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Veröffentlicht am 23.02.2025

gestern - heute - morgen, aber immer Liebe

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Annas Podcast über starke Frauen und besonders Bücherfrauen, ist ein absoluter Erfolg. Zusammen mit ihrer Verlegerin plant sie ein Buch über Fenja Lorenzen zu schreiben; über deren Mut, ihr Leben auf Sylt ...

Annas Podcast über starke Frauen und besonders Bücherfrauen, ist ein absoluter Erfolg. Zusammen mit ihrer Verlegerin plant sie ein Buch über Fenja Lorenzen zu schreiben; über deren Mut, ihr Leben auf Sylt und ihre persönlichen Verwicklungen. Voller Vorfreude macht Anna sich auf den Weg nach Sylt. Ihre Reise wird anders als erwartet, denn Fenja trägt ein Geheimnis auf der Seele und schafft es, Annas Leben gleich mit zu verwirbeln.

Das Cover zeigt den Leuchtturm von Sylt. Mit seiner ruhigen, beständigen Art, vermittelt er seit Jahrzehnten Sicherheit und ein Licht im Dunkeln und Heimat im Hellen. Umringt ist er von malerischen Dünen und natürlich Möwen. Die vorherrschenden Wolken und das dadurch gebrochene Licht künden von einem neuen Tag, neuer Hoffnung und einem erwartungsvollen Leben. Ich liebe dieses Cover, da es meine Seele berührt und mich zum Träumen verleitet.

Ich habe mich in Gabriella Engelmanns Schreibstil verliebt. Sie schreibt lebendig, mitreißend und einfach schön! Sie ließ die wunderschöne Nordseeinsel Sylt bildlich vor meinem inneren Auge entstehen und es gelang mir sofort, mich in die Dünen zu versetzen. Ich roch die Schafe, ließ mir den rauen Nordseewind um die Nase wehen und ja, auch von den Bewohnern der Insel verzaubern.
Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart ist der Autorin wunderbar gelungen. Ich kann nicht sagen, welcher Erzählteil mir besser gefallen, oder mich mehr gefesselt hat. Beide Zeitstränge hatten ihren Zauber, ihre Spannung, ihr Leben, Lieben und Lachen. Aber auch ihre dunklen Seiten, die mich berührt haben.

Immer wieder gelang es Gabriella Engelmann, mich für ihre Protagonisten zu begeistern! Ganz besonders nah ging mir natürlich Lene. Ich durfte erleben, wie sie ihre Träume lebte, aber auch, wie sie zerplatzten. Dies schilderte die Autorin gefühlvoll, so dass ich mich stets an Lenes Seite wähnte.
Aber auch im hier und jetzt, fühlte ich mich den Charakteren nah. Ich war sehr dankbar, Anna auf ihrer Buchreise begleiten zu können und mit ihr die Vergangenheit und die daraus resultierende Gegenwart zu erforschen.

Das Buch ist zwar locker und leicht geschrieben und hat doch einen tiefgehenden Kern, der mich berührt hat. Eine Sommerlektüre, die mir im Gedächtnis bleibt. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 16.02.2025

faszinierend und lesenswert

Ghost Station
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Nach dem Tod eines Team-Mitglieds wird der Crew um Captain Severin eine Psychologin zu geteilt, die das Team auf ihrer Mission auf den Planeten Lyria 929-C begleiten soll. Dr. Ophelia Bray hat sich zwar ...

Nach dem Tod eines Team-Mitglieds wird der Crew um Captain Severin eine Psychologin zu geteilt, die das Team auf ihrer Mission auf den Planeten Lyria 929-C begleiten soll. Dr. Ophelia Bray hat sich zwar freiwillig gemeldet, doch ahnt sie nicht, welche Gefahren diese Reise für sie und die anderen birgt.
Kaum auf Lyria 929-C angekommen, beginnt nicht nur die Erforschung des Planeten, sondern auch die Suche nach der Wahrheit nimmt seinen Lauf. Warum wurde der Planet verlassen, trotz der Bodenschätze? Und warum gibt es so viele einheimische Leichen? Bald scheint es, dass auch die Crew zu den Leichen gehören wird.

Das Cover zeigt das Tauschiff Resilience, wie es zielstrebig durch das All Richtung Lyria 929-C reist. Trotz vorherrschender Dunkelheit blitzt hier und da ein Licht auf und taucht die Umgebung in ein unheimliches, unwirtliches, aber zum träumen anregendes Licht, das mich fasziniert.

S.A. Barnes schafft es immer wieder, mich in ihre Bücher zu ziehen. Trotz grenzenloser Weite des Weltalls, bekomme ich in ihren Büchern stets Platzangst. Vermutlich, weil sie klar und eindringlich schildert, wie zerbrechlich der menschliche Körper und die menschliche Seele ist, entfernt man sich zu weit von Mutter Erde. Ja, das All verleitet zu Träumen, doch nicht alle Träume sind schön; im Gegenteil, manche Träume beinhalten grenzenloses Grauen und Entsetzen.
Ist es die Entfernung zu der gewohnten, heimischen Umgebung? Oder die begrenzten Ressourcen von einfach allem: Luft, Licht, Nahrung und Material? Mir gehen die Bücher von S.A. Barnes stets unter die Haut und dies mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Denn der Autorin gelingt es immer wieder, mich nicht nur tief in die Geschehnisse hineinzuziehen, sondern auch sofort eine Beziehung zu ihren Protagonisten aufzubauen.

Auch in ihrem neuen Werk konnte ich mir die Örtlichkeiten bildlich vorstellen, die abgestandene, trockene Luft der Station atmen und die ganz besondere Atmosphäre aus Entdeckergeist, Vorsicht und Neugierde auf mich wirken lassen. Und gleichzeitig war ich als Außenstehende zum Glück nicht von den Geschehnissen betroffen, auch wenn es mir oft schwer fiel, diese Grenze zu wahren. Das ist der Grund, warum ich gerne zu den Büchern dieser Autorin greife. Ihr gelingt es stets, eine Verbindung aufzubauen und die Geschehnisse, die Millionen Lichtjahre entfernt sind, doch greifbar nah erscheinen zu lassen.

Diese Nähe baut sie in meinen Augen mit ihren Protagonisten auf, die authentisch und lebensnah sind. Ich kann mich ohne Probleme in die unterschiedlichen Charaktere hineinversetzen, egal ob ich sie mag oder nicht. Selbst in für mich langweilige Personen kann ich mich hineindenken und ihre Handlungen nachvollziehen.
Und eben auch den langsamen Realitätsverlust nachempfinden, was das Lesen so unheimlich macht. Durch ein Buch ist man eh schon in einer anderen Sphäre unterwegs, wenn hier allerdings noch Wahnsinn Einzug hält, ist der Horror-Faktor garantiert!

Mein Fazit
Mal wieder ein spannender und tiefgehender Roman einer wunderbaren Autorin! Ich ließ mich gerne in ferne Welten entführen und war doch froh, als ich den Weg nach Hause antreten konnte!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Leben

Mal goes to War
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Mal ist eine künstliche Intelligenz und von Menschen, oder wie er sie nennt Affen, fasziniert. Er sucht ihre Nähe, um nicht nur zu denken, sondern auch zu fühlen. Doch als er eines Tages in den Körper ...

Mal ist eine künstliche Intelligenz und von Menschen, oder wie er sie nennt Affen, fasziniert. Er sucht ihre Nähe, um nicht nur zu denken, sondern auch zu fühlen. Doch als er eines Tages in den Körper der gerade verstorbenen und modifizierten Söldnerin Mika schlüpft, ahnt er nicht, dass es kein Zurück gibt.
Was anfangs als gescheiterter Ausflug aussieht, wird schon bald zu Mals Lebens (alp) traum.

Das Cover ist in Blautönen gehalten. Es zeigt den Kopf eines androgynen Androiden, der mit verklärtem Blick ins Nichts starrt. An der einen Gesichtshälfte scheinen Bits und Bytes aufzublinken, während sich weiter unten, im Hals - Schulterbereich ein Erwachsener und ein Kind den Weg durch eine Trümmerwüste bahnen. Ich finde das Bild eindringlich und berührend. Während es auf der einen Seite von kalter, nüchterner KI spricht, ist zu gleich menschliches Elend sichtbar, dass sich auf dem Weg in das Herz der KI befindet. Ich hätte mir für den Inhalt des Buches kein passenderes Coverbild vorstellen können.

Edward Ashton ist mir bisher aus seinen Mickey 7 Büchern bekannt. Daher brannte ich förmlich auf sein neues Werk. Ich kenne keinen Autor, der eine KI mit so viel Gefühl ausstattet und trotzdem noch klar auf seinem Technikweg bleibt.
Dies ist ihm auch bei Mal gelungen. Mal, die künstliche Intelligenz, die ausschließlich im Infospace existiert und doch zu Gefühlen fähig ist. Trotzdem ist und bleibt die ganze Zeit deutlich, dass Mal nicht lebt und nur ein Computer ist. Er ist nicht fähig, die Komplexität menschlicher Gefühle zu verstehen, umzusetzen und nachzuahmen, so sehr er sich dessen auch bemüht. Mal ist eine interessante und durchaus schillernde Persönlichkeit; aber ohne Seele. Ohne dieses Bewusstsein, das uns Menschen menschlich macht. Ich finde es immer wieder spannend, mit welcher Leichtigkeit es Edward Ashton gelingt, dies zu beschreiben und ja, eine klare Trennung zwischen KI und realem Leben zu ziehen.
Auch wenn wir Menschen und immer mehr mit Technik verbinden, ist es umgekehrt eben nicht möglich! Die Maschinen werden durch uns programmiert und ihr Lernerfolg ist eben kein Erfolg, sondern lediglich Programmierung. Und je deutlicher der Autor dies schildert, desto entspannter lese ich seine Bücher. Denn eine KI, die plötzlich zu Gefühlen - nicht zu nachgeahmten durch Programmierung, sondern zu selbst gelernten - fähig ist, fände ich unheimlich und gruselig.

Mal goes to war ist ein spannender, durchdachter und sehr intelligenter Tech-Thriller, der die Grenzen des Möglichen auslotet. Edward Ashton schildert eine Zukunft, die nicht die KI gestaltet, sondern allein wir Menschen. Und da wir den Hang haben, die Schuld stets woanders zu suchen, ist hier schnell der technische Feind gefunden. Er sprengt die Grenzen des Möglichen und hält uns einen Spiegel vor. Nicht gern gesehen, aber trotzdem ist die Schuldfrage, sollte sie sich denn stellen, klar erkennbar. Es ist kein Kampf zwischen Mensch und Computer. Es ist ein Kampf zwischen Mensch und Mensch, denn die KI ist Menschengemacht.

Der Kampf, oder eher die Geschehnisse, die in dieser Technik beherrschenden Welt herrschen, sind nicht erstrebenswert. Oft habe ich ratlos vor dem Buch gesessen. Obwohl, ratlos ist vielleicht das falsche Wort: Fassungslos ist treffender. Es ist immer wieder verblüffend, wie sehr etwas Gutes ins Schlechte umschlagen kann.
Mals Neugierde bringt ihn zu einer Gruppe Menschen, die sich auf einem unterschiedlichem Modifizierungslevel befinden. Jeder scheint irgendwas an sich machen gelassen zu haben. Und jetzt gilt es die Früchte zu ernten, die man gesät hat. Spannend und schonungslos schildert der Autor dies.

Für mich war Mal goes to war mal wieder eine packende Mischung aus KI und realem Leben. Faszinierend, erschreckend und zum Nachdenken anregend.

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Veröffentlicht am 14.12.2024

interessant

Freiheit
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Wie viele andere, war auch ich gespannt und voller Vorfreude auf das Buch von Angela Merkel.
Und schon der Beginn begeisterte mich! Denn das Vorwort spricht sie selber und gibt eine Kurzzusammenfassung ...

Wie viele andere, war auch ich gespannt und voller Vorfreude auf das Buch von Angela Merkel.
Und schon der Beginn begeisterte mich! Denn das Vorwort spricht sie selber und gibt eine Kurzzusammenfassung des Inhaltes und ihres Lebens. Ich mag die Stimme von Angela Merkel einfach; die ruhige Art, aber auch wenn sie voller Spannung, Vorfreude und Ärger klingt. Sie kann toll ihre Gefühle vermitteln, auch ohne ihren Gesichtsausdruck sehen zu können.

So eingestimmt freute ich mich gleich noch mehr auf das Hörbuch! Corinna Harfouch liest das Werk in seiner Gänze und es gelang ihr, mich an das Buch und den Inhalt zu fesseln. Hin und wieder überlegte ich allerdings, ob das Hörbuch für mich wirklich die bessere Alternative zum Buch gewesen ist, da an den Stellen, an denen viele Daten und reine Fakten besprochen wurden, es mir recht langatmig erschien.

Um so mehr freute ich mich dann wieder auf die reinen Erzählpassagen! Und die waren nicht nur informativ und gewährten einen Blick in Angela Merkels Leben, sondern machten für mich einige Ent5scheidungen, die sie während ihrer Kanzlerschaft getroffen hat, verständlicher. Einiges verstehe ich jetzt besser, auch wenn ich mit den Entscheidungen nicht konform gehe. Aber das zeichnet eben die Demokratie aus! Man kann es nicht jedem recht machen.

Alles in allem hat mir das Hörbuch sehr gut gefallen. Für mich war es ein neues Erlebnis, eine Biografie vorgelesen zu bekommen. Gerade Angela Merkels Leben und Werdegang interessierten mich sehr, auch wenn ich sonst Biografien eher meide.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

märchenhaft düster

Rapunzels finsterer Turm
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Verstört, traurig und am Ende ihrer Kräfte zieht Flo nach Westmill. Sie tritt eine neue Stelle in einem kleinen Hotel an, um den Tod ihres besten Freundes verarbeiten zu können. Sie lernt neue, wenn auch ...

Verstört, traurig und am Ende ihrer Kräfte zieht Flo nach Westmill. Sie tritt eine neue Stelle in einem kleinen Hotel an, um den Tod ihres besten Freundes verarbeiten zu können. Sie lernt neue, wenn auch merkwürdige neue Leute kennen. In dem kleinen Ort scheint es mehr Geheimnisse als Einwohner zu geben. Doch Flo lässt sich nicht unterkriegen. Immerhin findet sie nicht nur neue Freunde, sondern ihr Herz beginnt auch aufgeregt zu klopfen, wenn sie den Hotelbesitzer sieht.

Das Cover zeigt Rapunzels Turm in all seiner grausamen und düsteren Pracht. Hoch aufgerichtet, von Krähen bevölkert, erhebt er sich majestätisch über die Wipfel der toten Bäume. Rapunzels Haar umgibt ihn wie eine giftige Wolke, die Leben auslöschen will. Das ganze Bild ist trostlos, angsteinflößend ein zugleich detailverliebt. Denn während des Lesens habe ich immer mehr Kleinigkeiten entdeckt, die mich an den Inhalt des Buches erinnert und das Gelesene vertieft haben. Kurz, ich finde es grandios gewählt!

Stefanie Lasthaus hat mit Rapunzel einen düsteren, spannenden und märchenhaften Roman geschaffen, der mich schon nach kurzer Zeit fesselte! Besonders gut haben mir die Wechsel zwischen Licht und Schatten, Bedrohung und Vertrauen, guter Laune und Trauer gefallen. Eine wilde Fahrt der Gefühle, die mich faszinierte und das Buch nicht aus der Hand legen ließ. Ist die Atmosphäre in Westmill düster und bedrohlich, sehe ich Gefahr in den Schatten laueren, brauche ich nur umzublättern und kann wunderschöne Wanderwege, heimelige Gebäude und trauhafte Natur entdecken. Zwischen muffigen Nachbarn tauchen Freunde auf, die Flo ein Lachen ins Gesicht zaubern und mir gleich mit.
Ich finde das Buch sehr lebendig und merke, dass die Autorin sich in der Handlung, der Umgebung und ihren Protagonisten einfach wohl gefühlt hat.

Denn die Protagonisten sind etwas besonders! Allen voran natürlich Flo, die ich mit ihrer liebevollen Art sofort ins Herz geschlossen habe. Sie ist unkonventionell und doch spießbürgerlich. Mag man denken, dass die beiden Seiten nicht zueinander passen, zeigt Stefanie Lasthaus gerne das Gegenteil. Denn gerade die alten Werte wie Treue, Vertrauen, Freundschaft und Liebe, so wie Selbstaufopferung stehen bei Flo ganz hoch im Kurs. Dabei wirkt sie grundsympathisch und nahbar.
Auch die anderen Charaktere in dem Buch bekommen eine immense Tiefe von der Autorin verliehen, mögen sie manchmal auch nur kleine Randfiguren sein. Ich mag das bei Schriftstellern sehr, dass auch die im Hintergrund stehenden einen kurzen, aber strahlenden Auftritt haben.

Mein Fazit

Düster, spannend, geheimnisvoll und packend! Ein wunderbarer Roman, der mich durch eine reizvolle Umgebung, nahbare Charaktere und eine dichte Handlung überzeugt haben.

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