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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2024

Liebesgeschichte mit historischer Note

Die Galerie in Valencia
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„Die Galerie von Valencia“ ist der erste Band der „Spanische Geheimnisse“ Reihe von Margot S. Baumann. Jedes der Bücher ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Der ...

„Die Galerie von Valencia“ ist der erste Band der „Spanische Geheimnisse“ Reihe von Margot S. Baumann. Jedes der Bücher ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig von den anderen gelesen werden.
Der Einstieg ins Buch ist mir relativ leichtgefallen, was vor allem dem sehr klaren und prägnanten Schreibstil der Autorin zuzuschreiben ist. Für mich hat es die Autorin sehr gut verstanden, viele Informationen und Details zu vermitteln ohne das die Geschichte langatmig oder langweilig wurde. Obwohl ich bis dato leider noch nie das Glück hatte Valencia besuchen zu dürfen, habe ich durch das Buch eine gewisse Vorstellung bekommen, wie die Stadt aussieht.
Für die Bewertung des Inhalts des Buches muss man meiner Meinung nach die verschiedenen Handlungsstränge einzeln beleuchten, auch wenn sie natürlich alle miteinander zusammenhängen. Da wäre einerseits die Galerieeröffnung in Valencia, die Liebesgeschichte zwischen Elena und Carlos und die Frage, warum Elenas Vater nie über seine Vergangenheit in Spanien spricht.
Obwohl weder Kunst noch Architektur zu meinen bevorzugten Themen gehören, habe ich den Handlungsstrang über die Galerieeröffnung als äußerst interessant empfunden. Die (unvermeidliche) Liebesgeschichte mit seinen Irrungen und Wirrungen war ziemlich vorhersehbar, aber im Großen und Ganzen ganz in Ordnung. Positiv hervorheben möchte ich den Handlungsstrang über Elenas Vater. Der kleine Einblick in die Geschichte Spaniens hat mir sehr gut gefallen und hätte gerne noch detaillierter ausformuliert werden können. Diesem Teil hätte die Autorin gerne noch weitaus mehr Platz einräumen können. Ist er doch auch der Grund, warum sich das Buch von den vielen andern ähnlichen Liebesromanen abhebt.
Elena ist kein einfacher Charakter und an einigen Stellen des Buches war ich doch mehr als nur ein wenig genervt von ihr. Margo S. Baumann hat es aber geschafft, die innere Zerrissenheit und die Zweifel die Elena plagen sehr klar zu formulieren und sie dadurch zu einem viel schichtigen und durchaus interessanten Charakter werden zu lassen.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, da ich aber durchaus positiv überrascht wurde, denke ich, dass es nicht das letzte bleiben wird.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Turbulente Liebesgeschichte

Ring of Fire – June Carter & Johnny Cash
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June Carter und Johnny Cash sind mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich mich jetzt nicht unbedingt als Fan von ihnen bezeichnen würde. Trotzdem habe ich mich entschieden ein Buch über die beiden zu lesen, ...

June Carter und Johnny Cash sind mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich mich jetzt nicht unbedingt als Fan von ihnen bezeichnen würde. Trotzdem habe ich mich entschieden ein Buch über die beiden zu lesen, vornämlich aus dem Grund, dass ich die Idee eine Biografie über eine Liebesgeschichte zu schreiben, unglaublich spannend fand.
Obwohl der Hauptfokus auf der Liebesgeschichte von June und Johnny liegt, kommen die Einzelgeschichten nicht zu kurz. Um zu verstehen. wie die Liebe zwischen den beiden sich entwickelt hat und warum alles so kam, wie es gekommen ist, braucht man eben ein wenig Hintergrundwissen. Und eben dieses liefert das Buch, in dem sie auch die Kindheit und die Zeit vor June & Johnny beschreibt.
Da ich bis dato weder eine Biografie über eine der beiden Personen noch den hochgelobten und oscarprämierten Film gesehen habe, war dies für mich alles neu und unglaublich interessant und spannend. Ich vermute, wenn man sich schon intensiver mit dem Leben von June Carter und Johnny Cash auseinandergesetzt hat, wird man nur bedingt neue Informationen bekommen.
Der Schreib- bzw. Erzählstil ist eher einfach gehalten, lässt sich aber meiner Meinung nach sehr leicht lesen und hat eher etwas Romanhaftes. Im Vergleich zu anderen Sachbüchern oder Biografien kommt der Text nicht schwer und trocken rüber. Dies liegt aber sicher auch Schwerpunkt des Buches.
Idee und Umsetzung finde ich wirklich sehr gut gemacht und ich kann mir durchaus vorstellen noch weitere Biografien von Liebesgeschichten zu lesen. Denn „Ring of Fire“ ist bereits der neunte Band aus der Serie „Berühmte Paare – große Geschichten“ von Sylvia Frank.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

In der Weihnachtsbäckerei

Weihnachten mit Christina
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Christina Bauer, die sympathische Bäuerin und Bloggerin erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Ist liegt einerseits an ihrer äußerst sympathischen und natürlichen Art und ihren leicht nachmachbaren ...

Christina Bauer, die sympathische Bäuerin und Bloggerin erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Ist liegt einerseits an ihrer äußerst sympathischen und natürlichen Art und ihren leicht nachmachbaren Rezepten.
Es war also nur eine Frage der Zeit bis auch sie ein Weihnachtsbackbuch herausbringt. Die berechtigte Frage von manchen Kritikern ist natürlich: Braucht es wirklich noch ein weiteres Backbuch zum Thema Weihnachten? Wahrscheinlich nicht, aber sind wir uns ehrlich, Bücher kann man doch nie genug haben.
Christinas Buch bittet eine schöne Mischung aus Klassikern der Weihnachtszeit, die auf keinem Keksteller fehlen dürfen, wie z.B. Vanillekipferl, Kokosbusserl, Rumkugeln oder Lebkuchen. Aber auch die eine oder andere Neuinterpretation ist zu finden. Wobei man sich nicht erwarten darf, dass Christina das Rad neu erfindet. Die Neuinterpretationen sind kleine Variationen von klassischen Rezepten, bei denen zum Beispiel Gewürze oder Füllungen ergänzt oder ersetzt werden.
Das Buch ist schön und liebevoll gestaltet. Christina Bauer gibt der Leserschaft einen kleinen Einblick wie sie und ihre Familie die (Vor-)Weihnachtszeit zelebrieren. Dies geschieht einerseits mit kleinen Geschichten und Anekdoten und andererseits mit herrlich kitschig inszenierten Fotos.
Wer bereits seit Jahren bäckt und ein Repertoire an Rezepten besitzt wird vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein von dem Buch. Denn so unglaublich viel Neues findet sich nicht darin. Mir hat das Buch und noch viel wichtiger die Rezepte sehr gut gefallen und das Nachbacken hat viel Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Der Igel als Zeichen der Hoffnung

Das Igel-Tagebuch
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Es gibt Bücher, die lassen einen so nachdenklich zurück, dass man nicht einmal genau sagen kann, was man denn von dem Buch hält, ob es einem gefallen hat oder nicht. Das Igel-Tagebuch ist für mich eines ...

Es gibt Bücher, die lassen einen so nachdenklich zurück, dass man nicht einmal genau sagen kann, was man denn von dem Buch hält, ob es einem gefallen hat oder nicht. Das Igel-Tagebuch ist für mich eines dieser Bücher. Meine Gedanken reichen von Faszination und Begeisterung bis hin zu Enttäuschung.
Enttäuscht bin ich ein klein wenig, denn auf Basis des Klappentextes hatte ich mir das Buch anders vorgestellt. Es kommen zwar alle Elemente vor, welche erwähnt werden, aber der Text ist viel nüchterner und sachlicher. Dies gilt auch für die Passagen über Sarahs kranken Vater. Dies hat mich zu Beginn ein wenig irritiert, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und fand es eigentlich auch äußerst spannend. Denn trotz der nüchternen Erzählweise schafft es Autorin Sarah Sands eine Fülle von Emotionen zu transportieren. Und obwohl das Buch verhältnismäßig dünn ist, habe ich doch länger zum Lesen gebraucht. Die einzelnen Kapitel haben mir so viel Stoff zu Nachdenken gegeben, dass ich manchmal auf für ein paar Tage das Buch aus der Hand legen musste.
Die Erzählung ist gespickt mit wissenschaftlichen Fakten über Igel. Sarah Sands hat sich einerseits zu dem Thema belesen, aber andererseits auch viele Interviews mit Igel-Experten und Fans geführt. Ich traue mich zu behaupten, dass hier die meisten noch einiges lernen können. Der Igel wird in dieser Erzählung aber nicht nur wissenschaftlich betrachtet, sondern natürlich kommt auch die literarische Figur nicht zu kurz. Komplett neu für mich war, in wie vielen Liedern oder politischen Reden Igel eine Rolle spielen.
Der Titel des Buches bringt seinen Inhalt perfekt auf den Punkt; Igel Tagebuch. Denn einerseits ist diese Erzählung eine wissenschaftliche Abhandlung und andererseits Sarahs Tagebuch, in dem sie ihre Gedanken und Ängste aufschreibt. Eine unglaublich faszinierende Mischung, die sowohl den Kopf als auch das Herz beschäftigt.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Cosy Crime am Campingplatz

Mord im Himmelreich
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Obwohl Autor Andreas Winkelmann zu den bekanntesten deutschen Thriller Autoren gehört, muss ich ehrlich gestehen, dass er mir völlig unbekannt war. Trotz vieler schlechter Erfahrungen mit gehypten Büchern ...

Obwohl Autor Andreas Winkelmann zu den bekanntesten deutschen Thriller Autoren gehört, muss ich ehrlich gestehen, dass er mir völlig unbekannt war. Trotz vieler schlechter Erfahrungen mit gehypten Büchern konnte ich hier nicht widerstehen und musste das Buch lesen.
Das Setting des Buches finde ich äußerst interessant, einen Campingplatz in der Nähe von Potsdam. Durch das Nachwort habe ich dann auch erfahren, dass der Campingplatz Himmelreich, der hauptschauplatz des Buches, keine Erfindung des Autors, sondern ein real existierender Platz ist. Dies gibt der Geschichte noch eine besondere Würze
Den Schreib- und Erzählstil des Autors habe ich als sehr angenehm empfunden und das Buch lies sich leicht lesen. Die Beschreibungen der Personen und Orte sind ausreichend detailliert, um sich alles gut vorstellen zu können, aber ohne langatmig zu werden. Schon nach wenigen Seiten hat man einen guten Überblick über die handelnden Personen und den Schauplatz.
Mit dem ehemaligem Schauspieler Björn Kupernikus und der Künstlerin/Lehrerin Annabelle Schäfer hat Andreas Winkelmann ein herzallerliebstes Ermittler-Duo geschaffen. In Anlehnung an einen Ausspruch von Kupernikus möchte ich die beiden mit wenigen Worten beschreiben: Skurril. Äußerst skurril. Die beiden ergänzen sich perfekt und ich freue mich schon darauf, weitere Krimifälle mit ihnen zu lösen.
Wie es sich meiner Meinung nach für einen cosy Krimi gehört, ist das Buch recht unblutig und der Kriminalfall eher einfach gehalten. Das Buch lebt von den Charakteren und ihren Gesprächen. Trotzdem machte das Miträtseln, wer denn der Mörder sei Spaß, aber noch mehr gefallen hat mir, zu sehen mit welchen Methoden sich Kupernikus an das Lösen des Falles macht. Wie so oft bei Hobbyermittlern kommt die Polizei nicht gut weg, dies ist auch hier keine Ausnahme. Wobei ich auch Kommissar Fass interessant fand und man vielleicht ein wenig mehr aus seinem Charakter machen hätte können. Der Wortwitz mit dem Namen war ein wenig plump, aber hat sich gut in das große Ganze eingefügt.
Alles in allem ist Mord im Himmelreich für mich ein solider, aber einfacher Krimi, der vor allem durch seine Protagonisten besticht, als durch eine komplexe Handlung. Für mich das ideale Buch für einen faulen Tag auf der Couch, wenn man zwar etwas Lesen, aber sich nicht wirklich anstrengen möchte.

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