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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2025

Anders als erwartet, aber ein solider Krimi

Der irische Fremde
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Die Frankfurter Reisejournalistin Mary begegnet am Flughafen zufällig einem Mann, der schlimmste Erinnerungen an die Vergangenheit und das damit verbundene Ende ihrer Kindheit weckt. Sie begibt sich auf ...

Die Frankfurter Reisejournalistin Mary begegnet am Flughafen zufällig einem Mann, der schlimmste Erinnerungen an die Vergangenheit und das damit verbundene Ende ihrer Kindheit weckt. Sie begibt sich auf eine Reise in ihre irische Heimat und beginnt mit der Recherche zum Tod ihrer Eltern.

Der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich recht lang. Wirklich gestört hat mich dies nicht, da es sich aufgrund der flüssigen Sprache gut weglesen ließ. Die Story selbst konnte mich dann leider nur stellenweise überzeugen. Vieles wirkte etwas zu konstruiert, und auch die seitenlangen Berichte über Marys Männerverschleiß haben nicht unbedingt zur Spannung beigetragen. Die Richtung, in die sich die Geschichte dann schließlich entwickelt, habe ich tatsächlich nicht kommen sehen.

Das Ende hätte für mich 20-30 Seiten eher kommen können. Zum Schluss zog es sich ein bisschen sehr.

Alles in allem aber ein solider Krimi mit Stärken und Schwächen.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Eindeutig kein Thriller!

Der Buchhändler
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"Der Buchhändler" war bereits mein zweites Buch von Petra Johann, und leider auch das deutlich schwächere.
Positiv zu erwähnen sind der flüssige Sprachfluss und die gut dosierten beschreibenden Passagen. ...

"Der Buchhändler" war bereits mein zweites Buch von Petra Johann, und leider auch das deutlich schwächere.
Positiv zu erwähnen sind der flüssige Sprachfluss und die gut dosierten beschreibenden Passagen. Der "Fall" bzw. die Story hingegen hat mir leider nicht gefallen, da ich bereits auf den ersten Seiten eine Ahnung vom Ausgang des „Thrillers“ hatte, der sich dann tatsächlich noch bestätigt hat. Ich hatte die ganze Zeit gehofft, es kommt noch ein Twist, aber dem war nicht so. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie der Verlag hier auf die Kategorie „Thriller“ gekommen ist, aber das ist es definitiv nicht. Ich hätte eher von einem nicht so spannenden Krimi gesprochen.
Die Thematik des Buchhändlers wurde meiner Meinung nach in eine andere Krimigeschichte hineingeschoben, bringt das Buch aber auch nicht voran. Im Gegenteil, am Ende bleibt man mit vielen Fragen allein.

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Veröffentlicht am 07.02.2024

Kurzweiliger Krimi

Das Mörderarchiv
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"Das Mörderarchiv" hat meine Erwartungen leider nicht zu 100 % erfüllt. Es ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Krimi, der aber nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft hat.
Der Krimi spielt auf zwei Zeitebenen, ...

"Das Mörderarchiv" hat meine Erwartungen leider nicht zu 100 % erfüllt. Es ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Krimi, der aber nicht sein volles Potenzial ausgeschöpft hat.
Der Krimi spielt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und in der Jugendzeit der ermordeten Frances. Die Kapitel aus der Jugendzeit haben mir deutlich besser gefallen, da hier die verschiedenen Figuren besser herausgearbeitet sind. Leider wurden diese Rückblenden im Laufe des Buches weniger.
Insgesamt konnten mich die Figuren, besonders die Erzählerin nicht sehr überzeugen, da sie doch sehr an der Oberfläche beschrieben wurden und wenig Tiefgang hatten. Auch kam keine richtige Atmosphäre auf. Der Krimi hätte überall spielen können.
Hier und da hakte auch die Story ein wenig, es war manchmal zu sehr konstruiert. Für ein Debüt in diesem Genre ist es der Autorin aber an sich gut gelungen.

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Stellenweise undurchsichtig wie der Dschungel

Der flüsternde Abgrund
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Ich muss zugeben, dass es mir bei "Der flüsternde Abgrund" ungewohnt schwerfällt, ein Statement abzugeben. Ja, ich fand das Buch schon gut und auch stellenweise spannend, war aber auf der anderen Seite ...

Ich muss zugeben, dass es mir bei "Der flüsternde Abgrund" ungewohnt schwerfällt, ein Statement abzugeben. Ja, ich fand das Buch schon gut und auch stellenweise spannend, war aber auf der anderen Seite auch enttäuscht, da ich aufgrund der Leseprobe ein bisschen mehr erwartet hätte.

Das Setting im Regenwald ist mal etwas Neues, dachte ich, doch grundsätzlich ist der Regenwald hier tatsächlich mehr Kulisse als entscheidend für die Handlung.

Die Figuren sind alle etwas undurchsichtig. Das mag auch an der Erzählperspektive liegen. Erzählt wird aus Sicht von Callum Haffenden, der nach 30 Jahren wieder in seine Heimat zurückkehrt, da ein junger Mann, der Sohn seiner Jugendliebe, im Regenwald verschwunden ist. Callum ist selbst hin- und hergerissen, weiß selbst nicht, was er von den Protagonisten halten soll, und das überträgt sich auch auf den Leser. Normalerweise sind Wechsel, Brüche und neue Erkenntnisse ja spannend und treiben die Story voran. Hier war es mir oftmals schon zu viel und zu chaotisch.

Insgesamt würde ich das Buch schon empfehlen, aber mit gewissen Einschränkungen.

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Veröffentlicht am 20.11.2023

Nach interessantem Einstieg kommen Schwächen

Erbschande
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Ich kenne die ersten beiden Bände der Thyra-König-Reihe nicht, was aber für den Einstieg in den vorliegenden dritten Band überhaupt kein Problem war. Die Personen und deren Beziehungen untereinander wurden ...

Ich kenne die ersten beiden Bände der Thyra-König-Reihe nicht, was aber für den Einstieg in den vorliegenden dritten Band überhaupt kein Problem war. Die Personen und deren Beziehungen untereinander wurden gut eingeführt und auch auf die vergangenen Fälle wurde hier und da nachvollziehbar verwiesen.

Der Einstieg war zwar kein Feuerwerk der Spannung, aber das Thema packte mich irgendwie. "Ghosting", den Begriff hört man jetzt immer öfter mal in den Medien, aber gelesen habe ich tatsächlich noch nichts darüber. Umso enttäuschter war ich, als sich die Story auf einmal in eine ganz andere Richtung entwickelt hat, und zwar in eine, über die man schon sehr häufig etwas gelesen hat. Und das dann tatsächlich auch schon besser.

Ich hatte das Gefühl, der Autor hat hier etwas zu viel gewollt, wusste aber nicht genau, wie er die Kurve kriegen soll. Sehr viele Zufälle und konstruierte Handlungsstränge waren dann die Folge. Und dann auch noch irgendwelche abstrusen Namensverwechslungen, das hat mich dann völlig rausgebracht.

Eigentlich ein gutes Buch, und auch sprachlich sehr angenehm zu lesen, aber von der Handlung her war ich insgesamt leider enttäuscht.

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