Welche Auswirkungen kann eine einzige Abweichung im Leben haben. Jonathan Noel ist über 50 Jahre alt und Wachmann vor einer Pariser Bank, er scheint einen kontinuierlichen Tagesablauf haben zu müssen, ...
Welche Auswirkungen kann eine einzige Abweichung im Leben haben. Jonathan Noel ist über 50 Jahre alt und Wachmann vor einer Pariser Bank, er scheint einen kontinuierlichen Tagesablauf haben zu müssen, bewohnt ein kleines Apartment was eigentlich gar nicht so schön ist, aber seins, sein Zuhause. Was ist an diesem heißen Freitagmorgen geschehen und auf welche Wege muss sich Jonathan begeben, Dinge tun die er sonst nicht tun würde und kann er letztendlich über sich hinauswachsen? Ein beeindruckendes Buch was zeigt das man aus Schwächen lernen kann und manches ist sichtbar, vieles verborgen. Vielen Dank.
Und in den dunklen Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. (Rilke) Unsere Seelen bei Nacht ist ein Titel der es genau trifft. In vielen kleinen Dörfchen würde so eine Geschichte ...
Und in den dunklen Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. (Rilke) Unsere Seelen bei Nacht ist ein Titel der es genau trifft. In vielen kleinen Dörfchen würde so eine Geschichte sicherlich für viel Getuschel sorgen, dabei geht das keinen etwas an. Addie macht ihrem Nachbarn Louis ein ungewöhnliches Angebot, ob er die Nächte neben ihr verbringen könnte. Sie schläft nicht gerne alleine und würde ruhiger schlafen, wenn jemand neben ihr liegt, eine ungewöhnliche Bitte. Louis denkt drüber nach und lässt sich letztendlich auf das Abenteuer ein, etwas schüchtern macht er sich im Schlafanzug auf den Weg ins Nachbarhaus. Das Aufsehen im Städtchen bleibt nicht aus, wie kann man daran Anstoß nehmen, wenn jemand seiner Einsamkeit entfliehen möchte und mit jemandem Zeit verbringen will? Die beiden lassen sich zunächst einschüchtern, die Mitmenschen denken auch es geht um eine Beziehung, nein, es gibt auch keinen Sex, nein, eben ein da sein, ein spüren, ein nicht alleine sein und warum sollen sie das nicht genießen. Lassen sie sich am Ende unterkriegen, das gilt es in diesem Buch zu entdecken, ein ungewöhnliches Experiment entsteht, vielen Dank.
So leicht ist es leider nicht, was macht man, wenn man alles verloren hat, das Leben in einen kleinen Rucksack passt und die Aussicht auf ein warmes Bett eher ein kaltes Zelt ist. Rayor und Moth haben ...
So leicht ist es leider nicht, was macht man, wenn man alles verloren hat, das Leben in einen kleinen Rucksack passt und die Aussicht auf ein warmes Bett eher ein kaltes Zelt ist. Rayor und Moth haben nichts mehr, außer sich und ein paar Habseligkeiten, auch Gesundheitlich geht es vor allem Moth sehr schlecht. Kann man zwei Menschen zumuten auf dem harten Boden zu schlafen und entbehrungsreich zu leben? Den beiden bleibt eigentlich gar nichts anderes über, sie machen sich auf den Weg, den gesamten South West Coast Path, Englands bekanntesten Küstenweg zu laufen in eine ungewisse Zukunft. Diese Herausforderung bringt beide oft an ihre Grenzen aber letztendlich entdecken sich beide ganz neu und können die Tür in eine neue Zukunft aufmachen, begleiten wir sie, vielen Dank.
Das Cover wirkt als wenn die Person schreien möchte, die Hände über den Kopf schlägt, als sei das alles nicht fassbar, die Augen verdeckt um nicht sehen zu müssen? Wird sich das in der Geschichte wiederfinden, ...
Das Cover wirkt als wenn die Person schreien möchte, die Hände über den Kopf schlägt, als sei das alles nicht fassbar, die Augen verdeckt um nicht sehen zu müssen? Wird sich das in der Geschichte wiederfinden, was kann so schlimm sein, dass jemand an Suizid denkt. Ich fand man findet etwas schwierig in das Buch, aber die Geschichte entwickelt sich wird flüssiger und tragend. Die Protagonistin hat eine krankheitsbedingt schwierige Phase wird aber von einer Psychologin und ihrer Familie aufgefangen. Eine schwierige Phase birgt auch immer ein Chance und man kann gestärkt daraus hervorgehen. Manchmal spielt das Leben ein Faul nach dem anderen, ihr Mutter ist an Krebes gestorben, ihr Vater an Demenz und sie ist auch diesen schweren Weg mitgegangen. Aber es gibt immer etwas Licht im dunklen Tunnel, hier sicherlich die gute Beziehung zu ihrer Schwester und deren Familie und sie lernt eine neue Freundin kennen, leider wehrt auch dieses Glück nur kurz. Die Protagonistin hat Nein gesagt zum Leben und der Leser durfte sie auf ihrem Weg ins Ja zum Leben begleiten, wird sie an Ende glücklich werden und genau diesen Weg finden und was haben Meeresschwimmen vor Sonnenaufgang, unfassbar großen Mengen Speiseeis, trashiger Erotikliteratur damit zu tun. Es gibt Leser die suchen in Büchern Antworten, wenn sie selber in schwierigen Situationen sind, die findet man hier nicht, sondern eine liebevolle Geschichte die zeigt das nach Dunkelheit auch wieder Sonne kommt und dass man damit nicht alleine ist. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, vielen Dank.
Das Thema Tod gilt auch in der Literatur eher als Tabuthema, doch genau damit beschäftigt sich der norwegische Schriftsteller Jon Fosse
in seinem Buch, Morgen und Abend‘. Der kleine Johannes wird als langersehnter ...
Das Thema Tod gilt auch in der Literatur eher als Tabuthema, doch genau damit beschäftigt sich der norwegische Schriftsteller Jon Fosse
in seinem Buch, Morgen und Abend‘. Der kleine Johannes wird als langersehnter Erbe in eine Fischerfamilie, die in einem typischen
norwegischen Fischerdorf lebt, hineingeboren. Er erlernt das Handwerk von seinem Vater und übernimmt schließlich, wie von der Familie gewollt, dessen Boot. Als Rentner und Witwer erwacht der alte Johannes eines Morgens und alles um ihn ist anders als sonst. Plötzlich macht ihm das Gehen keine Schwierigkeiten mehr, die Muskeln tun ihm nicht mehr weh, er ist wieder in der Lage, die Leiter zum Dachboden hochzuklettern. Auch die Landschaft und das Meer erscheinen ihm leichter. Und er trifft auf Menschen, die längst verstorben
sind, darunter sein guter Freund Peter. Sie verbringen Zeit wie früher, indem sie die Reusen heraufholen und die gefangenen Krebse am Hafen zum Kauf anbieten. Und die wenigen Kunden sind auch hier alle Menschen aus längst
vergangenen Zeiten. Doch Peters erste Andeutung „Johannes, das Meer will dich nicht mehr“, versteht Johannes noch nicht. Selbst die überraschende Anwesenheit seiner Frau lässt ihn noch nicht begreifen, was mit ihm geschehen ist. Erst als ihm seine Tochter Signe schnellen Schrittes und mit besorgtem Blick auf der Straße begegnet, ihn nicht sieht und letztendlich durch ihn hindurchläuft, beginnt er zu verstehen. Schließlich erklärt ihm Peter, dass man ihn geschickt habe, um seinem Freund rüberzuhelfen in eine andere Welt, einen Ort ohne Namen, wo man das findet, was man liebt und wo es das, was man nicht liebt, nicht gibt. Jon Fosse ist es gelungen, ein sehr tröstendes Buch über den Tod als sanfte Erfahrung zu schreiben. Schlichte Wortwahl und ein sehr eigenwilliger Erzählstil machen es zu einer nachhaltigen Leseerfahrung. Gleichzeitig erfährt man viel Interessantes über das Fischerleben von dem gewaltigen Panorama der norwegischen Küstenlandschaft.“