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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein fesselnder Survival-Trip

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Dank NetGalley hatte ich die Möglichkeit, „Der Weg“ von Rebecca Russ bereits lesen zu können.

Gleich zu Beginn ist mir das Cover ins Auge gestochen. Düster, greift das Thema des Buches perfekt auf, und ...

Dank NetGalley hatte ich die Möglichkeit, „Der Weg“ von Rebecca Russ bereits lesen zu können.

Gleich zu Beginn ist mir das Cover ins Auge gestochen. Düster, greift das Thema des Buches perfekt auf, und lässt einen direkt neugierig werden.
Und ich muss sagen, nicht nur das schöne Äußere konnte überzeugen.

Aber worum geht es eigentlich?

Nicki lädt ihre beste Freundin, Julia, spontan zu einer Wanderung auf dem abgelegenen Kungeleien-Weg in Schweden ein, um ihren Junggesellinnenabschied zu feiern. Doch schon bald wendet sich das Blatt. Aus der geplanten, idyllischen Wanderung wird ein harter Überlebenskampf, als Julia eines Morgens alleine in dem Zelt aufwacht. Auf der Suche nach Nikki kommt Julia immer weiter vom Weg ab. Wie wird sie ohne Karten oder Orientierung zurückfinden?

Das Thema hat mich sofort angesprochen. Nicht nur, weil ich Schweden als Setting liebe, sondern auch weil es in der rauen Natur spielt. Das ist doch schon direkt ein guter Grundstein für einen spannenden Thriller, der einen mitfiebern lässt.

Man steigt direkt in die Geschichte ein, was mir sehr gut gefallen hat. Kein ellenlanger Einstieg, durch den man sich etwas durch Quälen muss.
Relativ schnell kommen zudem Kapitel dazu, die eine Art Vorgeschichte zu sein scheinen. Viel kann ich dazu leider nicht sage, da es ansonsten Spoilern würde. Aber diese Kapitel konnten dem Buch noch mehr Spannung verleihen, da man somit zwei Handlungsstränge hatte, bei denen man mitfiebern konnte.
Wie schon erwähnt, hat mir das Setting sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es, die Verhältnisse der Natur so zu beschreiben, dass man sich gut in die Lage und Charaktere hineinversetzten kann.

Generell hat der angenehme, bildlich beschriebene Schreibstil dazu beigetragen, dass man die Emotionen und Wahrnehmungen nachvollziehen kann. Schon lange bin ich nicht mehr so durch ein Buch geflogen. Was man nicht nur dem tollen Schreibstil zugutehalten kann, sondern auch der angenehmen Länge. Es wurde nichts unnötig hinausgezogen. Die Kapitel sind kurz und knackig, und dennoch hat man nicht das Gefühl, dass etwas weggelassen wird. Es fühlt sich rundum stimmig an. Alle Emotionen werden einem glaubwürdig übermittelt. Man fühlt mit den beiden Frauen mit.

Trauer, Wut, Angst, Erleichterung. Alles ist dabei.

Auch haben mir die Charaktere zugesagt. Anfänglich konnte ich Nicki nicht ganz verstehen, fand sie etwas seltsam. Doch je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto mehr beginnt man, alles zu verstehen und nachzuvollziehen. Nachzuvollziehen, wieso sie sich so benimmt, wie sie es eben tut.

Rebecca Russ hat es geschafft, zwei faszinierende Frauen zu erschaffen. Beide stark und interessant auf ihre eigene Weise.
Für mich persönlich waren die Plots / Twists zwar absolut vorhersehbar, jedoch empfand ich dies keineswegs als negativ.

Es hat mir dennoch großen Spaß gemacht, in die Geschichte einzutauchen, und zu erfahren, ob ich denn mit meinen Vermutungen und Spekulationen richtig liege. Obwohl ich einem letzten, überraschenden Twist nicht abgeneigt gewesen wäre. Einfach noch ein letzter großer „Wow“ Effekt.
Dennoch muss ich sagen, dass ich das Ende als durchaus befriedigend empfunden habe. Es wurden keine Fragen offen gelassen, alle Handlungsstränge sind zusammen gelaufen und haben eine solide Auflösung gefunden.

Abschließend kann ich sagen, dass, auch wenn „Der Weg“ kein absolutes Highlight für mich war, ich es dennoch als eine spannende, unterhaltende Lektüre empfunden habe, die mir ein paar gute Stunden bereitet hat.
Wer auf der Suche nach einem schnellen, gut geschriebenen Survival-Thriller ist, könnte hier fündig werden.

Während hartgesonnene Thriller-Leser:innen die Handlung vielleicht als vorhersehbar empfinden könnten - so wie es mir auch ging - kann ich dieses Buch besonders Thriller-Einsteigern empfehlen!
Dies war meine erste Begegnung mit Rebecca Russ, aber es wird auf jeden Fall nicht meine letzte sein! Ich bin jetzt schon gespannt auf ihre kommenden Werke!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2024

Macht neugierig auf mehr

Dorn. Hotel der Angst
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Jan Beck's Thriller „Dorn“ entführt die Leser in eine Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Die Geschichte beginnt mit einem dramatischen Mord, der sofort fesselt und die Spannung schnell ...

Jan Beck's Thriller „Dorn“ entführt die Leser in eine Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Die Geschichte beginnt mit einem dramatischen Mord, der sofort fesselt und die Spannung schnell anzieht. Der flüssige Erzählstil sorgt dafür, dass man tief in die Handlung eintaucht, während Rückblenden und gut ausgearbeitete Charaktere die Beweggründe der Figuren nachvollziehbar machen.

Die Hauptfiguren, Simon Dorn, ein gebrochener ehemaliger Kriminalpsychologe, und die junge Polizistin Lea Wagner, bilden ein interessantes Ermittlerduo. Dorn, der in einem alten Familienhotel lebt und mit seiner Vergangenheit kämpft, bringt zusätzliche Tiefe in die Geschichte. Auch wenn die ersten Kapitel etwas verwirrend sind, nimmt die Spannung schnell zu, und die Puzzleteile setzen sich zusammen.

Becks Schreibstil ist bildhaft und temporeich. Kurze Kapitel und spannende Schauplätze wie das verfallene Hotel oder die Städte Wien und Hamburg halten das Tempo hoch. Auch die Nebenfiguren sind gut in die Handlung eingebunden.

Trotz der vielen Stärken gibt es einige Schwächen: Manchmal wirken die Charakterhandlungen unnatürlich, und das Finale ist etwas überladen. Trotzdem bleibt die Grundidee vielversprechend und lässt Raum für weitere Entwicklungen in den Folgebänden.

„Dorn“ ist ein gelungener Auftakt einer neuen Thrillerreihe, die sowohl Spannung als auch interessante Charaktere bietet. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte von Dorn und Wagner weiter entfaltet. Ein vielversprechender Start mit Potenzial nach oben!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2024

Ein fesselnder Thriller mit atmosphärischen Setting

Villa Obscura
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„Villa Obscura“ ist ein fesselnder Thriller, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Schon das Cover hat meine Aufmerksamkeit erregt – dunkle, geheimnisvolle Töne, die perfekt zur ...

„Villa Obscura“ ist ein fesselnder Thriller, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Schon das Cover hat meine Aufmerksamkeit erregt – dunkle, geheimnisvolle Töne, die perfekt zur Stimmung der Geschichte passen und sofort Neugier wecken.

Die Handlung entfaltet sich in einem wirklich faszinierenden Setting. Die Villa selbst ist nicht nur ein Ort, sondern ein lebendiger Charakter. Ich konnte die Atmosphäre förmlich spüren.

Besonders gefallen hat mir die Erzählweise aus sechs unterschiedlichen Perspektiven. Das hat die Geschichte wirklich interessant gemacht! Jeder Charakter bringt seine eigenen Geheimnisse und Sichtweisen mit, was dazu beiträgt, die komplexen Beziehungen untereinander besser zu verstehen. Es war spannend zu sehen, wie sich die Puzzlestücke nach und nach zusammenfügten und viele unerwartete Wendungen offenbarten.

Der Schreibstil der Autorinnen ist angenehm und einladend. Sie schaffen es, die Umgebung, die Emotionen und die inneren Konflikte so zu beschreiben, dass ich mich in die Geschichten der Charaktere hineinversetzen konnte. Es fühlte sich an, als wäre ich mitten im Geschehen.

Die Charaktere selbst sind durchweg sympathisch und vielschichtig. Selbst Sarah, die absichtlich als unsympathisch angelegt ist, hat ihre eigenen Schatten, die sie greifbar und nachvollziehbar machen. Das zeigt, wie gut die Autorinnen ihre Figuren ausgearbeitet haben. Besonders Amadeus und Jane stechen hervor: Ihre Chemie sorgt für einige wirklich witzige und charmante Momente, die wunderbar zwischen den spannenden und ernsten Passagen eingestreut sind. Der Humor lockert die Atmosphäre auf und gibt der Geschichte zusätzlichen Charme.

Klar, es gibt ein paar Wiederholungen in der Handlung, die den Spannungsbogen ein wenig eindämmen können. Aber ich muss sagen, das Buch war trotzdem durchweg unterhaltsam. Die Kapitel sind angenehm kurz, was es mir problemlos ermöglicht hat, die Geschichte in einem Schwung zu lesen, ohne dass mir die Lust verloren ging.

Das Ende hat mich wirklich zufrieden zurückgelassen. Es hat die Handlung auf eine befriedigende Weise abgeschlossen und dafür gesorgt, dass all die losen Fäden zusammenlaufen. Ich finde es toll, wenn ein Buch einem das Gefühl gibt, dass alles sinnvoll zusammenpasst, und genau das hat dieses Buch für mich erreicht.

Insgesamt hat mir „Villa Obscura“ wirklich gut gefallen. Es ist ein spannender Thriller mit einem fesselnden Setting, lebhaften Charakteren und einer Handlung, die mich mitgerissen hat. Ich kann es definitiv empfehlen, sowohl für die, die neu im Thriller-Genre sind, als auch für diejenigen, die gerne etwas „entspanntere“ Thriller lesen.

Eine kleine Anmerkung hätte ich aber noch: Ich hätte es besser gefunden, wenn die Triggerwarnung am Anfang des Buches gestanden hätte. Am Ende macht es für mich einfach wenig Sinn.

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Veröffentlicht am 29.06.2024

Spannender Nervekitzel!

Hast du Zeit?
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 Schon äußerlich hat mir das Buch absolut zugesagt. Schlicht gehalten, aber hat dennoch etwas Interessantes an sich. Der Farbschnitt verleiht dem Äußeren dann noch das gewisse Etwas. Die Schrift- und Schriftgröße ...

 Schon äußerlich hat mir das Buch absolut zugesagt. Schlicht gehalten, aber hat dennoch etwas Interessantes an sich. Der Farbschnitt verleiht dem Äußeren dann noch das gewisse Etwas. Die Schrift- und Schriftgröße waren angenehm zu lesen, so wie auch der Schreibstil. Zudem hat mir auch die Länge der Kapitel zugesagt. Nicht zu lang, nicht zu kurz. 

Nun aber zu der eigentlichen Handlung. Schon direkt zu Beginn ist mir aufgefallen, dass Andreas Winkelmann es schafft, Charaktere zu erschaffen, mit denen man wirklich mitfühlen kann. Zudem waren die Protagonisten durchaus sympathisch. Besonders Grotheer und Felicitas hatten es mir angetan. Da man einiges über die Protagonisten erfährt, erzeugt es eine schöne Charaktertiefe, sie wirken dadurch authentischer.  

Dass es sich um ein lesbisches Paar handelt, fand ich toll zu lesen, da dies in Thrillern ja eher seltener vorkommt. 

Die ersten 100 Seiten verliefen eher langsam, aber keineswegs langweilig! Die Handlung wird langsam aufgebaut und gewinnt dann immer mehr an Spannung. Circa bei der Hälfte nimmt die Story dann an Fahrt auf. Durch die verschiedenen Sichten konnte noch zusätzliche Spannung erzeugt werden, da man nicht nur stur aus einer Perspektive liest.
Anfänglich konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, wie das Konzept rund um die Zeit wohl eingebaut werden würde, doch ich finde, Andreas Winkelmann hat dies toll umgesetzt. Es regt einen zum Nachdenken an, wie wir unsere Zeit nutzen, und diese oftmals auch verschwenden. 

Gelungen war das Ende bzw. die Auflösung alle Male. Nicht vorhersehbar, gut ausgearbeitet und umgesetzt, und zudem auch logisch bzw. nachvollziehbar. Bei den letzten Seiten musste ich mich zurückhalten, um nicht die Hälfte zu überfliegen, da es einfach so spannend wurde! 

Abschließend kann ich sagen, dass es sich bei "Hast du Zeit?" um einen durchaus gelungenen Thriller handelt, der sich zwar an manchen Stellen etwas zieht, aber an sich wirklich spannend und packend ist! Besonders Thriller-Einsteigern würde ich dieses Buch empfehlen, aber auch hart eingesessene Fans des Genres können absolut eine gute Zeit mit diesem Werk verbringen! Nach dieser Leseerfahrung bin ich definitiv offen, noch mehr von Andreas Winkelmann zu lesen!

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Interessantes Konzept mit guter Umsetzung

SCHULD! SEID! IHR!
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Mit "Schuld! Seid! Ihr!" konnte mich Michael Thode gut unterhalten. Der Schreibstil ist angenehm, die Kapitel haben eine angenehme Länge, und das Wechseln der Sichten war auch ganz nett. Zwischenzeitlich ...

Mit "Schuld! Seid! Ihr!" konnte mich Michael Thode gut unterhalten. Der Schreibstil ist angenehm, die Kapitel haben eine angenehme Länge, und das Wechseln der Sichten war auch ganz nett. Zwischenzeitlich war es etwas langatmig, aber ansonsten konnte die Spannungskurve konstant gehalten werden.

Es hat mir auch zugesagt, dass die Vergangenheit bzw. das Privatleben der Polizisten nicht breit getreten wurde, so wie es häufiger in Ermittler-Thrillern gemacht wird.

Die Auflösung war für mich überzeugend und glaubhaft, für meinen Geschmack hätte man es nicht besser machen können.

Ich kann mir gut vorstellen, dieses Buch irgendwann nochmal zu lesen.

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