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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2019

Stille Wasser sind tief

Gezeiten der Liebe
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Ethan ist defintiv der Ruhepol unter den drei Brüdern und entspannt die schnell aufbrausende Art von Cam und Philipp. Ethan kam als zweiter zu Ray und Stella und hat bei ihnen, ebenso wie Cam, endlich ...

Ethan ist defintiv der Ruhepol unter den drei Brüdern und entspannt die schnell aufbrausende Art von Cam und Philipp. Ethan kam als zweiter zu Ray und Stella und hat bei ihnen, ebenso wie Cam, endlich ein Zuhause gefunden. Aufgrund der schlimmen Erfarhungen, die er in seiner Kindheit gemacht hat, hat er sich völlig in sich selbst zurückgezogen. Das hat eine Weile lang ganz gut funktioniert, jedoch schafft es Ethan nicht länger seine Gefühle für Grace unter Verschluss zu halten.
Grace und Ethan kennen sich schon lange, eigentlich seit Ethan von den Quinns aufgenommen wurde und fast genau so lange hegt er auch schon Gefühle für sie. Da er sein früheres Ich aber gut versteckt hält, möchte aus Angst, was passieren könnte, lieber keine nähere Bindung eingehen. Er liebt das Meer, die Ruhe, die Zurückgezogenheit.
Grace ist eine sympathische, starke Persönlichkeit, die trotz der Steine, die ihren Weg kreuzten, nicht aufgibt und für ihre kleine Tochter Aubrey alles Menschenmögliche tut.
Wie auch im ersten Band steht natürlich der Handlungsstrang um die Geschichte von Ethan und Grace im Mittelpunkt, dennoch werden auch die anderen Figuren aus dem ersten Band erneut aufgegriffen und ihre Geschichte weitergespannt. Ebenfalls thematisiert wird die Beziehung zwischen Seth und Ethan und auch zwischen Grace bzw. Aubrey und Seth.
Man kann den zweiten Band gut lesen, ohne den ersten gelesen zu haben, dennoch ist es natürlich so angelegt, dass es erst mit beiden Bänden eine runde Sache gibt.
Nora Roberts hält ihren flüssigen Schreibstil bei, der es einem leicht macht, mitzukommen und sie schafft es, dass sich die wunderbare Kulisse einem ins Gedächtnis brennt.

Veröffentlicht am 18.11.2024

Eintagsfliege

Neun Tage Wunder
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Der Roman "Neun Tage Wunder" von Kristina Moninger konnte mich leider nicht zu 100 Prozent überzeugen.
Es geht darin um die Anwältin Anni, die aktuell in einer Beziehung mit dem Schriftsteller Ben ist. ...

Der Roman "Neun Tage Wunder" von Kristina Moninger konnte mich leider nicht zu 100 Prozent überzeugen.
Es geht darin um die Anwältin Anni, die aktuell in einer Beziehung mit dem Schriftsteller Ben ist. Früher war Anni mit Lukas zusammen, wobei dieser Begriff eigentlich zu viel des Guten ist. Vor ca. zehn Jahren verbrachte Anni neun Tage mit Lukas zusammen in ihrer Wohnung. Eigentlich war Anni im Begriff auszuziehen und wollte in den letzten Tagen lediglich ihre restlichen Sachen zusammenpacken und streichen, als plötzlich Ben, ihr Nachmieter, in der Tür stand und sie bat, bleiben zu dürfen. In diesen neun Tagen verbrachten die beiden viel Zeit zusammen und näherten sich an, bis ihre gemeinsame Zeit ein jähes Ende fand. Warum die Liebe zwischen den beiden so abrupt endete, ist genau das Geheimnis, um das es im Verlauf des gesamten Romans geht.
Der Plot ist für meinen Geschmack etwas zu stark konstruiert, es fehlt ein wenig die Leichtigkeit der Handlung und mir war die Auflösung des Geheimnisses ein wenig zu langatmig. Das könnte daran liegen, dass die Kapitel aus unterschiedlichen Figurenperspektiven geschildert werden (Anni heute, Anni damals, Ben heute) und sich einige Aspekte so doppeln, was sich natürlich auch nicht vermeiden lässt, da sich die Fäden der Figuren nicht gleichermaßen spinnen. Am meisten konnte mich Ben als Charakter überzeugen. Bei den Schilderungen um das "Neun Tage Wunder" fehlte mir irgendwie der Tiefgang. Da kam bei mir kein Kribbeln, kein Bedauern auf, das mir nachvollziehbar gemacht hätte, was Anni und Lukas da verloren haben.
Wer bei den aktuellen Temperaturen einen gemütlichen Lesetag auf dem Sofa verbringen möchte, ist mit dem Roman sicherlich gut bedient. Und die Moral von der G'schicht' ist der Gedanke, dass es wohl doch wichtig ist, mit Altem abzuschließen, ehe man Neues beginnt.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Verständliche Inhalte, aber recht oberflächlich

Faktencheck Psyche
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Im Buch "Faktencheck Psyche." analysiert Sacha Bachim "50 Mythen über unser Denken, Fühlen und Handeln". Dabei werden die verschiedensten Glaubenssätze in den Fokus gerückt. Der Autor teilte diese 50 Mythen ...

Im Buch "Faktencheck Psyche." analysiert Sacha Bachim "50 Mythen über unser Denken, Fühlen und Handeln". Dabei werden die verschiedensten Glaubenssätze in den Fokus gerückt. Der Autor teilte diese 50 Mythen in insgesamt fünf Themenbereiche ein: Gesundheit, Gesellschaftliche Normen, Gefühle, Selbsthilfe sowie Beziehung und Familie. In jedem Kapitel wendet sich der Autor einem Mythos zu und schließt jedes Kapitel mit einer Übung ab, die man jederzeit umsetzen kann.
Positiv hervorzuheben ist, dass das Buch wirklich sehr verständlich ist - egal, ob das thematisches Neuland ist oder man sich bereits auskennt. Die praktische Übungen am Ende jedes Kapitels sowie die Inhalte laden dazu ein, sich selbst und sein "Denken, Fühlen und Handeln" zu reflektieren.
Für meinen Geschmack waren die Inhalte etwas zu oberflächlich. Es wurden interessante Studien und ihre Ergebnisse aufgegriffen, die mich näher interessiert hätten. Aufgrund der Fülle an Mythen war es wohl nicht möglich, die Themen tiefgründiger zu beleuchten.
Für viele Leser*innen sind die praktischen Übungen sicherlich toll, zumal da einige zu den unterschiedlichsten Themen zusammenkommen. Um intensiver an eigenen Problemen zu arbeiten, ist es meiner Meinung nach eher nicht geeignet. Als Einsteigerbuch dafür empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 05.10.2019

Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Never Too Close
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Das Cover finde ich wunderbar gestaltet. Es ist ansprechend und defintiv ein Hingucker, der sich von den anderen Büchern abhebt. Die Pastellfarben sind wecken die Aufmerksamkeit und der Verlauf lässt bereits ...

Das Cover finde ich wunderbar gestaltet. Es ist ansprechend und defintiv ein Hingucker, der sich von den anderen Büchern abhebt. Die Pastellfarben sind wecken die Aufmerksamkeit und der Verlauf lässt bereits auf eine explosive Geschichte hoffen.

Die Leseprobe hatte mich wirklich begeistert. Ein neuer New Adult Roman, der mich für seine 464 Seiten in eine andere Welt entführt.
Ich empfand den Schreibstil zunächst etwas abgehackt. Zu Beginn des Romans, lag das daran, dass Violette in Bewegung war und auch wenn das zunächst den Lesefluss hemmt, ist es immer grandios, wenn Form und Inhalt sich aufeinander beziehen. Irgendwann hatte ich jedoch ein paar Probleme mit dem Schreibstil, weil mir die Zeitsprünge etwas zu viel waren. Natürlich haben sie dabei geholfen, den aktuellen Handlungsstrang besser zu verstehen und diese Verknüpfungen zwischen der Vergangenheit und dem Hier und Jetzt ist natürlich auch eine gestalterische Leistung, mich persönlich hat es aber dabei gehemmt, mich in der Geschichte zu verlieren. Erst mit der Zeit wurde es besser und ab dem zweiten Teil war ich dann vollends angekommen.
Ansonsten empfinde ich den Schreibstil als sehr leicht und angenehm zu lesen. Vor allem die humorvollen Passagen und Dialoge haben es mir angetan und mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Gut finde ich den Prolog, da Loan am Anfang erst nicht selbst auftaucht, sondern man nur indirekt etwas über ihn erfährt. Im Prolog wirkt er sehr sympathisch auf mich, es werden Andeutungen gemacht, die im weiteren Verlauf der Handlung aufgegriffen werden, z.B. woher genau seine Narbe am Hals bzw. Rücken stammt und waru,m er stets leise spricht.
Loan und Vio sind beides Charaktere, die sich dem Leser erst Stück für Stück erschließen, weil ihre Geschichte nach und nach Sinn ergibt und ihren Charakter und ihr Handeln verständlich machen.

Zoé ist mir erst mit der Zeit sympathisch gworden, da war ich lange Zeit unentschlossen, was ich von ihr halten soll. Mit einigen Informationen versteht man sie jedoch besser. Denn es steckt mehr dahinter, als es zunächst den Anschein macht.

Die Nebencharaktere fand ich sehr überzeugend, am liebsten mochte ich Ethan. Seine ruhige und bodenständige Art haben es mir wirklich angetan.

Es ist ein Teenie-Roman, der auch ernstere Töne anschlägt, dennoch oftmals sehr klischeebehaftet. Wer sich aber darauf einlässt, kann während des Lesens für eine Zeit dem Alltag entfliehen.

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  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 21.06.2019

Chance auf ein neues Glück

Seit du bei mir bist
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Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen verschlungen, dennoch würde ich ihn nicht als ganz typoschen Sparks bezeichnen. Es hat sich zwar sehr gefühlvoll, flüssig und leicht gelesen, jedoch haben mir ...

Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen verschlungen, dennoch würde ich ihn nicht als ganz typoschen Sparks bezeichnen. Es hat sich zwar sehr gefühlvoll, flüssig und leicht gelesen, jedoch haben mir persönlich die Dialoge gefehlt. Die inneren Monologe von Russell sind mir persönlich zeitweise zu zäh gewesen und ich habe mich beim Überfliegen ertappt, obwohl mich die Geschichte eigentlich gefesselt hat und ich völlig in sie eintauchen wollte.
Schön fand ich zudem die Rückblicke zu Beginn der Kapitel, die wesentliche Informationen für das Geschehen geliefert haben.
Das Cover hat mich dieses Mal leider auch nicht so überzeugen können, wie das sonst der Fall ist.
Trotz allem hat es Nicholas Sparks auch dieses Mal geschafft, mich zu Tränen zu rühren.