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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2025

Grausam

Die Hölle war der Preis
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Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt ...

Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt und verhaftet. Ein jahrelanges Märtyrium beginnt, das kaum auszuhalten ist. Wird Peasy gebrochen?

Mein Buch hat ein anderes Cover, darauf sieht man die schmale, hochaufgerichtete Silhouettte einer Frau in einer Art Lichtschacht - dem Stehknast? Wenn man die Geschichte gelesen hat, versteht man den Sinn, es passt sehr gut.

Hera Lind hat "Die Hölle war der Preis" als Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. Eigentlich wollte ich diese Tatsachenromane nicht lesen, weil mir da der von mir so geschätzte Hera-Lind-Humor fehlt, aber dieser Klappentext hat mich nicht losgelassen. Hera Lind kann definitiv gut schreiben und auch diese Tatsachengeschichte ist ihr gut gelungen. Ich habe permanent den Kopf geschüttelt und war entsetzt über diese Brutalität und Graumsamkeit, die ich mir so nur bei den KZs der Nazis vorgestellt habe. Das solche Dinge vor gar nicht allzu langer Zeit in unserer "Nachbarschaft" vorgekommen sind, macht mich unfassbar traurig und wütend. Wenn auch nur ein Bruchteil dieser Härte so stattgefunden hat, ist es ein Wunder, dass überhaupt jemand diese Zeit überleben konnte. Chapeau vor allen Menschen, die diese Hölle überlebt haben und anschließend in der Lage waren, ein "normales" Leben zu führen. Mögen solche Verbrechen an der Menschlichkeit nie wieder vorkommen!!!

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Sollte man gelesen haben

James
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"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn und dem Sklaven Jim aus der Sicht des Sklaven, der sich im Laufe des Romans den Namen "James" gibt. Die Flucht, die Misshandlungen der Sklaven, das Verstecken, ...

"James" erzählt die Geschichte von Huckleberry Finn und dem Sklaven Jim aus der Sicht des Sklaven, der sich im Laufe des Romans den Namen "James" gibt. Die Flucht, die Misshandlungen der Sklaven, das Verstecken, alles das sieht aus der Sicht von Jim ganz anders aus.

Ein tolles Cover, im Hintergrund ein Farmhaus mit Bäumen, im Vordergrund die Silhouette eines im wahrsten Sinne des Wortes "Schwarzen", unten sieht man Menschen auf einem Floß. Schlicht und trotzdem aussagekräftig.

Eine tolle Idee von Percival Everett, hier einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und aus der Sicht des Sklaven Jim zu schreiben. Mark Twains Huckleberry Finn habe ich als Kind gelesen und hatte ein Hörspiel dazu, beides hat mich damals schon sehr beeindruckt. Percival Everett schreibt sehr bildhaft und lebhaft, man sieht das Geschehen direkt vor sich und taucht in die Geschichte ein. Für mich das bisher beeindruckendste Buch der letzten Zeit, das jeder gelesen haben sollte. Von mir eine klare Leseempfehlung für "James"! In nächster Zeit werde ich mir auf jeden Fall nochmal Mark Twains "Vorlage" vornehmen, um den direkten Vergleich zu haben.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Aus dem "Grinch" wird eine Weihnachtsliebhaberin

Christmas Cake und Glitzerschnee
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Jenny muss beruflich nach Edinburgh, um für ihr Münchner Labor ein Gerät kennenzulernen. Da auch ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, in Edinburgh lebt, schaut sich Jenny das Haus an und wird ...

Jenny muss beruflich nach Edinburgh, um für ihr Münchner Labor ein Gerät kennenzulernen. Da auch ihre Großmutter, die sie nie kennengelernt hat, in Edinburgh lebt, schaut sich Jenny das Haus an und wird erkannt und reingebeten. Dabei lernt sie ihren "Stief-Cousin" kennen und er wettet mit ihr, aus ihr eine Weihnachtsliebhaberin zu machen und Jenny auf diesem Wege Edinburgh zu zeigen. Dabei kommt es, wie es kommen muss....

Auf dem E-Book-Reader nicht so gut erkennbar, hat das "echte" Cover ein stimmungsvolles Weihnachtscover mit einer schneebedeckten schottischen Straße, einem Paar im Schneegestöber und viel Glitzer und Sternen. Das passt sehr gut zum Buch und lädt Weihnachtsfans zum Zugreifen ein.

Ursi Breitenbach gelingt es, einen sofort in die Atmosphäre Edinburghs eintauchen zu lassen und das weihnachtliche Setting romantisch, aber nicht kitschig zu beschreiben. Das Buch macht große Lust auf Edinburgh und auf Weihnachten generell. Die Idee mit der "Weihnachtswette" finde ich gut und auch wenn die Lovestory vorhersehbar ist, macht das Lesen Spaß. Außerdem finde ich es sehr erholsam, in diesem Buch kein großes Drama mit Mißverständnissen und/oder kurzzeitiger Trennung vorzufinden, obwohl Spannungen eingebaut sind. Deshalb kann ich das Buch empfehlen und hoffe auf weitere Bücher fürs nächste Weihnachtsfest.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Tolles Setting, starke Charaktere

Winterzauber in Athen
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Jen ist eigentlich im Weihnachtschaos mit ihrer Agentur "Jeden Tag Weihnachten". Trotzdem will sie mit ihrem Freund nach Paris und ist entsprechend enttäuscht, als er Paris wegen eines Arbeitsnotfalls ...

Jen ist eigentlich im Weihnachtschaos mit ihrer Agentur "Jeden Tag Weihnachten". Trotzdem will sie mit ihrem Freund nach Paris und ist entsprechend enttäuscht, als er Paris wegen eines Arbeitsnotfalls absagen muss. Deshalb lässt sich Jen von ihren Freunden überreden, ihn auf seiner Geschäftsreise in Athen zu überraschen und fliegt mit ihrer Freundin Bonnie nach Athen. Dort stellt sie fest, dass David sie belogen hat und gar nicht in Athen ist! Da es keinen Flug nach London gibt, lässt sich Jen auf Athen ein, was vor allem auch mit dem Griechen Astro zu tun hat. So nehmen die Dinge ihren Lauf.

Ein wunderschönes, weihnachtliches Glitzer-Cover für "Winterzauber in Athen"! Eine silberne Glitzerschrift, silberne Schneeflocken, goldene Sterne lassen das Buch auch haptisch zu etwas Besonderem werden. Eine Dämmerung in tollen Farben, griechische Säulen und ein Paar, das sich unter einem Regenschirm küsst. Alles sehr stimmig und einladend.

Kein Winter ohne ein "Winterzauber"-Buch von Mandy Baggot, das gehört für mich mittlerweile dazu. Ich musste schmunzeln, als ich las, dass das Buch in Athen spielt, führt uns der Urlaub in diesem Jahr doch genau dorthin. Deshalb vielen Dank für die Tipps, auch wenn wir nicht im Winter dort sein werden. Ich mag Mandy Baggots Schreibstil, auch dieses Mal war ich direkt in der Geschichte drin und konnte mir die Protagonisten und das Setting sehr gut vorstellen. Natürlich ist schnell absehbar, wie es ungefähr mit Jen und Astro enden wird, aber wer will bei solchen Büchern kein Happy-End? Über die Namen wie Astro, Achilles und Plato musste ich sehr lachen, heißen die Griechen tatsächlich so? Vielleicht werde ich das noch herausfinden... Auf jeden Fall ein unterhaltsames Buch und ein interessantes, ganz anderes "Ziel". Deshalb bin ich schon sehr gespannt, wohin uns die Autorin im nächsten Winter entführen wird.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Friends-Reunion an Weihnachten

Schneeflockenträume
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Libby will mit ihrem Freund Max "nur mal kurz" einen Abstecher zu ihren Studienfreunden machen und mit ihnen zu Abend essen. Bis ein Schneesturm alle Abreisepläne zunichte macht und Libby & Max gezwungen ...

Libby will mit ihrem Freund Max "nur mal kurz" einen Abstecher zu ihren Studienfreunden machen und mit ihnen zu Abend essen. Bis ein Schneesturm alle Abreisepläne zunichte macht und Libby & Max gezwungen sind, auch dort zu übernachten. Aufgrund des Wetters stürzen Strommasten um und eine Abreise ist nicht möglich. Ohne Strom und Wasser sitzen alle fest und die Dinge nehmen ihren Lauf.

"Schneeeflockenträume" hat ein wunderschönes Cover. Man sieht die verschneite Landschaft, glitzernde Schneeflocken laden zum Anfassen ein, sehr stimmungsvoll und gut zum Buch passend.

Kein Weihnachten ohne ein Karen-Swan-Buch! Ich liebe diese Glitzercovers, sie sind so schön weihnachtlich. Auch wenn Weihnachten in diesem Buch nur eine Randerscheinung ist und das eigentliche Thema, was Coco vor vielen Jahren passiert ist, das Buch dominiert. Deshalb hat der Buchinhalt deutlich mehr Tiefgang, als ich erwartet hätte. Ich bin positiv überrascht, auch wenn es nicht immer leicht war, darüber zu lesen. Ich mag Karen Swans Schreibstil, man ist sofort in der Geschichte drin, kann sich alle Charaktere gut vorstellen und fühlt mit. Außerdem will man unbedingt wissen, wie es weitergeht, das macht für mich ein gutes Buch aus. Deshalb eine klare Leseempfehlung von mir!

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