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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2025

Alles eine Frage der Chemie

Flavorama
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Obwohl das Cover eigentlich recht einfach gestaltet ist, springt einen das Buch aufgrund der leuchtenden gelben Farbe und des bunt gehaltenen Titels direkt an.
Mit Autorin Dr. Arielle Johnson taucht man ...

Obwohl das Cover eigentlich recht einfach gestaltet ist, springt einen das Buch aufgrund der leuchtenden gelben Farbe und des bunt gehaltenen Titels direkt an.
Mit Autorin Dr. Arielle Johnson taucht man beim Lesen in die Wunderwelt Geschmacks ein und begibt sich auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Moleküle. Sie beschreibt auf anschauliche Weise die Wechselwirkungen von Geruch und Geschmack und zeigt auf, warum Lebensmittel so schmecken wie sie es tun und wie man Geschmäcker herauskitzeln und intensivieren kann.
Meiner Meinung nach bewegt sich das Buch auf der feinen Grenze zwischen Sach- und Fachbuch. Es ist definitiv kein Buch, dass man einfach so zwischendurch lesen kann bzw. sollte. Dafür ist das Thema zu umfangreich und komplex. Ich denke auch, dass ich dieses Buch mehr als einmal lesen werde. Hervorheben möchte ich, dass trotz der Komplexität und des hohen Anteils an Grundlagen der Chemie dieses Buch wirklich für jeden, der Interesse an dem Thema Geschmack hat, geeignet ist. Alles, was für das Verständnis der Thematik benötigt wird, wird ausführlich und anschaulich besprochen.
Ergänzt wird das ganze mit 99 Rezepten. Diese sind aber nicht, wie ich es erwartet hatte, in einem eigenen Rezeptteil aufgeführt, sondern über das ganze Buch verteilt. Hierbei handelt es sich oftmals um kleine "Experimente" in der Küche um das Gelesene praktisch umzusetzen und dadurch ein besseres Verständnis zu bekommen.
Zusätzlich wird der doch sehr wissenschaftliche Text durch kleine Illustrationen aufgelockert. Dies ist natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, mir haben sie sehr gut gefallen. Manch einer hätte sich wahrscheinlich eher Bilder gewünscht. Hier finde ich sieht man aber auch sehr gut, dass es eben ein Sachbuch für die Allgemeinheit ist und kein Fachbuch.
Persönlich gestört hat mich nur das Format des Buches. Es ist verhältnismäßig großformatig und schwer. Einerseits spricht dies für die Wertigkeit des Buches, andererseits wurde ich ein wenig eingeschränkt in meiner Leseposition. Aber auch dies ist wieder mal eine Frage des persönlichen Geschmacks.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Gesellschaftskritisch und unterhaltsam

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Obwohl das Cover eigentlich nicht wirklich aussagekräftig oder besonders ist, hat es mich sofort angesprungen. Ein kurzer Blick auf den Klappentext hat mich in meiner Meinung verstärkt, dass ich dieses ...

Obwohl das Cover eigentlich nicht wirklich aussagekräftig oder besonders ist, hat es mich sofort angesprungen. Ein kurzer Blick auf den Klappentext hat mich in meiner Meinung verstärkt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Erwartet hatte ich mir einen leicht skurrilen und sarkastischen Liebesroman, bekommen habe ich… Ja was eigentlich?

Diese Frage konnte ich für mich noch nicht abschließend beantworten. Ein Liebesroman ist es nicht im herkömmlichen Sinne, wenn auch natürlich Liebe ein wichtiges Thema ist. Ich glaube nicht, dass man diesem Roman wirklich einen eindeutigen Stempel geben kann. Denn neben der Liebe gibt es hier auch eine große Portion Feminismus und Gesellschaftskritik.

Klingt im ersten Augenblick nach ziemlicher schwerer Kost, doch Autorin Anika Decker verpackt diese Themen so geschickt in eine gute Story, mit normalen und doch besonderen Charakteren, dass man dies alles gut wegstecken kann. Das Buch regt aber durchaus zum Nachdenken und Hinterfragen ein.

Die Geschichte wird aus Sicht von den verschiedensten Personen erzählt, Großteils aber aus Sicht von Nina und ihrer Schwester Lena. Auf den ersten Blick sind die Schwestern so unterschiedlich wie Tag und Nacht und verhalten sich deswegen wie Hund und Katz. Je besser man die Schwestern jedoch kennenlernt, umso mehr sieht man wie ähnlich sie sich eigentlich sind, auch wenn sie dies selbst nicht wahrhaben wollen.

Der Schreibstil war für mich zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig und ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich damit zu recht gekommen bin. Womit ich mich bis zum Schluss nicht wirklich anfreunden konnte, waren die Kapitellängen. Manche waren unfassbar kurz und ich fand es schade, dass schon wieder die Perspektive gewechselt wird. Andere waren so lang, dass ich das Gefühl hatte, dass sie nie mehr enden. Dies ist für viele sicher kein Problem, da ich aber ungern in der Mitte von einem Kapitel zu lesen aufhöre, war das für mich störend.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mich mehr als nur gut unterhalten gefühlt habe, wenn auch anders als vor dem Lesen gedacht. Eine Verfilmung des Buches würde ich mir auch auf jeden Fall anschauen. Ich denke, hier ist wirklich Potenzial für einen guten Film vorhanden.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Die richtige Liebe zum falschen Zeitpunkt

Liebe - lieber nicht
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Sowohl Zoe als auch Henry müssen in diesem Buch das Ende einer Beziehung verarbeiten und verkraften. Die Gründe für die jeweiligen Trennungen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch gibt es auch ...

Sowohl Zoe als auch Henry müssen in diesem Buch das Ende einer Beziehung verarbeiten und verkraften. Die Gründe für die jeweiligen Trennungen könnten nicht unterschiedlicher sein und doch gibt es auch die eine oder andere Gemeinsamkeit.
Beide versuchen auf ihre eigene und teilweise auch unorthodoxe Art und Weise diesen doch großen Einschnitt in ihr Leben zu verarbeiten und „stolpern“ dabei übereinander. Auf den ersten Blick scheinen die beiden wie füreinander gemacht, aber der Zeitpunkt ihres Treffens ist mehr als schlecht.
Sowohl Henry als auch Zoe sind im Großen und Ganzen recht sympathische Charaktere. Ihre Handlungsweisen konnte ich meisten nachvollziehen und verstehen. Es gab aber auch die eine oder andere Episode, bei der ich nur den Kopf schütteln konnte. Autor Andy Jones schafft es sehr gut das Gefühlschaos der beiden Hauptpersonen zu beschreiben. Er lässt aber auch einige Dinge offen, so dass man sich selbst seine Gedanken machen und Schlüsse ziehen kann.
Erwartet hatte ich mir einen Liebesroman und in gewisser Weise ist es das auch. Aber so ganz anders als ich es mir erwartet habe. Die Liebe ist zwar allgegenwärtig, aber weniger in einer aufdringlichen und schnulzigen Art und Weise. Sie schlummert eher so vor sich hin und lässt sich immer wieder kurz blicken.
Im Gegensatz zu kitschigen Liebesromanen, die zwar schön zu lesen sind, die man aber schon nach wenigen Tagen wieder vergessen hat, hat mich dieses Buch wirklich berührt und beschäftigt mich auch noch Tage später. Vor allem die Botschaft, die das Buch mir vermittelt hat, gibt mir immer wieder zu denken. Und das zeichnet ein gutes Buch doch aus, dass es einen berührt und noch länger beschäftigt.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Fiktion und Realität

Das Glück kurz hinter Graceland
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Elvis Presley wird nicht ohne Grund als "The King" bezeichnet. Er war eine unglaublich faszinierende Persönlichkeit und seine Musik ist auch heute noch beliebt und bekannt. Ein Roman, der sich um Elvis ...

Elvis Presley wird nicht ohne Grund als "The King" bezeichnet. Er war eine unglaublich faszinierende Persönlichkeit und seine Musik ist auch heute noch beliebt und bekannt. Ein Roman, der sich um Elvis dreht bzw. in dem Elvis eine große Rolle spielt war für mich daher eine Pflichtlektüre.
Ein Teil der Geschichte spielt im "Jetzt" und erzählt die Geschichte von Cory Beth und ihrer Suche nach ihrem Vater oder vielleicht eher nach der Suche zu sich selbst. Der zweite Teil der Geschichte wird aus der Perspektive von Honey, Cory Beths Mutter erzählt und spielt im letzten Lebensjahr von Elvis.
Autorin Kim Wright vermischt auf wunderbare Weise eine fiktionale Geschichte mit realen Erlebnissen aus Elvis Leben. Dies schafft sie so gut, dass man sich beim Lesen ohne Schwierigkeiten vorstellen kann, dass auch die fiktionalen Elemente wirklich genauso stattgefunden haben könnten.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist angenehm flüssig und ich konnte recht schnell in die Geschichte eintauchen. Gerade die Bereiche der Geschichte, die zu Elvis Lebzeiten spielen haben mich besonders fasziniert und ich denke, dass ich auch bald mal eine Elvis Biografie lesen werde.
Ein Spannungsbogen ist zwar vorhanden, dieser flacht zwischendurch aber immer wieder stark ab. Als wirklich spannend und fesselnd würde ich das Buch nicht unbedingt bezeichnen. Trotzdem hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Gefühlvoll und wunderschön

Meck und Schneck. Meck ist weg!
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Dies ist das bereits vierte Abenteuer vom kleinen Meck und seinem Freund Schneck. Ich bin mehr oder weniger zufällig auf diese Reihe aufmerksam geworden und kenne bis dato die ersten Bücher nicht. Ich ...

Dies ist das bereits vierte Abenteuer vom kleinen Meck und seinem Freund Schneck. Ich bin mehr oder weniger zufällig auf diese Reihe aufmerksam geworden und kenne bis dato die ersten Bücher nicht. Ich denke aber, dass sich das bald ändern wird.
Denn sowohl der 1,5-Jährige, für den das Buch gedacht ist, als auch wir als Eltern sind wirklich begeistert. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet, die Farbzusammensetzung ist stimmig und nicht zu grell oder schreiend und die Bilder zwar detailliert, aber nicht überladen. Also perfekt dafür, dass man einiges zum Entdecken hat und trotzdem das Kind nicht überfordert ist.
Die Geschichte selbst ist, der Altersempfehlung des Buches entsprechend, eher einfach gehalten, hat aber einige wichtige Botschaften und bietet auch viel Möglichkeiten für etwas ältere Kinder. Meiner Meinung nach ist dies keines der Bücher die man ein, zwei Mal anschaut und es dann langweilig wird. In diesem Buch gibt es doch einiges zu entdecken und vor allem vieles über das man sprechen kann.
Der Hauptschwerpunkt des Buches liegt auf dem Thema Gefühle. Die Art und Weise wie mit den Gefühlen umgegangen wird und wie diese dargestellt werden ist absolut kindgerecht und wirklich liebevoll gemacht. Ich denke schon, dass das Kind gut nachvollziehen kann, wie Schneck sich fühlt, als er feststellt, dass Meck plötzlich weg ist.
Das Buch hat ein angenehmes Format, so dass es auch vom Kind allein gehalten und angesehen werden kann. Die Seiten sind robust und werden bestimmt auch den einen oder anderen Wutanfall überleben.
Den einzigen kleinen Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass sich die Geschichte nur partiell reimt. Gerade für die empfohlene Altersgruppe empfinde ich gereimt Geschichten als schöner und angenehmer zum Vorlesen. Aber dies ist wie bei so vielen Dingen natürlich Geschmackssache. Aber abgesehen davon, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.

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