Oberflächlich
Die Farbe von SchneeflockenDie 16-jährige Letitia arbeitet nebenbei in einer Kinderklinik, wo sie für die Kinder da ist. Es ist also kein medizinischer Job, sondern eher ein sozialer. Aber genau das macht sie gerne. Als es jedoch ...
Die 16-jährige Letitia arbeitet nebenbei in einer Kinderklinik, wo sie für die Kinder da ist. Es ist also kein medizinischer Job, sondern eher ein sozialer. Aber genau das macht sie gerne. Als es jedoch auf Weihnachten zugeht, kommen auch neue Aufgaben auf sie zu, auf die sie gar keine Lust hat. Denn sie hasst Weihnachten und das ganze Drumherum. Dennoch überwindet sie sich für die Kinder. Außerdem bekommt sie Hilfe von Matteo, der seit neuestem auch dort aushilft.
Matteo ist aber nicht einfach so dort, sondern aus einem Grund. Ihr erstes Aufeinandertreffen wirkte eher erzwungen amüsant. Während Letti eher Grinch-Vibes versprüht, ist Matteo der totale Weihnachtsfan. Daher ist es kein Wunder, dass er immer wieder versucht, auch bei Letti die Weihnachtsstimmung zu heben. Bei den ganzen Besorgungen lernen sie sich näher kennen. Leider fand ich die Schlagabtäusche ziemlich lahm und die Sprüche von Letti sowieso sehr erzwungen. Aber die beiden finden sich interessant und so ist es kein Wunder, dass sie sich näherkommen. Dennoch fand ich die Beziehung und auch die Charaktere ziemlich oberflächlich. Die Dramen zwischen den beiden waren total überzogen und unnötig. Besonders genervt haben mich hier die fehlenden Gespräche und das Verheimlichen von Dingen. Dazu fand ich Letti viel zu übertrieben in ihren Handlungen. Ich bin da einfach nicht mit ihr warm geworden. Vielleicht war sie mir auch einfach zu jung. Aber auch Matteo lernt nicht aus seinen Fehlern, das hätte man sich ja denken können, dass ihm das nochmal vor die Füße fällt.
In ihrem Alter gibt es natürlich öfter mal Konflikte mit den Eltern. Da sie jedoch aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen kommen, sind es auch ganz andere Konflikte. Die von Letti sind aber schon sehr typische Teenie-Probleme. Die von Matteo haben es schon mehr in sich, aber ich denke, dass sowas trotzdem öfter vorkommt als man denkt. Diese Konflikte wurden mir am Ende aber etwas zu einfach und kitschig gelöst. Als hätte die Autorin unbedingt noch ein perfektes Ende haben wollen.
Das Thema rund um die Kinderklinik fand ich zwar interessant, ist mir persönlich aber viel zu kurz gekommen. Ich hätte gerne tiefere Einblicke in die Schicksale der Kinder bekommen und auch generell mehr von dem Stationsalltag dort. Stattdessen ging es eigentlich nur um den Weihnachtsbaum, das Schmücken und die Geschenke für die Kinder, was ja süß ist, aber eben auf Dauer etwas langweilig. Dennoch kommt man mit dieser Geschichte sicher gut in Weihnachtsstimmung und denkt darüber nach, dass viele Konflikte in der Familie einfach beseitigt werden können, wenn man einmal offen darüber redet.
Fazit:
Leider fand ich die Story und die Charaktere recht oberflächlich und fast schon langweilig. Ich bin mit Letti und Matteo nicht wirklich warm geworden, weil ich ihrer beider Handlungsweisen oft nicht nachvollziehen konnte. Es wirkte entweder übertrieben oder zu gewollt. So auch ihre Dialoge. Insgesamt war es ganz nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht. Denn auch die Story plätscherte eher vor sich hin und wenn etwas passierte, dann wurde es direkt übertrieben.
2.5/5 Sterne