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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Gemischte Gefühle

Fischtage
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Die Geschichte ist super: Ella, 16 Jahre und mit vielen Gefühlen ausgestattet. Sie ist wütend, auf sich und auf die Welt - auf alle. Sie fühlt sich in der Familie allein, hat keine Freunde und ...

Die Geschichte ist super: Ella, 16 Jahre und mit vielen Gefühlen ausgestattet. Sie ist wütend, auf sich und auf die Welt - auf alle. Sie fühlt sich in der Familie allein, hat keine Freunde und auch die Geschwister haben wenig Interesse an ihr. Die Grundstory ist also klar und hätte was werden können. Als der Bruder verschwindet und sie sich auf die Suche macht, kommt plötzlich ein sprechender Fisch daher. Genau dieser Plastikfisch, an den man denkt. Don't worry be happy. Ab diesem Zeitpunkt war ich leider raus, was ich super schade finde. Was soll das? Ich fand das irgendwie affig und konnte dem Fisch (den alle verstanden haben und mit dem auch kommuniziert wurde), nichts abgewinnen. Schade! Ansonsten fand ich alles stimmig: Cover ist mega! Super ansprechend - ich hätte auch im Laden definitiv zugegriffen und dieses Buch gekauft. Schreibstil und Sprache fand ich gut, habe mich gut abgeholt gefühlt. Bis auf diesen sprechenden Fisch. Aber lest gern selbst.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Politische Stimmung und Freundschaft

Rückkehr nach Budapest
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Das Cover, auf dem zwei junge Frauen von einer Häuserzeile sitzen, ist absolut treffend zum Roman gewählt.
Wir befinden uns in den späten 80igern, kurz vor der Öffnung der Grenzen in der DDR und Ungarn. ...

Das Cover, auf dem zwei junge Frauen von einer Häuserzeile sitzen, ist absolut treffend zum Roman gewählt.
Wir befinden uns in den späten 80igern, kurz vor der Öffnung der Grenzen in der DDR und Ungarn. Budapest, so hört ich aus Erzählungen, war dem Westen näher und offener, als die Städte im Osten Deutschlands. Hier herrschte noch harte politische Richtlinie und stummes folgen.
Ich finde auch im Roman werden diese sehr verschiedenen Städte gut von sehr verschiedenen Frauen "dargestellt". Die Cousinen Marta und Theresa können unterschiedlicher nicht sein. Theresa ganz selbstbewusste und Marta zuückaltend und introvertiert. Als schließlich noch Konstantin, ein angehender Schriftsteller, in das Leben der beiden Frauen kommt, wird auch die Gefühlswelt ordentlich durcheinandergebracht.
Ich habe einige Zeit gebraucht um in den Schreibstil reinzufinden, auch die Zeitsprünge fand ich gewöhnungsbedürftig. Eben noch am Leben, befinden wir uns im nächsten Satz zeitlich ganz woanders.
Marta erzählt diese Geschichte aus dem Heute und blickt in die Vergangenheit, dies tut sie aber ohne Überschriften, es wechselt ohne Ankündigung.
Ich finde die Stimmung der damaligen Zeit wird deutlich, ich mochte beide Frauen sehr. Warum auch immer, war mit Konstantin fremd und schien unnahbar, er war mir wenig sympathisch.
Abschließend kann man sagen, es ist ein gutes, aber für mich persönlich kein besonderes Buch.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Praktische, anwendbare Tipps

Ordnung für immer
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Jedes Jahr zur selben Zeit packt es mich. Es wird Zeit aufzuräumen und auszusortieren. In den letzten Jahren wurde es zum Ritual, dass ich erst einmal ein Buch zu las und viele verschiedene Tipps umsetzte. ...

Jedes Jahr zur selben Zeit packt es mich. Es wird Zeit aufzuräumen und auszusortieren. In den letzten Jahren wurde es zum Ritual, dass ich erst einmal ein Buch zu las und viele verschiedene Tipps umsetzte. Leider war bis heute nichts so richtig nachhaltig.
Dieses Buch gefiel mir sehr, man findet nicht nur praktische Tipps, sondern auch super Anleitungen und diese sind auch noch ganz übersichtlich dargestellt. Ob es der reine Motivationsschub durch das Lesen des Buches, oder was auch immer war, es funktionierte. Ich fing an: ich machte Listen und visualisierte Ordnungsziele (ein super Tipp aus dem Buch). Methoden wie
das Vier-Minuten-Prinzip, die 30-Sekunden-Regel und die 15-15-15-Minuten stehen noch auf meiner Liste und wollen ganz unbedingt ausprobiert werden. Zudem versuche ich eine Art Aufräumtagebuch zu schreiben, wobei ich mir sicher bin, dass dieser Tipp nicht für jedermann geeignet ist. Was klappt aktuell, nach dem Lesen des Buches gut? Ich bin noch dran! Ich versuche einige Methoden zu übernehmen, meinen Konsum weiterhin bewusst einzugrenzen und mich an verschiedenen Dingen auszuprobieren. Sehne ich mich doch so sehr, nach "geordneten" Verhältnissen. Ein guter Tipp für jeden, der mal wieder ordentlich Motivation benötigt!

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Wissenschaft und Abendteuer

Leuchten am Meeresgrund
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Das Buch führt den Leser in die Tiefen des Ozans und enthüllt die Geheimnisse des Meeresbodens. Basierend auf den Aufzeichnungen der ersten Tiefseeexpedition, werden beeindruckende Szenarien geschildert. ...

Das Buch führt den Leser in die Tiefen des Ozans und enthüllt die Geheimnisse des Meeresbodens. Basierend auf den Aufzeichnungen der ersten Tiefseeexpedition, werden beeindruckende Szenarien geschildert. Es werden verschiedenste Lebewesen beobachtet und deren Lebensräume umschrieben. Im Gegensatz zu den wunderschönen Entdeckungen, verfolgt man auch verschiedenste technische und wissenschaftliche Hürden. Die Meeresbiologin schafft es genau den richtigen Ton zwischen Sachlichkeit und Emotionen zu finden. Man bestaunt und respektiert die Natur in einem ganz besonderen Maß. Interessant fand ich verschiedene Logbucheinträge, Zeichnungen und Diagramme. Ich bin berührt von der Geschichte, es braucht nicht nur die Wissenschaft und den technischen Fortschritt, sondern Mut und Teamgeist, sich dieser Herausforderung zu stellen.
Ich mochte das Buch, auch wenn es mich inhaltlich manchmal überfordert hat. Einige Stellen fand ich weniger beeindruckend, als andere. Ein solides Sachbuch, für alle, die sich für Wissenschaft und Abendteuer interessieren.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Eine schöne Geschichte

Die Goldene Schreibmaschine
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Gleich vorab: Ich liebe den Buchspazierer, aber in diese Geschichte bin ich leider nicht ganz reingekommen.
In Carsten Henns aktuellem Buch geht es um Anna, ein junges Mädchen, die sich am liebsten ...

Gleich vorab: Ich liebe den Buchspazierer, aber in diese Geschichte bin ich leider nicht ganz reingekommen.
In Carsten Henns aktuellem Buch geht es um Anna, ein junges Mädchen, die sich am liebsten in der Bibliothek aufhält. Als sie die geheime Bibliothek in der Bibliothek findet, nimmt alles seinen Lauf. Sie entdeckt die goldene Schreibmaschine, entdeckt, dass geänderte Textzeilen in den Büchern auch tatsächlich geändert werden. In allen Büchern auf der ganzen Welt. Aber das vermeintliche Glück, bringt auch eine Menge Unheil mit sich. Denn mithilfe der Maschine kann man nicht nur Bücher verändern, sondern auch die Realität. Der äußerst unsympathische Klassenlehrer Herr Dresskau, erfährt von der Maschine und möchte eigene Pläne in die Tat umsetzen und die Welt nach seinen Wünschen verändern.
Schreibstil und Cover sind wieder mal gut gelungen. Die Geschichte einer Schreibmaschine, mit der Man Bücher und Realitäten verändern kann, finde ich von der Idee her sehr schön. Mir fehlt aber eine gewisse Form von pädagogischer Reflexion in dem Buch. Ist es wirklich sinnvoll jegliche Geschichten einfach so zu verändern? Vielleicht interpretiere ich einfach zu viel rein und es liegt ausschließlich an mir, aber das Buch ist für Kinder ab 10.Eine gewisse Nähe zur Realität wünsche ich mir dennoch.
Ein solides Kinderbuch, welches mein Sohn sicher dennoch liebt.

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