Eine Lehrerin macht sich Sorgen, weil eine ihrer Schülerinnen seit Tagen unentschuldigt fehlt und geht zur Polizei. Die Mutter ist nicht erreichbar. So wirklich ernst nimmt die Polizei das Ganze nicht ...
Eine Lehrerin macht sich Sorgen, weil eine ihrer Schülerinnen seit Tagen unentschuldigt fehlt und geht zur Polizei. Die Mutter ist nicht erreichbar. So wirklich ernst nimmt die Polizei das Ganze nicht und erst, als die Leiche der Mutter in der Marsch gefunden wird, laufen die Ermittlungen an. In jedem anderen Krimi, würde jetzt eine Suche nach dem vermissten Kind auf Hochtouren laufen und oberste Priorität haben. Hier dagegen versucht man den Mörder der Mutter zu finden und bei jeder Lagebesprechung wird nur beiläufig erwähnt " und das Kind wird ja auch noch vermisst". Nach dem Motto : Da war ja noch was.
Auch sonst ist nicht alles wirklich logisch, auch das Ende nicht. Mit unlogisch meine ich, dass das Verhalten und die Reaktionen der Polizei und anderer Leute nicht immer nachvollziehbar sind. Aber in sich gibt es keine logischen Brüche. Nur das Ende leuchtet mir nicht ein. Aber der Krimi ist dennoch spannend wegen der Figuren und weil man wissen möchte, wer denn nun der Täter ist. Das Buch liest sich flüssig und Dialoge und Figuren gefallen mir. Das ganze ist ein Husumkrimi, könnte aber auch woanders spielen.
Als Schüler und Lehrer die Aula nach einer Ansprache verlassen wollen, sind die Türen verschlossen. Ein Schüler eröffnet das Feuer und knallt Lehrer und Mitschüler ab. Tyler greift seine Schule an und ...
Als Schüler und Lehrer die Aula nach einer Ansprache verlassen wollen, sind die Türen verschlossen. Ein Schüler eröffnet das Feuer und knallt Lehrer und Mitschüler ab. Tyler greift seine Schule an und schießt mal gezielt, mal wahllos in die Menge. Aus der Sicht von vier Jugendlichen entfaltet sich der Amoklauf, bis die letzte Kugel verschossen ist.
Anfangs fand ich das Buch eher mau. Die Figuren fand ich verwirrend und hatte durch die Schreibweise das Gefühl, einen Jugendroman in der Hand zu halten. Aber dann nahm die Geschichte an Fahrt auf, die Charaktere nahmen Gestalt an, Unklarheiten wurden bereinigt und man hielt einen erschütternden, beängstigenden Roman in den Händen, der so spannend war, dass man ihn nicht weglegen konnte. Ich begreife angesichts diesen Leids nicht, wieso die USA an ihren Waffengesetzen festhält. Die Sprache ist passend, da die Geschichte aus Sicht der Jugendlichen erzählt wird und es liest sich flüssig. Etwas irritierend fand ich die eingeschobenen Nachrichten. Die sind meiner Meinung nach unnötig.
Alles in Allem lesenswert, aber es lässt einen auch ratlos zurück, denn man kann diese Dinge nicht ändern. Und angesichts dessen, dass jemand wie Trump die Wahl gewonnen hat und somit Hass, Gewaltverherrlichung und Rachegelüste von ganz oben gefördert werden, finde ich dieses Buch besonders erschreckend.
Der Freund und Mentor von Amtsrichter Siggi Buckmann suizidiert sich. Schon bald ahnt dieser warum. Die Journalistin Robin Bukowsky bringt ihn auf die richtige Spur, denn ihr Freund und Kollege ist das ...
Der Freund und Mentor von Amtsrichter Siggi Buckmann suizidiert sich. Schon bald ahnt dieser warum. Die Journalistin Robin Bukowsky bringt ihn auf die richtige Spur, denn ihr Freund und Kollege ist das Opfer eines schweren Unfalls geworden. Die Nachforschungen der beiden werden aber von höherer Stelle unterbunden. Und die Polizei kann rausfinden, was sie will, wenn die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt, kommen die Täter davon.
Der 2. Band hat mir nicht so gut gefallen, wie der erste. Mir hat der Humor gefehlt. Das erste Buch hat mich sehr an die Achtsam Morden Bücher von Karsten Dusse erinnert und beide Autoren sind wohl auch befreundet. Dieses Buch ist jedoch bar jeden Humors. Dafür voller Klischees. Vor allem die Beziehung des Richters zu der Journalistin war sehr nervig. Das Buch ist durchaus spannend, aber grade, als ich beschlossen habe auf Band 3 zu verzichten, denn dieses Buch hat mich nicht überzeugt, endet es mit einem Cliffhanger. Naja, vielleicht gebe ich Band 3 dann doch eine Chance...
wenn die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt, kommen die Täter davon. Dies kann ich aus meinem beruflichen Alltag bestätigen. Ich habe manchmal mit Leuten zu tun, die immer wieder gewalttätig werden, gegenüber Mitbewohnern, Passanten, Pflegepersonal etc. Es werden immer wieder Anzeigen gestellt und nichts passiert, weil die Staatsanwaltschaft meint, auch der 20. Übergriff reicht noch nicht, obwohl auch einige Leute danach ins Krankenhaus mußten. Wir sind genervt, die Polizei ist genervt und manchmal wünscht man sich, dass die Täter mal ins Nachbarhaus des zuständigen Staatsanwalts ziehen. Dann würde sicher sehr schnell was passieren. Aber so heißt es ohnmächtig aushalten.
Der Präsident der USA verkündet im Jahr 2029, dass die USA sich nicht an der weltweiten Währungsreform teilnimmt, keine Dollars mehr ausgeführt werden dürfen und niemand die neuerschaffene Währung vom ...
Der Präsident der USA verkündet im Jahr 2029, dass die USA sich nicht an der weltweiten Währungsreform teilnimmt, keine Dollars mehr ausgeführt werden dürfen und niemand die neuerschaffene Währung vom Rest der Welt einführen darf. Außerdem muß jeder all seine Goldreserven abgeben. Florence Mandible versucht die Familie mit ihrem Job in der Obdachlosenunterkunft über Wasser zu halten. Ihre Schwester steht finanziell besser da. Aber auch sie und ihre Familie sind von der Krise betroffen. Auch weitere Geschwister und die Eltern verlieren alles. Alle finden bei Florence notgedrungen Asyl. Man muß zusammenrücken. Essen, Klopapier, Medikamente usw. werden erst knapp, dann gibt es sie gar nicht mehr. Wie überlebt man in dieser Welt ? Florences Sohn Willing durchschaut als 13jähriger schon, was nötig ist und leitet die Familie durch die Not und die Wirren der 30er Jahre. Wir begleiten die Familie bis in die 2050er Jahre bzw. was von der Familie übrig ist, mit Ausblicken, Rückblicken und Zukunftsperspektiven.
Dieser Dystopieroman ist anders, da wir mitten im Geschehen sind. Es gibt noch keine neue Ordnung, sondern wir sind dabei, wie die alte Ordnung ins Chaos stürzt, wie man sich an alte Werte und Normen klammert und versucht, den Alltag aufrecht zu erhalten. Dies wird immer schwieriger, da die Welt auf den Kopf gestellt zu sein scheint. Man erlebt die Enge in dem Haus und leidet mit Willing, der sein Bett nun mit dem unsympathischen Cousin teilen muß. Es gibt für niemanden mehr Privatsphäre und alles muß geteilt werden. Alte Familienkonflikte schwelen unter der Oberfläche, kommen aber nicht zum Ausbruch, da dies das fragile Zusammenleben gefährden würde. Sogar aus dem Ausland kommt noch eine Tante und die Frau des Großvaters ist dement. Was unter normalen Umständen schon schwierig ist, wird angesichts des Hungers, Wassermangels, Geldverlustes und dass nichts mehr funktioniert, zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben. Und doch geht es immer noch schlimmer.
Dies Buch ist spannend geschrieben, sehr realitätsnah und beeindruckend. Man hat das Gefühl, es sei Nachkriegszeit. Allerdings gab es keinen Krieg. Die Anpassungsfähigkeit von Menschen ist beeindruckend. Erschreckend jedoch, wie schnell unsere Normalität (Beruf, Schule, Einkaufen, Auto, medizinische Versorgung, Strom, fließend Wasser etc.) zerstört werden kann. Womit ich Schwierigkeiten hatte, war die Finanzpolitik, da ich keine Ahnung von Verschuldung, Tilgung und Wirtschaftswissenschaft habe. Dies nahm im ersten Teil des Buches viel Raum ein. Aber auch ohne die Bedeutung im Einzelnen zu verstehen (was einigen Figuren im Buch auch so geht), konnte man die Folgen deutlich nachvollziehen.
Wir lernen in diesem Roman mehrere Frauen kennen, erfahren etwas über ihr Leben, ihr Schicksal und ihre Entwicklung. Verbunden sind ihre Schicksale durch ein schlichtes Bild, das eine einfache Ecke eines ...
Wir lernen in diesem Roman mehrere Frauen kennen, erfahren etwas über ihr Leben, ihr Schicksal und ihre Entwicklung. Verbunden sind ihre Schicksale durch ein schlichtes Bild, das eine einfache Ecke eines Zimmers zeigt. Das Bild ist auf dem Cover zu sehen, sodass man es sich immer wieder angucken kann, wenn beschrieben wird, welche Wirkung es auf die verschiedenen Frauen hat oder was sie darin lesen. Wir lesen zunächst über die Malerin selbst und die Entstehung des Bildes. Habe hinten gelesen, dass es sie wirklich gegeben hat. Inwiefern die Entstehungsgeschichte authentisch ist, weiß ich nicht. Danach geht das Bild verloren und taucht wieder bei einer anderen Frau auf usw. Spannend gemacht ist, dass sich auch die Wege der Frauen manchmal kreuzen, ohne dass diese wissen, dass die andere das Bild hat. Ansonsten ist es nicht so spannend. Ich lese sonst Krimis und da ist ein Roman eher langweilig. Langweilig fand ich das Buch nicht, es war schon interessant, über die verschiedenen Lebenswege der Frauen zu lesen, aber besonders spannend war es halt auch nicht. Es ist flüssig geschrieben und die Sprache passt zur Zeit. Wer Romane liebt ist hier sicher richtig.