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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2025

Sollte man gelesen haben

James
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"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn und dem Sklaven Jim aus der Sicht des Sklaven, der sich im Laufe des Romans den Namen "James" gibt. Die Flucht, die Misshandlungen der Sklaven, das Verstecken, ...

"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn und dem Sklaven Jim aus der Sicht des Sklaven, der sich im Laufe des Romans den Namen "James" gibt. Die Flucht, die Misshandlungen der Sklaven, das Verstecken, alles das sieht aus der Sicht von Jim ganz anders aus.

Ein tolles Cover, im Hintergrund ein Farmhaus mit Bäumen, im Vordergrund die Silhouette eines im wahrsten Sinne des Wortes "Schwarzen", unten sieht man Menschen auf einem Floß. Schlicht und trotzdem aussagekräftig.

Eine tolle Idee von Percival Everett, hier einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und aus der Sicht des Sklaven Jim zu schreiben. Mark Twains Huckleberry Finn habe ich als Kind gelesen und hatte ein Hörspiel dazu, beides hat mich damals schon sehr beeindruckt. Percival Everett schreibt sehr bildhaft und lebhaft, man sieht das Geschehen direkt vor sich und taucht in die Geschichte ein. Für mich das bisher beeindruckendste Buch der letzten Zeit, das jeder gelesen haben sollte. Von mir eine klare Leseempfehlung für "James"! In nächster Zeit werde ich mir auf jeden Fall nochmal Mark Twains "Vorlage" vornehmen, um den direkten Vergleich zu haben.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Aus dem "Grinch" wird eine Weihnachtsliebhaberin

Christmas Cake und Glitzerschnee
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Jenny muss beruflich nach Edinburgh, um für ihr Münchner Labor ein Gerät kennenzulernen. Da auch ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, in Edinburgh lebt, schaut sich Jenny das Haus an und wird ...

Jenny muss beruflich nach Edinburgh, um für ihr Münchner Labor ein Gerät kennenzulernen. Da auch ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, in Edinburgh lebt, schaut sich Jenny das Haus an und wird erkannt und reingebeten. Dabei lernt sie ihren "Stief-Cousin" kennen und er wettet mit ihr, aus ihr eine Weihnachtsliebhaberin zu machen und Jenny auf diesem Wege Edinburgh zu zeigen. Dabei kommt es, wie es kommen muss....

Auf dem E-Book-Reader nicht so gut erkennbar, hat das "echte" Cover ein stimmungsvolles Weihnachtscover mit einer schneebedeckten schottischen Straße, einem Paar im Schneegestöber und viel Glitzer und Sternen. Das passt sehr gut zum Buch und lädt Weihnachtsfans zum Zugreifen ein.

Ursi Breitenbach gelingt es, einen sofort in die Atmosphäre Edinburghs eintauchen zu lassen und das weihnachtliche Setting romantisch, aber nicht kitschig zu beschreiben. Das Buch macht große Lust auf Edinburgh und auf Weihnachten generell. Die Idee mit der "Weihnachtswette" finde ich gut und auch wenn die Lovestory vorhersehbar ist, macht das Lesen Spaß. Außerdem finde ich es sehr erholsam, in diesem Buch kein großes Drama mit Mißverständnissen und/oder kurzzeitiger Trennung vorzufinden, obwohl Spannungen eingebaut sind. Deshalb kann ich das Buch empfehlen und hoffe auf weitere Bücher fürs nächste Weihnachtsfest.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Tolles Setting, starke Charaktere

Winterzauber in Athen
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Jen ist eigentlich im Weihnachtschaos mit ihrer Agentur "Jeden Tag Weihnachten". Trotzdem will sie mit ihrem Freund nach Paris und ist entsprechend enttäuscht, als er Paris wegen eines Arbeitsnotfalls ...

Jen ist eigentlich im Weihnachtschaos mit ihrer Agentur "Jeden Tag Weihnachten". Trotzdem will sie mit ihrem Freund nach Paris und ist entsprechend enttäuscht, als er Paris wegen eines Arbeitsnotfalls absagen muss. Deshalb lässt sich Jen von ihren Freunden überreden, ihn auf seiner Geschäftsreise in Athen zu überraschen und fliegt mit ihrer Freundin Bonnie nach Athen. Dort stellt sie fest, dass David sie belogen hat und gar nicht in Athen ist! Da es keinen Flug nach London gibt, lässt sich Jen auf Athen ein, was vor allem auch mit dem Griechen Astro zu tun hat. So nehmen die Dinge ihren Lauf.

Ein wunderschönes, weihnachtliches Glitzer-Cover für "Winterzauber in Athen"! Eine silberne Glitzerschrift, silberne Schneeflocken, goldene Sterne lassen das Buch auch haptisch zu etwas Besonderem werden. Eine Dämmerung in tollen Farben, griechische Säulen und ein Paar, das sich unter einem Regenschirm küsst. Alles sehr stimmig und einladend.

Kein Winter ohne ein "Winterzauber"-Buch von Mandy Baggot, das gehört für mich mittlerweile dazu. Ich musste schmunzeln, als ich las, dass das Buch in Athen spielt, führt uns der Urlaub in diesem Jahr doch genau dorthin. Deshalb vielen Dank für die Tipps, auch wenn wir nicht im Winter dort sein werden. Ich mag Mandy Baggots Schreibstil, auch dieses Mal war ich direkt in der Geschichte drin und konnte mir die Protagonisten und das Setting sehr gut vorstellen. Natürlich ist schnell absehbar, wie es ungefähr mit Jen und Astro enden wird, aber wer will bei solchen Büchern kein Happy-End? Über die Namen wie Astro, Achilles und Plato musste ich sehr lachen, heißen die Griechen tatsächlich so? Vielleicht werde ich das noch herausfinden... Auf jeden Fall ein unterhaltsames Buch und ein interessantes, ganz anderes "Ziel". Deshalb bin ich schon sehr gespannt, wohin uns die Autorin im nächsten Winter entführen wird.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Friends-Reunion an Weihnachten

Schneeflockenträume
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Libby will mit ihrem Freund Max "nur mal kurz" einen Abstecher zu ihren Studienfreunden machen und mit ihnen zu Abend essen. Bis ein Schneesturm alle Abreisepläne zunichte macht und Libby & Max gezwungen ...

Libby will mit ihrem Freund Max "nur mal kurz" einen Abstecher zu ihren Studienfreunden machen und mit ihnen zu Abend essen. Bis ein Schneesturm alle Abreisepläne zunichte macht und Libby & Max gezwungen sind, auch dort zu übernachten. Aufgrund des Wetters stürzen Strommasten um und eine Abreise ist nicht möglich. Ohne Strom und Wasser sitzen alle fest und die Dinge nehmen ihren Lauf.

"Schneeeflockenträume" hat ein wunderschönes Cover. Man sieht die verschneite Landschaft, glitzernde Schneeflocken laden zum Anfassen ein, sehr stimmungsvoll und gut zum Buch passend.

Kein Weihnachten ohne ein Karen-Swan-Buch! Ich liebe diese Glitzercovers, sie sind so schön weihnachtlich. Auch wenn Weihnachten in diesem Buch nur eine Randerscheinung ist und das eigentliche Thema, was Coco vor vielen Jahren passiert ist, das Buch dominiert. Deshalb hat der Buchinhalt deutlich mehr Tiefgang, als ich erwartet hätte. Ich bin positiv überrascht, auch wenn es nicht immer leicht war, darüber zu lesen. Ich mag Karen Swans Schreibstil, man ist sofort in der Geschichte drin, kann sich alle Charaktere gut vorstellen und fühlt mit. Außerdem will man unbedingt wissen, wie es weitergeht, das macht für mich ein gutes Buch aus. Deshalb eine klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Wer hat Angst vorm lebendigen Adventskalender?

Das Kalendermädchen
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Alma hat nur die Chance zu überleben, wenn sie einen Stammzellenspender findet. Leider hat ihre Adoptionsakte den Vermerk, dass die Daten nicht herausgegeben werden dürfen, weil Lebensgefahr für Almas ...

Alma hat nur die Chance zu überleben, wenn sie einen Stammzellenspender findet. Leider hat ihre Adoptionsakte den Vermerk, dass die Daten nicht herausgegeben werden dürfen, weil Lebensgefahr für Almas Mutter besteht. Und so erfährt Olivia, Almas Adoptivmutter, von der Legende des Kalendermädchens und tut alles, um Almas Mutter trotzdem aufzuspüren.

Die Limited-Edition-Variante des "Kalendermädchens" hat den Wischeffekt auf dem Cover und erhöht so noch die Spannung auf das Buch. Eine interessante und passende Idee!

Sebastian Fitzek gelingt es auch in seinem neuesten Buch, die Spannung konstant aufrecht zu erhalten und seine Leser dazu zu bringen, weiterlesen zu wollen. Er springt in den Kapiteln durch die verschiedenen Zeitebenen, aber das ist am Kapitelanfang angekündigt und man kann sich darauf einstellen. Ich mag auch die recht kurzen Kapitel, da ich so sagen kann: "Nur noch ein Kapitel, dauert nicht lange!" Ich war auch auf seiner Arena-Tour, kannte dadurch ein paar Ausschnitte, diese waren jedoch gut genug gewählt, um mir trotzdem den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen. Das einzige, was ich Sebastian Fitzek jetzt "vorhalten" muss: Ich werde mich nie trauen, eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen! Denn wer weiß, welche Leute man sich da ins Haus holt... Ich freue mich jetzt schon aufs nächste Buch von Fitzek!

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