Profilbild von Verynia

Verynia

Lesejury Profi
offline

Verynia ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Verynia über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2024

Willkommen in der Weidenwelt

The Hollow Places
0

In diesem Buch geht es um Kara, eine junge Grafikdesignerin, die sich gerade hat scheiden lassen. Anstatt wieder zu ihren Eltern ziehen zu müssen, bietet ihr Onkel Earl ihr an, bei ihm in seinem Wundermuseum ...

In diesem Buch geht es um Kara, eine junge Grafikdesignerin, die sich gerade hat scheiden lassen. Anstatt wieder zu ihren Eltern ziehen zu müssen, bietet ihr Onkel Earl ihr an, bei ihm in seinem Wundermuseum unterzukommen.
Dort wimmelt es vor Kuriositäten und Tierpräparaten. Kara hilft ihrem Onkel im Geschäft und übernimmt dieses vorübergehend, als Earl operiert werden muss.

An einem Tag befindet sich in einem Ausstellungsraum plötzlich ein Loch in der Wand, wohlmöglich von einem Touristen verursacht. Kara bittet den benachbarten Barista Simon darum, ihr bei der Reparatur zu helfen. Die beiden entdecken dabei aber, dass sich hinter dem Loch ein Betongang befindet, der dort gar nicht sein kann. Dem wollen sie auf den Grund gehen und befinden sich schon bald in einer anderen Welt. Diese besteht aus Betonbunkern, die auf Inseln in einem Fluss liegen, und vieler Weidenbäume. Schnell merken die beiden, dass sie in dieser fremden Parallelwelt nicht alleine sind. Und dessen Bewohner scheinen nicht besonders wohlgesonnen zu sein. Nur was können sie tun, da sie den Ausgang in ihre eigene Welt nicht mehr finden?

Hier handelt es sich um eine Horrorgeschichte. Es gibt durchaus einige Stellen, die dem Genre gerecht werden und für einige Lesende eventuell eine Lesepause nötig machen könnten. Eine Triggerwarnung gibt es nicht, ist meiner Meinung nach aber auch nicht notwendig.

Meines Wissens nach ist dies das erste Buch in dem Genre für die Autorin. Dafür war es nicht schlecht. Leider gibt es aber trotzdem Dinge, die stören.
Obwohl der Schreibstil wirklich richtig gut und flüssig ist und auch die Protagonisten einfach herrlich sind, gibt es viele Stellen, die ich mehrfach lesen musste, weil ich dem geschriebenen nicht folgen konnte. Beschreibungen scheinen manchmal sehr abstrakt, Szenen wechseln schneller, als sie sollten und das Verhalten der Protas erscheint mir leider oft unlogisch (z.B. in einem Moment total in Panik und aufgewühlt, doch im nächsten Satz steht, dass sie jetzt schlafen geht und scheinbar auch wirklich schlafen kann).

Auch das Ende ist meines Erachtens nicht besonders gut gelöst. Es gibt keine faktische Erklärung der Geschehnisse, nur Theorien darüber, wie und was das alles sein kann. Ein Buch in solchen Genres darf sich Fakten "ausdenken" und die werden dann als solches in die Geschichte (logisch) eingebaut. Das ist leider nicht der Fall und man bleibt als Leser*in am Ende doch irgendwie ratlos zurück.

3 Sterne für das wunderschöne Cover, den guten Schreibstil und die tollen Charaktere - mehr ist da leider nicht drin.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 01.07.2019

Gute, aber leider unausgeschöpfte Story!

Tiefes Grab
0

Einleitung:

"Tiefes Grab" von Nathan Ripley erzählt uns vn Martin Reese und seinem geheimen Hobby. Dieses Hobby ist ungewöhnlich und außer ihm übt es wohl keiner aus. Martin gräbt die Skelette der Frauen ...

Einleitung:

"Tiefes Grab" von Nathan Ripley erzählt uns vn Martin Reese und seinem geheimen Hobby. Dieses Hobby ist ungewöhnlich und außer ihm übt es wohl keiner aus. Martin gräbt die Skelette der Frauen aus, die Serienkillern zum Opfer gefallen sind. Die Polizei hatte sich um die armen Mädchen nach Abschluss der Ermittlungen nicht mehr annehmen können, weshalb Martin es sich zur Aufgabe machte, den Angehörigen wenigstens Gewissheit zu bringen. Nach jedem Fund meldet er dies anonym der Polizei, welche den Familien dann die Nchricht überbringen können. Doch Martin hat nicht bedacht, dass er dabei nicht nur den Familien hilft - er pfuscht nämlich mit seinen Grabungen dem Täter mächtig ins Handwerk. Das bekommt Martin bald zu spüren. So beginnt eine zeit mich noch mehr Geheimnissen für Martin, denn seine Familie soll in keinsten Umständen von seinem Hobby erfahren...

Meine Meinung:
Cover: Das Cover ist super! Hätte ich das Buch so in einem Buchladen gesehen, hätte es mich sofort angesprochen und ich hätte es, nach dem Lesen des Klappentextes, gekauft. Die Schaufel fasst den Inhalt der Geschichte gut ein.
Spannungsbogen: Das Buch fängt mit spannend an. Ein Mädchen wird in eine dunkle Gasse gelockt und bekommt eine mysteriöse Flüssigkeit injiziert. Kurz darauf kommt es zur Erzählung über martins Hobby - das Ausgraben von Frauenskeletten, die Serienmördern zum Opfer gefallen sind. Der Leser begleitet Martin in seinem Alltag und auch zu einer weiteren Grabung. Ist ist sehr spannend zu lesen, wie Martin vorgeht und wie er es schafft, die ganze Sache vor seiner Frau und seiner Tochter geheim zu halten. Dann kommt eine weitere Figur ins Spiel - ein geheimnisvoller Mann, der Martin beobachtet, ihn reinlegt und genau weiß, wie er mit ihm umzugehen hat. Er fängt Martin ab und schon nimmt der Albtraum seinen Lauf. Denkt man zumindest. Ab der Mitte des zweiten Abschnittes wird die Story leider immer weniger gut und der Spannungsbogen sinkt ab. Er steigt leider bis zum Ende nicht mehr an.
Geschichte: Die Story ist wirklich gut und hat eine Menge potenzial. Man fragt sich, ob so ein aufwenidges Hobby auch wirklich geheim beiben kann, vor den Menschen, mit denen man tagtäglich zu tun hat. Man kann sich gut in die Geschichte einfinden . Nur wurde sie leider nicht gut genug umgesetzt.
Figuren: Martin wirkt anfangs wie ein guter Familienvater. Er spürt es, wenn der Haussegen schief hängt und versucht wenigstens, ihn wieder zu richten. Abgesehen von seinem Geheimnis scheint er offen mit seiner Frau und seiner Tochter umzugehen. Seine Frau Ellen wirkt anfangs auch sehr nett. Doch wendet sich das Blatt recht schnell bei ihr. Man erfährt. dass sie eine Boutique eröffnen möchte, erzählt aber Martin erst davon, als sie beinahe eröffnet wird und sie Geld braucht. Außerdem arbeitet sie mit Gary, einem Mitarbeiter der Technik-Firma, die Martin aufgebaut hat, zusammen. Martin und Gary verstehen sich nicht sonderlich gut. Genauer gesagt kann Martin Gary nicht leiden. Er ist aber auch für mich als Leser nicht in einem einzigen Moment sympatisch gewesen. Martins Tochter Kylie hingegen fand ich durchgängig gut. Sie ist mein Lieblingscharakter in der Geschichte. Sie ist ein junges, schlagfertiges Mädchen. Sie macht keine Probleme, hat ein gutes Verhältnis zum Vater und ein etwas angespanntes zur Mutter. Trotzdem verstehen sich die beiden gut.
Schreibstil: Der Schreibstil an sich ist gut gelungen. Man kann sich gut in die Figuren, Örtlichkeiten und Gefühle einfinden. Die Kapitel sind entweder in der Erzähler-Perspektive (z.B. bei den Polizisten) oder in der Ich-Perspektive (bei Martin) geschrieben. Der Wechsel war am Anfang etwas seltsam, aber man kommt schnell damit zurecht. Ich mag es, wenn man auch Einblicke in die Sicht des Mörders oder generell die Sicht des "Bösen" lesen kann. Dies ist auch in einigen Kapiteln der Fall.
Lesespaß: Wie zuvor schon geschrieben war das Buch zu Beginn echt spannend. Jedoch bin ich ab dem zweiten Abschnitt immer wieder müde beim Lesen geworden, was gerade bei einem Thriller aber nicht passieren sollte! Wirklich schade.

Fazit:
Die Story ist gut, nur nicht gut genug umgesetzt. Es wirkt so, als hätte der Autor beim Schreiben nach und nach aufgegeben und wollte es mehr oder weniger "endlich zu Ende bringen". Das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen! Leider nur mittelmäßig gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren