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Veröffentlicht am 24.03.2025

Heilkraft von Wildkräutern

Wie Wildkräuter wirken
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Dieses Hartcover-Buch kommt schon äußerlich sehr geschmackvoll daher und zeigt sich in bester Buchqualität. Der Titel " Wie Wildkräuter wirken " wird noch ergänzt durch " Wie wir die Heilkraft der Pflanzen ...

Dieses Hartcover-Buch kommt schon äußerlich sehr geschmackvoll daher und zeigt sich in bester Buchqualität. Der Titel " Wie Wildkräuter wirken " wird noch ergänzt durch " Wie wir die Heilkraft der Pflanzen nutzen können und was die Wissenschaft dazu weiß ".

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse interessieren mich sehr, und im Bezug zu Wildkräutern war mir dazu bisher nichts bekannt, umso mehr interessierte mich dieses Buch .

Das gut gegliederte Inhaltsverzeichnis lässt erkennen, was man in diesem Buch erwarten darf. Im Vorwort macht die Autorin deutlich, warum dieses Buch so anders ist, als andere Bücher zu diesem Thema.

In einem sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil berichtet die Autorin " Renée Schroeder " wie sie ihre "Wilde Wiese" entdeckte. Sie bezeichnet sie als Paradies, und als ich die Bilder betrachtete, kann ich ihr zu diesem Paradies nur gratulieren. Ich würde mich am Leierhof sehr wohlfühlen und mich über die vielen unterschiedlichen Kräuter, je nach Saison, sehr freuen.

Im Kapitel Wirkstoffe habe ich mich in den Chemieunterricht in der Schule zurückerinnert. Ich hätte auf die Formeln verzichten können, sie stören aber auch nicht. Da dieses Buch auch bestens als Lehrbuch geeignet ist, sind sie für Schüler und Schülerinnen sehr interessant und lehrreich.

Sehr systematisch werden dann die einzelnen Kräuter vorgestellt. Geschichtliches, Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung und insbesondere was die Wissenschaft dazu sagt, ist verständlich und lehrreich geschrieben. Die mikroskopischen Fotos sind erstklassig dargeboten. Diese Detailaufnahmen haben mich begeistert, da ich Kräuter noch nie aus dieser Perspektive betrachtet habe. Ich hätte mir aber sehr gewünscht, das zusätzlich ein Foto von der Original-Pflanze gezeigt worden wäre, zum Zweck der Erkennung in der Natur. Vom Platz in dem Buch wäre dies durchaus möglich gewesen. Bei so einem umfangreichen und hochwertigem Kräuterbuch, gehören Mikro-und Makroaufnahmen unbedingt zusammen. Sie ergänzen sich, sodass der Betrachter einen Gesamteindruck von der Pflanze erhält. Ich finde es sehr schade, dass dieses bei einem so wertvollem Buch, meiner Ansicht nach, versäumt wurde.

Die Rezepturen aus der Kräuterküche sind sehr verständlich aufgeführt, und animieren zum Selbermachen. An den Tees und an den Kräuter- und Gewürzmischungen werde ich mich zeitnah versuchen. Die Herstellung von Seifen, Salben und Cremes, erscheint für mich zur Zeit noch zu zeitintensiv, das fasse ich später ins Auge.

Dieses Buch nehme ich gewiss häufiger zur Hand, um vertrauter mit den Kräutern und deren Wirkungsweise zu werden. Ich empfehle dieses Buch jedem Kräuterfan, oder der es noch werden möchte. Jeder, der an seiner eigenen Heilkräuterapotheke interessiert ist, hat mit diesem Buch einen hervorragenden Ratgeber zur Hand.

Ich vergebe 4 Sterne

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Mitbringsel halten Erinnerungen wach

Die Reisgöttin
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Doris Dörrie nimmt uns Leser:innen anhand von ihren Mitbringseln mit auf Reisen,. Sie erzählt in einem angenehmen flüssigen Schreibstil kleine Kurzgeschichten oder Anekdoten von ihren Reisen oder aus dem ...

Doris Dörrie nimmt uns Leser:innen anhand von ihren Mitbringseln mit auf Reisen,. Sie erzählt in einem angenehmen flüssigen Schreibstil kleine Kurzgeschichten oder Anekdoten von ihren Reisen oder aus dem täglichen Leben, die für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Das Büchlein lässt sich prima in der Handtasche mitnehmen, und so lassen sich Wartezeiten, wo auch immer, überbrücken. Sie gibt uns kurze Einblicke in unterschiedlichste Länder., die interessant zu lesen sind . Ich hatte Spaß beim Lesen, und kann es daher sehr gerne empfehlen Auch als Geschenk ist es bestens geeignet

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Liebe zu Eis und Schnee

Die Eisbrecherin
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Das gelungene Coverfoto und der Titel lassen schon erkennen, was uns in dem Erlebnisbericht von " Geertje Marquardt " erwarten wird. In vergleichbarer Form eines Tagebuches erzählt uns die Autorin, die ...

Das gelungene Coverfoto und der Titel lassen schon erkennen, was uns in dem Erlebnisbericht von " Geertje Marquardt " erwarten wird. In vergleichbarer Form eines Tagebuches erzählt uns die Autorin, die beruflich als Schnee-und Eiskünstlerin arbeitet, über ihre gut vorbereitete und nach zwei Jahren durchgeführte Grönland-Expedition. Sie hat ihren Lebenstraum umgesetzt, und dabei großen Mut bewiesen. Sie meisterte eine 550 Kilometer lange Überquerung des grönländischen Inlandeises auf Skiern.

Ich war sofort neugierig, von welchen Erlebnissen und über welche Schwierigkeiten die dreier Expedition im Nachhinein berichten kann. Vorab habe ich den Mut bewundert, aber auch gleichzeitig Zweifel gespürt, ob es bewunderungswert ist, die Gegebenheiten der Natur bezwingen zu wollen. "Geertje Marquardt" hat sich zwei Jahre körperlich und mental vorbereitet. Dies ist auch zwingend notwendig. Dieser Erlebnisbericht zeigt aber auch, dass es Extremsituationen gibt, auf die man sich nicht vorbereiten kann.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen, gelegentlich stört das Gendern etwas. Vielleicht wäre es geschickter gewesen, dass am Anfang des Buches auf einen Verzicht des Gendern hingewiesen wäre, und somit dann das Gendern im Text unterblieben wäre. Die tageweise geschilderten Geschehnisse sind sehr spannend und aufschlussreich geschrieben. Mehr als 34 Tage auf Skiern das Grönlandeis zu durchqueren ist für Nicht-Extremsportler wohl undenkbar.

Ich bin dieser Expedition gedanklich gerne gefolgt, und habe Erkenntnisse gewonnen, die mich sehr beeindruckt haben. Dieses Buch animiert aber auch eigenen Mut aufzubringen, um seinen speziellen Lebenstraum, welcher dies auch immer sein mag, zu verwirklichen. Im Prinzip stimme ich dieser Meinung zu, aber jeder sollte erkennen, dass es mehr als Mut braucht, um Extrem-Vorhaben erfolgreich bewerkstelligen zu können. Auch wenn bei dieser Expedition die Familie von " Geertje Marquardt " hinter ihr stand, kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum sie ihre Lieben daheim mit deren Ängsten zurückgelassen hat. Angst und Sorgen haben sich die Kinder und der Mann gewiss gemacht, auch wenn sie dies nicht offen kommuniziert haben. Anders hätte ich es beurteilt, wenn keine Familie zurückgelassen worden wäre. Die Geschichte zeigt, dass es Widrigkeiten gibt, die vorher nicht einzukalkulieren sind. Diesen extremen Lebenstraum hätte ich niemals vor die Familie gestellt, auch wenn Diese ihr Einverständnis immer wieder betont hätten.

Es lohnt sich dieses Buch zu lesen, und Jeder wird es anders beurteilen, ob man einen extremen und gefährlichen Lebenstraum sich wirklich erfüllen sollte. Mir hat dieses Buch viele spannende Lesestunden beschert, und ich habe einige lohnende Erkenntnisse dazugewonnen.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Berührende und lehrreiche Erzählung

Das Igel-Tagebuch
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" Sarah Sands " erzählt uns in diesem Hardcover- Buch ihre persönliche Geschichte. Nun könnte die Frage aufkommen, warum diese Geschichte interessant ist, wenn man die Autorin nicht kennt? Ich habe mir ...

" Sarah Sands " erzählt uns in diesem Hardcover- Buch ihre persönliche Geschichte. Nun könnte die Frage aufkommen, warum diese Geschichte interessant ist, wenn man die Autorin nicht kennt? Ich habe mir diese Frage gestellt, war aber neugierig , da es um ihren Vater ging, dessen Verlust ihr zeitnah bevorstand, und um einen verletzten Igel, der ihr letztendlich Trost gab in der schweren Zeit des Abschiednehmens. Da ich mich in ähnlicher Lage befinde, und da mich auch seit zwei Jahren ein Igel in unserem Garten begleitet, habe ich die Geschichte mit großem Interesse gelesen.

In lockerer Schreibweise, die sich flüssig liest, habe ich mich in vielen Dingen wiedergefunden. So kann es auch anderen Leserinnen und Leser ergehen. Die Autorin hat es geschafft, durch das Wechselspiel " Vater -- Igel " eine Leseatmosphäre zu schaffen, die berührend traurig, und dennoch voller Hoffnung ist. Die Faszination über die kleinen nützlichen Wesen der Natur, verstärkt sich von Seite zu Seite, da man die Igel immer besser kennenlernt. Was man gut kennt, das schützt man auch, und so ist dieses Buch auch dahingehend sehr wertvoll und lesenswert.

Die Igel sind vom Aussterben bedroht und wir Menschen sind gefordert alles mögliche zu tun, dass dieses nicht geschieht. Wie wir dies erreichen können ? Antwort finden wir in diesem Buch. Die Worte des Philosophen Roger Scruton , zu lesen auf Seite 17, stimmen mich nachdenklich. " Liebe ist eine Beziehung zwischen Dingen, die sterben ". Da jegliches Leben endlich ist, ist diese Aussage auf Vieles zutreffend.

Immer wieder lässt die Autorin Anmerkungen zur Naturgeschichte einfließen. Die Informationen sind gut, aber in der Häufigkeit zu viel, sodass mein Lesefluss immer wieder ausgebremst wurde, und die eigentliche Geschichte zu oft unterbrochen war. Ich habe dies als etwas störend empfunden.

Alles in allem zeigt diese Geschichte die Wichtigkeit jeglicher Arterhaltung in unserer Natur, der wir Menschen schon viele Wunden zugefügt haben, sodass etliche Spezies vom Aussterben bedroht sind, oder schon ausgestorben sind. Leider sind auch die nützlichen Igel vom Aussterben bedroht. Ich empfehle dieses Buch zu lesen, denn wir können viel für den Arterhalt dieser putzigen Tiere tun. Richtiges Verhalten gegenüber diesen Tieren lohnt sich, damit nachfolgende Generationen sich noch an den Tieren erfreuen können.

Während ich dieses Buch gelesen habe, hat " unser " Igel im Garten sein Winterquartier bezogen. In seinem Zuhause ist es ruhig geworden. Er schläft. Ich hoffe und bete, dass er im Frühjahr putzmunter aus dem Schlaf erwacht. Sollte er vorzeitig erwachen, weiß ich was zu tun ist.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Magische Zeitreise

Zwischen hier und für immer
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Anfangs war ich skeptisch, ob die vielen Zeitsprünge in dieser Geschichte meinen Lesefluss ausbremsen würden. Dem war aber nicht so. Ich konnte mich gut in die Situation von Ben hineinversetzen. Er fragt ...

Anfangs war ich skeptisch, ob die vielen Zeitsprünge in dieser Geschichte meinen Lesefluss ausbremsen würden. Dem war aber nicht so. Ich konnte mich gut in die Situation von Ben hineinversetzen. Er fragt sich, wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn er damals anstatt seiner Ehefrau eine Andere geheiratet hätte. In kurzen gedanklichen Reisen geht er dieser Frage nach. Er erinnert sich an viele Ereignisse in seiner Vergangenheit, und zum Schluss gehen seine Gedanken in eine mögliche Zukunft. Manche Ausflüge haben einen magischen Charakter und führen auch dazu, über sein eigenes Leben nachzudenken. Man kann sich wiederfinden in manchen Geschehnissen, die wohl jeder so, oder so ähnlich im eigenen Leben auch erlebt hat.

Die Geschichte erzeugt einen entspannten Lesegenuss, und enthält eine Botschaft, die jeder so gut es geht beherzigen sollte.

Ich vergebe 4 Sterne, da die Geschichte teilweise einige Längen aufweist, die für mich weniger ausschweifend erzählt sein könnten. Dennoch ist das Buch interessant zu lesen.

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