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Veröffentlicht am 17.11.2024

Schuld und Vergebung als Herausforderung

Nur nachts ist es hell
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Der Roman 'Nur nachts ist es hell' von Judith W. Taschler führt die Geschichte um die Familie Brugger weiter aus, liefert den zweiten Teil nach 'Über Carl reden wir morgen'.
Elisabeth ist die jüngste der ...

Der Roman 'Nur nachts ist es hell' von Judith W. Taschler führt die Geschichte um die Familie Brugger weiter aus, liefert den zweiten Teil nach 'Über Carl reden wir morgen'.
Elisabeth ist die jüngste der vier Geschwister und beginnt eines Abends bei einem Glas Sekt aufzuschreiben, wie ihr Leben zwischen zwei Weltkriegen und als eine der ersten Medizinstudentinnen in Wien verlaufen ist und welchen Herausforderungen sich die mutige Frau in ihrem Beruf als Ärztin zu stellen hatte. Darüber hinaus berichtet sie von den Schicksalsschlägen ihres Bruders Eugen, der den 'Schwarzen Freitag' ewig in Erinnerung behalten wird.
Die Autorin wählt die Briefform als stilistische Form in ihrer Erzählung, springt dabei in den Zeiten und im Thema, fügt Vergessenes an. Damit wird das sich Zurückerinnern authentisch gespiegelt, mit dem Zeitgeschehen und Gesellschaftsbild geschickt verwoben.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Träume und Wirklichkeit

Zwei Leben
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Während Roberta davon träumt nach ihrer Schneiderlehre in der Stadt, selbst Kleider zu entwerfen, sehnt Getrud sich nach dem Leben in der Großstadt Hamburg. Doch beide Frauen sind durch ihre familiäre ...

Während Roberta davon träumt nach ihrer Schneiderlehre in der Stadt, selbst Kleider zu entwerfen, sehnt Getrud sich nach dem Leben in der Großstadt Hamburg. Doch beide Frauen sind durch ihre familiäre Verbundenheit gefangen in einem kleinen, süddeutschen Dorf.
Robertas Eltern sind wortkarg und erwarten von Ihrer Tochter, dass sie einsteigt in das bäuerliche Familienunternehmen. In gewisser Weise fühlt sich die Tochter dem auch verpflichtet, mag die körperliche Tätigkeit und erfüllt ihre tägliche Arbeit. Eines Tages verliebt sie sich in Wilhelm, den Sohn des Pfarrers und seiner Frau Gertrud, die sich jedoch nie angekommen fühlt im dörflichen Milieu. Sie wünscht sich nichts lieber als auszubrechen aus ihrem Alltag. Da bekommt sie das Angebot von ihrem Bruder Georg, ihn zwei Monate auf seiner Reise durch Europa zu begleiten.
Die Zeit des Dorflebens in den neunzehnhundertsiebziger Jahren beschreibt Ewald Arenz in seinem Roman 'Zwei Leben' sehr authentisch, in einer bildhaften Sprache. Die Protagonisten werden in der Zerrissenheit ihrer Gefühle sehr berührend dargestellt. In einer beeindruckenden Erzählweise gestaltet der Autor den Alltag seiner Charaktere mit ihren Hoffnungen und Träumen zu etwas ganz Besonderem.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Stilistische Vielfalt

Offiziell verrufenes Buch
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Philipp Scharrenberg ist preisgekrönter Kabarettist. In dem Buch 'Offiziell verrufenes Buch' präsentiert er seinem Publikum der lesenden Sparte über viele Jahre gesammelte Geschichten, Gedichte aber auch ...

Philipp Scharrenberg ist preisgekrönter Kabarettist. In dem Buch 'Offiziell verrufenes Buch' präsentiert er seinem Publikum der lesenden Sparte über viele Jahre gesammelte Geschichten, Gedichte aber auch Dialoge, in denen er das Zeitgeschehen unter die Lupe nimmt und mit Wortwitz und philosophischer Herausforderung aufarbeitet. Er gibt seine Meinung zu grotesken, politischen, alltäglichen, herausfordernden, erheiternden Begebenheiten ab, die er geistreich und wortgewandt verpackt. Darunter verstecken sich Gedankenblitze mit Nachhall.
Wer möchte, der kann einen Teil des Dargebotenen auch über einen Audiolink genießen. Hier setzt der Autor sein humoristisches Können ein und bezaubert durch Sprachgeschicklichkeit mit verblüffenden Pointen.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Kantinengespräche und noch mehr

Die Welt zwischen den Nachrichten
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Judith Kuckart legt mit ihrem Roman 'Die Welt zwischen den Nachrichten' einen autofiktionalen Roman vor, der beim Lesen etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt. Neben den Berichten zu privaten und den politischen ...

Judith Kuckart legt mit ihrem Roman 'Die Welt zwischen den Nachrichten' einen autofiktionalen Roman vor, der beim Lesen etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt. Neben den Berichten zu privaten und den politischen Ereignissen ihrer Zeit gibt es die zwölf Kantinengespräche in einem Opernhaus zwischen Judith und Eva K., einer der Erzählerin lange bekannten Frau. Rückblicke wirft sie auf ihre Familie, aber auch auf das Leben zwischen RAF-Terrorismus, Ölkrise mit Sonntagsfahrverbot und Mauerfall.
Der Roman ist ein Nachdenken über die Vergangenheit mit dem Wunsch Antworten darauf zu finden, was sie als Persönlichkeit im Hier und Jetzt ausmacht.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Schicksalhafte Begegnungen

Das Wohlbefinden
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Ulla Lenze präsentiert in ihrem Generationenroman 'Das Wohlbefinden' eine Geschichte, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts beginnt und bis in die heutige Zeit hinein reicht und in ihrer Erzählform zwischen ...

Ulla Lenze präsentiert in ihrem Generationenroman 'Das Wohlbefinden' eine Geschichte, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts beginnt und bis in die heutige Zeit hinein reicht und in ihrer Erzählform zwischen den Zeiten und den Personen stetig wechselt. Die Autorin erzählt vor dem historischen Hintergrund der Lungenheilanstalt in Beelitz-Heilstätten vom Zusammentreffen der erkrankten und auf Genesung hoffenden Anna, die hellseherische Fähigkeiten besitzt und damit eine gewisse Faszination auf Johanna ausübt, die Frau eines Arztes ist und dem Sanatorium einen Besuch abstattete. Es entwickelt sich eine ambivalente zwischenmenschliche Beziehung zwischen den beiden Frauen, die Johanna gewinnbringend für sich nutzte und einen vielfach beachteten Roman schreiben und veröffentlichen konnte. Jahre später, bereits als eine Frau im hohen Alter, lässt sie das Verhältnis zu Anna zu Papier bringen, welches ihrer Enkelin Vanessa, die sich auf Wohnungssuche befindet, ausgehändigt wird.
Dieser Roman überzeugt durch seine flüssigen, lebendigen Schreibstil, der Spannung aufbaut und über weite Erzählstränge beibehält.
Ich gebe sehr gern meine Leseempfehlung.

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