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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2025

Vier Frauen und vier Geheimnisse

Rosenlund – Ein Sommer der Geheimnisse
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Sommer in Schweden ist wunderbar. Ich wäre auch sehr gerne an dem Sommerfest gewesen, welches Helen und Tom in ihrem romantischen Hotel Rosenlund für ihre Freunde geben. Auf eine Begegnung mit dem widerlichen ...

Sommer in Schweden ist wunderbar. Ich wäre auch sehr gerne an dem Sommerfest gewesen, welches Helen und Tom in ihrem romantischen Hotel Rosenlund für ihre Freunde geben. Auf eine Begegnung mit dem widerlichen Frederik RIepholm hätte ich allerdings gerne verzichtet. Nach der Party gilt Riepholm als vermisst und die Polizei ermittelt. Ich frage mich gerade, wer so einen Typen überhaupt vermisst 😉.

Es ist spannend, dass jede der vier Freundinnen an diesem Abend etwas getan hat, was sie verbergen möchte und ich muss unbedingt mehr darüber herausfinden.

Helen, Nadja, Kim und Anna treffen sich regelmäßig zu einem Literaturkreis. Allerdings wird wenig über Bücher gesprochen, es geht um ein geselliges Beisammensein. Obwohl sie sich als Freundinnen bezeichnen, teilen sie ihre Geheimnisse nicht miteinander.

Grundsätzlich hat mir die Idee gut gefallen und ich war neugierig, mehr über die Hintergründe der jeweiligen Geheimnisse herauszufinden. Allerdings habe ich ein bisschen was vermisst. Dadurch, dass 4 Geschichten gleichzeitig erzählt wurden, fehlte mir ein wenig der Fokus. Jede der Frauen für sich hätte es verdient, dass sie im Mittelpunkt einer eigenen Geschichte steht. Da allerdings alle vier Stories gleichzeitig erzählt wurden, habe ich weniger Mitgefühl empfinden können und die wirklich tragischen Geschehnisse konnten mich nicht zu 100% mitreißen. Die Schicksale der vier Frauen haben mich nicht wirklich berührt, was ich ein wenig schade finde und zu einem Stern Abzug führt.

Nichtsdestotrotz empfehle ich „Ein Sommer der Geheimnisse“ gerne weiter, weil es spannend ist und Lust auf einen Urlaub in Rosenlund macht. Und Kriminalinspektor Daniel hat für seinen mitfühlenden Umgang mit den Verdächtigen definitiv das Potential zum neuen Bookboyfriend 😉.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Spannend bis zum Schluss

Eine Leiche zum Frappé
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Dieses Buch habe ich während eines Zypern-Aufenthaltes gelesen und das hat durch den Ortsbezug natürlich besonders viel Spaß gemacht. In das Café von Panagiotis, kurz Pana genannt, habe ich es leider nicht ...

Dieses Buch habe ich während eines Zypern-Aufenthaltes gelesen und das hat durch den Ortsbezug natürlich besonders viel Spaß gemacht. In das Café von Panagiotis, kurz Pana genannt, habe ich es leider nicht geschafft, wir waren in einer anderen Ecke von Zypern 😉, aber natürlich konnten wir auch in anderen Cafés einen Frappé genießen.

Die Autorin ist selbst nach Zypern ausgewandert, daher musste ich schmunzeln, über ihre Protagonistin Ute, eine deutsche Auswanderin. Ob Tina Wälde hier wohl ihre eigenen Erfahrungen miteinfließen hat lassen?

Ein Mord und ein unfähiger Kommissar bringen Pana dazu, selbst zu ermitteln.

Mein besonderer Liebling war Apostolus, Panas Esel, der wie sein Herrchen gerade mal auf Diät gesetzt wird, womit er natürlich überhaupt nicht einverstanden ist.

Neben viel zypriotischem Flair geht es natürlich auch um den Mord und hier hält die Autorin die Spannung bis zum Schluss.

Als ein wenig störend für das ansonsten runde Gesamtbild habe ich Utes Freundin Heike empfunden. Die schwäbischen Einsprengsel sind natürlich der Herkunft der Autorin geschuldet und würden auch prima zu einem Schwaben-Krimi passen, hier habe ich die Dialekt-Passagen als störend empfunden, insbesondere auch, da Heike teilweise einen sehr derben Sprachstil hat.

Davon abgesehen hat mir der Einstieg in diese Zypern-Reihe sehr gut gefallen und ich empfehle „Eine Leiche zum Frappé“ gerne weiter.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Ein Bahnabenteuer mit vielen Infos zu den osteuropäischen Ländern

Bummelzug nach Istanbul
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Eins vorweg, dieses Buch hat mich nicht dazu bewogen, in eine ähnliche Reiseplanung einzusteigen 😉

Die ärmsten Länder Europas mit dem Zug zu bereisen, mag ökologisch sinnvoll sein, ab einem gewissen Alter ...

Eins vorweg, dieses Buch hat mich nicht dazu bewogen, in eine ähnliche Reiseplanung einzusteigen 😉

Die ärmsten Länder Europas mit dem Zug zu bereisen, mag ökologisch sinnvoll sein, ab einem gewissen Alter ist der Charme von billigen Hostels mit Badezimmer am Ende des Flures jedoch nicht mehr erkennbar 😉

„Wir mochten uns zwar in der Europäischen Union aufhalten, doch es fühlte sich nicht danach an“ stellt Tom auf der Fahrt durch Bulgarien fest.

Tom und Danny, zwei Briten mittleren Alters, machen sich mit einem Interrailticket auf nach Istanbul, auf den Spuren des legendären Orient-Express, der heutzutage 17.500 Pfund kostet. Wirklich glamourös ist die Reise mit Interrail nicht, dafür erleben die Beiden einige Abenteuer, interessante Begegnungen und trinken sich manches auch einfach nur schön mit Bier und Wein 🤣

„Russe war ein besonderer Ort. Wir wollten ihn mögen. Doch wir waren unsicher, ob es uns gelang.“

Mir gefällt der trockene Humor, mit dem Tom Chesshyre seine Protagonisten auf die Zugreise schickt, die teilweise skurrilen Begegnungen und die Informationen über Länder, von denen ich einige mit Sicherheit nicht selbst bereisen möchte. Gut gelungen ist auch immer wieder der Bezug zum echten Orientexpress und Hintergründe zu diesem Luxuszug, der nur der Reichen vorbehalten war. Die deutsche Bahn mit ihrer Unpünktlichkeit kommt zu Recht nicht besonders gut weg. Interessant fand ich auch, dass der berühmte Bernina Express durch die Schweizer Alpen ebenfalls mit dem Interrail Ticket befahrbar ist.

Ein amüsantes Buch für alle Zugfreunde und die es werden möchten.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Slow burn romance in Kanada

Blooming Hope
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Die Autorin versetzt mich nach Kanada und in dem zauberhaften Blumenladen Rose Garden würde ich mir sehr gerne einen Blumenstrauß von Thea binden lassen.

So ergeht es auch Max, der ihr gleich einen Dauerauftrag ...

Die Autorin versetzt mich nach Kanada und in dem zauberhaften Blumenladen Rose Garden würde ich mir sehr gerne einen Blumenstrauß von Thea binden lassen.

So ergeht es auch Max, der ihr gleich einen Dauerauftrag erteilt, doch für wen sind diese wöchentlichen Lieferungen?

​Die Geschichte wird mal aus der Sicht von Thea und mal von Max erzählt und es beginnt ein vorsichtiger Reigen von gegenseitigem Abtasten. Beide tragen Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit mit sich herum und dies verhindert eine rasche Annäherung.

​Obwohl ich sowohl Thea als auch Max als sympathisch empfinde, fällt es mir manchmal schwer, ihre Verhaltensweisen nachzuvollziehen.

Tatsächlich sind mir die Nebenfiguren wesentlich interessanter erschienen.

​Mein Highlight war Charlotte, die ich für ihren Optimismus und ihren Mut immer wieder aufzustehen sehr bewundert habe und auch mit Rose würde ich gerne zu Olive in Balzac`s Coffee gehen, mich mit Pancakes verwöhnen lassen und dabei versuchen, diese beiden besser kennenzulernen. Aber zum Glück sind ja noch zwei weitere Bände geplant.

​Ein wunderschönes Cover, eine tolle Kulisse, sympathische Protagonisten und ein Freundeskreis, in dem ich mich auch wohlfühlen würde bietet „Blooming Hope“.

​Für das Debüt der Autorin vergebe ich 4 Sterne und empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Eingeschneit in den Bergen, ein Gänsehautkrimi

Leise tötet der Schnee
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Die Autorin benötigt nur wenige Requisiten, um Spannung zu erzeugen: eine Hütte in den Bergen, zwei unterschiedliche Gruppen, die aufeinandertreffen und sofort ergreift mich die Ahnung, dass ein Mord geschehen ...

Die Autorin benötigt nur wenige Requisiten, um Spannung zu erzeugen: eine Hütte in den Bergen, zwei unterschiedliche Gruppen, die aufeinandertreffen und sofort ergreift mich die Ahnung, dass ein Mord geschehen wird. Unterschwellige Strömungen, etwas Böses liegt in der Luft.

Großartig wie die Autorin mit ihren Worten die Spannung aufrechthält. Nur der Schluss verhindert die volle Punktzahl, hier hat mir etwas gefehlt, um die Geschichte abzurunden.

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