Aktueller geht nicht
All Better NowEin neues Virus namens Crown Royal ist ausgebrochen. Wer die Krankheit übersteht, wird zu einem fröhlichen und ausgeglichenen Menschen. Klingt doch eigentlich super, oder?! Eher nicht. Denn die Sterblichkeitsrate ...
Ein neues Virus namens Crown Royal ist ausgebrochen. Wer die Krankheit übersteht, wird zu einem fröhlichen und ausgeglichenen Menschen. Klingt doch eigentlich super, oder?! Eher nicht. Denn die Sterblichkeitsrate ist gar nicht mal so gering. Und wie bei so vielem, sind die Menschen in zwei Lager gespalten...
Rón und Mariel würden sich gerne mit Crown Royal anstecken. Ihnen gefällt die Leichtigkeit der Genesenen und würden diese gerne zu ihrer Realität machen. Dass ihnen das Virus auch gefährlich werden könnte, zumal Rón einer Risikogruppe angehört, ist für sie zweitrangig. Die Freundschaft der beiden ändert sich radikal, als sich einer der beiden ansteckt und der/die andere nicht...
Im Gegensatz zu Rón und Mariel ist Dame Havilland gar kein Fan von Crown Royal. Sie lebt für Intrigen und mag es, mit ihrem mächtigen Vermögen Menschen gegeneinander auszuspielen. Sie ist kurz davor, einen Impfstoff gegen Crown Royal zu entwickeln. Bevor sie dies jedoch schafft, steckt sie sich mit dem verhassten Virus an. Sie sucht nun einen Nachfolgerin und ihr Werk zu vollenden. Denn sobald sie genesen ist, dass weiß die Dame, wird sie keinen Willen mehr haben gegen das Virus zu kämpfen.
Neal Shustermans neuester Streich könnte aktueller gar nicht sein. Vom Cover darf man sich nicht täuschen lassen. Denn „All better now“ kommt dystopisch und konsumkritisch daher. Die nicht Infizierten haben Angst um das globale Wirtschaftssystem. Denn wenn man zu den Genesenen gehört, benötigt man nichts mehr als „Luft und Liebe“. So scheint es jedenfalls im ersten Moment. Das jedoch nicht alles so rosig ist, wie es zuerst erscheint, lernen die Leserinnen jedoch ziemlich schnell. Anfangs dachte ich, dass das ziemlich schwierige Themen für ein Jugendbuch ab 14 Jahre sind. Shusterman schafft es aber diese greifbar zu verpacken und auch für ein jüngeres Publikum nahbar zu machen.