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Veröffentlicht am 01.12.2017

Lebendig, authentisch und voller Gefühl!

The Goal – Jetzt oder nie
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Sabrina James ist ehrgeizig und zielstrebig. Sie stammt aus sehr einfachen Verhältnissen, von Mutter und Vater früh verlassen, lebt sie heute im Haus ihrer Großmutter und ihres Stiefvaters, der sie immer ...

Sabrina James ist ehrgeizig und zielstrebig. Sie stammt aus sehr einfachen Verhältnissen, von Mutter und Vater früh verlassen, lebt sie heute im Haus ihrer Großmutter und ihres Stiefvaters, der sie immer wieder belästigt. Doch Sabrina gibt nicht auf. Sie will Anwältin werden und möchte in Harvard studieren.
Während die Collegestudenten und Eishockeyspieler der Briar in einer Bar feiern, lernt Sabrina Tucker kennen. Zunächst möchte sie nur einen One-Night-Stand, doch Tucker sieht das anders. Er mag Sabrina von Anfang an und wirbt um ihre Zuneigung. Doch Sabrina hat keine Zeit für romantische Gefühle und hält Tucker auf Abstand. Bis sie feststellt, dass sie schwanger ist.

Aus der Off-Campus-Reihe entstammt dieser vierte und letzte Teil der Reihe, der vollkommen unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann. Autorin Elle Kennedy schafft es noch einmal spielerisch, ihren beiden Protagonisten Sabrina und Tucker Leben einzuhauchen und sie in einem ganz besonderen Licht erscheinen zu lassen.

Wie bereits erwähnt, dreht sich hier alles um Sabrina und Tucker, die noch Single sind.
Sabrina ist eine recht zynische, aber freundliche Person. Obwohl sie aus keinem guten Haus stammt, hat sie sehr wohl Manieren gelernt und erkannt, dass sie um ihre Zukunft kämpfen muss. Deshalb wirkt sie manchmal kalt und abweisend, dabei ist sie fokussiert und konzentriert. Sie arbeitet bei zwei Jobs und lernt für Harvard.
John Tucker ist ebenfalls sympathisch und herzlich. Er weiß vom ersten Moment an, dass er Sabrina will. Aber er erkennt auch, dass er ihr Zeit geben muss, denn Sabrina ist es nicht gewohnt, geliebt zu werden. Er ist vermutlich der geduldigste und verständnisvollste Mann der ganzen Welt, denn er ist der absolut passende Partner an Sabrinas Seite.

Die Geschichte beginnt mit dem One-Night-Stand, ehe es langsam zu einer Freundschaft und schließlich zu einer komplizierten Beziehung heranwächst. Dabei fällt es sehr leicht, sich auf die Erzählung einzulassen, denn Autorin Elle Kennedy verwendet dabei eine moderne und authentische Sprache. Sie bringt durch ihre Worte genau das richtige Maß an Dramatik und Erotik, aber auch Romantik auf das Papier, was für die großen Gefühle in der Erzählung sorgt.

Lebendig, authentisch und voller Gefühl!

Mein persönliches Fazit:
Jetzt bin ich schon ein wenig traurig, denn diese Reihe neigt sich dem Ende. Sabrina und Tucker sind dabei ein unglaublich liebenswertes Paar, das mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat. Ich habe mich schnell in Sabrinas Welt zu Hause gefühlt und mit ihr mitgelitten. Sie hat das Herz am rechten Fleck und möchte für Tucker niemals zur Last werden. Darüber hinaus vergisst sie sich selbst. Doch Tucker ist ein großartiger Partner, der genau weiß, was Sabrina braucht und bedingungslos an ihrer Seite steht.

Mich hat die Atmosphäre, aber auch die packende Handlung, die mich gemeinsam mit den beiden Charakteren durch die vielen Höhen und Tiefen geführt hat, bewegt und mitgerissen. Deshalb kann ich das Buch gerne weiterempfehlen und allen nur raten, auch die ersten drei Bände der Reihe zu verschlingen.

Veröffentlicht am 29.11.2017

Eine rundum gelungene Fortsetzung!

Der letzte erste Kuss
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Elle und Luke sind beste Freunde, seit sie sich vor zwei Jahren auf dem College kennengelernt haben. Damals haben sie sich geschworen, niemals mit dem anderen ins Bett zu gehen um diese Freundschaft nicht ...

Elle und Luke sind beste Freunde, seit sie sich vor zwei Jahren auf dem College kennengelernt haben. Damals haben sie sich geschworen, niemals mit dem anderen ins Bett zu gehen um diese Freundschaft nicht zu zerstören.
Als Elle nun zu ihren Eltern fahren muss, will Luke sie unterstützen und gibt sich dafür als ihr Freund aus. Plötzlich liegt doch etwas wie Romantik in der Luft. Doch macht es Sinn, für ein paar kleine Momente eine Freundschaft zu zerstören?

Bianca Iosivoni beschreibt mit dem zweiten Teil ihrer Firsts-Reihe „Der letzte erste Kuss“ das große Liebesdrama um Elle und Luke. Wer den ersten Band nicht kennen sollte, darf hier dennoch gerne einsteigen, denn das Buch beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung und kann für sich alleine gestellt gelesen werden.

Elle und Luke bilden das Paar, welches abwechselnd aus der jeweiligen Perspektive die Erlebnisse hautnah beschreiben. Sie sind beide jung, sympathisch und aufgeschlossen. Sie gehen gerne auf Partys, lieben Sex und sind in einer großen Clique unterwegs. Luke und Elle sind außerdem beste Freunde. Wenn es Elle schlecht geht, sucht sie bei Luke Rat. Wenn es Luke nicht so gut geht, sucht er Elles Nähe. Sie verstehen sich blind. Deshalb sind beide auch sehr vorsichtig, keiner möchte die Freundschaft wegen einer Affäre aufs Spiel setzen. Doch was passiert, wenn es mehr Gefühle sind?

Die Handlung ist strukturiert, chronologisch und nachvollziehbar gestaltet worden. In einem sehr angenehmen Tempo beschreibt die Autorin die Kulisse, die Charaktere und nimmt dann immer mehr Fahrt auf, so dass der Leser sich entspannt zurücklehnen und genießen kann. Sie erzählt harmonisch von der Freundschaft und bringt das Dilemma hervorragend zur Geltung, weshalb es einfach ist, sich auf die Problematik einzulassen.

Auch die Szenenbilder sind passend aufeinander abgestimmt. Die Ausdrucksweise, die Dialoge und die Vorgänge werden absolut realistisch und liebenswert dargestellt. Es bereitet Freude, sich auf die Erlebnisse einzulassen und die Romanze zwischen den beiden Protagonisten mitzuerleben.

Eine rundum gelungene Fortsetzung, die die Freude nach mehr weckt!

Mein persönliches Fazit:
Dieses Buch ist einfach ein Page-Turner. Elle und Luke haben mich vom ersten Moment an um den kleinen Finger gewickelt und ich konnte einfach nicht mehr aufhören, zu lesen. Die Erzählung ist so aufregend, leidenschaftlich und fesselnd, dass ich einfach immer mehr erfahren musste. Deshalb kann ich das Buch auch ohne Bedenken weiterempfehlen, denn es ist ein absolutes Muss für alle Fans von romantischen New-Adult-Romanen.

Veröffentlicht am 17.11.2017

Dieser Thriller überzeugt...

Böses Herz
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Die junge Witwe Honor erlebt einen Alptraum, aus dem es kaum ein Erwachen zu geben scheint.

Als ihre 4-jährige Tochter Emily einen Mann im Garten ausmacht, möchte Honor dem Fremden helfen, doch dann wird ...

Die junge Witwe Honor erlebt einen Alptraum, aus dem es kaum ein Erwachen zu geben scheint.

Als ihre 4-jährige Tochter Emily einen Mann im Garten ausmacht, möchte Honor dem Fremden helfen, doch dann wird sie von einer gezückten Waffe überrascht. Der Fremde nimmt Honor und Emily als Geiseln und durchsucht ihr Haus. Sie erfährt, dass der Mann für den Tod von sieben Menschen verantwortlich sein soll. Über Stunden lebt die junge Frau zwischen Hoffen und Bangen. Bis sie die wahren Motive des Fremden erfährt und plötzlich steht nicht nur ihr Leben auf dem Kopf.

"Böses Herz" beinhaltet Spannung von der ersten bis zur letzen Seite.
Auf über 500 Seiten entführt Autorin Sandra Brown ihre Leser in eine rasante und turbulente Geschichte, die fesselt und zum Weiterlesen verführt.

Honor und Emily stehen zunächst im Mittelpunkt der Geschehnisse, denn ihr Schicksal bewegt und bringt die nötige Dramatik in die Erzählung. Doch schon nach etwa 150 Seiten wendet es sich und der fremde Mann, der Honor in Angst und Schrecken versetzt hat, zeigt sein wahres Gesicht. Er ist ebenfalls eine feste Größe und zusammen mit Honor bildet er ein interessantes Duo, das überzeugt und den Leser perfekt unterhält.

Nichts ist so, wie es zu Beginn scheint.
Die Schriftstellerin zeigt in diesem Werk, wie wunderbar sie es versteht, den Leser zu manipulieren und auf falsche Fährten zu locken. Die Antwort auf die große Frage nach dem Bösewicht, der im Hintergrund die Strippen zieht, zeigt sich erst zum Schluss. Dadurch bleibt immer offen, wer Freund und wer Feind ist.

Mit verständlichen Worten erzeugt Sandra Brown einen spannenden Thriller. Schon nach den ersten Seiten wird deutlich, mit wie viel Herzblut sie die Charaktere zum Leben erweckt und der Handlung den benötigten Schwung vermittelt. Die Charaktere sind bildlich und lebendig beschrieben. Ihre Emotionen und Gedanken werden herrlich in die Geschichte integriert und bilden einen idealen Kontrast zu der sonst sehr brutalen Handlung. Die Ausdrucksweise der Protagonisten ist authentisch und bietet einen glaubhaften Eindruck der Erlebnisse.

Fazit: Der Thriller "Böses Herz" beinhaltet alles, was einen überzeugenden Roman ausmacht, Spannung, Dramatik und Gefühl. Zusätzlich wird der Leser regelmäßig aufs Glatteis geführt, was für einen zusätzlichen Reiz sorgt. Die Charaktere sind farbenfroh und voller Hingabe beschrieben, die Handlung ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Der Spannungsbogen hält sich bis zum Schluss und der Leser fiebert mit Honor und Coburn mit.

Veröffentlicht am 17.11.2017

Die richtige Dosis Romantik

Das Haus in der Löwengasse
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Pauline Schmitz hat schon einiges erlebt, doch auf das, was sie in Köln erwartet, war sie nicht vorbereitet. Nachdem sie Bonn überstürzt verlassen musste, tritt sie nun in Köln eine Stelle als Magd im ...

Pauline Schmitz hat schon einiges erlebt, doch auf das, was sie in Köln erwartet, war sie nicht vorbereitet. Nachdem sie Bonn überstürzt verlassen musste, tritt sie nun in Köln eine Stelle als Magd im Hause Stein an. Dabei hat sie eine gute Ausbildung genossen und würde gerne als Gouvernante tätig sein. Doch dazu hat sie einfach zu viel Angst, denn ihr letzter Arbeitgeber ist Pauline zudringlich geworden und sie musste sich seinem Willen beugen.

Der smarte Wittwer Julius Reuther lebt sehr zurückgezogen. Einzig sein Diener Jakob scheint einen Weg gefunden zu haben, mit seinem Herrn sprechen zu können. Julius Kinder, Ricarda und Peter, leiden sehr unter dem wortkargen Mann, der sich nur um seine Fabrik kümmert und den Haushalt völlig vernachlässigt. Als Julius im Hause Stein der jungen Pauline über den Weg läuft, ist es jedoch um ihn geschehen. Er holt Erkundigungen über die junge Frau ein und schafft es mit einer List, sie zu seiner Gouvernante zu machen und damit in das Haus in der Löwengasse zu holen.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten schafft es Pauline mit den Kindern und dem Haushalt von der Familie Reuther zu Recht zu kommen. Doch schon nach kurzer Zeit drohen neue Probleme. Die Fabrik von Julius Reuther steht vor dem finanziellen Ruin. Nur die Heirat mit der Tochter des Hauses Oppenheims und die damit verbundene Mitgift scheinen diese aussichtslose Situation abwenden zu können. Doch Julius Herz schlägt schon längst für Pauline. Kann es ein Entkommen aus dieser Misere geben und finden die beiden Liebenden doch noch zusammen?

Meine Meinung:
Mit dem inzwischen zehnten Roman der Autorin Petra Schier ist ihr wieder ein wundervolles Werk geglückt. Die Zeilen lesen sich ganz leicht und schon nach wenigen Seiten möchte der Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit einer sehr sympathischen Hauptprotagonistin, die sich erst noch ihren Ängsten aus der Vergangenheit stellen muss, ist es der Autorin gelungen, von Beginn an eine sehr spannende und zugleich romantische Geschichte zu kreieren. Auch der Familienvater Julius Reuther macht einen sehr bildlichen Eindruck. Sein Charakter ist ein wenig dunkler, denn auch er muss noch mit einigen Dingen aus seinem früherem Leben abschließen, ehe er sich auf etwas Neues einlassen kann.

Der Handlungsstrang ist sehr ausgeprägt und real geschildert. Von Beginn bis zum Schluss sind die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar und menschlich beschrieben. Das Cover zum Buch gibt einen schönen Einblick auf den Eingang zum Haus in der Löwengasse, das als eigentlichen Handlungsort auserkoren wurde.

Mein Fazit:
In diesem Buch ist einfach alles vorhanden, was ein guter Roman braucht. Historische Zeiten, große Schicksale und die richtige Dosis Romantik. Große Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 17.11.2017

Historie vom Feinsten

Die Stadt der Heiligen
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Aachen, anno 1412: Der Geselle Klas liegt erschlagen im Dom. Verdächtigt wird sein Meister, der Reliquienhändler Reinold Markwardt. Dessen Frau Marysa glaubt an eine Verschwörung. Unterstützt von dem Mönch ...

Aachen, anno 1412: Der Geselle Klas liegt erschlagen im Dom. Verdächtigt wird sein Meister, der Reliquienhändler Reinold Markwardt. Dessen Frau Marysa glaubt an eine Verschwörung. Unterstützt von dem Mönch Christopherus stößt sie bei ihren Nachforschungen auf einen Handel mit gefälschten Reliquien. Doch ihre Feinde sind mächtig: Marysa wir der Ketzerei angeklagt und soll auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Und die Zeit arbeitet gegen Christopherus …
Im Vordergrund der Geschichte geht es um den Mönch Christopherus, der sich verpflichtet fühlt, dem Wunsch seines besten Freundes Aldo Folge zu leisten und sich um seine Schwester Marysa zu kümmern. Als Christopherus in Aachen aufschlägt, muss er allerdings feststellen, dass Marysa bereits verheiratet ist und es ihr auch an nichts zu mangeln scheint. Erst nach und nach erfährt man, wie sehr sich Marysas Leben seit ihrer Hochzeit vor einem Jahr mit dem Reliqiuenhändler Reinold verändert hat. Durch ihre Mutter Jolánda erfährt man immer zu, wie Marysa früher war und das lässt den Leser tief blicken.

Zu Beginn steht Marysa Christopherus eher skeptisch gegenüber. Zum einen scheint er nicht der zu sein, der er vorgibt zu sein, zum anderen hat sie Angst, Gefühle für ihn zu hegen, die sie nicht hegen sollte. Sie ist verheiratet und er ist ein Mönch. Allerdings kommen die beiden sich nach und nach doch etwas näher und als Christopherus ihr hilft, ihr Leben zu retten, kann sie seine Freundschaft nicht mehr leugnen.

Meine Meinung:
Das Buch ist wunderbar bildlich und einfühlsam beschrieben. Die Autorin Petra Schier legt viel Ausdruck in die Beschreibungen der damaligen Verhältnisse und Charaktere. Durch eine realistische und zeitgetreue Schilderung der Ereignisse fühlt man sich in die Zeit um 1412 zurück versetzt. Nach nur wenigen Seiten ist man bereits in dem Buch gefangen und leidet mit Marysa und Christopherus mit. Und durch eine nur kurze Einleitung ist man schnell im Geschehen und die Spannung wird von Beginn bis zum Schluss gehalten.

Mein Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich weiß jetzt schon, dass ich mir die Fortsetzung (Der gläserne Schrein) schnellstens zulegen werde, da mich das Buch vollkommen überzeugt hat.
Ich kann es jedem, der sich für historische Romane interessiert nur empfehlen und bin wirklich glücklich, die Möglichkeit gehabt zu haben, dieses Werk zu lesen.
5 Sterne. Absolut verdient.