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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2025

Die böse Hexe des Westens

Wicked - Die Hexen von Oz
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Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da zurzeit die Verfilmung des gleichnamigen Musicals im Kino läuft. Auch das Cover des Buchs macht Werbung damit. Beim Lesen des Buches habe ich festgestellt, ...

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da zurzeit die Verfilmung des gleichnamigen Musicals im Kino läuft. Auch das Cover des Buchs macht Werbung damit. Beim Lesen des Buches habe ich festgestellt, dass das Musical nur sehr lose auf dem Buch basiert. Wicked - Die Hexen von Oz von Gregory Maguire ist deutlich düsterer als erwartet und nicht für jüngere Leser geeignet. Mir hat auch der eher versöhnliche Ausgang des Musicals gefehlt.

Wicked ist die Geschichte von Elphaba, Missionarstochter, Studentin in Shiz, Verfechterin für TIER-Rechte, Rebellin und letztlich böse Hexe. Eine, nicht nur aufgrund ihrer grünen Hautfarbe, außergewöhnliche junge Frau. Trotz einiger Längen konnte mich die Geschichte packen. Ein paar Stellen und Wortgefechte fand ich sehr amüsant, allerdings gab es auch Abschnitt bei denen ich ein sehr unangenehmes Gefühl beim Lesen hatte. Besonders gut hat mir die Gestaltung der Welt gefallen, wobei ich hier nicht sagen kann, welche Teile Gregory Maguire entwickelt hat und welche Anteile aus dem Zauber von Oz von L. Frank Baum entlehent sind. Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Entwicklung der Charaktere. Die Studierenden Glinda, Boq und auch Fiyero bleiben nur Randfiguren, auch wenn mehrere Kapitel von ihnen handeln. Bei der etwas oberflächlichen Glinda war eine kurze positive Entwicklung zu beobachten, die allerdings nicht dauerhaft anhielt. Elphaba ist stark, zielstrebig und etwas eigenbrödlerisch. Leider wirkt sie gerade in den letzten Kapiteln etwas wirr auf mich. Gregory Maguire spart im Buch nicht mit politischen, religiösen und philosophischen Themen. Im Vordergrund steht natürlich auch die Frage über Gut und Böse, dem Wesen des Bösen und seiner Entstehung.

Fazit: Insgesamt ist das Buch nicht schlecht, konnte aber meine vielleicht etwas zu hohen Erwartungen nicht erfüllen.

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Veröffentlicht am 21.12.2024

Stroh zu Gold

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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Die Müllerstochter Serilda wurde von der Schiksalsgöttin gesegnet oder verflucht, wie die Dorfbewohner sagen. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Dieses ...

Die Müllerstochter Serilda wurde von der Schiksalsgöttin gesegnet oder verflucht, wie die Dorfbewohner sagen. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Dieses Talent wird ihr zum Verhängnis, als sie dem Erlkönig vorgaukelt, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Der Erlkönig nimmt Serilda mit auf sein Schloss und zwingt sie unter Androhung des Todes, genau das zu tun. Ein namenloser Fremder, für den Serilda bald Gefühle entwickelt, steht ihr zur Seite.

Eigentlich mag ich Märchenretails, besonders wenn sie versprechen romantisch zu sein. Gilded – Die Versuchung des Goldes von Marissa Meyer konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist an das Märchen Rumpelstilzchen angelehnt, verbunden mit schaurigen Elementen der Wilden Jagd und der Legende des Erlkönigs. Insgesamt sehr düster, blutig, hoffnungslos und schaurig. Das Setting ist sehr spukig und geisterhaft. Gut und Böse sind dabei klar definiert. Serilda ist eine sehr junge Frau, mit überbordender Fantasie, gefühlt kaum älter als die Kinder bei deren Unterricht sie mithilfe. Im Verlauf des Buches kann man hin und wieder auch in ihre düsteren Märchen eintauchen. Besonders die Liebesgeschichte, die eher in Richtung erste zarte Liebe geht, hat mich nicht erreicht. Leider hatte die Geschichte dann auch einige Längen. Das Ende des Buches ist offen, eine Fortsetzung muss ich, trotz Neugier wie die Geschichte fortgeführt wird, nicht zwingend lesen.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Maras Lebensweg

Mara
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Mara ist Rentnerin und möchte, dass die Autorin eine Biographie über ihr Leben schreibt. Dies tut sie auch auf knapp achtzig Seiten. Der Schreibstil ist dabei informativ ohne ausufernd zu wirken. Und Mara ...

Mara ist Rentnerin und möchte, dass die Autorin eine Biographie über ihr Leben schreibt. Dies tut sie auch auf knapp achtzig Seiten. Der Schreibstil ist dabei informativ ohne ausufernd zu wirken. Und Mara hatte tatsächlich ein hartes, schwieriges Leben. Mitte der vierziger Jahre kommt sie als uneheliches Kind einer Magd auf die Welt. Sie muss als Kind vorallem in den Sommermonaten auf dem Hof mitanpacken. Weder von der Mutter, noch vom späteren Stiefvater, erhält sie Liebe. Dem frühen Eintritt ins Berufsleben folgt eine frühe Eheschließung. Ehemann Eins schlägt sie und ist Alkoholiker. Nach dessen Tod heiratet sie erneut und bekommt zwei Kinder. Auch Ehemann Zwei wird Alkoholiker und schlägt sie. Nach Tod des zweiten Ehemanns bleiben Schulden. Die Kinder versterben im Erwachsenenalter an Krebs und Suizid. Eine dritte Beziehung im Alter gestaltet sich als schwierig. Freude findet Mara beim tanzen und reisen. Fazit: Ein Buch über einen Lebensweg, das man lesen kann aber nicht muss.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Der Märchenerzähler Fantasir

Fantasir und die Hexe
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Arthur kann in Bücher eintauchen . Eines Tages entdeckt er ein unscheinbares Büchlein namens Fantasir. Darin versucht der Märchenerzähler Fantasir seine Ziehtochter wiederzufinden und begibt sich auf ...

Arthur kann in Bücher eintauchen . Eines Tages entdeckt er ein unscheinbares Büchlein namens Fantasir. Darin versucht der Märchenerzähler Fantasir seine Ziehtochter wiederzufinden und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.

Der Schreibstil des Buches ist ruhig und flüssig, allerdings recht einfach gehalten, aber mit gut gemachten Illustrationen versehen. Von den Figuren hätte ich gerne noch mehr erfahren. Einen Großteil der Handlung verrät bereits der Klappentext. Leider fehlt es dem Buch so auch an Spannung. Insgesamt hat mich dieses kurze Märchen, in dem sich Fiktion und Realität vermischt, nicht wirklich erreicht.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Es liegt in meiner Hand

Der Drache von Abelaya
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Durch diesen Spruch und ein magisches Lesezeichen kann Frederik in Bücher eintauchen. Da er zurzeit das Buch " Der Drache von Abelaya" liest landet er in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt und bringt ...

Durch diesen Spruch und ein magisches Lesezeichen kann Frederik in Bücher eintauchen. Da er zurzeit das Buch " Der Drache von Abelaya" liest landet er in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt und bringt dort die Handlung des Buches durcheinander. Gemeinsam mit seinem älteren Freund Max reist er erneut in das Buch um dort seinen Fehler zu korrigieren und das Abenteuer seines Lebens zu bestehen.

Der Drache von Abelaya richtet sich an Leser wohl am ehesten ab 10 Jahren. Die Geschichte ist für diese Altersklasse spannend geschrieben, mir jedoch insgesamt etwas kampflastig. Mit Frederik und Max bin ich leider nicht ganz warm geworden. Auch wirkte für mich die mittelalterliche anmutende Sprache in Abelaya etwas zu bemüht. Insgesamt ein gutes, aber nicht überragendes, Fantasy Buch für etwas ältere Kinder.

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