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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2025

Cooles Worldbuildung, der Rest hinkt

If We Were Gods
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Zu "If we were gods" von Lara Große lässt sich auf jeden Fall eins sagen: Die Buchgestaltung ist ein absolutes Highlight, aber worauf es mir bei Büchern viel mehr ankommt ist der Inhalt, also los geht's.
Zunächst ...

Zu "If we were gods" von Lara Große lässt sich auf jeden Fall eins sagen: Die Buchgestaltung ist ein absolutes Highlight, aber worauf es mir bei Büchern viel mehr ankommt ist der Inhalt, also los geht's.
Zunächst einmal wir haben hier einen Titel der als Dark Akademia vermarktet wird und ich würde mitgehen, dass das passt. Es gibt ein alterwürdiges Gebäude, eine mysteriöse Society, Charaktere, die morally grey sind und so einiges mehr. Meine letzten Erfahrungen waren da er so meh, deshalb ein Pluspunkt. Das Worldbuilding insbesondere das Magiesystem mit den Zirkeln und den Realitätsebenen hat mir sehr gut gefallen.
Jetzt kommen wir allerdings schon zu den Dingen, die ich ich nicht gelungen fand. Unsere Protagonisten sind quasi an einer Universität und Anfang zwanzig. Für mich las sich das ganze allerdings eher wie ein Jugendroman und hätte auch an einem Schulinternat spielen können. Das Verhalten und die Charaktere fand ich einfach nicht passend umgesetzt. Außerdem sind die Beziehungen, freundschaftliche sowie Liebes-, für mich einfach nicht nachvollziehbar gewesen in ihrer Entwicklung. In einem Moment kannten sie sich kaum und die Sympathien füreinander waren auch nicht ersichtlich und ein paar Seiten später war dann, ohne das irgendetwas passierte, "best friends forever" oder die große Liebe. Was mich störte war auch der Umgang mit Klischees und Diversität. Einerseits kam es mir vor als wäre Diversity-Bingo gespielt worden und man hätte versucht möglichst unterschiedliche Lebensrealitäten einzubauen. Auf der anderen Seite wurde das ganze dann aber mit Klischees (bei Nasir nahm das gefühlt kein Ende mehr) in eine so unangenehme Richtung geschoben, das man es auch hätte bleiben lassen können.
Von mir insgesamt eher keine Leseempfehlung, weil es einfach zu viele Kritikpunkte gab.

!Spoilerwarnung!
Und als letztes: Warum musste die einzige Schwarze der Gruppe an allem Schuld sein und sterben. Hat für mich ein gewisses Geschmäckle.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Leider ein paar Schwächen

Not your Darling
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Auf "Not your Darling" von Katherine Blake bin ich durch eine Bloggerin aufmerksam geworden. Nach dem Lesen der Leseprobe, entschied ich mich das Hörbuch zu hören und erhoffte mir eine unterhaltsame Geschichte ...

Auf "Not your Darling" von Katherine Blake bin ich durch eine Bloggerin aufmerksam geworden. Nach dem Lesen der Leseprobe, entschied ich mich das Hörbuch zu hören und erhoffte mir eine unterhaltsame Geschichte mit glamourösen Hollywood-Setting der 50er-Jahre und einer guten Portion female rage. Gefallen hat mir das unsere Protagonistin Loretta als Visagistin tätig ist und nicht wie so oft Schauspielerin, das hat dem ganzen einen anderen Touch gegeben. Nach einem turbulenten Start und der Erkenntnis das hinter der frechen Fassade von Loretta noch mehr steckt, war der Anfang des Buches der Teil der mich am meisten Begeistern konnte. Danach blieb die Story leider hinter ihrem Potential zurück. Sei es das manche Szenen einfach sehr abprupt endet oder Handlungsstränge erst nach etwas zu langer Zeit fortgesetzt wurden und es zäh wurde. Auch die erwartete female rage kam mir einfach zu kurz, so dass "Not your Darling" für mich nur ein nettes Hörbuch für zwischendurch bleibt.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Weiß ich jetzt auch nicht so

Burning Crown
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Ich war sehr gespannt auf "Burning Crown" von Marie Niehoff, zumal ich seit ich lesen kann Bücher mit Drachen einfach mag und für Romantasy eigentlich immer zu haben bin. Da kommen wir auch schon zu meinem ...

Ich war sehr gespannt auf "Burning Crown" von Marie Niehoff, zumal ich seit ich lesen kann Bücher mit Drachen einfach mag und für Romantasy eigentlich immer zu haben bin. Da kommen wir auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt. Das Marketing für das Buch kam bei mir so an wie: "Das nächste große Fantasy-Drachen-Buch nach "Fourthwing" mit Romance!!!" und das ist halt schon eine Ansage. Wenn man dann allerdings ein Buch liest, wo das Romance eher groß und Fantasy klein geschrieben wird, kann ich verstehen warum Leser*innen enttäuscht sind. Wo wir auch direkt mit Punkt 2 weitermachen können, die Liebesgeschichte. Die Handlung des Buchs läuft, wenn ich nicht irgendwas falsch verstanden habe, innerhalb von einer Woche ab, und dafür kam bei mir einfach überhaupt nicht rüber, warum sich wie und vorallem so schnell, Gefühle zwischen unseren Protagonisten entwickeln. Und dieser Teil des Plots stand halt sogar im Vordergrund. Ich habe noch ein bisschen die Hoffnung, dass sich in Band 2 das Potential entfaltet, aber der Start war schwierig. Und für fast 450 Seiten hatte ich am Ende auch nicht das Gefühl, dass schon viel passiert wäre oder wir gut in die Welt eingeführt worden sind.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Leider sind wir nicht miteinander warm geworden

Bury Our Bones in the Midnight Soil
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"Bury our bones in the midnight soil" von V.E. Schwab schafft es für mich leider nur auf 2,5. Die Idee eines sapphic Vampirromanes habe ich geliebt, die Umsetzung hat für mich leider nicht so ganz funktioniert. ...

"Bury our bones in the midnight soil" von V.E. Schwab schafft es für mich leider nur auf 2,5. Die Idee eines sapphic Vampirromanes habe ich geliebt, die Umsetzung hat für mich leider nicht so ganz funktioniert. Wie auch schon bei Addie LaRue hatte ich Probleme mit dem poetischen und atmosphärischen Schreibstil und dem Pacing der Autorin. Für mich war es für fast 700 Seiten zu wenig Handlung, und ich mein mir ist schon bewusst, dass viel passiert ist. Zumal wir ja drei Frauen über mehrere Jahrhunderte begleiten. Mich konnte es, aber oftmals einfach nicht fesseln, weil mir teils die Charaktere egal waren oder ich einfach nicht verstanden habe, worauf es jetzt hinauslaufen soll, ob da noch was kommt. Gut fand ich, wie verschiedene Klischees über Vampire aufgegriffen wurden, und wie die Autorin, die Leserinnen durch die frisch verwandelten Vampirinnen an das Thema heranführte. Und ein paar Stellen habe ich mir tatsächlich markiert, wo es hauptsächlich darum ging, was es bedeutet als Flinta* im Patriarchat zu leben. Für mich war das jetzt erstmal das letzte Buch der Autorin. Dennoch würde ich das Buch definitiv Personen empfehlen, die Addie LaRue gern gelesen haben. Und an dieser Stelle, wer es lesen möchte, weil ihr euch eine luftig leichte wohlfühl sapphic Vampirromance erhofft, Finger weg, die Beziehungen sind vorallem toxisch, tragisch und schmerzhaft.

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Veröffentlicht am 14.01.2024

Tolle Geschichte, aber das Ende ...

A Breath of Winter
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In „A Breath Of Winter “ von Carina Schnell begleiten wir die junge Hexe Smilla dabei wie sie sich auf der Suche nach dem Mörder ihrer Familie einer Söldnergruppe, genannt die „Wilde Jagd“ anschließt. ...

In „A Breath Of Winter “ von Carina Schnell begleiten wir die junge Hexe Smilla dabei wie sie sich auf der Suche nach dem Mörder ihrer Familie einer Söldnergruppe, genannt die „Wilde Jagd“ anschließt. Wer hier einen Fantasyroman erwartet, bekommt eine Romantasy in einer nordisch angehauchten Winterlandschaft.

Dies war mein zweites Buch der Autorin und nachdem ich in „When The Storm Comes“ überhaupt nicht mit dem Schreibstil und der Charaktergestaltung klargekommen bin (ich habe mich zwischenzeitlich gefragt, ob das Buch von verschiedenen Personen geschrieben wurde), hat mir dies in „A Breath Of Winter “ tatsächlich gut gefallen. Auch die Erzählweise aus verschiedenen Sichten fand ich gut. Vom Worldbuilding hatte ich mir etwas mehr erwartet, gerade auch in Bezug auf die nordische Mythologie. In meinen Augen lag der Fokus der Handlung zu sehr auf der „Wilden Jagd“ und von der Welt drum herum bekam man eher wenig mit. Falls sich an dieser Stelle jemand fragt: Scheint soweit alles gut zu sein, warum dann nur zwei Sterne? Im Laufe der Handlung kristallisieren sich Dinge heraus, die in meinen Augen unverzeihlich sind und die Lösung des Konflikts fand ich überhaupt gar nicht gelungen. Ich frage mich zwar in wie weit dies im zweiten Band aufgearbeitet wird, den ersten Band hat es für mich aber nicht aufgewertet. Zudem muss ich sagen habe ich mir die ganze Zeit gedacht, dass kann doch jetzt nicht wirklich so sein, da muss doch noch ein Plotttwist kommen, das wäre doch zu offensichtlich, aber nein.

Insgesamt würde ich das Buch also nicht weiterempfehlen, vielleicht ändert sich meine Meinung nach dem zweiten Band nochmal. Allerdings bin ich mir aktuell nicht sicher, ob ich diesen noch lesen möchte.

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