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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2017

Ich bin auf jeden Fall überzeugt aber noch nicht begeistert.

Winterglitzern
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Bree ist ein Curvy Modell. Sie ist mal hier, mal da, hat eine Männerbeziehung nach der nächsten. Bis sie der Anruf ihres Vaters auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ihre Mutter ist schwer erkrankt ...

Bree ist ein Curvy Modell. Sie ist mal hier, mal da, hat eine Männerbeziehung nach der nächsten. Bis sie der Anruf ihres Vaters auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ihre Mutter ist schwer erkrankt und muss in die Klinik. Da ihr Vater sich gerne um seine Frau kümmern möchte, während sie im Krankenhaus behandelt wird muss irgendjemand das Bed & Breakfast weiterbetreiben. Schließen können sie sich nicht leisten, gerade deshalb, da die Wintermonate in Cornwall und speziell in St. Bartholomew nicht gerade von Touristen strotzt. Ausgerechnet in der Zeit, in welcher Bree die Pension ihrer Eltern übernimmt hat sich ein skurriler Mann ein Zimmer gemietet. Er bringt seinen Jack Russell Terrier „Charly Brown“ mit. Ein vollkommen unerzogener Hund. Kann das gut gehen?

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Man kann sich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen. Gerade die Darstellung des Hundes und der Katze, welche später im Buch erscheint, haben mir sehr gut gefallen. Ich finde es toll, wenn Tiere in einem Buch eine bedeutende Rolle spielen. Das macht die Geschichten dann doch etwas unberechenbarer.
Ich muss aber auch sagen, dass manche Perspektivensprünge (springen meistens zwischen Bree und Ben) ein bisschen überraschen und auch verwehren. Gerade wenn zum Ende des Buches auch eine kurze Einblendung einer 3. Perspektive erscheint. Das war dann doch ein bisschen kritisch, aber schlecht fand ich es nicht, nur irritierend.

Ich habe das Buch gelesen, ohne dass ich den 1. Teil der Reihe „Cornwall Sessions“ von Cara Lindon gelesen habe und ich muss sagen, dass man dieses Buch auf jeden Fall lesen kann, ohne den 1. Teil zu kennen. Mir hat keinerlei Vorwissen gefehlt, die Geschichte hat lediglich auf sich selbst aufgebaut.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass dieses Buch geeignet ist, für jeden, der Liebesgeschichten und Tiere mag. Für schöne, kuschelige Winterabende am Kamin ist dieses Buch bestimmt bestens geeignet. Da ich trotzdem auch einige Irritationen durch den Perspektivenwechsel hatte und mir auch ein bisschen etwas gefehlt hat … Ich denke mir hätte ein bisschen mehr Emotion gut gefallen, vielleicht auch in Bezug auf die Familie. Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Ein kritisches Thema

Ein ganzes halbes Jahr
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Louisa hat gerade ihren Job in einem Café verloren. Sie machte diesen Job, doch ihr Arbeitgeber musste das Café schließen. Mit verschiedensten Jobs, die definitiv nicht ihre Traumjobs sind versucht sie ...

Louisa hat gerade ihren Job in einem Café verloren. Sie machte diesen Job, doch ihr Arbeitgeber musste das Café schließen. Mit verschiedensten Jobs, die definitiv nicht ihre Traumjobs sind versucht sie sich über Wasser zu halten. Eines Tages im Jobcenter bekommt sie eine ganz besondere neue Arbeitsstelle. Sie soll einen Querschnittsgelähmten Mann davon überzeugen, dass es Leben lebenswert ist und er nicht die in der Schweiz erlaubte Sterbehilfe in Anspruch nehmen soll. Es wird ein ganz besonderes, halbes Jahr.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, das harte Thema wird durch einfachen Schreibstil sehr gut zugänglich gemacht. Die Charaktere sind gut gezeichnet und somit ist es auch möglich, sich in diese Charaktere hinein zu versetzen.
Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch nicht meins ist, ich habe weder mit dem Thema noch mit den Charakteren ein Problem, ich habe ein Problem mit dem Ende. Klar kann ich die Entscheidung, die er trifft nachvollziehen und trotzdem bin ich der Meinung, dass ein falsches Bild beim Leser entsteht, durch dieses Ende.

Da mir das Buch trotzdem sehr gut gefallen hat vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.08.2017

Ein wundersames Ereignis

Den Himmel gibt's echt
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Familie Burpo hat viel durchgemacht. Erst eine lange Krankheitsgeschichte des Vaters (Todd) und dann auch noch, als gerade alles wieder im Lot stehen begann sein dreijähriger Sohn sich über Bauchschmerzen ...

Familie Burpo hat viel durchgemacht. Erst eine lange Krankheitsgeschichte des Vaters (Todd) und dann auch noch, als gerade alles wieder im Lot stehen begann sein dreijähriger Sohn sich über Bauchschmerzen zu beklagen. Er begann zu erbrechen. Der Arzt diagnostizierte eine Magen-Darm-Grippe. Keiner wusste, dass diese falsche Diagnose sein kleines Kind fast das Leben kosten würde. Erst nach und nach eröffnet sich der Familie ein wundersames Ereignis.

Die Geschichte dieser Familie ist wirklich interessant. Ich habe das Buch geradezu verschlungen. Der Schreibstil ist sachlich, aber auf keinen Fall langweilig. Man darf die Familie quasi immer einen gewissen Zeitabschnitt begleiten.

Ich muss aber anmerken, dass auch viel in diesem Buch mit dem christlichen Glauben zu tun hat. Das Buch öffnet die Augen in dieser Beziehung. Auch viel mit Bibel Texten verglichen und gearbeitet. Wem so etwas nicht zusagt kann ich dieses Buch nicht ans Herz legen. Auch wenn die Geschichte wirklich mitreißend ist.

Ich bin unschlüssig, mit wie vielen Sternen ich dieses Buch bewerten soll, es hat mich berührt und gefesselt, ist jedoch ein Buch, das doch sehr speziell ist. Ich denke, mit meinen Sternen bleibe ich bei diesem Buch unterschieden. Wer aber unbedingt eine Zahl in der Hand haben möchte dem kann ich sagen, dass ich zwischen 3 und 4,5 Sternen schwanke. 5 Sterne wäre die höchstmögliche Punktzahl.

Veröffentlicht am 19.08.2017

Das Leben aus einer ganz anderen Sicht

Dog Boy
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Eines Tages wird Romochka alleine in der Wohnung seines Onkels zurückgelassen. Er ist einfach verschwunden, hat nach und nach das Interieur verkauft und weggegeben und ist selbst eines Tages nicht mehr ...

Eines Tages wird Romochka alleine in der Wohnung seines Onkels zurückgelassen. Er ist einfach verschwunden, hat nach und nach das Interieur verkauft und weggegeben und ist selbst eines Tages nicht mehr wiedergekommen. Der vierjährige Romochka weiß nicht, was er tun soll. Irgendwann ist der Hunger zu stark. Er verlässt das vereinsamte Haus. Keiner seiner Nachbarn ist mir hier, alle sind verschwunden. Er läuft raus auf die Straße. Irgendwann setzt er sich weil die Kälte zu stark und der Hunger zu groß ist um weiter zu gehen. Er schläft ein. Als er erwacht steht ein großer Hund vor ihm, der sein Leben von Grund auf verändern wird …

Das Buch hat mich doch tief beeindruckt, der Schreibstil ist an manchen Stellen durch Einschübe russischer Wörter ein bisschen holprig. Man kann sich trotzdem wenn man kein Russisch kann den Zusammenhang, bzw. die Bedeutung der einzelnen Wörter erschließen. Der Inhalt des Buches ist eine schwere Geschichte. Ich finde die Charaktere sehr gut dargestellt und auch das Wesen der Hunde gut gezeichnet.

Jedoch muss ich kritisieren, dass an manchen Stellen die Beschreibung so deutlich ist, dass einem schon schlecht werden kann (zum Beispiel beim fressen) ich persönlich kritisiere das, anderen könnte das wiederum gefallen. Das denke ich ist Geschmackssache.

Mich hat das Buch gefesselt, trotzdem fand ich es an manchen Stellen bisschen heftig und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.06.2017

Eine besondere Geschichte

Ich hab dich im Gefühl
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Joyce ist Schwanger. Sie eilt die Treppe hinunter, denn das Telefon klingelt. Sie fällt und wird ohnmächtig. Im Krankenhaus wacht sie auf und merkt sofort, dass etwas anders ist. Sie hat ihr Kind verloren, ...

Joyce ist Schwanger. Sie eilt die Treppe hinunter, denn das Telefon klingelt. Sie fällt und wird ohnmächtig. Im Krankenhaus wacht sie auf und merkt sofort, dass etwas anders ist. Sie hat ihr Kind verloren, ist frisch von ihrem noch Ehemann getrennt, die Scheidung steht bevor. Als sie entlassen wird erträgt sie es nicht, alleine in dem großen Haus zu wohnen, indem sie ihr Kind verloren hat. Viel zu viele Erinnerungen spucken in den Wänden. Kurzerhand sieht sie wieder in ihr Elternhaus ein, zu ihrem ganz besonderen Vater.
Justin ist Gastdozent an einer Universität. Als er zu seiner ersten Gastvorlesung eintrifft begegnet er einer unglaublich attraktiven Dozenten. Sie leitet die Blutspendewoche. Justin, der unglaubliche Angst vor Spritzen hat lässt sich doch tatsächlich von ihr überreden, auch einmal zuzusprechen. Damit beginnt für Justin eine ziemlich verrückte Zeit.

Der Schreibstil ist typisch fürs Cecelia Ahern, sie schreibt mit viel Gefühl und einer Menge Fantasie. Man sieht als Leser denke mit ganz anderen Augen, denn etwas banales wie eine Bluttransfusion wird mit ein bisschen Fantasie zu etwas ganz besonderem.
Die Protagonisten sind mir alle von Anfang an sympathisch gewesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch die Darstellung der Charaktere, welche keine Empathie erfordern sehr gut gelungen und zeichnete ein klares Bild der Personen.
Trotzdem geht mir in diesem Buch das Hin und her zwischen wann treffen sich, treffen oder bringt der Zufall wieder etwas dazwischen? Dieses Hin und her hat mir am Anfang noch sehr gut gefallen, dauerte mir dann doch etwas zu sagen. Das Ende wurde leider sehr kurz abgehandelt, hier hätte ich mir glaube ich etwas mehr gewünscht.

Trotzdem ist das Buch nicht schlecht, es regnet Leser dazu an, zu überlegen, ob vielleicht Blutspenden in Fragen kommen würde. Dieses Thema wird am Anfang schön von beiden Seiten beleuchtet, damit der Leser sich ein Urteil bilden kann. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.