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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2024

Witch in die heutige Zeit versetzt

WITCH - Das Herz der Freundschaft
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Ich bin mit den W.I.T.C.H. (setzt sich aus den Namen der Hauptcharaktere zusammen) groß geworden und war daher umso gespannter auf die neue Entstehungsgeschichte in die heutige Zeit versetzt. Und es war ...


Ich bin mit den W.I.T.C.H. (setzt sich aus den Namen der Hauptcharaktere zusammen) groß geworden und war daher umso gespannter auf die neue Entstehungsgeschichte in die heutige Zeit versetzt. Und es war wie ein Nachhausekommen, auch wenn mir die Charaktere an sich etwas zu glatt und perfekt gezeichnet waren. Die groben Merkmale und auch Familienverhältnisse haben zwar noch großteils gepasst, aber dennoch hat es mich nicht ganz überzeugen können. Aber vielleicht habe ich auch einfach zu viel Zeit in der Welt der alten Witch verbracht, ich glaube, da könnten sogar noch Zeitschrift herumfliegen im alten Kinderzimmer.
Ich denke für Neueinsteiger in die die Welt der Magie der Witch ist es perfekt geeignet. Ganz besonders durch die wunderbaren Zeichnungen, die farbliche Gestaltung und einfach die Idee an sich. Die Kraft der Elemente findet man auch hier und mir gefällt es, wie sehr das Thema Freundschaft und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. Unter den Mädchen findet man garantiert auch eines, mit dem man sich identifizieren kann.
Einzig die Handlung geht etwas schnell vonstatten, gerade aufs Ende zu, aber es soll ja auch spannend bleiben, damit man die Reihe weiter verfolgt.
Für mich ein schöner Ausflug zurück in die Welt der W.I.T.C.H., wobei ich lieber die "alte" Serie lese. Dennoch durchaus empfehlenswert und vielleicht auch für Mädchen, die normalerweise nicht so gerne lesen.

Veröffentlicht am 05.12.2024

Düster

Blood on the Tracks 1
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Ich lese gerne mal einen Manga und hier war der Klappentext gleich so ansprechend. Eine Geschichte eines Jugendlichen, der wohl augenscheinlich von der Liebe der Mutter erdrückt wird. Auch wenn ihm das ...

Ich lese gerne mal einen Manga und hier war der Klappentext gleich so ansprechend. Eine Geschichte eines Jugendlichen, der wohl augenscheinlich von der Liebe der Mutter erdrückt wird. Auch wenn ihm das selbst noch gar nicht bewusst ist.
Schon der Einstieg ist erdrückend, aber richtig super, da es bunte, glatte Seiten sind. Richtig hochwertig und dann die Art wie Shuzo Oshimi zeichnet. Da wird jede Regung perfekt eingefangen, Gänsehaut im richtigen Moment erzeugt und allerlei andere Gefühlsregungen. Für einen ersten Band bin ich recht gut gestartet, auch wenn ich gerne mehr in einem Auftakt hätte. Nicht immer ein großes offenes Ende und noch viele fehlende Informationen. Lieber mehr und dann offen, als nur ein Grundgerüst. Vielleicht geht es auch nur mir so, aber mir fehlte am Ende noch etwas, damit der Manga mit vollends überzeugen konnte. Auf dem Weg dorthin lernt man Seiichi kennen, der überbehütet aufwächst, keine wirklichen Freunde hat und die erste Liebe entdeckt. Die direkt von seiner Mutter im Keim erstickt wird. Doch Sei bekommt erst Einblicke in die Art seiner Mutter, die aber (noch) von seiner Liebe zu ihr verteidigt wird.
Shuzo Oshimi schafft es eine düstere Stimmung zu erzeugen, ganz ohne große Worte. Durch den Zeichenstil kommt eine Atmosphäre auf, die so viel mehr sagt als es ein Text könnte. Das Ende lässt den Leser den Anfang mit anderen Augen sehen und ich kann mir durchaus vorstellen, diese Reihe weiter zu verfolgen.
Ein düsterer Manga, der viel Spielraum für eine Fortsetzung lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
Veröffentlicht am 18.11.2024

Ich habe etwas gebraucht bis ich angekommen bin

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
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Bei diesem Buch habe ich wirklich überlegt, ob ich es lesen möchte. Klappentext und Cover haben mich angesprochen, aber der erste Blick in die Leseprobe hat mich nicht überzeugt. Als ich dann aber so viele ...

Bei diesem Buch habe ich wirklich überlegt, ob ich es lesen möchte. Klappentext und Cover haben mich angesprochen, aber der erste Blick in die Leseprobe hat mich nicht überzeugt. Als ich dann aber so viele begeisterte Stimmen gehört habe, dass es gerade für Bücherliebhaber so ein empfehlenswertes Buch ist, habe ich doch zugegriffen. Und ich bin definitiv nicht enttäuscht worden.
Die Buks leben in ihrem großen Haus mit riesiger Bibliothek, in der jeder Buk seinen Platz hat, natürlich passend zum Namen. Doch auch sie haben ihre Geheimnisse und als Das verrückte Orakel eine Weissagung ausspricht, beginnt das große Abenteuer.
In der Geschichte geht es um die Liebe zu Büchern, die Vielfalt, Abenteuer und das Wissen, das man durch sie erleben und entdecken kann. Und gerade das finde ich in der heutigen Zeit, in der alles so schnelllebig ist, viele kleine Kinder nur noch Technik kennen lernen, sehr wichtig. Und auch als großer Bücherwurm kommt man voll und ganz auf seine Kosten.
In dieser Welt voll Überwachung durchs eigene Smartphone, Verbot aller Träume und in denen man durch Videos lernt und es keine Bücher mehr gibt, leben die Zwillinge Finn und Nola mit ihren Freunden Thommy und Mira. Die vier Freunde halten sich nicht immer an alle Regeln, hinterfragen vieles und platzen eines Tages in die Welt der Buks, leider nur zu viert und nicht zu fünft, wie die Prophezeiung verlangt. Alles in allem ein spannendes Werk voll Buchliebe, Hinweise auf Klassiker und einer möglichen Zukunft, das mir klar gemacht hat, dass ich ganz besonders Kindern die Liebe am Lesen zeigen möchte. Nur der Cliffhanger am Ende hat mich fassungslos zurück gelassen, doch ich freue mich jetzt umso mehr auf den zweiten Teil.
Ein Buch, bei dem ich gebraucht habe, bis ich angekommen bin, dass mir dann aber umso mehr ans Herz gewachsen ist. Ein Hoch auf die Liebe zu Büchern & ihren wundervollen Geschichten.

Veröffentlicht am 18.11.2024

Wundervolles Setting

All those Breaking Waves
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Schon das Cover zeigt, wohin die Reise führt. Man sieht ein Cottage am Wasser.

Emma muss sich nach dem Tod ihrer Schwester Nora wieder zurecht finden. Doch dieser hat alles auf den Kopf gestellt und dann ...

Schon das Cover zeigt, wohin die Reise führt. Man sieht ein Cottage am Wasser.

Emma muss sich nach dem Tod ihrer Schwester Nora wieder zurecht finden. Doch dieser hat alles auf den Kopf gestellt und dann hat Nora noch heimlich eine Bewerbung für einen sechsmonatigen Aufenthalt auf einer winzigen Insel abgeschickt. Die Emma schlussendlich annimmt und ihren Traumjob vorerst auf Eis legt.

Emma ist ein liebenswerter Charakter, der sich zuerst wieder selbst finden muss, bevor sie herausfinden kann, wie es weiter gehen soll.Der Tod ihrer Schwester hat sie tief getroffen und zweifeln lassen, an ihrem Lebensweg. Denn sie war schon immer die ernsthaftere, mit festen Plänen fürs Leben, die schon frühzeitig wusste, was sie arbeiten möchte. Ihre Schwester hingehen hat das Leben geliebt und gelebt, bis sie gestorben ist.

Auf dieser einsamen Insel lernt Emma sich selbst kennen, aber auch was für sie wichtig ist und was sie braucht, damit es ihr gut geht. Denn der Aufenthalt auf der traumhaften kleinen Insel Great Blasket Island macht sie nachdenklich und führt sie zurück zu ihren Wurzeln. Sie lernt, was es heißt, auf sich gestellt zu sein und das das Leben nicht immer vollständig planbar ist.

Ein wundervoller, emotionaler Ausflug auf eine Insel, der die volle Bandbreite an Emotionen hervorruft.

Veröffentlicht am 09.11.2024

Guter Mittelteil

Kingdom of the Wicked – Die Königin der Hölle
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Nachdem ich den ersten Teil der Kingdom of the wicked - Reihe gut gefunden habe, wollte ich natürlich wissen, was Emilia erwartet und ob sie es schafft, den Mörder der Hexen überführen zu können.
Emilia ...

Nachdem ich den ersten Teil der Kingdom of the wicked - Reihe gut gefunden habe, wollte ich natürlich wissen, was Emilia erwartet und ob sie es schafft, den Mörder der Hexen überführen zu können.
Emilia reist mit Wrath, dem Fürsten des Zorns, in die Hölle und begegnet dort allerlei Gefahren, Überraschungen und macht schockierende Entdeckungen.

Emilia wächst mit jedem Tag in der Hölle über sich hinaus, gleichzeitig vertraut sie niemandem und manhmal handelt sich noch sehr überstürzt. Also ganz warm bin ich mit ihr noch nicht. An sich gefällt mir die Welt, die Kerry Maniscalco hier erschaffen hat, und doch ist es so, dass ich mich ein wenig außen vor gefühlt habe bei manchen Szenen. Teils ist man mitten drin und wird mit Emilia herumgewirbelt, weiß nicht wo hinten und wo vorner ist und im nächsten Moment ist man eher stiller Betrachter. Dabei bleibt es spannend, mysteriös und undurchsichtig. Es gibt blutige Szenen, große Überraschungen und Enthüllungen und Geheimnisse, die ans Licht kommen. Ich mag die grundsätzliche Atmosphäre in der Geschichte, eher düster, mal blutig, gleichzeitig auch aufgeladen von der knisternden Anziehung zwischen Wrath und Emilia. Und doch verliert Emilia ihre Schwester nie ganz aus den Augen. Was mich auf den dritten Band freuen lässt, damit ich endlich erfahre, was es mit den Hexenmorden und all dem ganzen auf sich hat.

Ein Zwischenband, der einiges aufdeckt, aber noch jede Menge Fragen aufwirft. Ich hoffe, der Abschluss bringt ein zufriedenstellendes Ende.