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Veröffentlicht am 29.08.2025

Familiengeheimnisse

Felsengrund
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Auf Svalbard stirbt ein russischer Offizier. Er wurde wohl vergiftet, da er als Überläufer galt, aber er kann noch eine Nachricht über einen russischen Spion in der Stiftung der Falcks, SAGA, übermitteln. ...

Auf Svalbard stirbt ein russischer Offizier. Er wurde wohl vergiftet, da er als Überläufer galt, aber er kann noch eine Nachricht über einen russischen Spion in der Stiftung der Falcks, SAGA, übermitteln. Er kann aber nicht mehr sagen, wer. Hans Falck wird zu einem Notfall auf See gerufen, um einen Kapitän zu retten. Auf der Rückkehr zum Hubschrauber verletzt er sich schwer. Sasha Falck, die SAGA-Vorsitzende, stiftet ein neues Forschungsschiff, die Falck 3. Johnny Berg setzt seine Recherchen zu der Biografie von Hans Falck fort. Es passiert viel im Umkreis der Familie Falck, doch hinter den Kulissen brodelt es. Es werden Unterlagen gefunden, worin beschrieben wird, dass die Familie von Olav Falck nicht erbberechtigt ist. Ein harter Kampf um die Macht beginnt.
„Felsengrund“ von Aslak Nore ist der zweite Teil der Familiensaga der norwegischen Reeder Familie Falck. Es ist eine Story über Macht und Intrigen und allerlei Familiengeheimnisse. Mittendrin ist der ehemalige Militär Johnny Berg, der an einer Biografie über Hans Falck arbeitet. Es ist ein Deckmantel, um in der Familie recherchieren zu dürfen. In dieser Story spielen viele Parteien mit. Da sind Geheimdienste am Werk und auch die beiden Familienstränge der Falcks sind sich spinnefeind. Es geht natürlich um Macht. Doch selbst unter Geschwistern herrscht ein Machtkampf. Diese Systeme werden von dem Autor sehr spannend, aber doch sehr ausgiebig beschrieben. Manchmal ist es schwer die einzelnen Interessengruppen zuzuordnen. Und es bleibt ja nicht nur die Familie, sondern es werden von dem Autor auch Geheimdienste ins Spiel gebracht. Außerdem wird noch die weltpolitische Lage und die Rolle Norwegens. Sverre Falck kommt als Offizier aus Afghanistan zurück, Rückblicke in die Phase, die Hans im Nahen Osten verbracht hat, wird auch wieder thematisiert. Hier liegen auch viele Geheimnisse vergraben, wie sich am Ende herausstellt. Doch auch in der Familie sind Geheimnisse an der Tagesordnung, die der Autor immer wieder einfließen lässt, durch Briefe aus der Vergangenheit zum Beispiel. Als ein Hauptthema geht es um Spionage und die Einflüsse verschiedener Mächte im Norden Norwegens. Hier geht es um Bodenschätze und die Stellung Norwegens in der Politik. Der Roman ist gut geschrieben, aber auch sehr detailgetreu, so dass manchmal der Lesefluss darunter leidet. Doch das macht der Autor durch einen ausgeprägten Spannungsbogen wieder wett.
Das ist für mich nun der zweite Band dieser Familiensaga, in der es natürlich um Macht und Einfluss geht. Es ist interessant zu lesen, wie die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und in die aktuelle Weltpolitik eingebunden wird. Ich mag diese Art von Stories, obwohl es manchmal schon sehr verwirrend ist. Auch wenn man sich den Stammbaum vorher anschaut, es bleibt doch einiges im Unklaren.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Das Erbe

Bretonisch mit Meerblick
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Als ihre Tante Annie plötzlich verstarb, war ihre Nichte Tereza Berger sehr überrascht. Dieses Haus stand in der Bretagne, am Ende der Welt. Sie wollte auch nur kurz dorthin und das Haus so schnell wie ...

Als ihre Tante Annie plötzlich verstarb, war ihre Nichte Tereza Berger sehr überrascht. Dieses Haus stand in der Bretagne, am Ende der Welt. Sie wollte auch nur kurz dorthin und das Haus so schnell wie möglich wieder verkaufen. Doch als sie das Haus sah, kamen ihr doch Bedenken, ob ein Verkauf das Richtige sei. Es musste einiges an dem Haus getan werden, da es in einem schlechten Zustand war. An einem nahe gelegenen Strand hatte es zwei Todesfälle gegeben, sodass das der Verkauf sehr schwer werden würde. Während ihres Aufenthaltes gab es noch eine Toten und so rückt Tereza in den Fokus der Polizei. Es gab aber auch Unterstützung von den Frauen von Camaret und Gefahren durch die mysteriösen Kapuzenmänner. Alles andere als Gastfreundlich und die Frage war, wie würde sie sich entscheiden.
„Bretonisch mit Meerblick“ von Gabriel Kasperski ist ein Krimi, der an der Küste der Bretagne spielt und seine Bewohner und deren Neigungen und Abneigungen in den Fokus nimmt. Schon das Cover zeigt, das die Küsten der Bretagne manchen Sturm auszuhalten haben und doch gibt es Leuchttürme, die den Weg zeigen. Genauso ist das in diesem Krimi, der zwischen den Menschen einige Gräben aufweist, aber die sind meist nicht persönlicher Art und Weise, sondern haben meistens auch geschäftliche Hintergründe. Der Hauptcharakter, die Schweizerin Tereza, deckt einiges auf, was unter der Oberfläche brodelt, und sie muss sich auch ihren Weg erobern. Diesen Weg hat die Autorin sehr interessant angelegt uns so ist manchmal Hassobjekt und manchmal Aufdeckerin der Geschichten, die die Menschen dort schreiben. Die Spannung nimmt deutlich bis zum Ende zu.
Ein Krimi, der viele regionale Besonderheiten der Bretagne erzählt, liegt hier vor. Die Story ist leicht und einfach erzählt und ist spannend und amüsant zugleich.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Drogen

Friesenrausch
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Morgens ganz früh findet ein Pendler im Bahnhofsklo einen toten Jugendlichen. Es handelt sich, wie die Polizei ermittelt um den Schüler Jan Lamprecht. Er ist an einer Überdosis Heroin gestorben. ...

Morgens ganz früh findet ein Pendler im Bahnhofsklo einen toten Jugendlichen. Es handelt sich, wie die Polizei ermittelt um den Schüler Jan Lamprecht. Er ist an einer Überdosis Heroin gestorben. Die Polizei und auch das Umfeld tappen eine ganze Weile im Dunkeln. Dirk Thamsen, der Kommissar, bekommt auch keine Hilfe von LKA in Husum, so muss er dann selber ermitteln. Sein Freund Haie will ihm helfen und als ein Aushilfsjob als Hausmeister frei wird, nimmt er ihn an, um in der Schule des Ortes zu ermitteln. Niklas sein Patenkind ist darüber nicht erfreut. Aber irgendetwas muss die Schule damit zu tun haben, ist sich Kommissar Thamsen sicher.
„Friesenrausch“ von Sandra Dünschede ist ein spannender regionaler Krimi, der ein sehr aktuelles Thema bearbeitet, dass wohl an einigen Schulen so oder ähnlich vorkommen kann. Das Cover ist sehr beeindruckend, da es ein typisches Bild von der nordfriesischen Nordseeküste zeigt. Auch die Hauptcharaktere hat dieser Landstrich geprägt. Sie sind verflochten in den Ort und auch in die Neuigkeiten, die beim Bäcker oder im Lebensmittelladen brühwarm erzählt werden. In dieser Situation muss Dirk Thamsen auch an der Schule ermitteln, was ein sehr gefühlvoller Auftreten erfordert. Dirk hat aber auch einen privaten Helfer, der immer wieder gerne seinem Freund Dirk helfen möchte. Das ist nicht immer ganz einfach. Aber auch hier wird wieder ein Mittel gefunden, ein Hausmeisterjob. Natürlich ist dieser Job prädestiniert, um Neues zu erfahren. Das Thema Mobbing ist sehr präsent an Schulen, wie man auch aus der Presse entnehmen kann und so finde ich es gut darüber auch eine Krimi zu schreiben. Natürlich ist dieser Krimi in die Region und ihre Bewohner eingebettet. Ich kann die Situation und die Neugier in diesem Ort gut nachvollziehen. Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz und hat am Ende Überraschungen zu bieten.
Ich bin ein Freund dieser Krimis, da ich mich immer wieder gut einfinden kann und mich teileweise auch mit dem Kopfkino mitten in der Handlung wiederfinde. Daumen hoch für eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Wetterphänomene

Sturm
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In Berlin bei einem Fussballspiel im Olympiastadion brach das absolute Chaos aus, da ein Gewitter sich zu einem Tornado entwickelte und Zerstürungen im Stadiobereich von ungeheurem Ausmaß auslöste. In ...

In Berlin bei einem Fussballspiel im Olympiastadion brach das absolute Chaos aus, da ein Gewitter sich zu einem Tornado entwickelte und Zerstürungen im Stadiobereich von ungeheurem Ausmaß auslöste. In Australien gab es entgegen dem normalen Trend eine Dürre, die viele Gewässer vertrocknete. In Hannover gab es aus blauem Himmel eine Eisregen, der mehrere Meschen verletzte auch den Sohn von Laura. Laura arbeitet in einer Firma, die Bestandteile herstellt, um technischen Einfluss auf bestimmte Mechanismen zu nehmen. Als ihr Chef nicht von einer Reise nach China zurückkehrt will sie nach ihm sehen und findet ihn tot in seiner Wohnung. Außerdem entwickelt sich ein neues Wetterphänomen mit erheblichen Schneemengen. Ihr Chef hat ihr einen Brief und einene Datenstick hinterlassen. Das bringt sie in höchste Lebensgefahr, denn ihr Mörder ist schon auf dem Weg.
Uwe Laub hat in diesem Thriller "Sturm" wieder ein Untergangsszenarium gemalt, wie er es in einigen seiner Bücher entwickelt hat. Dieser Thriller ist flüssig zu lesen und der Kunstgriff immer wieder unterscheidliche Orte mit den einzelenen Abschnitten einzubauen, erhöht die Spannung natürlich. Die Hauptpersonen, die in ihren Handlungssträngen eingeführt werden, nähern sich im Laufe des Romans an und es fokussiert sich auf das Hauptthema, Manipulation. Hier gibt es Gegenspieler, die ihre eigenen Interessen verfolgen. Dieses gegeneinander mit wechselnden Szenarien finde ich sehr spannend. Ich finde auch das Thema Wetter sehr gut gewählt, da es gerade in letzter Zeit immer wieder zu Extremen kommt, die einem Klimaumschwung zugeordnet werden. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und auf dem Weg zum überraschenden Ende, kommt esimmer wieder zu Wendungen, die dem Thriller gut tun.
Ich mag diese Art der Katastrophenthriller, weil sie spannend und unterhaltsam sind. Wenn sie noch gut geschrieben sind, wie es in diesem vorliegenden Band, zu lesen ist, kann ich das Buch kaum aus der Hand legen. Spritzig und mit vielen Informationen versehen ist dieses Buch und deshalb eine lohnenswerte Lektüre. Aber man sollte auch alles nicht für bare Münze nehmen, denn es ist erstmal alles Fiktion.

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Veröffentlicht am 31.10.2024

Ein verräterischer Geruch

Das Parfüm des Todes
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Die Tatortreinigerin Yang Ning hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn, doch der ist ihr abhandengekommen. Sie lebt alleine, seit sie sich von ihrem Freund getrennt hat. Für ihren Beruf ist es ganz gut, ...

Die Tatortreinigerin Yang Ning hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn, doch der ist ihr abhandengekommen. Sie lebt alleine, seit sie sich von ihrem Freund getrennt hat. Für ihren Beruf ist es ganz gut, dass sie nicht mehr so gut riechen kann, obwohl sie feststellt, dass durch den Leichengeruch sie wieder viel besser riechen kann. Eines Abends erreicht sie ein Anruf eines Kunden einen Tatort zu reinigen. Er teilt ihr die Adresse mit und das Geld sei ebenfalls hinterlegt. Yang Ning denkt sich nichts dabei und fährt zu der Adresse und reinigt den Tatort sehr gründlich. Sie nimmt auch einen sehr speziellen Geruch wahr, der in dem Raum neben dem Leichengeruch vorherrscht. Nachdem sie das Geld im Büro deponiert hat, fährt sie nach Hause, doch es dauert gar nicht lange und die Polizei steht vor ihrer Tür und verdächtigt sie des Mordes. Der Tatort ist der, den sie gereinigt hat. Um sich nun zu rehabilitieren, macht sie sich auf die Such nach dem wahren Mörder.
Das Cover des Thrillers „Das Parfum des Todes“ von Katniss Hsiao ist sehr gut gelungen und erinnerte mich an das Buch „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Das ist auch nicht ganz weit hergeholt, da dessen Hauptdarsteller Grenouille auch in diesem Buch erwähnt wird und es meiner Meinung nach auch in gewisser Weise daran erinnert. Es ist ein Thriller der Supernasen, die sich hier treffen. Sowohl die Hauptdarstellerin, Yang Ning, wie auch der Serienmörder Chen, wie auch der Mörder, den Ning jagt, sind mit außergewöhnlichen Fähigkeiten des Riechorgans ausgestattet. Dieser Zweig des Thrillers hat mir sehr gut gefallen, da es für mich sehr interessant war, wie diese Figuren zueinander fanden. Der Mörder, den Ning suchte, taucht im Laufe des Thrillers immer wieder auf mit seinen Gedanken und seiner Motivation. Das ist in meinen Augen ein zweiter Erzählstrang, der über die Verluste dieser beiden erzählte und wo auch einiges zusammenpasste. Aber es war auch noch eine weitere Person eingebunden, die auch Morde ausführte und auch zu der Hauptfigur passte. Es ist sehr unterhaltsam, wenn die Story so vor sich hin erzählt wurde und auf einmal wieder eine ganz andere Figur im Rampenlicht stand. Das gelingt der Autorin sehr gut, war aber für mich manchmal sehr verwirrend wegen der chinesischen Namen. Das ist übrigens ein Seiteneffekt dieses Thrillers, dass man einiges über Taiwan, Taipeh, die Kultur und auch die Esskultur erfahren kann. Die Story ist sehr spannend erzählt und hat einige interessante Wendungen, vor allem wenn Ning immer wieder ihren Geruchssinn aktivieren muss. Auch das Ende des Spannungsbogens ist gut inszeniert und hat auf dem Weg natürlich auch Überraschungen parat.
Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, um in diesen Thriller mich einzufinden. Er ist sehr bildhaft beschrieben, so dass mein Kopfkino unter Volldampf lief, was bei diesem blutigen Thema, doch manchmal sehr abstoßend wirkte. Es ist nicht so ganz mein Genre, was ich mag, dazu ist es mir zu brutal, aber wie das Ganze erzählt wird und wie sich die Story zusammenfügt, muss ich der Autorin meine Hochachtung aussprechen. Wer also blutige Thriller und schräge Stories mag und sich auch vor einer fremden Kultur nicht scheut, für den ist das genau das Richtige. Also es handelt sich um ein spannend geschriebenes Buch, das aber sehr gewöhnungsbedürftig ist.

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