Platzhalter für Profilbild

Redrose

Lesejury Star
offline

Redrose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Redrose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Spannend bis zum Schluss

Eine Leiche zum Frappé
0

Dieses Buch habe ich während eines Zypern-Aufenthaltes gelesen und das hat durch den Ortsbezug natürlich besonders viel Spaß gemacht. In das Café von Panagiotis, kurz Pana genannt, habe ich es leider nicht ...

Dieses Buch habe ich während eines Zypern-Aufenthaltes gelesen und das hat durch den Ortsbezug natürlich besonders viel Spaß gemacht. In das Café von Panagiotis, kurz Pana genannt, habe ich es leider nicht geschafft, wir waren in einer anderen Ecke von Zypern 😉, aber natürlich konnten wir auch in anderen Cafés einen Frappé genießen.

Die Autorin ist selbst nach Zypern ausgewandert, daher musste ich schmunzeln, über ihre Protagonistin Ute, eine deutsche Auswanderin. Ob Tina Wälde hier wohl ihre eigenen Erfahrungen miteinfließen hat lassen?

Ein Mord und ein unfähiger Kommissar bringen Pana dazu, selbst zu ermitteln.

Mein besonderer Liebling war Apostolus, Panas Esel, der wie sein Herrchen gerade mal auf Diät gesetzt wird, womit er natürlich überhaupt nicht einverstanden ist.

Neben viel zypriotischem Flair geht es natürlich auch um den Mord und hier hält die Autorin die Spannung bis zum Schluss.

Als ein wenig störend für das ansonsten runde Gesamtbild habe ich Utes Freundin Heike empfunden. Die schwäbischen Einsprengsel sind natürlich der Herkunft der Autorin geschuldet und würden auch prima zu einem Schwaben-Krimi passen, hier habe ich die Dialekt-Passagen als störend empfunden, insbesondere auch, da Heike teilweise einen sehr derben Sprachstil hat.

Davon abgesehen hat mir der Einstieg in diese Zypern-Reihe sehr gut gefallen und ich empfehle „Eine Leiche zum Frappé“ gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2025

Ein Bahnabenteuer mit vielen Infos zu den osteuropäischen Ländern

Bummelzug nach Istanbul
0

Eins vorweg, dieses Buch hat mich nicht dazu bewogen, in eine ähnliche Reiseplanung einzusteigen 😉

Die ärmsten Länder Europas mit dem Zug zu bereisen, mag ökologisch sinnvoll sein, ab einem gewissen Alter ...

Eins vorweg, dieses Buch hat mich nicht dazu bewogen, in eine ähnliche Reiseplanung einzusteigen 😉

Die ärmsten Länder Europas mit dem Zug zu bereisen, mag ökologisch sinnvoll sein, ab einem gewissen Alter ist der Charme von billigen Hostels mit Badezimmer am Ende des Flures jedoch nicht mehr erkennbar 😉

„Wir mochten uns zwar in der Europäischen Union aufhalten, doch es fühlte sich nicht danach an“ stellt Tom auf der Fahrt durch Bulgarien fest.

Tom und Danny, zwei Briten mittleren Alters, machen sich mit einem Interrailticket auf nach Istanbul, auf den Spuren des legendären Orient-Express, der heutzutage 17.500 Pfund kostet. Wirklich glamourös ist die Reise mit Interrail nicht, dafür erleben die Beiden einige Abenteuer, interessante Begegnungen und trinken sich manches auch einfach nur schön mit Bier und Wein 🤣

„Russe war ein besonderer Ort. Wir wollten ihn mögen. Doch wir waren unsicher, ob es uns gelang.“

Mir gefällt der trockene Humor, mit dem Tom Chesshyre seine Protagonisten auf die Zugreise schickt, die teilweise skurrilen Begegnungen und die Informationen über Länder, von denen ich einige mit Sicherheit nicht selbst bereisen möchte. Gut gelungen ist auch immer wieder der Bezug zum echten Orientexpress und Hintergründe zu diesem Luxuszug, der nur der Reichen vorbehalten war. Die deutsche Bahn mit ihrer Unpünktlichkeit kommt zu Recht nicht besonders gut weg. Interessant fand ich auch, dass der berühmte Bernina Express durch die Schweizer Alpen ebenfalls mit dem Interrail Ticket befahrbar ist.

Ein amüsantes Buch für alle Zugfreunde und die es werden möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2025

Slow burn romance in Kanada

Blooming Hope
0

Die Autorin versetzt mich nach Kanada und in dem zauberhaften Blumenladen Rose Garden würde ich mir sehr gerne einen Blumenstrauß von Thea binden lassen.

So ergeht es auch Max, der ihr gleich einen Dauerauftrag ...

Die Autorin versetzt mich nach Kanada und in dem zauberhaften Blumenladen Rose Garden würde ich mir sehr gerne einen Blumenstrauß von Thea binden lassen.

So ergeht es auch Max, der ihr gleich einen Dauerauftrag erteilt, doch für wen sind diese wöchentlichen Lieferungen?

​Die Geschichte wird mal aus der Sicht von Thea und mal von Max erzählt und es beginnt ein vorsichtiger Reigen von gegenseitigem Abtasten. Beide tragen Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit mit sich herum und dies verhindert eine rasche Annäherung.

​Obwohl ich sowohl Thea als auch Max als sympathisch empfinde, fällt es mir manchmal schwer, ihre Verhaltensweisen nachzuvollziehen.

Tatsächlich sind mir die Nebenfiguren wesentlich interessanter erschienen.

​Mein Highlight war Charlotte, die ich für ihren Optimismus und ihren Mut immer wieder aufzustehen sehr bewundert habe und auch mit Rose würde ich gerne zu Olive in Balzac`s Coffee gehen, mich mit Pancakes verwöhnen lassen und dabei versuchen, diese beiden besser kennenzulernen. Aber zum Glück sind ja noch zwei weitere Bände geplant.

​Ein wunderschönes Cover, eine tolle Kulisse, sympathische Protagonisten und ein Freundeskreis, in dem ich mich auch wohlfühlen würde bietet „Blooming Hope“.

​Für das Debüt der Autorin vergebe ich 4 Sterne und empfehle das Buch gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2024

Eingeschneit in den Bergen, ein Gänsehautkrimi

Leise tötet der Schnee
0

Die Autorin benötigt nur wenige Requisiten, um Spannung zu erzeugen: eine Hütte in den Bergen, zwei unterschiedliche Gruppen, die aufeinandertreffen und sofort ergreift mich die Ahnung, dass ein Mord geschehen ...

Die Autorin benötigt nur wenige Requisiten, um Spannung zu erzeugen: eine Hütte in den Bergen, zwei unterschiedliche Gruppen, die aufeinandertreffen und sofort ergreift mich die Ahnung, dass ein Mord geschehen wird. Unterschwellige Strömungen, etwas Böses liegt in der Luft.

Großartig wie die Autorin mit ihren Worten die Spannung aufrechthält. Nur der Schluss verhindert die volle Punktzahl, hier hat mir etwas gefehlt, um die Geschichte abzurunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2024

Eine sehr extreme Art des Reisens, perfekt zu lesen von der Couch

Aufbruch ins Freie
0

Ich reise gerne und oft, aber meine Art des Reisens unterscheidet sich sehr von der der Autorin. Ein bequemes Bett ist einfach ein Muss und gutes Essen ist auch nicht zu unterschätzen. 😉

Francie Vogel ...

Ich reise gerne und oft, aber meine Art des Reisens unterscheidet sich sehr von der der Autorin. Ein bequemes Bett ist einfach ein Muss und gutes Essen ist auch nicht zu unterschätzen. 😉

Francie Vogel hingegen fühlt sich in Räumen oft eingesperrt, immer wieder verspürt sie den Drang auszubrechen, während der Studienzeit in den Semesterferien und im Berufsalltag, wann immer es möglich ist. Dabei setzt sie sich Ziele, die viele für unmöglich halten. Oft ist sie allein unterwegs oder nur mit ihrem Hund, manchmal auch in Begleitung.

Francie Vogel gibt einiges von sich preis, von ihrer Jugend, in der sie sich immer als Außenseiterin gefühlt hat, ein Gefühl, dass sie auch später nie ganz ablegen konnte. Vielleicht empfindet sie deshalb auch ihren Hund Mexx als Seelenverwandten, einen Hund aus dem Tierheim, der wie sie einiges durchgemacht hat.

Auf dem Rad, zu Fuß oder auf Skiern, immer voll bepackt, erlebt die Autorin auf ihren anstrengenden Reisen Glücksgefühle, die sie sonst nirgends findet. Dabei friert sie oft, ist Hunger und Durst ausgesetzt und erlebt auch gefährliche Situationen. Fasziniert beobachte ich von meiner warmen bequemen Couch aus, wie sehr sich unsere Reisen doch voneinander unterscheiden, aber das ist auch gut so. Die Geschmäcker sind eben unterschiedlich und für mich wäre es der absolute Horror ein vollbepacktes Fahrrad streckenweise steile Wege sogar tragen zu müssen, während Francie das nicht abschreckt. Auf ihren abenteuerlichen Reisen fühlt sie sich frei, immer wieder findet sie Gleichgesinnte, die ihre Leidenschaft teilen.

Aufgelockert werden die Reisebeschreibungen durch Bilder, die das Fernweh wecken und Hund Mexx entwickelt sich immer mehr zur Bergziege, er ist auf vielen Bildern der heimliche Star.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter für alle, die das Reisen lieben, egal in welcher Form.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere