Stroh zu Gold
Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)Die Müllerstochter Serilda wurde von der Schiksalsgöttin gesegnet oder verflucht, wie die Dorfbewohner sagen. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Dieses ...
Die Müllerstochter Serilda wurde von der Schiksalsgöttin gesegnet oder verflucht, wie die Dorfbewohner sagen. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen und nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau. Dieses Talent wird ihr zum Verhängnis, als sie dem Erlkönig vorgaukelt, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Der Erlkönig nimmt Serilda mit auf sein Schloss und zwingt sie unter Androhung des Todes, genau das zu tun. Ein namenloser Fremder, für den Serilda bald Gefühle entwickelt, steht ihr zur Seite.
Eigentlich mag ich Märchenretails, besonders wenn sie versprechen romantisch zu sein. Gilded – Die Versuchung des Goldes von Marissa Meyer konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist an das Märchen Rumpelstilzchen angelehnt, verbunden mit schaurigen Elementen der Wilden Jagd und der Legende des Erlkönigs. Insgesamt sehr düster, blutig, hoffnungslos und schaurig. Das Setting ist sehr spukig und geisterhaft. Gut und Böse sind dabei klar definiert. Serilda ist eine sehr junge Frau, mit überbordender Fantasie, gefühlt kaum älter als die Kinder bei deren Unterricht sie mithilfe. Im Verlauf des Buches kann man hin und wieder auch in ihre düsteren Märchen eintauchen. Besonders die Liebesgeschichte, die eher in Richtung erste zarte Liebe geht, hat mich nicht erreicht. Leider hatte die Geschichte dann auch einige Längen. Das Ende des Buches ist offen, eine Fortsetzung muss ich, trotz Neugier wie die Geschichte fortgeführt wird, nicht zwingend lesen.