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Veröffentlicht am 17.01.2026

Langatmige Geschichte

Nachtwald
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Das wunderschöne Cover, mit den erhabenen Sprenkeln, die aussehen als ob das Buch ein Regenschauer abbekommen hat, und der passende Buchschnitt dazu, haben mein Interesse geweckt diesen Thriller zu lesen. ...

Das wunderschöne Cover, mit den erhabenen Sprenkeln, die aussehen als ob das Buch ein Regenschauer abbekommen hat, und der passende Buchschnitt dazu, haben mein Interesse geweckt diesen Thriller zu lesen. Die Inhaltsangabe fand ich spannend, sodass ich einen aufregenden Thriller erwartete. Leider wurde ich dahingehend aber enttäuscht. Ich las eine seltsame Familiengeschichte, die extreme Längen aufwies und die sich immer wieder in Wendungen verlor. So wurde die gesamte Geschichte immer unglaubwürdiger und verlor mehr und mehr an Spannung. Ich hatte den Eindruck, als ob die Autorin immer mehr neue Elemente eingebaut hat, um die Spannung zu erhöhen. Durch die vielen Dialoge, die die aufkeimende Spannung immer wieder relativierte, hat diese Geschichte bei mir das Genre Thriller verfehlt. Dennoch habe ich zur Unterhaltung zwischendurch diesen Roman mit Spannungseffekten, wie ich ihn bezeichnen würde, gerne gelesen. Eine Leseempfehlung kann ich nur bedingt aussprechen. Thriller-Fans könnten enttäuscht sein, aber wer an einer seltsamen Familiengeschichte Spaß hat, wird Gefallen an dem Buch finden.

Als Thriller vergebe ich 2 Sterne, als Familiengeschichte 3 Sterne. Wohlwollend runde ich meine Gesamtbewertung auf 3 Sterne auf.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Plädoyer für die Bahn

Bummelzug nach Istanbul
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Das schön gestaltete Cover machte mich sofort neugierig auf das Buch. Als ich auf der Rückseite " Bitte einsteigen " las, bin ich der Bitte sehr gerne gefolgt.

In meinen jugendlichen Jahren bin ich sehr ...

Das schön gestaltete Cover machte mich sofort neugierig auf das Buch. Als ich auf der Rückseite " Bitte einsteigen " las, bin ich der Bitte sehr gerne gefolgt.

In meinen jugendlichen Jahren bin ich sehr gerne und oft mit der Bahn gefahren. Es lag mit daran, dass mein Vater Lokführer war, und er mich schon als Kind für das Bahnfahren begeistern konnte. Im Wagon, direkt hinter der Lok mit meiner Mutter zu sitzen und zu wissen, dass mein Vater im Führerstand den Zug steuerte, machte mich unheimlich stolz. Wenn ich dann eine Strecke vorne neben ihm mitfahren durfte, dann war dies das Highlight der Zugreise. Ebenfalls begeisterten mich die vorbeirauschenden Landschaften. Daran konnte ich mich mit diesem Buch wieder erinnern, da der Autor " Tom Chesshyre " diese Eindrücke aus dem Zugabteil sehr gut geschildert hat. Gleichermaßen fand ich die Beschreibung der einzelnen Bahnhöfe, oft auch mit den historischen Hintergründen, sehr passend und verständlich erzählt. Die Erlebnisse in den einzelnen Städten waren interessant zu lesen, haben bei mir aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Gewiss lag es mit daran, dass der Erzählstil sehr " trocken " und emotionslos ist. Jede Reise wurde zwar detailgenau geschildert, konnte mich aber nicht ans Buch fesseln. So kam es, dass ich mich bei der letzten Reise schon kaum noch an den Start erinnern konnte, geschweige denn an irgendwelche Begegnungen in den Städten, oder im Zug.

Die Protagonisten Tom und Danny hatten zwar etliche Kontakte mit anderen Personen, aber deren Unterhaltungen blieben stets oberflächlich, ich würde dazu " Small Talk " sagen. Lebhafte, oder emotionale Gespräche habe ich dabei vermisst. Ebenso habe ich bei Tom und Danny so manche Begeisterung während der gesamten Reise vermisst, denn sie waren doch vor der Tour in voller Vorfreude.

Sehr gut habe ich es empfunden, dass vor jedem Kapitel eines neuen Reiseabschnittes die Reiseroute bildlich dargestellt wurde. Es dient perfekt der Orientierung.

Wer selbst einmal eine dieser Reisen unternehmen möchte wird hier Informationen finden, die durchaus interessant und brauchbar sind. Mich hat am meisten die Fahrt: " Auf dem Weg in die Alpen " interessiert. Die Fahrt ist gut beschrieben, aber selbst bei dieser Reise habe ich, bis auf wenige Abschnitte, von der Großartigkeit der fantastischen Landschaft, viel zu wenig gelesen.

Ich empfehle dieses Buch Lesern und Leserinnen, die mit dem Gedanken spielen die Routen , komplett oder teilweise, selber zu erleben. Die Informationen können dann hilfreich sein. Auch einige historische Informationen sind durchaus wissenswert. Wer aber einen fesselnden Handlungsstrang erwartet, der könnte so wie ich, etwas enttäuscht von der Gesamtheit des Buches sein.

Ich vergebe 3 Sterne

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Die Geschichte plätschert so dahin...

Bad Vöslau in Flammen
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Als ich das interessante Cover dieses " Bad Vöslauer " Krimis sah, war mein Interesse geweckt diesen Wiener- Speckgürtel- Krimi zu lesen. Das es schon der 4. Band dieser Reihe war, hat mich nicht gestört. ...

Als ich das interessante Cover dieses " Bad Vöslauer " Krimis sah, war mein Interesse geweckt diesen Wiener- Speckgürtel- Krimi zu lesen. Das es schon der 4. Band dieser Reihe war, hat mich nicht gestört. Es war nicht schwer sofort in die Geschichte einzusteigen und den Geschehnissen zu folgen. Die Pokornys, die als Privatermittler agieren, ermitteln wieder, als ein Hotel vor ihren Augen ausbrannte. Es gab auch gleich einen Toten. Geschrieben ist die Geschichte in einer leicht zu lesenden Schreibweise. Gut gefallen hat mir die österreichische Wortwahl, die Erinnerungen an Urlaube wieder haben lebendig werden lassen. Der eigentliche Fall ist interessant, aber weniger spannend geschildert. Die Aufklärung war sehr schleppend, da sich die vielen schrägen Protagonisten mehr mit sich selbst beschäftigt haben, als gezielt nach Faktenlage den Fall aufzuklären.

Ich mag regionale und lustige Krimis gerne lesen, aber hier wurde es mit dem Humor übertrieben. Es gaben sich Frotzeleien und skurrile Szenen die Hand. Die Geschehnisse waren für mich voraussehbar, wodurch die Spannung gelitten hat, beziehungsweise gar nicht erst aufkam. Die häufigen simplen Dialoge boten keine adäquate Abwechselung. Hinzu kamen einige Wiederholungen, die die Geschichte ungünstiger Weise in die Länge gezogen haben. Der Satz:" Die allerbeste Ehefrau der Welt " tauchte übermäßig oft auf. Der Autor hat sicherlich den Satz bewusst dem Pokorny auf die Zunge gelegt, aber mit zunehmender Häufung habe ich es als albern empfunden.

Zum Ende des Krimis kam kurz Spannung auf, und der Cliffhanger macht Liebhabern dieser Vöslauer- Krimi- Serie neugierig auf den nächsten Fall. Ich weiß, dass jeder Autor viel Herzblut in sein Werk fließen lässt, aber mich konnte dieser Krimi leider nicht begeistern. Ich runde meine 2.5 Sterne wohlwollend auf 3 Sterne auf.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Interessant aber Verbesserungswürdig

Gesund, stark, schön durch den Advent
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Ich war sehr neugierig auf diesen Adventskalender. Die äußere Optik und das Format haben mir auf Anhieb gefallen. Sogleich habe ich einen Blick ins Buch geworfen und dabei traf ich auf blanko Seiten mit ...

Ich war sehr neugierig auf diesen Adventskalender. Die äußere Optik und das Format haben mir auf Anhieb gefallen. Sogleich habe ich einen Blick ins Buch geworfen und dabei traf ich auf blanko Seiten mit 1-24 beschriftet. Die Seiten sind spärlich mit einigen Schneekristallen bedruckt. Um den Text hinter dem jeweiligen " Türchen " lesen zu können, müssen die zusammenhängenden Seiten erst einmal mit einer Schere getrennt werden. Hier hätte ich mir eine Perforation gewünscht, ähnlich wie bei einem Postkartenkalender, um eine saubere Seitenkante zu erhalten.

Die Texte sind schön zu lesen, wobei mir einige Ratschläge bekannt sind. Dennoch kann ich etwas Entspannung finden, um entspannt abzuschalten. Am Besten finde ich die Rezepte, die zum Nachmachen animieren. Leider bleiben in diesem Büchlein etliche Seiten frei, die entweder mit Zahl und vier Schneekristallen bedruckt sind, oder nur mit zwei Schneekristallen. Eine abwechslungsreiche Adventsoptik hätte mir sehr gut gefallen. Da sind den Ideen keine Grenzen gesetzt, und natürlich muss es nicht überladen sein.

Alles in Allem finde ich den Adventskalender gut. Er bietet kleine Entspannungspausen, in der manchmal hektischen Adventszeit. Es besteht aber durchaus Optimierungspotential. Mein Vorschlag wären perforierte Trennungsseiten und ein abwechslungsreiches adventliches Erscheinungsbild. Die fast blanko Seiten bieten sich dafür geradezu an, und ein rundum kleines schmuckes Adventsbüchlein würde den Adventskalender-Markt ganz besonders bereichern.

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Veröffentlicht am 15.08.2023

Unterschiedliche Leben kurz erzählt

Diese paar Minuten
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Ich habe schon viele gute Kurzgeschichten gelesen, und mag diese Art zu erzählen sehr gerne. So war ich auch sehr gespannt auf diese unterschiedlichen Lebensgeschichten. Leider wurden meine Erwartungen ...

Ich habe schon viele gute Kurzgeschichten gelesen, und mag diese Art zu erzählen sehr gerne. So war ich auch sehr gespannt auf diese unterschiedlichen Lebensgeschichten. Leider wurden meine Erwartungen an dieses Buch nur bedingt erfüllt.

Die mehr oder weniger interessanten Geschichten hat der Autor " Rudolf Habringer " ziemlich emotionslos in kurzen Sätzen erzählt, und hat dabei das Ende der Geschichten offen gelassen. Ich hatte permanent das Gefühl eine nicht fertige Geschichte zu lesen. Es gefällt mir nicht, wenn ich eine Geschichte in meinen Gedanken fertig stellen muss. Hinzu kommt, dass die Schreibweise mir nicht flüssig genug ist, um einen angenehmen Lesefluss zu erzielen.

Die Idee hingegen gerade diese Geschichten zu erzählen , die irgendwie zusammenhängen ist gut, aber eben die Umsetzung ist weniger gut gelungen. Die Charaktere der Protagonisten waren mir nicht alle sympathisch. Es lag auch mit daran, dass sich einige nicht normal verhalten haben, im Gegenteil, es gab auch Verhaltensweisen krimineller Hintergründe.

Nun kann man bei diesen Geschichten nachdenklich werden, aber ich frage mich warum? Ich möchte gerne bei einer Geschichte nachdenklich werden, wenn ich auch den Ausgang der Geschichte kenne. Für mich gehört zu einer Geschichte sowohl der Beginn, als auch das Ende, dann ist eine Geschichte komplett erzählt.

Leider hat mich diese Erzählweise nicht begeistern können, sodass ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen möchte.

Von mir daher wohlwollende 3 Sterne

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