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Markus1708

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Veröffentlicht am 23.06.2020

Abgedreht, wirr,verrückt - aber völlig schräge, geile Unterhaltung

Die Psychothriller Parodie Trilogie / Das Geschenk der Psychothriller-Parodie
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Merlan ist ein Loser der sich unter anderem mit kleinen Telefongaunereien über Wasser hält. Eines Tages gerät er an Tabea, die im "Frisch aus dem Fett" kellnert. Er will mit einem bescheuerten Trick bei ...

Merlan ist ein Loser der sich unter anderem mit kleinen Telefongaunereien über Wasser hält. Eines Tages gerät er an Tabea, die im "Frisch aus dem Fett" kellnert. Er will mit einem bescheuerten Trick bei ihr abkassieren, doch sie durchschaut die Story und statt Bargeld bekommt er eine Ladung Schrotkugeln in die Brust. Der Beginn einer wunderbaren Beziehung. Oder nicht? Denn die Zeitebenen in diesem Buch wechseln häufiger als manche Menschen die Unterwäsche in der Woche, und man muss sich schon auf die Geschichte einlassen und bis zum Ende durchhalten, damit man das alles aufgedröselt bekommt. Doch wer das tut, der wird belohnt! Denn bei all dem Irrsinn, Wirrnissen, abgedrehten Erlebnissen und anfangs verrückt erscheinenden Ereignissen, entdeckt man eine ziemlich geniale Parodie und Verarsche des Psychothriller-genres. Das mag nur marginal an Sebastian F. aus Berlin erinnern, ist aber so witzig, abgedreht und gut unterhaltend, dass es eine wahre Freude ist. Meine Meinung: Wer die Filme von Zucker Abrahams, Zucker aus den 80ern mag, wird hier blendend unterhalten. Für mich sehr gerne fünf von fünf Sternen!

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Ein Verbrechen, ein Verdächtiger mit Amnesie und die Frage: Wer war es?

Flüsternde Erinnerungen
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Es beginnt mit einem Ausflug: 2017 brechen Jojo und seine Freunde zu einer Wanderung in den Harz auf – doch nur er wird von diesem Ausflug zurückkehren. Sieben Jahre später, die Eltern haben sich getrennt, ...

Es beginnt mit einem Ausflug: 2017 brechen Jojo und seine Freunde zu einer Wanderung in den Harz auf – doch nur er wird von diesem Ausflug zurückkehren. Sieben Jahre später, die Eltern haben sich getrennt, hat er sich aus seiner alten Heimat Braunschweig zurückgezogen, lebt als Physiotherapeut in Hamburg. Als ihn auf seinem Handy ein Notruf seines Vaters erreicht, kehrt er nicht nur nach Braunschweig zurück, sondern auch in den Harz. Denn er leidet unter einer Amnesie, kann sich an nichts mehr erinnern, möchte aber nicht nur sich selbst beweisen, dass er nichts mit dem Verbrechen von damals zu tun. Als weitere Wanderer im Harz verschwinden, spitzt sich die Lage nicht nur für Jojo zu. Was ist damals geschehen und wie hängt es mit den aktuellen Ereignissen zusammen? Kommen die Erinnerungen anfangs nur bruchstückhaft zurück, deckt Jojo mit der Zeit eine unheimliche Geschichte auf, die nicht nur sein Leben beeinflusst hat und weiterhin beeinflusst…

Meine Meinung: Der Einstieg ist ein wenig zäh, hat man diesen aber überwunden (also spätestens, wenn die Geschichte sich in Braunschweig weiterentwickelt), erwartet einen eine sehr düstere und spannende Geschichte die einen stark in ihren Bann zieht. Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Für mich vier von fünf Sterne, einen ziehe ich für den zähen Anfang ab.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Spannender Sci-Fi-Thriller vom Sci-Fi-Spezialisten - leider etwas kurz geraten

Lieferdienst
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Arkadi ist ein Bringer in Neu-Berlin, auch Beezwee genannt. Das alte Berlin ist in einer Katastrophe untergangen und noch nicht wieder aufgebaut worden. Bis dahin gibt es Neu-Berlin, eigentlich mal als ...

Arkadi ist ein Bringer in Neu-Berlin, auch Beezwee genannt. Das alte Berlin ist in einer Katastrophe untergangen und noch nicht wieder aufgebaut worden. Bis dahin gibt es Neu-Berlin, eigentlich mal als Provisorium geplant. In diesem Neu-Berlin gibt es eine Handvoll Kurierdienste, die jedwede Art von Bestellungen ihrer Kunden zuerst in 3D-Druckern herstellen und diese dann durch Drohnen oder Bringer ausliefern lassen. Aktuell herrscht Hochbetrieb, denn es gibt eine neue Gamestation und die wollen alle haben. Dabei gilt: Wer zuerst beim Kunden ist, darf liefern – die übrigen haben das nachsehen und können ihre zu viel gedruckte Ware verschrotten. In dieser hektischen Phase bittet ein Kollege Arkadi, für ihn eine Auslieferung zu übernehmen – eine Ehrensache für ihn, zumal der Kollege in Bringer-Kreisen für seine unerreichten Leistungen verehrt wird. Doch kurze Zeit später ist der Kollege vor Arkadis Augen getötet worden und auch die weiteren Ereignisse sind ähnlich dramatisch. Es gibt mysteriöse Lieferungen, geheime Aufträge und weitere lebensbedrohliche Ereignisse. Schafft es Arkadi, all das zu überstehen? Bringt er die letzte und alles entscheidende Lieferung ans Ziel..?
Meine Meinung: Ein rasant geschriebenes und schnell zu lesendes Buch! Hillenbrand schafft erneut eine Zukunftswelt die in sich stimmig und extrem spannend ist. Das Jahr ist nicht genau beziffert, aber es ist auf jeden Fall in einer fernen Zukunft, denn es gibt nicht nur 3D-Drucker die alle erdenklichen Mittel des täglichen Bedarf ausdrucken können, sondern auch Hoverboards auf denen die Bringer die Waren ausliefern – all das ist faszinierend beschrieben und sehr gut zu lesen. Die Story ist spannend und interessant. Der Einzige Haken: Das Buch hat (auf meinem Tolino) nur 197 Seiten – da hätte man sich mehr gewünscht und die Story hätte auch mehr hergegeben. Daher nur vier von fünf Sterne aber eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Bitterböse Satire über eine Familie die nur im Unglück glücklich ist...

Aus dem Haus
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Da ist dieses Haus. Ein Elternhaus, ein Unglückshaus, ein Klotz am Bein das andauernd irgendwelche Schäden hat und das die Eltern am liebsten so schnell wie möglich verlassen möchten. Da sind diese Eltern, ...

Da ist dieses Haus. Ein Elternhaus, ein Unglückshaus, ein Klotz am Bein das andauernd irgendwelche Schäden hat und das die Eltern am liebsten so schnell wie möglich verlassen möchten. Da sind diese Eltern, die aus beruflichen Gründen nach Kassel gezogen sind, und nicht so wirklich warm werden am neuen Ort … und dann auch noch in diesem HAUS. Da ist die Tochter, die als Ich-Erzählerin die Ereignisse schildert, längst schon flügge und aus dem Haus ausgezogen. Sie blickt zurück auf eine Zeit, in der ihre Eltern seltsam geworden sind: Die Mutter sieht alles in schwarz, der Vater sieht am liebsten gar nichts. Sie telefoniert täglich mit den Eltern, lässt sich die Lage vor Ort schildern. Als das Haus dann endlich verkauft ist, drängt dann plötzlich die Zeit, es auch zu verlassen. Und die Tochter erkennt, dass es eigentlich gar nicht um das Haus und den bevorstehenden Umzug geht.

Meine Meinung: Mit einer Mischung aus Spott und Ironie, gesprenkelt mit Zynismus und einem sehr klaren Blick auf die Situation ihrer Eltern, seziert die Ich-Erzählerin das vermeintliche Unglück dass das Haus über die Familie gebracht haben soll. Dabei verschont sie sich selbst ebenfalls nicht, ist sie doch in einem Umfeld aus Destruktivität und Negativität aufgewachsen. Beim lesen habe ich mehr als einmal geschmunzelt, aber auch Mitleid empfunden, über eine Familie die sich selbst gefangen hat in einer Negativspirale. Das ist größtenteils sehr unterhaltsam zu lesen, lässt einen aber auch verwirrt und irritiert zurück. Möchte man so leben? Hätte es Wege aus dem Negativen gegeben? In Summe vergebe ich daher gute vier von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Start eines neuen Ermittlerduos: es geht um Wölfe und deren Beschützer und Hasser

Wölfe von Potsdam
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Paula Osterholz arbeitet als Polizistin in Cottbus, hat eine heimliche Affäre mit einem Kollegen. Als dieser erschossen wird, zieht es sie zurück in ihre alte Heimat Potsdam. Dort wird sie Partnerin von ...

Paula Osterholz arbeitet als Polizistin in Cottbus, hat eine heimliche Affäre mit einem Kollegen. Als dieser erschossen wird, zieht es sie zurück in ihre alte Heimat Potsdam. Dort wird sie Partnerin von Henry Wullitzer, der ebenfalls Verluste erlitten hat und darüber zum Sonderling geworden ist. Anfangs scheint die Chemie so gar nicht zu stimmen, doch der erste Fall bringt die beiden nach und nach zueinander: In einem Wald ist der abgetrennte Kopf eines Wolfs gefunden worden, kurz danach beginnt eine rätselhafte Mordserie. Gehen hier Wolfsschützer und -hasser aufeinander los? Oder gibt es unbekannte, private Verstrickungen? Sind es überhaupt zusammenhängende Fälle? Die Rätsel vor denen Osterholz und Wullitzer stehen, scheinen anfangs kein Ende zu nehmen. Aber als Team schaffen sie es dann doch, die Nebel zu lichten und die Mordserie zu beenden.
Meine Meinung: Der Autor schreibt unter einem anderen Namen bereits eine Krimiserie die auf Kreta spielt und die ich geradezu verschlungen habe. Umso gespannter war ich, hier nun den Start einer neuen Serie miterleben zu können. Und mein Fazit: Der erste Band hat noch Luft nach oben, das Buch war mitunter etwas verwirrend, nicht alles war 100 % schlüssig. Aber das neue Ermittlerduo Osterholz und Wullitzer bieten auf jeden Fall Stoff für viele weitere Bücher mit nicht nur spannenden Fällen, sondern auch zur Entwicklung der Protagonisten. Ich freue mich schon auf den zweiten Band der neuen Reihe und vergeben vier von fünf Sterne.

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