Eine Chance für deine Träume?
Die Blüten der TräumeIm ersten Teil der Triest-Saga „Die Blüten der Träume“, lernt man zunächst Anfang des 20. Jahrhunderts die junge Viktoria Liebenfels kennen. „Vicky“ ist das einzige Kind eines Wiener Wäschefabrikanten. ...
Im ersten Teil der Triest-Saga „Die Blüten der Träume“, lernt man zunächst Anfang des 20. Jahrhunderts die junge Viktoria Liebenfels kennen. „Vicky“ ist das einzige Kind eines Wiener Wäschefabrikanten. Vicky genießt ihre Nachmittage am liebsten mit ihrem Geliebten Rudolf von Auersperg, im Bett, und träumt von ihrer baldigen Hochzeit und dem damit verbundenen Aufstieg in der Gesellschaft.
Bevor es aber zu dem besprochenen, noch geheimen Heiratsantrag, kommen soll, möchte Vicky noch einmal den Urlaub in Triest genießen. Schon als kleines Mädchen war sie immer wieder gern mit ihren Eltern im Sommer zu Gast in der kleinen Pension Hortis. Nachdem Vicky hier den Weinbauern Fabrizio Ascoli kennenlernt, kann sie ihre Gefühle nicht so recht einordnen. Als sie dann mit ihren Eltern nach Wien zurückkehrt, erwartet sie statt des Heiratsantrages jedoch die Tatsache, dass ihre uneheliche skandalöse Beziehung zu Rudolf aufgeflogen ist und er sich zwischenzeitlich mit einer anderen verlobt hat.
Gesellschaftlich geächtet und von ihren Eltern fallen gelassen, kratzt sie ihre letzten Ersparnisse zusammen und kehrt zurück nach Triest, wo sie doch immer glücklich war. Angekommen in der Pension Hortis hofft Vicky, dass sich doch alles noch zum Guten wenden kann. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse...
Die Geschichte ist in Kapiteln unterteilt, die abwechselnd von Vicky, Fabrizio Ascoli, dessen Schwester Valeria und Melitta Braun, der Nichte des Pensionswirtes erzählt werden. Durch die wechselnden Sichtweisen kann man der Geschichte gut folgen und die handelnden Personen kennenlernen.
Nach den ersten Seiten dachte ich noch, was für ein vergnügungssüchtiges junges Mädchen Vicky ist. Doch im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich zu einer starken und mutigen Frau, die auch mal an andere denkt. Jedoch musste sie ja auch gezwungenermaßen erwachsen werden. Fabrizio ist der Mann, der immer nur das Beste für seine Familie wollte, und dabei einfach sich selbst vergessen hat. Doch mir scheint es ein wenig, als fehle es ihm an Durchsetzungsvermögen. Seine Schwester Valeria ist ihrer Zeit weit voraus und möchte doch so gern ein selbstbestimmtes Leben führen. Auf Kosten ihrer Familie? Und Melitta finde ich echt ein bisschen anstrengend. Sie ist das typische Mauerblümchen und sehr verbissen. Dabei wollte sie doch eigentlich immer nur ein besseres Leben führen, an der Seite eines Mannes, dem sie ihr Herz schenken kann, und hatte doch gehofft, dass sie eines Tages die Pension von ihrem Onkel erben würde. Doch dann kam Vicky...
Der Roman ist unterhaltsam, doch leider fehlt es der Geschichte und auch den Figuren an Tiefe!