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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2025

Basiswissen über Finanzen

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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Das Buch beschäftigt sich in 21 Kapiteln mit den Grundlagen, die Verbraucher als Wissen für ihre Finanzen brauchen.

Ich fand es dabei sehr nachvollziehbar und inhaltlich sinnvoll aufgemacht. Die Sprache, ...

Das Buch beschäftigt sich in 21 Kapiteln mit den Grundlagen, die Verbraucher als Wissen für ihre Finanzen brauchen.

Ich fand es dabei sehr nachvollziehbar und inhaltlich sinnvoll aufgemacht. Die Sprache, die mir persönlich bei Finanzthemen ab und an Bauchschmerzen macht, ist sehr gut verständlich und einige schwierigere Wörter werden hinten erklärt, was schön ist, aber eigentlich gar nicht wirklich nötig.
Mir gefällt vor allem, dass dieses Buch von der Stiftung Warentest kommt und damit nicht etwa von Leuten, die ihr eigenes Finanzprodukt verkaufen möchten oder ähnliches. Damit fühlen sich die Informationen sehr viel unabhängiger an, was mir persönlich hilft, da ich dahingehend überaus skeptisch bin. Sie erwähnen im Buch auch keinerlei konkrete Produkte, sondern verweisen dabei immer auf ihre Vergleichstests.
Im Buch wird auch ganz deutlich gemacht, was riskant ist und was nicht und womit man als Normalsterblicher gut fährt. Genauso werden aber auch Hinweise gegeben, wenn man risikofreudiger ist.
Das Buch ist eher was für “Anfänger”, kann einen dann aber gut begleiten, wenn man die Anfänge hinter sich hat.
Die letzten zwei oder drei Kapitel haben sich inhaltlich etwas wiederholt, aber da sie so kurz und knackig sind, war das jetzt auch nicht übermäßig belastend.

Wer sich über Finanzen als Spargrundlage informieren möchte, erhält hier unabhängige Informationen, die sich gut für Einsteiger und Leute, die sich nicht einen riesigen Kopf um das Thema Finanzen machen wollen, eignen.

Veröffentlicht am 31.12.2024

Entgegen meiner Erwartungen kein Jahreshighlight

A Dark and Drowning Tide
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Im Buch geht es um Lorelei. Sie ist ein aufstrebendes Genie im Schatten ihrer Mentorin Ziegler. Und doch ist sie an ihrer gesamten Uni verhasst, was nicht nur daran liegt, dass sie verschlossen und eiskalt ...

Im Buch geht es um Lorelei. Sie ist ein aufstrebendes Genie im Schatten ihrer Mentorin Ziegler. Und doch ist sie an ihrer gesamten Uni verhasst, was nicht nur daran liegt, dass sie verschlossen und eiskalt ist, sondern vor allem daran, dass sie eine Yeva ist. Diese werden in der Hauptstadt des Landes verachtet, weil die Leute sie für alles Mögliche an Unglück verantwortlich machen. Ihre größte Rivalin ist die berüchtigte, empörende und wunderschöne Sylvia. Beide hatten auf den Platz an Zieglers Seite als Leiterin der Ruhigburg Expedition gehofft. Als Lorelei diese Position erhält, muss sie kurz darauf damit klar kommen, für die Aufklärung des Mordes an ihrer Mentorin und die Beendigung der Expedition verantwortlich zu sein. Und ausgerechnet Sylvia ist die einzige, der sie trauen kann.

Das Buch war das Buch, auf das ich dieses Jahr am aller allermeisten gefiebert hatte. Zwei akademische Rivalinnen, die sich in einer mystischen Welt zurechtfinden müssen, während sie einen Mord aufklären und sich ineinander verlieben. Das klang wie das perfekte Buch für mich. Aber leider war es mittelmäßiger, als ich gehofft hatte.
Die Mystik war genau das, was ich gerne mag. Einige Romane über die Fae lassen mich enttäuscht zurück, dabei will ich doch nur über seltsame Wesen lesen, deren Moralvorstellungen so entfernt von unseren sind und die ganz komische, spezielle Regeln haben. Das hat dieses Buch absolut geschafft. Aber auch hier war es nicht so tiefgehend, wie erhofft. Was auch das Problem bei vielen anderen Dingen war.
So auch bei der Beziehung zwischen Lorelei und Sylvia. Man hat die Sehnsucht und das Verlangen der beiden nacheinander, was durch die Verachtung und Missgunst immer mehr durchblitzt, absolut sehen können, aber es war letztendlich nicht so intensiv, wie ich es mir gewünscht hatte.
Das gleiche gilt für das Rätsel um den Mörder. Ich hatte mir mehr Mystery gewünscht, aber letztendlich hat es mich enttäuscht zurückgelassen. Bei einem guten Murder Mystery gibt es meistens diesen einen Moment, wo es plötzlich klick macht und man im Nachhinein alle Hinweise sieht oder es vielleicht durch gut gestreute Hinweise langsam aber sicher selbst errät. Stattdessen gab es meiner Meinung nach nicht viel Foreshadowing. Es war dann einfach so. Es war nicht vorhersehbar, aber auch nicht überraschend.
Die Darstellung, wie die Yeva ausgegrenzt wurden, war gut dargestellt. Es ist klar an Antisemitismus angelehnt und man kann mit Lorelei mitfühlen und wird richtig wütend bei den Dingen, die sie ertragen muss.

Daher muss ich schlussendlich einfach sagen, dass das Buch tolle Konzepte hat, die einfach noch viel mehr hergegeben hätten. So ist es eine gute Geschichte mit dem leicht bitteren Beigeschmack verschenkter Großartigkeit.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.12.2024

Ein Gothic Klassiker

Carmilla
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Im Buch geht es um Laura, die in einem abgelegenen Schloss gemeinsam mit ihrem Vater wohnt. Eines Tages wird, nach einem Kutschenunfall, die bildschöne Carmilla in ihrer Obhut überlassen. Laura freut sich, ...

Im Buch geht es um Laura, die in einem abgelegenen Schloss gemeinsam mit ihrem Vater wohnt. Eines Tages wird, nach einem Kutschenunfall, die bildschöne Carmilla in ihrer Obhut überlassen. Laura freut sich, endlich eine Gefährtin zu haben. Jedoch schleichen sich schon bald Zweifel ein. Carmilla wird von seltsamen Stimmungsschwankungen geplagt und bringt Laura eine intensive Obsession entgegen. Auch diese ist von ihrer schönen Freundin angetan, aber nachdem sie in immer melancholischere Stimmungen gerät, stellt sich die Frage, ob Carmilla an ihrer schwindenden Kraft schuld ist.

Carmilla war für mich einer der ansprechendsten Klassiker. Die Gegebenheiten sind einfach faszinierend. Es ist ein Gothic Klassiker über Vampire, der noch vor Dracula erschienen ist und eine homosexuelle Beziehung behandelt, was einfach sehr spannend ist. Außerdem ist die Ausgabe von Klett-Cotta wunderschön.
Ich war überrascht, wie explizit die Beziehung zwischen Laura und Carmilla war. Ich hatte mit subtileren Anspielungen gerechnet, aber Laura und Carmilla beschreiben sich gegenseitig als Liebste und küssen einander, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich fand es erstaunlich modern.
Die Stimmung wurde gut aufgebaut. Als lesende Person wusste man, welche Dinge jetzt bereits im Hintergrund geschehen, weswegen man bei jedem Zeichen der Schwäche seitens Laura bereits die dahinterliegende Gefahr spürt. Das funktioniert auch besonders gut dadurch, dass es als Bericht von Laura aufgemacht ist und sie daher auch Ausblicke und Hintergrundinfos geben konnte. Dadurch wird erreicht, dass doch eine stetige düstere Anspannung herrscht.
Das Ende der Geschichte war irgendwie etwas enttäuschend, da es kein richtiger Höhepunkt war. Das passt zwar grundsätzlich gut dazu, dass es ein Bericht ist, aber hat mich doch etwas unbefriedigt zurückgelassen.
Ich muss sagen, dass es keine herausragende Geschichte war, da sich die Vampirgeschichten inzwischen natürlich weiterentwickelt haben. Vor allem auch queere.
Aber aufgrund der Tatsache, welche Hintergründe es gab, fand ich es persönlich doch sehr spannend.

Wer das Buch nur der Geschichte wegen liest, wird eine eher durchschnittliche Geschichte erhalten, wer das Buch jedoch liest, weil es spannende geschichtliche Voraussetzungen hat, wird hier trotzdem fasziniert sein.

Veröffentlicht am 06.11.2024

Frustrierend und schockierend

Unversehrt. Frauen und Schmerz
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Das Buch “Unversehrt” behandelt den Schmerz von Frauen, der oft ignoriert oder kleingeredet wird. Dabei schreibt die Autorin über geschichtliche Fakten und wie sich das auf die Gegenwart bezieht und was ...

Das Buch “Unversehrt” behandelt den Schmerz von Frauen, der oft ignoriert oder kleingeredet wird. Dabei schreibt die Autorin über geschichtliche Fakten und wie sich das auf die Gegenwart bezieht und was auch heute noch passiert. Es betrachtet auch verschiedene Aspekte sowohl psychische, als auch verschiedene physische wie Dinge, die die Geschlechtsorgane, Schmerzmittel oder Schmerzen verursachende Schönheitsideale betreffen.

Ich fand das Buch war sehr gut thematisch fokussiert. Es hat sich gut auf das Thema Schmerzen spezialisiert und dieses in gute und verständliche Unterthemen unterteilt. Es besteht eine sehr gute Kombination aus geschichtlichen Fakten, wissenschaftlichen Studien und persönlichen Erfahrungen. Dadurch hat sich das Buch sehr ganzheitlich angefühlt.
Das Buch ist sehr frustrierend. Es zeigt schockierende Fakten der Vergangenheit auf, die einen wütend machen und wenn man dann denkt, na immerhin passiert das heutzutage nicht mehr, zeigt die Autorin, dass auch heutzutage immer noch höchst erschütternde Dinge passieren. Das Buch macht sehr wütend.
Ich fand es spannend, dass auch betrachtet wurde, dass weiblicher Schmerz zum Teil als erstrebenswert und ästhetisch oder zumindest nötig betrachtet wird und wie die Autorin sich das angeschaut hat.
Ich fand es sehr beeindruckend, dass die Autorin auch persönliche Erfahrungen mit eingebracht hat, die ich sehr bereichernd fand.

Das Buch ist thematisch sehr solide. Manche feministischen Bücher verlieren sich in grundsätzlichen Grundlagen, statt das Thema ihres Buches im Blick zu halten, was dieses Buch nicht tut. Die Autorin hat ihr Thema sehr solide abgesteckt und dann die Fakten und Erzählungen gut nachvollziehbar und verständlich darum herum aufgebaut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 24.10.2024

Zuckersüß und schaurig

Die Honeys (Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt): Ein queerer Mystery-Thriller für Fans von Pretty Little Liars
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Mars' Schwester Caroline stirbt unter grausamen und mysteriösen Umständen. Mars kann sich damit nicht abfinden und entschließt, Carolines Freunde aufzusuchen, in der Aspen Summer Academy. Sie sind Die ...

Mars' Schwester Caroline stirbt unter grausamen und mysteriösen Umständen. Mars kann sich damit nicht abfinden und entschließt, Carolines Freunde aufzusuchen, in der Aspen Summer Academy. Sie sind Die Honeys. Beliebt. Schön. Begehrt. Mars wollte nie wieder zurückkehren, da er das letzte Mal, dass er da war, von anderen Teenagern angegriffen wurde. Doch Mars rutscht immer mehr in die Geschehnisse um die Honeys hinein und muss deren Geheimnisse aufdecken, bevor es zu spät für ihn ist.

Der Einstieg in das Buch ist sehr krass. Man wird direkt in die Action geworfen und fragt sich, warum alles um Carolines Tod so seltsam gehändelt wird.
Das Camp ist sehr cisheteronormativ mit Geschlechterkämpfen und geschlechtsspezifischen Aktivitäten. Mars ist nichtbinär und passt deshalb nicht in diese klar geschlechtlich getrennte Welt und das seltsame Gefühl, dass das bei ihr auslöst, kommt auch beim Lesenden sehr gut an. Die Diskriminerung wird dabei sehr gut, erst subtil und dann immer offensichtlicher dargestellt, was sehr gut zu der gruseligen Stimmung beiträgt.
Die Differenzen, die Mars erlebt, zwischen den Jungsgruppen, in denen sie ist, und den Mädchengruppen, ist interessant anzusehen.
Die Stimmung im Camp ist sehr sonnig und sehr beklemmend. Ich fand es beeindruckend, wie gut die unheimliche Stimmung aufgebaut wurde, in diesem malerischen Sommercamp.
Die Eskalation der Story war sehr gut geschrieben. Es war erst etwas ungeheuer und wurde dann immer bedenklicher, bis es komplett surreal wurde und wir einiges an Bodyhorror bekommen haben.
Das einzige, was ich anzumerken habe, ist, dass ich mir gewünscht hätte, die Story wäre etwas eingekürzt und einfach dichter.

Das Buch ist ein gutes Horrorbuch und ich kann es klar empfehlen.