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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Erschütternd und schockierend

Um jeden Preis
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Die Bücher von Hera Lind gehen immer unter die Haut! Sie sind immer besonders, besonders berührend und schrecklich. Schrecklich, weil die Geschichten schlimm sind. Schrecklich, weil ihre Protagonisten ...

Die Bücher von Hera Lind gehen immer unter die Haut! Sie sind immer besonders, besonders berührend und schrecklich. Schrecklich, weil die Geschichten schlimm sind. Schrecklich, weil ihre Protagonisten das Schlimmste erleben. Auch in diesem Buch geht es wieder um eine Familie und insbesondere um Lydia. Die Familie wird im zweiten Weltkrieg verschleppt und landet in Sibirien. Die Familie erlebt wirklich grausame Sachen, unglaubliche (und für uns Zivilisierte kaum vorstellbare!) Kälte, Hunger und viel Leid. Lydia, eine ganz besondere junge Frau, bleibt bei all dem immer positiv und träumt vom Leben in Deutschland (Westdeutschland).
Man leidet und hofft von Anfang bis Ende mit. Allerdings hinterlässt das Buch bei mir auch eine Art Ermüdung. Es gibt einfach zu viele Bücher zu dem Thema, und ich bin es leid sie zu lesen. Die Geschichten sind immer ähnlich (und das versteht sich von selbst), dennoch denke ich, dass mein Kontingent von Kriegs - oder auch Nachkriegsliteratur ist aufgebraucht.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Klimakatastrophe und Eheprobleme

Der Duft des Wals
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Dieses Buch ist anders! Judith und Hugo, ein ganz "normales" Paar, am Ende ihrer Ehe. Sie fliegen in den Urlaub und hoffen im 5 Sterne Resort zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Neben Judith ...

Dieses Buch ist anders! Judith und Hugo, ein ganz "normales" Paar, am Ende ihrer Ehe. Sie fliegen in den Urlaub und hoffen im 5 Sterne Resort zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Neben Judith und Hugo ist auch Ava, ihre Tochter, mit den Urlaub geflogen. Eine junge Dame, die sehr reif für ihr Alter scheint. Im Nebenstrang geht es noch um die Stewardess Céleste und verschiedene Hotelangestellte, die versuchen den Schein zu waren (ebenso wie Judith und Hugo oftmals). Aktuelle Themen wie der Klimawandel und die Müllkatastrophe werden sehr geschickt in den Roman integriert. Beeindruckend fand ich die Angestellten, die den Strand am Morgen von Müll befreien und die Drohnen, die mit Parfüm ausgestattet sind und sich um den Gestank kümmern sollen. Am Strand ist ein Wal gestrandet und gestorben, dieser Gestank verbreitet sich und vermiest allen den Urlaub - aber der Schein muss gewahrt werden.
Ein Roman, der viele kritische Themen beinhaltet und komisch sein soll. Diese Komik habe ich nicht rausgelesen, sodass das Buch ganz okay war.
Fazit: Sprache und Stil fand ich super angenehmen, thematisch hat es mich nicht ganz abgeholt, mich hat der Wal und seine Bedeutung lange aufgehalten und nachdenken lassen. Am Ende ist die Müll- und Klimathematik schlüssig. Ein Roman, den man nicht als entspannte Urlaubslektüre lesen sollte.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Gemischte Gefühle

Fischtage
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Die Geschichte ist super: Ella, 16 Jahre und mit vielen Gefühlen ausgestattet. Sie ist wütend, auf sich und auf die Welt - auf alle. Sie fühlt sich in der Familie allein, hat keine Freunde und ...

Die Geschichte ist super: Ella, 16 Jahre und mit vielen Gefühlen ausgestattet. Sie ist wütend, auf sich und auf die Welt - auf alle. Sie fühlt sich in der Familie allein, hat keine Freunde und auch die Geschwister haben wenig Interesse an ihr. Die Grundstory ist also klar und hätte was werden können. Als der Bruder verschwindet und sie sich auf die Suche macht, kommt plötzlich ein sprechender Fisch daher. Genau dieser Plastikfisch, an den man denkt. Don't worry be happy. Ab diesem Zeitpunkt war ich leider raus, was ich super schade finde. Was soll das? Ich fand das irgendwie affig und konnte dem Fisch (den alle verstanden haben und mit dem auch kommuniziert wurde), nichts abgewinnen. Schade! Ansonsten fand ich alles stimmig: Cover ist mega! Super ansprechend - ich hätte auch im Laden definitiv zugegriffen und dieses Buch gekauft. Schreibstil und Sprache fand ich gut, habe mich gut abgeholt gefühlt. Bis auf diesen sprechenden Fisch. Aber lest gern selbst.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Politische Stimmung und Freundschaft

Rückkehr nach Budapest
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Das Cover, auf dem zwei junge Frauen von einer Häuserzeile sitzen, ist absolut treffend zum Roman gewählt.
Wir befinden uns in den späten 80igern, kurz vor der Öffnung der Grenzen in der DDR und Ungarn. ...

Das Cover, auf dem zwei junge Frauen von einer Häuserzeile sitzen, ist absolut treffend zum Roman gewählt.
Wir befinden uns in den späten 80igern, kurz vor der Öffnung der Grenzen in der DDR und Ungarn. Budapest, so hört ich aus Erzählungen, war dem Westen näher und offener, als die Städte im Osten Deutschlands. Hier herrschte noch harte politische Richtlinie und stummes folgen.
Ich finde auch im Roman werden diese sehr verschiedenen Städte gut von sehr verschiedenen Frauen "dargestellt". Die Cousinen Marta und Theresa können unterschiedlicher nicht sein. Theresa ganz selbstbewusste und Marta zuückaltend und introvertiert. Als schließlich noch Konstantin, ein angehender Schriftsteller, in das Leben der beiden Frauen kommt, wird auch die Gefühlswelt ordentlich durcheinandergebracht.
Ich habe einige Zeit gebraucht um in den Schreibstil reinzufinden, auch die Zeitsprünge fand ich gewöhnungsbedürftig. Eben noch am Leben, befinden wir uns im nächsten Satz zeitlich ganz woanders.
Marta erzählt diese Geschichte aus dem Heute und blickt in die Vergangenheit, dies tut sie aber ohne Überschriften, es wechselt ohne Ankündigung.
Ich finde die Stimmung der damaligen Zeit wird deutlich, ich mochte beide Frauen sehr. Warum auch immer, war mit Konstantin fremd und schien unnahbar, er war mir wenig sympathisch.
Abschließend kann man sagen, es ist ein gutes, aber für mich persönlich kein besonderes Buch.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Praktische, anwendbare Tipps

Ordnung für immer
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Jedes Jahr zur selben Zeit packt es mich. Es wird Zeit aufzuräumen und auszusortieren. In den letzten Jahren wurde es zum Ritual, dass ich erst einmal ein Buch zu las und viele verschiedene Tipps umsetzte. ...

Jedes Jahr zur selben Zeit packt es mich. Es wird Zeit aufzuräumen und auszusortieren. In den letzten Jahren wurde es zum Ritual, dass ich erst einmal ein Buch zu las und viele verschiedene Tipps umsetzte. Leider war bis heute nichts so richtig nachhaltig.
Dieses Buch gefiel mir sehr, man findet nicht nur praktische Tipps, sondern auch super Anleitungen und diese sind auch noch ganz übersichtlich dargestellt. Ob es der reine Motivationsschub durch das Lesen des Buches, oder was auch immer war, es funktionierte. Ich fing an: ich machte Listen und visualisierte Ordnungsziele (ein super Tipp aus dem Buch). Methoden wie
das Vier-Minuten-Prinzip, die 30-Sekunden-Regel und die 15-15-15-Minuten stehen noch auf meiner Liste und wollen ganz unbedingt ausprobiert werden. Zudem versuche ich eine Art Aufräumtagebuch zu schreiben, wobei ich mir sicher bin, dass dieser Tipp nicht für jedermann geeignet ist. Was klappt aktuell, nach dem Lesen des Buches gut? Ich bin noch dran! Ich versuche einige Methoden zu übernehmen, meinen Konsum weiterhin bewusst einzugrenzen und mich an verschiedenen Dingen auszuprobieren. Sehne ich mich doch so sehr, nach "geordneten" Verhältnissen. Ein guter Tipp für jeden, der mal wieder ordentlich Motivation benötigt!

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