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EngelAnni

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Veröffentlicht am 23.06.2025

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Das Buch fängt sehr spannend an. In der Flugüberwachung tauchen Meldungen auf, dass ein Flugzeug entführt wurde und angeblich in den Flughafen München gelenkt werden soll. Gleichzeitig werden Videoanrufe ...

Das Buch fängt sehr spannend an. In der Flugüberwachung tauchen Meldungen auf, dass ein Flugzeug entführt wurde und angeblich in den Flughafen München gelenkt werden soll. Gleichzeitig werden Videoanrufe getätigt, die aber gefakt sind, weil sie teilweise von Toten kommen.
Nun beginnt die weltweite Zusammenführung von Experten um diese Kriese zu beheben.
Ich finde den Einblick und die Vorstellung, dass wir uns auf keine Technik mehr verlassen können sehr spannend und auch sehr erschreckend. Peter Grandl lässt seine Figuren sehr lebendig werden und auch sehr menschlich. Mir gefallen auch die vielen Absätze und Perspektivwechsel.
Dagegen gefällt mir die Auflösung gar nicht. Ich will nicht zu viel verraten, aber das Einzelschicksal und die Jagd nach gewissen Personen, passt für mich nicht richtig rein und gefällt mir nicht so wirklich.
Daher vergebe ich diesmal nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Einblick in die frühe österreichische Filmwelt

Von Stufe zu Stufe
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In „Von Stufe zu Stufe“ gibt es zwei Zeitlinien. Anfand des Jahrhunderts können wir das Ehepaar Kolm begleiten, die die Filmwelt in Österreich „revolutionieren“ wollen. Bisher gab es in Österreichs nur ...

In „Von Stufe zu Stufe“ gibt es zwei Zeitlinien. Anfand des Jahrhunderts können wir das Ehepaar Kolm begleiten, die die Filmwelt in Österreich „revolutionieren“ wollen. Bisher gab es in Österreichs nur Klamauk und Nacktszene als Filme.
In 2021 und 2022 folgen wir Marc, einem erfolglosen Filmwissenschaftler, der durch Zufall auf einem Foto alte Filmrollen entdeckt.
Marc vermutet, dass es sich um verschollene Filme des Ehepaares Kolm handelt und reist in die Ukraine, um die Filme nach Österreich zu holen.
Der historische Teil der Geschichte hat mir gut gefallen. Luise Kolm möchte gerne einen Film herstellen und bringt ihren Mann dazu, mit ihr das Vorhaben umzusetzen. Es ist toll zu lesen, wie sie das Thema immer wieder zur Sprache bringt und so dafür sorgt, dass der Filmdreh statt finden kann. Und wir ein toller Einblick in die damaligen Methoden gewährt.
Leider gefällt mir der aktuelle Zeitstrang fast gar nicht. Ich habe mir die Geschichte spannend vorgestellt, wie Marc sich um die Filmrollen bemüht.
Aber Ich kann mich gar nicht mit ihm identifizieren, ich finde seine Gedankengänge merkwürdig und konnte manchmal überhaupt nicht nachvollziehen, warum er so denkt und handelt.
Außerdem wird die Handlung zum Schluss hin etwas überzogen. So viel Action hätte die Geschichte gar nicht gebraucht.
Daher vergebe ich 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Toller Anfang, aber nicht komplett überzeugend

Der Ruf des schwimmenden Gartens
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Im Buch "Der Ruf des Schwimmenden Gartens" begleiten wir die Ärztin Sofie von Bremen nach Madeira, wo sie eine Stelle als Ärztin annehmen soll.
Was als historischer Roman mit tollen Landschaftsbeschreibungen ...

Im Buch "Der Ruf des Schwimmenden Gartens" begleiten wir die Ärztin Sofie von Bremen nach Madeira, wo sie eine Stelle als Ärztin annehmen soll.
Was als historischer Roman mit tollen Landschaftsbeschreibungen beginnt, endet in einem Haarsträubendem Krimi.
Auf Madeira soll ein deutsches Krankenhaus für Lungenkranke gebaut werden. Interessant finde ich das ganze schon, denn ein Teil der Deutschen Geschichte, die nicht wirklich bekannt ist, wird hier aufgegriffen. Die Deutschen versuchen um 1914 herum sich Madeira als Kolonie zu eigen zu machen.
Leider fehlt mir ein bisschen mehr das historische Leben, ich hatte gehofft, mehr über die Ärzte und Krankenhäuser zu der Zeit zu erfahren. Im Grunde könnte man die Geschichte auch zur heutigen Zeit und irgendwo auf der Welt spielen lassen.
Erst war mir die Hauptfigur Sofie sympathisch, die sich in einer Männerwelt als Ärztin durchsetzt. Sie bekommt das Angebot nach Madeira zu gehen, um dort ein Krankhaus mit aufzubauen.
Auf der einen Seite ist sie dem Planer der Krankhauses sehr skeptisch gegenüber, sie spürt, dass etwas nicht ganz so richtig läuft.
Auf der anderen Seite verliert sie ihr Herz an einen Waisenjungen und setzt sich für ihn ein, ohne ihn näher zu kennen.
Außerdem glaubt sie einer fremden Frau sofort, dass diese ihre Tante ist und Sofie adoptiert wurde.
Diese Verbindungen machen schon Sinn, da sie für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sind, aber geht das alles etwas zu schnell und auch die Geschichte hinter dem Krimi ist mir etwas zu viel.
Dann frage ich mich noch, was es mit dem schwimmenden Garten aus dem Titel auf sich hat. Madeira wird zwar Blumeninsel genannt, aber die Insel ist kein schwimmender Garten.
Ich vergebe 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Überladener historischer Krimi

Das Haus der Bücher und Schatten
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In dem Buch "Das Haus der Bücher und Schatten" gibt es zwei Zeitstränge. Zum einen 1933, wo Kommissar Cornelius Frey einen Doppelmord aufklären muss und zum anderen 1913, wo die Lektorin Paula Engel ein ...

In dem Buch "Das Haus der Bücher und Schatten" gibt es zwei Zeitstränge. Zum einen 1933, wo Kommissar Cornelius Frey einen Doppelmord aufklären muss und zum anderen 1913, wo die Lektorin Paula Engel ein Manuskript von einem Autoren abholen soll.
Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.
Cornelius Frey wird mir mit seiner Art und seiner Art zu ermitteln gar nicht sympathisch. 1933 nach der Machtübernahme der Nazis, wurden Ermittlungen nach Gusto der Machtinhaber manipuliert, aber dieser Kommissar setzt auch über alle Regeln hinweg und einige seiner Entscheidungen kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Der Zeitstrang von 1913 geht schon fast ins Übersinnliche über. Wenn ich nicht erkennen kann, was ist jetzt Realität und was nicht, ist das nicht so meins.
Die beiden Zeitstränge finden zum Schluss noch zusammen und es wird alles aufgeklärt, aber insgesamt ist mir das alles zu viel. Ein bisschen weniger Inhalt hätte ich besser gefunden.
Ich vergebe daher 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.06.2024

Niederländischer Widerstand

Wir waren nur Mädchen
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Ich habe mich sehr über dieses Buch gefreut, ich habe viel über den zweiten Weltkrieg, aber kaum etwas über andere Länder.
Der Klappentext hat mir sehr zugesagt und auch die Leseprobe hat mich überzeugt.
Allerdings ...

Ich habe mich sehr über dieses Buch gefreut, ich habe viel über den zweiten Weltkrieg, aber kaum etwas über andere Länder.
Der Klappentext hat mir sehr zugesagt und auch die Leseprobe hat mich überzeugt.
Allerdings konnte das Buch dann nicht halten, was ich mir davon versprochen hatte.
Ich kann überhaupt nicht mit der Hauptfigur Hannie mitfühlen, am Anfang war es noch alles verständlich, aber dann bekommt sie Kontakt zum Widerstand und lässt sich fast ohne Misstrauen auf sie ein. Sie lässt sich dazu verleiten ohne nachzufragen, eine Person zu erschießen.
Mir fehlt da einfach die Entwicklung, wie es dazu kommt. Wie kommt sie so schnell vom Schmuggeln von Unterlagen und Lebensmittelkarten zu Mord?
Auch ihre Beziehung und die Freundschaften kommen mir zu schnell und werden nicht so stark beleuchtet.
Im Klappentext wird erwähnt, dass Hannie ihre gefährlichste Waffe, ihr Frau-sein entdeckt. Aber das fehlt im Buch komplett. Es wird nicht heraus gestellt, dass im Widerstand kaum Frauen sind und dass Hannie etwas besonderes ist.
Der Schluss dagegen ist sehr eindrucksvoll geschildert und lässt mich mit Gänsehaut zurück.
Insgesamt betrachtet vergebe ich 3 Sterne.

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