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Veröffentlicht am 27.04.2025

Sommerfeeling

Der Sonne entgegen
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Hals über Kopf stürzt sich Romy in Valentins Auto. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Verlobten Henry, der sie einengt und das gemeinsame Leben mit ihm scheint plötzlich eher Alptraum statt Traum.
Valentin ...

Hals über Kopf stürzt sich Romy in Valentins Auto. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Verlobten Henry, der sie einengt und das gemeinsame Leben mit ihm scheint plötzlich eher Alptraum statt Traum.
Valentin ist nicht minder überrascht, Romy plötzlich in seinem Auto zu haben. Kennen sich die beiden doch nur von einer Auktion und an diesem Abend war Valentin nicht gerade freundlich zu ihr.
Und doch wagen die beiden einen Road Trip nach Italien.
In das Land der Liebe...

Das Cover zeigt Romy und Valentin, wie sie sich händchenhaltend ins Meer stürzen. Beschienen von einem wunderschönen Sonnenuntergang. Das Bild strotzt nur so vor Leben und Liebe. Ich finde es wunderbar zu dem Inhalt des Buches gewählt.

Mina Teichert hat einen schönen und leicht zu lesenden Roman geschaffen, der mich von der ersten Seite an fesselte. Das teils schwere und traurige Thema Liebe verpackt sie gekonnt in Leichtigkeit und Lebensfreude, die mir oft ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Die Flucht vor ihrem Verlobten zu einem wildfremden Mann und dann auch noch eine Reise mit ihm nach Italien zu machen, fand ich zwar unglaubwürdig, trotzdem ließ ich mich nur allzu gerne auf die Geschichte ein. Treibenlassen, die Landschaft Italiens bewundern, die Liebe kosten, all das und noch viel mehr versteckte sich zwischen den Zeilen des Buches.

Mit Romy und Valentin erschafft Mina Teichert zwei wundervolle Charaktere. Beide begeisterten mich von der ersten Seite an. Gerade der ständige Wechsel der Perspektive zwischen den beiden, machte das Buch in meinen Augen lebendig und mitreißend. Gerne begleitete ich beide auf der Suche nach Liebe und ergründet mit ihnen, was Liebe für sie überhaupt bedeutet.

Eine schöne Sommerlektüre mit gute Laune Garantie!

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Veröffentlicht am 23.03.2025

berührend

Der Bright-Side-Running-Club
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Keira erhält die Diagnose Brustkrebs. Sie und ihre Familie sind geschockt und sagen dem Krebs natürlich den Kampf an. Doch schnell verfliegt das Hochgefühl und der Kampfeswille. Denn wenn Schmerzen und ...

Keira erhält die Diagnose Brustkrebs. Sie und ihre Familie sind geschockt und sagen dem Krebs natürlich den Kampf an. Doch schnell verfliegt das Hochgefühl und der Kampfeswille. Denn wenn Schmerzen und Alltagsstress die Überhand gewinnen, ist es schwer, die Zuversicht zu behalten. Wie gut, dass Keira Kraft aus ihrer Laufgruppe ziehen kann.

Das Cover zeigt die vier Gründungsmitglieder des Bright-Side-Running-Club, wie sie auf ihrer Runde durch den Park Kraft schöpfen. Vorbei an Häusern, Büschen und dem Alltag unterhalten sie sich munter. Es wirkt auf mich lebendig, zielstrebig und fröhlich.

Gerade zu Beginn des Buches habe ich mit Josie Lloyd gehadert. So kann sie das doch nicht schreiben! So kann sie dies nicht beschreiben und etwas anderes sollte ganz anders geschildert werden! Ist Keira denn naiv, zu glauben, dass man nur so zu einem Arzt einbestellt wird? Und dann schob ich meine ganzen Überlegungen, Vermutungen und Kritikpunkte zur Seite! Wer bin ich, andere in dieser Form zu kritisieren?
Josie Lloyd schildert hier Keiras Leben und ihren Weg gegen den Krebs und kein anderes Leben! Sie beschreibt, wie Keira mit der Diagnose umgeht, was ihre Gedanken und Gefühle sind und wie ihre Freunde und Bekannte darauf reagieren. Es wird hunderte, ja tausende Möglichkeiten geben, wie jeder einzelnen mit diesem schwierigen Thema umgeht. Hier geht es ausschließlich um Keira. Und nachdem ich dies zu gelassen hat, konnte ich mich ganz in das Buch fallen lassen!
Natürlich schäumte ich vor Wut, als Keira nicht die Unterstützung erhielt, auf diese gebaut und gehofft hatte. Doch als ich den Blickwinkel wechselte, gelang mir Einsicht und Verständnis auch für die andere Seite.

Und ich muss sagen, dass ist das Geschenk von Josie Lloyd, dass ich aus diesem Buch mitnehme. Keiras Weg ist ihr Weg. Und es ist ihr perfekter Weg, wenn man das bei dieser furchtbaren Krankheit überhaupt sagen kann. Ich habe mit Keira gelacht, geweint und gelitten; ihre Familie verflucht und geliebt; Verständnis aufgebracht und gekämpft. Zurück bleibt pure Bewunderung.

Ein Buch vom Drauf-zu-Laufen und nicht vom Weg-Laufen!

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Veröffentlicht am 23.02.2025

gestern - heute - morgen, aber immer Liebe

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Annas Podcast über starke Frauen und besonders Bücherfrauen, ist ein absoluter Erfolg. Zusammen mit ihrer Verlegerin plant sie ein Buch über Fenja Lorenzen zu schreiben; über deren Mut, ihr Leben auf Sylt ...

Annas Podcast über starke Frauen und besonders Bücherfrauen, ist ein absoluter Erfolg. Zusammen mit ihrer Verlegerin plant sie ein Buch über Fenja Lorenzen zu schreiben; über deren Mut, ihr Leben auf Sylt und ihre persönlichen Verwicklungen. Voller Vorfreude macht Anna sich auf den Weg nach Sylt. Ihre Reise wird anders als erwartet, denn Fenja trägt ein Geheimnis auf der Seele und schafft es, Annas Leben gleich mit zu verwirbeln.

Das Cover zeigt den Leuchtturm von Sylt. Mit seiner ruhigen, beständigen Art, vermittelt er seit Jahrzehnten Sicherheit und ein Licht im Dunkeln und Heimat im Hellen. Umringt ist er von malerischen Dünen und natürlich Möwen. Die vorherrschenden Wolken und das dadurch gebrochene Licht künden von einem neuen Tag, neuer Hoffnung und einem erwartungsvollen Leben. Ich liebe dieses Cover, da es meine Seele berührt und mich zum Träumen verleitet.

Ich habe mich in Gabriella Engelmanns Schreibstil verliebt. Sie schreibt lebendig, mitreißend und einfach schön! Sie ließ die wunderschöne Nordseeinsel Sylt bildlich vor meinem inneren Auge entstehen und es gelang mir sofort, mich in die Dünen zu versetzen. Ich roch die Schafe, ließ mir den rauen Nordseewind um die Nase wehen und ja, auch von den Bewohnern der Insel verzaubern.
Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart ist der Autorin wunderbar gelungen. Ich kann nicht sagen, welcher Erzählteil mir besser gefallen, oder mich mehr gefesselt hat. Beide Zeitstränge hatten ihren Zauber, ihre Spannung, ihr Leben, Lieben und Lachen. Aber auch ihre dunklen Seiten, die mich berührt haben.

Immer wieder gelang es Gabriella Engelmann, mich für ihre Protagonisten zu begeistern! Ganz besonders nah ging mir natürlich Lene. Ich durfte erleben, wie sie ihre Träume lebte, aber auch, wie sie zerplatzten. Dies schilderte die Autorin gefühlvoll, so dass ich mich stets an Lenes Seite wähnte.
Aber auch im hier und jetzt, fühlte ich mich den Charakteren nah. Ich war sehr dankbar, Anna auf ihrer Buchreise begleiten zu können und mit ihr die Vergangenheit und die daraus resultierende Gegenwart zu erforschen.

Das Buch ist zwar locker und leicht geschrieben und hat doch einen tiefgehenden Kern, der mich berührt hat. Eine Sommerlektüre, die mir im Gedächtnis bleibt. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 16.02.2025

faszinierend und lesenswert

Ghost Station
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Nach dem Tod eines Team-Mitglieds wird der Crew um Captain Severin eine Psychologin zu geteilt, die das Team auf ihrer Mission auf den Planeten Lyria 929-C begleiten soll. Dr. Ophelia Bray hat sich zwar ...

Nach dem Tod eines Team-Mitglieds wird der Crew um Captain Severin eine Psychologin zu geteilt, die das Team auf ihrer Mission auf den Planeten Lyria 929-C begleiten soll. Dr. Ophelia Bray hat sich zwar freiwillig gemeldet, doch ahnt sie nicht, welche Gefahren diese Reise für sie und die anderen birgt.
Kaum auf Lyria 929-C angekommen, beginnt nicht nur die Erforschung des Planeten, sondern auch die Suche nach der Wahrheit nimmt seinen Lauf. Warum wurde der Planet verlassen, trotz der Bodenschätze? Und warum gibt es so viele einheimische Leichen? Bald scheint es, dass auch die Crew zu den Leichen gehören wird.

Das Cover zeigt das Tauschiff Resilience, wie es zielstrebig durch das All Richtung Lyria 929-C reist. Trotz vorherrschender Dunkelheit blitzt hier und da ein Licht auf und taucht die Umgebung in ein unheimliches, unwirtliches, aber zum träumen anregendes Licht, das mich fasziniert.

S.A. Barnes schafft es immer wieder, mich in ihre Bücher zu ziehen. Trotz grenzenloser Weite des Weltalls, bekomme ich in ihren Büchern stets Platzangst. Vermutlich, weil sie klar und eindringlich schildert, wie zerbrechlich der menschliche Körper und die menschliche Seele ist, entfernt man sich zu weit von Mutter Erde. Ja, das All verleitet zu Träumen, doch nicht alle Träume sind schön; im Gegenteil, manche Träume beinhalten grenzenloses Grauen und Entsetzen.
Ist es die Entfernung zu der gewohnten, heimischen Umgebung? Oder die begrenzten Ressourcen von einfach allem: Luft, Licht, Nahrung und Material? Mir gehen die Bücher von S.A. Barnes stets unter die Haut und dies mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Denn der Autorin gelingt es immer wieder, mich nicht nur tief in die Geschehnisse hineinzuziehen, sondern auch sofort eine Beziehung zu ihren Protagonisten aufzubauen.

Auch in ihrem neuen Werk konnte ich mir die Örtlichkeiten bildlich vorstellen, die abgestandene, trockene Luft der Station atmen und die ganz besondere Atmosphäre aus Entdeckergeist, Vorsicht und Neugierde auf mich wirken lassen. Und gleichzeitig war ich als Außenstehende zum Glück nicht von den Geschehnissen betroffen, auch wenn es mir oft schwer fiel, diese Grenze zu wahren. Das ist der Grund, warum ich gerne zu den Büchern dieser Autorin greife. Ihr gelingt es stets, eine Verbindung aufzubauen und die Geschehnisse, die Millionen Lichtjahre entfernt sind, doch greifbar nah erscheinen zu lassen.

Diese Nähe baut sie in meinen Augen mit ihren Protagonisten auf, die authentisch und lebensnah sind. Ich kann mich ohne Probleme in die unterschiedlichen Charaktere hineinversetzen, egal ob ich sie mag oder nicht. Selbst in für mich langweilige Personen kann ich mich hineindenken und ihre Handlungen nachvollziehen.
Und eben auch den langsamen Realitätsverlust nachempfinden, was das Lesen so unheimlich macht. Durch ein Buch ist man eh schon in einer anderen Sphäre unterwegs, wenn hier allerdings noch Wahnsinn Einzug hält, ist der Horror-Faktor garantiert!

Mein Fazit
Mal wieder ein spannender und tiefgehender Roman einer wunderbaren Autorin! Ich ließ mich gerne in ferne Welten entführen und war doch froh, als ich den Weg nach Hause antreten konnte!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Leben

Mal goes to War
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Mal ist eine künstliche Intelligenz und von Menschen, oder wie er sie nennt Affen, fasziniert. Er sucht ihre Nähe, um nicht nur zu denken, sondern auch zu fühlen. Doch als er eines Tages in den Körper ...

Mal ist eine künstliche Intelligenz und von Menschen, oder wie er sie nennt Affen, fasziniert. Er sucht ihre Nähe, um nicht nur zu denken, sondern auch zu fühlen. Doch als er eines Tages in den Körper der gerade verstorbenen und modifizierten Söldnerin Mika schlüpft, ahnt er nicht, dass es kein Zurück gibt.
Was anfangs als gescheiterter Ausflug aussieht, wird schon bald zu Mals Lebens (alp) traum.

Das Cover ist in Blautönen gehalten. Es zeigt den Kopf eines androgynen Androiden, der mit verklärtem Blick ins Nichts starrt. An der einen Gesichtshälfte scheinen Bits und Bytes aufzublinken, während sich weiter unten, im Hals - Schulterbereich ein Erwachsener und ein Kind den Weg durch eine Trümmerwüste bahnen. Ich finde das Bild eindringlich und berührend. Während es auf der einen Seite von kalter, nüchterner KI spricht, ist zu gleich menschliches Elend sichtbar, dass sich auf dem Weg in das Herz der KI befindet. Ich hätte mir für den Inhalt des Buches kein passenderes Coverbild vorstellen können.

Edward Ashton ist mir bisher aus seinen Mickey 7 Büchern bekannt. Daher brannte ich förmlich auf sein neues Werk. Ich kenne keinen Autor, der eine KI mit so viel Gefühl ausstattet und trotzdem noch klar auf seinem Technikweg bleibt.
Dies ist ihm auch bei Mal gelungen. Mal, die künstliche Intelligenz, die ausschließlich im Infospace existiert und doch zu Gefühlen fähig ist. Trotzdem ist und bleibt die ganze Zeit deutlich, dass Mal nicht lebt und nur ein Computer ist. Er ist nicht fähig, die Komplexität menschlicher Gefühle zu verstehen, umzusetzen und nachzuahmen, so sehr er sich dessen auch bemüht. Mal ist eine interessante und durchaus schillernde Persönlichkeit; aber ohne Seele. Ohne dieses Bewusstsein, das uns Menschen menschlich macht. Ich finde es immer wieder spannend, mit welcher Leichtigkeit es Edward Ashton gelingt, dies zu beschreiben und ja, eine klare Trennung zwischen KI und realem Leben zu ziehen.
Auch wenn wir Menschen und immer mehr mit Technik verbinden, ist es umgekehrt eben nicht möglich! Die Maschinen werden durch uns programmiert und ihr Lernerfolg ist eben kein Erfolg, sondern lediglich Programmierung. Und je deutlicher der Autor dies schildert, desto entspannter lese ich seine Bücher. Denn eine KI, die plötzlich zu Gefühlen - nicht zu nachgeahmten durch Programmierung, sondern zu selbst gelernten - fähig ist, fände ich unheimlich und gruselig.

Mal goes to war ist ein spannender, durchdachter und sehr intelligenter Tech-Thriller, der die Grenzen des Möglichen auslotet. Edward Ashton schildert eine Zukunft, die nicht die KI gestaltet, sondern allein wir Menschen. Und da wir den Hang haben, die Schuld stets woanders zu suchen, ist hier schnell der technische Feind gefunden. Er sprengt die Grenzen des Möglichen und hält uns einen Spiegel vor. Nicht gern gesehen, aber trotzdem ist die Schuldfrage, sollte sie sich denn stellen, klar erkennbar. Es ist kein Kampf zwischen Mensch und Computer. Es ist ein Kampf zwischen Mensch und Mensch, denn die KI ist Menschengemacht.

Der Kampf, oder eher die Geschehnisse, die in dieser Technik beherrschenden Welt herrschen, sind nicht erstrebenswert. Oft habe ich ratlos vor dem Buch gesessen. Obwohl, ratlos ist vielleicht das falsche Wort: Fassungslos ist treffender. Es ist immer wieder verblüffend, wie sehr etwas Gutes ins Schlechte umschlagen kann.
Mals Neugierde bringt ihn zu einer Gruppe Menschen, die sich auf einem unterschiedlichem Modifizierungslevel befinden. Jeder scheint irgendwas an sich machen gelassen zu haben. Und jetzt gilt es die Früchte zu ernten, die man gesät hat. Spannend und schonungslos schildert der Autor dies.

Für mich war Mal goes to war mal wieder eine packende Mischung aus KI und realem Leben. Faszinierend, erschreckend und zum Nachdenken anregend.

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