Grausam
Die Hölle war der PreisGisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt ...
Gisa, genannte Peasy, gibt in der DDR alles, um Tänzerin zu werden. Dieser Traum wird ihr genommen, so dass sie irgendwann mit ihrem Mann Ed in die BRD flüchten will. An der Grenze werden sie entdeckt und verhaftet. Ein jahrelanges Märtyrium beginnt, das kaum auszuhalten ist. Wird Peasy gebrochen?
Mein Buch hat ein anderes Cover, darauf sieht man die schmale, hochaufgerichtete Silhouettte einer Frau in einer Art Lichtschacht - dem Stehknast? Wenn man die Geschichte gelesen hat, versteht man den Sinn, es passt sehr gut.
Hera Lind hat "Die Hölle war der Preis" als Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben. Eigentlich wollte ich diese Tatsachenromane nicht lesen, weil mir da der von mir so geschätzte Hera-Lind-Humor fehlt, aber dieser Klappentext hat mich nicht losgelassen. Hera Lind kann definitiv gut schreiben und auch diese Tatsachengeschichte ist ihr gut gelungen. Ich habe permanent den Kopf geschüttelt und war entsetzt über diese Brutalität und Graumsamkeit, die ich mir so nur bei den KZs der Nazis vorgestellt habe. Das solche Dinge vor gar nicht allzu langer Zeit in unserer "Nachbarschaft" vorgekommen sind, macht mich unfassbar traurig und wütend. Wenn auch nur ein Bruchteil dieser Härte so stattgefunden hat, ist es ein Wunder, dass überhaupt jemand diese Zeit überleben konnte. Chapeau vor allen Menschen, die diese Hölle überlebt haben und anschließend in der Lage waren, ein "normales" Leben zu führen. Mögen solche Verbrechen an der Menschlichkeit nie wieder vorkommen!!!