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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2017

Auf der Suche nach dem Happy End

Wir sehen uns beim Happy End
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Titel: Wir sehen uns beim Happy End
Autorin: Charlotte Lucas
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
ISBN: 978-3-785725599

Lesegrund:
Von Wiebke Lorenz habe ich voller Begeisterung bereits einige Bücher gelesen. ...

Titel: Wir sehen uns beim Happy End
Autorin: Charlotte Lucas
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
ISBN: 978-3-785725599

Lesegrund:
Von Wiebke Lorenz habe ich voller Begeisterung bereits einige Bücher gelesen. Nun war ich neugierig, wie sie unter ihrem Pseudonym Charlotte Lucas schreibt.

Kurzbeschreibung:
Stell dir vor, Romeo und Julia erleben wunderbare Flitterwochen, die kleine Meerjungfrau bekommt ihren Prinzen und Hannibal Lecter wird zum kinderfreundlichen Veganer - Wie könnte die Welt aussehen, wenn jede Geschichte das Recht auf ein glückliches Ende hätte? Und was würdest du tun, wenn dir das Leben die Verantwortung für einen anderen Menschen gibt? Schenkst du ihm ein Happy End? Selbst wenn du nicht weißt, ob er das will?
Ein zauberhafter Roman über das Schicksal, unerwartete Begegnungen - und die Frage, ob erst ein Happy End das Leben lebenswert macht.

Cover und Titel:
Das Cover passt perfekt zu Emilia "Ella" Faust. Fröhlich, verrückt, bunt einfach HAPPY mit wundervoller Farbgestaltung.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Charlotte Lucas ist flüssig, leicht verständlich und mit einer großen Portion Humor geschrieben. Mir ist der Einstieg in die Geschichte leicht gefallen und wenn man anfängt zu lesen, möchte man nicht mehr aufhören.

Meine Meinung:
Ella ist eine verrückte, zauberhalte, oft sehr naive Protagonistin. Sie lebt mit ihrem Verlobten Philip zusammen. Mit ihren 32 Jahren, ist Ella immer auf der Suche nach einem Happy End. Auf ihrem Blog "Better Endings" schreibt sie Filme und Bücher um, die ein Bad End haben.
Ihre Welt bricht zusammen, als sie erfährt, dass Philip sie betrogen hat. Im Schockzustand läuft sie, ohne Nachzudenken los. Nachts im Regen, durch Hamburg. Dabei hat sie mit Oskar einen heftigen Zusammenprall. Oskar verliert daraufhin sein Gedächtnis. Ella, die gute Seele, fühlt sich verantwortlich und beschließt sich um den verwirrten und unter Amnesie leidenden Mann zu kümmern. Ella und Oskar sind irgendwie aufeinander angewiesen.
Frau Lucas hat sehr lebhafte, authentische und vollkommen unterschiedliche Charaktere erschaffen. Beim Lesen hatte ich richtiges Kopfkino. Ella und Oskar sind mir von Seite zu Seite immer mehr ans Herz gewachsen. Ihre Vergangenheiten haben mich sehr berührt und bewegt. Eine tolle Grundidee, die klasse umgesetzt wurde. Meine Augen sind am Ende nicht trocken geblieben.

Fazit:.
Wir sehen uns beim Happy End ist eine zuckersüße und witzige Liebesgeschichte, aber auch ernste Themen haben in diesem Roman eine wichtige Bedeutung - wie zum Beispiel. Selbstmord, Depressionen, Eltern Kind Beziehungen.

Vielen Dank an das Team der Lesejury, für das Manuskript und die unterhaltsame Leserunde.

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  • Cover
  • Gefühl
  • Handlung
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 22.01.2026

Ein klug beobachteter, sprachlich brillanter Roman, der trotz kleiner Schwächen zum Nachdenken über Liebe, Freiheit und Selbstgenügsamkeit anregt.

Ja, nein, vielleicht
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Der Titel „Ja, nein, vielleicht“ hat mich sofort angesprochen. Er beschreibt dieses Zögern sehr genau, das den Roman durchzieht. Auch das Cover ist außergewöhnlich schön und traumhaft gestaltet, ein echtes ...

Der Titel „Ja, nein, vielleicht“ hat mich sofort angesprochen. Er beschreibt dieses Zögern sehr genau, das den Roman durchzieht. Auch das Cover ist außergewöhnlich schön und traumhaft gestaltet, ein echtes Lieblingsbuch für das Regal. Nach einer Lesung mit Doris Knecht in Hamburg im vergangenen September habe ich den Roman nun endlich gelesen.

Im Zentrum steht eine Frau, deren Kinder ausgezogen sind. Zum ersten Mal seit Langem stellt sich Ruhe ein, ein gutes Leben zwischen Großstadt und Landleben. Doch kleine Störungen bringen dieses Gleichgewicht ins Wanken. Eine Schwester, die sich in der Wohnung breitmacht, ein Zahn, der Probleme bereitet, und plötzlich ist auch die eigene Endlichkeit präsent. Als die Erzählerin im Supermarkt einem Mann aus ihrer Vergangenheit begegnet, stellt sich erneut die Frage, ob ein erfülltes Leben eine Liebesbeziehung braucht oder ob das Alleinsein nicht längst trägt.

Die erste Hälfte des Romans hat mich sehr überzeugt. Die Ich-Erzählerin ist klar, reflektiert und nahbar, ihre Gedanken zu Freiheit und Selbstgenügsamkeit wirken ehrlich und lebensnah. Sprachlich ist der Roman eine große Freude. Doris Knecht schreibt mit viel Humor, Ironie und Sarkasmus. Ich musste häufig schmunzeln und erinnerte mich an das Lachen bei der Lesung. Auch Freundschaft nimmt einen wichtigen Platz ein, als verlässlicher Gegenpol zur romantischen Liebe.

In der zweiten Hälfte verliert der Roman für mich etwas an Tiefe. Die Erzählerin wird weniger greifbar, die Spannung lässt nach. Dennoch bleibt Ja, nein, vielleicht ein kluger, sprachlich starker Roman über das Leben als Frau und über die Frage, wie viel Nähe ein gutes Leben braucht.

Fazit:
3,5/5 ⭐️
Ein klug beobachteter, sprachlich brillanter Roman, der trotz kleiner Schwächen zum Nachdenken über Liebe, Freiheit und Selbstgenügsamkeit anregt.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein solider Kriminalroman!

Wem du traust
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Darum geht es:
Im Zentrum der Geschichte steht Eva, deren stabiles Familienleben mit ihrem Mann Daniel durch das Verschwinden der fünfzehnjährigen Sofia erschüttert wird. Sofia, die Tochter von Evas bester ...

Darum geht es:
Im Zentrum der Geschichte steht Eva, deren stabiles Familienleben mit ihrem Mann Daniel durch das Verschwinden der fünfzehnjährigen Sofia erschüttert wird. Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin, hilft regelmäßig als Babysitterin aus. Nach einer Nacht, in der Daniel sie nach Hause bringt, ist Sofia am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Die fieberhafte Suche nach dem Mädchen zerreißt Evas heile Welt, besonders als ein blutbefleckter Pullover auftaucht. Daniel beteuert seine Unschuld, doch Eva muss sich fragen, wem sie noch vertrauen kann.

Mein Leseeindruck:
Als begeisterte Leserin von Petra Johann war die Vorfreude auf ihr neues Buch groß. Schon Titel, Cover und Klappentext weckten sofort meine Neugier und machten Lust aufs Lesen. Der Einstieg fiel leicht, denn ihr Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen.

Über weite Strecken baut sich allerdings kaum Spannung auf. Erst in den letzten rund 100 Seiten nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Davor stehen vor allem die Vorstellung der Ermittler und ihres Teams im Vordergrund. Hinweise oder Andeutungen, die ein Miträtseln ermöglichen würden, fehlen fast vollständig. Falsche Fährten oder überraschende Wendungen gibt es kaum, sodass klassischer Rätselspaß ausbleibt.

Trotzdem habe ich das Buch nicht ungern gelesen. Der Schluss war zufriedenstellend, und Petra Johanns klarer, gut lesbarer Stil macht die Lektüre auch ohne durchgehende Spannung angenehm.

Fazit:
3,5/5 ⭐️ Ein solider Kriminalroman, der keine großen Überraschungen bietet und vor allem auf einen angenehmen Lesefluss setzt.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Ein ruhig erzählter Roman mit viel Liebe zum Detail!

Morgen sind wir wild und frei
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Darum geht es:
Anfang des 20. Jahrhunderts kreuzen sich in Oberammergau die Wege von drei Frauen, die kaum verschiedener sein könnten. Viktoria schlägt sich mühsam als alleinerziehende Mutter und Sekretärin ...

Darum geht es:
Anfang des 20. Jahrhunderts kreuzen sich in Oberammergau die Wege von drei Frauen, die kaum verschiedener sein könnten. Viktoria schlägt sich mühsam als alleinerziehende Mutter und Sekretärin durchs Leben und hat ihre eigenen Träume fast aufgegeben. Agnes gehört zu den ersten Frauen, die Architektur studieren, und muss sich ständig gegen Vorurteile behaupten. Elisabeth, eine junge Schneiderin, sehnt sich nach einem Zuhause, in dem sie ihr Leben selbst bestimmen kann. Gemeinsam beschließen sie, einen heruntergekommenen Berghof zu kaufen und dort frei von den engen gesellschaftlichen Erwartungen zu leben. Doch ihnen fehlt das Geld, und schon bald geraten ihre Pläne durch äußere Ereignisse und persönliche Schicksalsschläge in Gefahr. Trotz aller Widerstände halten sie an ihrer Idee fest. Wird ihr Traum Bestand haben?

Mein Leseeindruck:
Stephanie Schuster überzeugt mit einem sehr genauen und detailreichen Schreibstil. Ihre Beschreibungen wirken lebendig, sorgfältig und gut recherchiert. Besonders die Sehnsucht der drei Frauen nach Bildung, Freiheit und einem eigenen Weg vermittelt die Autorin glaubhaft und authentisch. Für mich hätte die Geschichte jedoch etwas mehr Schwung vertragen. Die Handlung verläuft ruhig, ohne große Höhen und Tiefen, sodass mich nicht alles gleichermaßen fesseln konnte. Auch zu den Hauptfiguren konnte ich emotional nicht ganz den Zugang finden. Sie blieben für mich etwas auf Distanz. Trotzdem lässt sich das Buch angenehm und flüssig lesen. Es ist eine stimmige, gut erzählte Geschichte, die man durchaus mögen kann. Bei mir persönlich hat sie jedoch keinen dauerhaften Nachhall hinterlassen.

Fazit:
3,5/5 Sterne! Ein ruhig erzählter Roman mit viel Liebe zum Detail. Ein schönes Buch für zwischendurch, aber für mich ohne großen Nachhall.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein solider Abschluss!

Dirty Diana: Die Antwort
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Darum geht es:

Nach einer Phase der Distanz wollen Diana und Oliver ihre Beziehung retten. In der Paartherapie nehmen sich beide vor, den Funken zwischen ihnen wiederzufinden. Doch der Rat der Therapeutin ...

Darum geht es:

Nach einer Phase der Distanz wollen Diana und Oliver ihre Beziehung retten. In der Paartherapie nehmen sich beide vor, den Funken zwischen ihnen wiederzufinden. Doch der Rat der Therapeutin überrascht sie: kein Sex! Statt Leidenschaft stehen nun gemeinsame Abende, Gespräche und kleine Gesten im Mittelpunkt. Allmählich kehren Nähe und Vertrautheit zurück. Doch Diana verschweigt immer noch ihre Website, auf der sie die erotischen Fantasien anderer Frauen sammelt. Bald stellt sich die Frage, wie viel Offenheit und Ehrlichkeit ihre Ehe aushalten kann.



Mein Leseeindruck:

Mit diesem Band endet die Dirty-Diana-Trilogie, und auch wenn mich das Finale insgesamt gut unterhalten hat, bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Für mich war dieser dritte Teil deutlich stärker als sein Vorgänger, der zweite Band. Die Geschichte wirkt runder, etwas fokussierter und in sich stimmiger. Trotzdem konnte sie mich emotional nicht wirklich packen. Ich hatte mir mehr Spannung, mehr Gefühl und vor allem mehr von diesem kleinen Funken erhofft, der beim Lesen kribbelt und nachhallt. Leider ist das bei mir nicht passiert. Auch in dem Finale konnte ich weder zu Diana noch zu Oliver eine wirkliche Bindung aufbauen. Die Charaktere blieben für mich zu oberflächlich, ihre Konflikte oft vorhersehbar und ihre Entwicklung nur bedingt greifbar. Was mir dagegen sehr gut gefallen hat, ist der Schreibstil: klar, flüssig und eingängig. Man liest sich leicht und schnell durch die Kapitel. Stilistisch ist das Buch wirklich angenehm, und genau das sorgt dafür, dass ich trotz aller Kritikpunkte gern bis zum Ende drangeblieben bin.

Fazit:

3,5/5 Sterne! Unterm Strich war das Finale für mich ein solider Abschluss einer Reihe, die mich nicht immer mitgerissen, aber durchweg begleitet hat.

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