Öde
Das PolarlichtcaféJule und ihre Vater leben im thüringischen Sömmerda und stellen nach dem Tod der Oma fest, dass der längst verstorbene Opa vor der Heirat ein völlig anderes Leben geführt haben muss. Es gibt auch eine ...
Jule und ihre Vater leben im thüringischen Sömmerda und stellen nach dem Tod der Oma fest, dass der längst verstorbene Opa vor der Heirat ein völlig anderes Leben geführt haben muss. Es gibt auch eine Stasi-Akte über ihn und er reiste in der DDR-Zeit mit den Hurtigruten. Jule reist die Strecke gemäß seinen Aufzeichnungen nach.
Was eigentlich toll sein könnte, ist unglaublich öde verfasst. Dabei gar nicht so sehr von der Schreibe her sondern von der Art des Konzepts her. Der Roman ist in zwei Zeitebenen aufgeteilt: 2024 (Jule) und 1961 (Janne in Nordnorwegen). Jannes Part ist interessant, aber auch mit Redundanzen durch die Briefe, die sie einer Freundin schreibt. Jules Handlung bietet mehrfache, inhaltliche Wiederholungen. Sie schreibt sich mit Freunden, mit ihrem Vater und sie zieht einen Vlog auf, auf dem sie über ihre Reise berichtet. Dabei entsteht die Wiederholung der Wiederholung, so dass die Erzählung(en) Jules total langweilig werden und nerven. Da hätte das Lektorat eingreifen müssen, das ist so weder gut zu lesen noch stellt sich ein flüssiges Lesen ein. Ich will so viele Wiederholungen nicht!
Und bin vom Aufbau Verlag deutlich Besseres gewohnt. Bitte wieder auf die anspruchsvollere Ebene zurückkehren!