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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2024

Sprachgewaltig und einfühlsam

Über allen Bergen
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"Es zählt nicht, wer du bist, sondern für wen man dich hält." (Valentine Goby: "Über allen Bergen", S. 132f.).
Dieses Zitat blieb mir nach der Lektüre von Valentine Gobys "Über allen Bergen" besonders ...

"Es zählt nicht, wer du bist, sondern für wen man dich hält." (Valentine Goby: "Über allen Bergen", S. 132f.).
Dieses Zitat blieb mir nach der Lektüre von Valentine Gobys "Über allen Bergen" besonders im Gedächtnis. Es beschreibt die Geschichte der Hauptfigur ihres Romans ausnehmend gut, sodass ich das Zitat meiner Rezension voranstellen wollte.

"Über allen Bergen" hat nicht nur ein Cover, das die Atmosphäre des Romans besonders gut widerspiegelt, sondern kann auch inhaltlich atmosphärisch dicht überzeugen. Goby hat eine einfühlsame und eindrückliche Sprachmelodie in diesem Roman niedergeschrieben, welche das Buch zu einem besonderen literarischen Werk macht.

Die Geschichte von Vadim bzw. Vincent ist eine besondere Erzählung, die sich durch eine detailreiche Sprache auszeichnet und das Schicksal des Jungen, der aus der großen Stadt in die französische Bergwelt fliehen muss, sehr gut nachzeichnet. Die Hauptfigur sowie die Lesenden lernen dabei einiges über die Natur dieser besonderen Umgebung und bekommen zugleich einen Einblick in die Gefühlswelt der Hauptfigur. Vincent verarbeitet dabei mithilfe der Jahreszeiten und Farben seine Emotionen und Eindrücke.

Insgesamt ein wahrhaft schönes Stück Literatur, das sich einzig im Mittelteil für meinen Geschmack ein paar Längen zu viel leistet. Wer gerne mal wieder ein intensives, literarisch anspruchsvolles Buch lesen möchte, sollte zu Valentine Gobys "Über allen Bergen" greifen.

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Veröffentlicht am 22.11.2024

Einblick in eine andere Welt

Kasino
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Das Buch "Kasino. Alte Klassen, neue Regeln" von Martina Sahler und Heiko Wolz sprach mich bereits aufgrund seines schönen Covers an. Der Klappentext wiederum ließ mich dieses Buch lesen.

Der historische ...

Das Buch "Kasino. Alte Klassen, neue Regeln" von Martina Sahler und Heiko Wolz sprach mich bereits aufgrund seines schönen Covers an. Der Klappentext wiederum ließ mich dieses Buch lesen.

Der historische Roman hat ein schönes Setting und weiß mit interessanten Figuren aufzuwarten. Ich habe den Roman einerseits gerne gelesen, weil viele unterschiedliche Figuren darin vorkamen, die alle mehr oder weniger sympathisch waren. Leider war mir andererseits die Hauptfigur nicht nahbar genug und auch manche (Auf-)Lösung im Roman gefiel mir nicht so gut.

Insgesamt ist der historische Roman für alle interessant, die mehr über Baden-Baden und die Welt des Kasinos erfahren möchten.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Flair, Magie und das New York der 1920er Jahre

Eine Nachtigall in New York
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"Eine Nachtigall in New York" von Ben Aaronovitch ist das erste Buch dieses Autors, das ich kennengelernt, in diesem Fall, gehört habe. Das Hörbuch wird von Dietmar Wunder gelesen. Einem, wie ich finde, ...

"Eine Nachtigall in New York" von Ben Aaronovitch ist das erste Buch dieses Autors, das ich kennengelernt, in diesem Fall, gehört habe. Das Hörbuch wird von Dietmar Wunder gelesen. Einem, wie ich finde, hervorragenden Sprecher.

Die Geschichte an sich spielt im New York der 1920er Jahre und versprüht das dem Zeitgeist entsprechende Flair, gemixt mit Magie und verzauberten Instrumenten. Dietmar Wunder schafft es dabei wunderbar, die einzelnen Charaktere stimmlich herauszuarbeiten, sodass das Zuhören sehr angenehm ist. Die Spannung lässt bei diesem Hörbuch allerdings etwas auf sich warten. Doch der Schluss schafft es, einem noch einmal in den Bann zu ziehen.

Insgesamt ein empfehlenswertes Hörbuch, das die Komponenten Magie, Flair und das New York der 1920er Jahre gut miteinander verknüpft.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Zeitgeschichte, Bücher und ein wenig Mystery

Das Haus der Bücher und Schatten
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"Das Haus der Bücher und Schatten" ist der dritte zeitgeschichtliche Roman, den ich von Kai Meyer gelesen habe. Wie immer bei diesem Autor wurde ich sehr gut unterhalten, auch wenn der Roman meiner Meinung ...

"Das Haus der Bücher und Schatten" ist der dritte zeitgeschichtliche Roman, den ich von Kai Meyer gelesen habe. Wie immer bei diesem Autor wurde ich sehr gut unterhalten, auch wenn der Roman meiner Meinung nach nicht an "Die Bücher, der Junge und die Nacht" heranreicht.

Das reizvolle Cover macht nicht nur Lust aufs Lesen, der Roman selbst ist äußerst unterhaltsam, spannend, informativ und stellenweise mit mystischen Anklängen durchsetzt. Er wartet mit zwei Zeitebenen auf, 1913 und 1933, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Dabei wurde jeweils pro Zeitabschnitt so viel preisgegeben, dass ich als Leserin nicht den Überblick verlor und stets wissen wollte, wie es weitergeht. Nebenbei erfuhr ich auch noch einiges über das Baltikum und die damit verbundene deutsche Geschichte und viel über die Bücherstadt Leipzig mit ihrem (im Zweiten Weltkrieg zerstörten) Graphischen Viertel.

Insgesamt ein tolles Buch für Fans von historischen Romanen und des talentierten Autors.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Roman über (Bücher-)Liebe mit ein paar Schwächen

Die Bibliothek im Nebel
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"Die Bibliothek im Nebel" von Kai Meyer ist ein schön geschriebener Roman mit drei Zeitebenen, der sich rund um Bibliotheken, die Liebe zu Büchern und Menschen sowie Zeitgeschichtliches dreht.

Mir gefiel ...

"Die Bibliothek im Nebel" von Kai Meyer ist ein schön geschriebener Roman mit drei Zeitebenen, der sich rund um Bibliotheken, die Liebe zu Büchern und Menschen sowie Zeitgeschichtliches dreht.

Mir gefiel der Roman insgesamt gut. Die Zeitebenen passen gut zueinander, sodass sich die Geschichte Stück für Stück entfaltet. Was mich beim Lesen dennoch etwas störte, waren die Längen, die sich zwischendurch leider immer wieder einschlichen. So schön es ist, die Worte des Autors zu lesen, so wären ein paar weniger Sätze für mich auch in Ordnung gewesen. Daher erhält der Roman von mir vier Sterne.

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