden empfangen und dem Applaus donnernder Kanonen. Doch bald schon droht sie mehr zu verlieren ...

Über Nacht befindet sich Chrona Clark im frühen 17. Jahrhundert. Anstatt von ihrem Verlobten wird sie von einem Fremden empfangen und dem Applaus donnernder Kanonen. Doch bald schon droht sie mehr zu verlieren als nur ihren Ruf, denn Zeitreisen fordert Blut…

Auch wenn mir das Cover etwas zu überladen ist, mag ich es dennoch sehr gerne. Die Uhr passt perfekt zum Inhalt und als Leser hat man direkt das Gefühl von einem historischen Roman.

Die Protagonistin Chrona ist Tochter der wichtigsten Unternehmer der Welt und sie sieht sich als eine Art Königin. Charakterlich gab es leider keine große Brandbreite. Chrona ist sehr von sich überzeugt und erwartet von jedem Respekt, obwohl sie selber alle von oben herab behandelt. Durch ihre hochgestochene Ausdrucksweise und der Tatsache, dass ich keinerlei Sympathie zu ihr verspürt habe, ist eine gewisse Distanz entstanden. Grundsätzlich kann solch ein Charakter natürlich spannend sein, aber hier blieb Chrona leider eher blass. Erst gegen Ende des Buches findet eine Veränderung statt.

Die Ausarbeitung des 21. Jahrhunderts und des frühen 17. Jahrhunderts war interessant zu lesen. Die Autorin hat das 21. Jahrhundert anders gestaltet, aber dennoch sind Gemeinsamkeiten zu finden. Dort spielt sich bei Chrona das Leben in der privilegierten Gesellschaft ab. Chrona steht im Konflikt zwischen dem Anpassen und somit einem Leben mit ihrem Verlobten oder der Liebe. Besonders in dieser Zeit wird sehr auf die Wirtschaft Wert gelegt. Das hat mich jedoch weniger interessiert, sodass einige Längen entstanden sind.

Zwischendurch erleben wir als Leser unkontrollierte Zeitsprünge in das 17. Jahrhundert. Dort steht der Krieg und die Hexenverfolgung im Vordergrund. Zudem trifft sie auf Anton, der sich dort an Anatomie ausprobiert. Mich hat besonders gestört, dass Chrona die meiste Zeit befohlen hat, sie wieder ins 21. Jahrhundert zu bringen und somit die richtige Handlung in den Hintergrund gelangte. Anton ist als Charakter jedoch erfrischend und eindeutig sympathischer.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es bei dem Buch eine interessante Idee gab, diese jedoch nicht aussagekräftig umgesetzt wurde. Gegen Ende war ich bezüglich des grauen Mannes verwirrt, aber ich denke im zweiten Band werden wir mehr erfahren. Der Schreibstil der Autorin Celina Weithaas ist einzigartig und gewöhnungsbedürftig. Ich bevorzuge generell einen eher jugendlicheren und „leichteren“ Schreibstil. Diesen würde ich eher als ausdrucksvoll bezeichnen, aber dennoch war er angenehm.

Fazit: Grundsätzlich mochte ich Zeitsprünge zwischen dem 21. und dem 17. Jahrundert sehr gerne. Dennoch hat es mir Chrona als Protagonistin nicht leicht gemacht. Ich habe keine Sympathie gespürt und auch ihr Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen. Es gab einige Längen, sodass ich dem Buch 3 Sterne vergebe. Ich kann mir trotz meinen Kritikpunkten aber vorstellen, dass genau das manche Leserherzen höher schlägen lässt.

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