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Veröffentlicht am 18.11.2024

Mörderischer Urlaub

Dunkle Schatten über der Camargue
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Eine deutsche Familie macht Sommerurlaub in der Camargue auf einer Stierfarm. Die Einheimischen verschweigen, dass schon zwei junge Frauen brutal ermordet worden sind, und die Tochter der Urlauber wird ...

Eine deutsche Familie macht Sommerurlaub in der Camargue auf einer Stierfarm. Die Einheimischen verschweigen, dass schon zwei junge Frauen brutal ermordet worden sind, und die Tochter der Urlauber wird nun tragischerweise das dritte Opfer.
Aus Marseille wird der junge Capitaine Mathieu Dubois von der Kriminalpolizei nach Arles abkommandiert, um die Mordserie zu klären. Nach anfänglichem Kompetenzgerangel mit der örtlichen Gendarmerie läuft die Zusammenarbeit reibungslos.
Der Plot ist leider recht trivial gestrickt. Die Protagonisten sind sehr eindimensional angelegt, allein Dubois kann sich zum Sympathieträger entwickeln. Die Handlung ist vorhersehbar und bietet wenig Überraschung.
Und dennoch ist das Buch lesenswert, denn die Autorin, selbst in Südfrankreich lebend, kann die Stimmung von Land und Leuten einfangen und gekonnt zu Papier bringen. Gerade Leser, die schon einmal dort waren, können die Handlung gut verorten. Deswegen reicht es bei mir noch ganz knapp zum vierten Lesestern.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Mit Kisch ins alte Prag

Die Schatten von Prag
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Eine tolle Idee, den Leser mit dem berühmten Journalisten Egon Erwin Kisch in das Prag von 1910 zu versetzten. Die Atmosphäre ist toll eingefangen. Die Bevölkerung, ein inhomogenes Gemisch von Deutschen, ...

Eine tolle Idee, den Leser mit dem berühmten Journalisten Egon Erwin Kisch in das Prag von 1910 zu versetzten. Die Atmosphäre ist toll eingefangen. Die Bevölkerung, ein inhomogenes Gemisch von Deutschen, Tschechen und Juden, treibt sich fast selbst in die Hysterie wegen des zu erwartenden Halleyschen Kometen, der als Zeichen des Weltuntergangs angesehen wird. In dieser aufgeheizten Atmosphäre geschehen rätselhafte Giftmorde, die auf das Konto einer geheimen Organisation gehen. Kisch und seine Assistentin Lenka ermitteln.
Das Autorenduo Becker – Soergel hat ein gutes Händchen dafür, den Leser unmittelbar in das quirlige Prager Leben hinein zu katapultieren. Auch die Spannung setzt fast unmittelbar zu Anfang ein. Es gibt auch komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen, aber da schwächelt der Plot, denn vieles aus der komplizierten Gefühlswelt kann man nicht so recht nachvollziehen. Schade, aber dennoch ein aufregender und packender Roman, den man gerne liest.

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Veröffentlicht am 08.11.2024

unprofessionell

Vor der Stille
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Auch dieser neue Fall für Hanna Will und Jan de Bruyn lässt sich ohne Vorkenntnisse gut lesen und ist wie immer auch in sich abgeschlossen. Diesmal müssen sie eine völlig verfahrene Mordermittlung im Emsland ...

Auch dieser neue Fall für Hanna Will und Jan de Bruyn lässt sich ohne Vorkenntnisse gut lesen und ist wie immer auch in sich abgeschlossen. Diesmal müssen sie eine völlig verfahrene Mordermittlung im Emsland auf Vordermann bringen. Eine junge Frau wird tot aus dem Kanal gezogen, aber in ihren Lungen befindet sich nur Leitungswasser.
Zwar findet das Duo schnell die Schwachstellen der bisherigen Arbeit der dortigen Soko, aber insgesamt ermitteln auch sie nur halbherzig und schlecht gelaunt. Jan ist wegen seiner bevorstehenden Scheidung gedanklich abgelenkt, und Hanna sinniert über ihren Beziehungsstatus zu Jan. Dabei verhält sie sich privat sehr unsensibel. Dienstlich bewegt sie sich außerhalb der Legalität, indem sie zum Beispiel unerlaubt Tracker an die Fahrzeuge anbringt.
Diesmal wirkt sie ausgesprochen unsympathisch. Mal sehen, ob sich das im nächsten Buch wieder relativiert.

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Maras erster Fall

Eisfeld - Der Fall Katharina S.
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Steffen Weinert geht mit der frisch gebackenen Leiterin der Berliner Mordkommission, Mara Eisfeld, an den Serienstart. Mara soll den Mord an einem Einbrecher untersuchen und findet hier das Versteck eines ...

Steffen Weinert geht mit der frisch gebackenen Leiterin der Berliner Mordkommission, Mara Eisfeld, an den Serienstart. Mara soll den Mord an einem Einbrecher untersuchen und findet hier das Versteck eines Entführungsopfers. Zehn Jahre ist die junge Frau schon verschwunden, doch nun scheint die Rettung greifbar nahe.
Mara ist in ihrer Rolle authentisch. Sie ist zwar karriereorientiert mit einer hohen Aufklärungsquote, aber eben jetzt trüben massive Eheprobleme das ungetrübte Denkvermögen. Die Mischung zwischen privaten Details und spannender Spurensuche ist in diesem Krimi ausgewogen. Man sollte sich aber auch auf ziemlich harte Szenen einstellen, die verstörend wirken könnten.
Der Sprecher Tim Gössler ist wie immer routiniert und äußerst angenehm.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Düster und gefühlvoll

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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Schlicht, aber edel wirkt das Cover dieses düsteren Fantasy Romans.
Zoé Durand hat ein elendes Leben als Diebin und Hure geführt, als sie einen gewaltsamen Tod sterben muss. Sie landet im Vorhof der Hölle, ...

Schlicht, aber edel wirkt das Cover dieses düsteren Fantasy Romans.
Zoé Durand hat ein elendes Leben als Diebin und Hure geführt, als sie einen gewaltsamen Tod sterben muss. Sie landet im Vorhof der Hölle, im Reich Xanthia, wo blutrünstige Xathyre sich auf die Sünder stürzen, um sich von ihrem Blut zu ernähren.
Zoé hat Glück, denn der mächtige Graf Alexei nimmt sie unter ihren Schutz. Sie muss nur drei magische Relikte für ihn stehlen.
Man lernt Zoé sehr gut kennen, vor allem als man zusammen mit ihr das fremde, gewalttätige Xanthia erkundet. Für die vielen schrecklichen Schicksale, auch Kinder sind betroffen, braucht man starke Nerven. Überhaupt lauert überall Gefahr auf sie. Mit ein Grund, warum man beim Hören, beziehungsweise Lesen, ungern eine Pause einlegen will.
Die Autorin hat auch ein Auge auf ihre Nebencharaktere, die sie fein herausarbeitet. Dadurch wird die Handlung sehr detailreich, aber ohne sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren.
Mir hat der Roman gut gefallen, aber die hervorragende Leistung der beiden Sprecher Rebecca Veil und Elias Emken hat auch ihren Teil dazu beigetragen.

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