Dieses Buch hat mich dazu gebracht, wieder mit dem Lesen zu beginnen.
Generell bin ich sowieso ein großer Fan von Sebastian Fitzek, aber "Das Geschenk" hat mich umgehauen. Normalerweise brauche ich für ...
Dieses Buch hat mich dazu gebracht, wieder mit dem Lesen zu beginnen.
Generell bin ich sowieso ein großer Fan von Sebastian Fitzek, aber "Das Geschenk" hat mich umgehauen. Normalerweise brauche ich für ein Buch gut 5-10 Tage, doch dieses habe ich innerhalb von 2 verschlungen.
Der Schreibstil ist, wie gewohnt, toll und leicht zu lesen, man fliegt quasi nur so durch das Buch. Auch fand ich die Grundidee mit dem Analphabetismus sehr interessant, da ich dies zuvor noch nie in einem anderen Thriller gesehen habe.
Milans Charakter wird durch seine Vergangenheit noch etwas aufgewertet, die auch eine Rolle in der Handlung spielt.
Kein Kapitel war auch nur ansatzweise langweilig, ich musste dauerhaft wissen, wie es weiter geht. Und das Ende war einfach faszinierend! Absolut unvorhersehbar und mind blowing! Zudem war es super interessant zu lesen, wie Milan mit seinem eigenen Problem umgehen muss, um sein Ziel zu erreichen.
„No Mercy“ war mein erstes Werk von Taylor Adams, und ich muss sagen, ich war eigentlich relativ positiv überrascht. Aber worum geht es eigentlich? James und Elle Eversman wollen einen Neuanfang wagen, ...
„No Mercy“ war mein erstes Werk von Taylor Adams, und ich muss sagen, ich war eigentlich relativ positiv überrascht. Aber worum geht es eigentlich? James und Elle Eversman wollen einen Neuanfang wagen, doch ihre Reise in die Mojave-Wüste wird zum Albtraum.
Nach einem Steinschlag müssen sie auf eine abgelegene Piste ausweichen. Plötzlich wird ihr Auto durch Beschuss lahmgelegt – sie haben nur eine Wasserflasche, keinen Handyempfang und befinden sich mitten im Ödland.
Schon bald wird klar: Ein Scharfschütze hat sie ins Visier genommen – aus einer Entfernung von etwa einer Meile, mit perfekter Sicht und tödlicher Präzision.
Ihr Auto ist die einzige Deckung in der sengenden Sonne. Währenddessen stoßen andere Reisende dazu und werden ebenfalls zur Zielscheibe.
Die Prämisse der Handlung kam mir direkt bekannt vor, da es einen Film gibt (Downrange), welcher so ziemlich genau dasselbe Thema behandelt. Da ich diesen Film wirklich gerne mochte, habe ich mich dazu entschlossen, dem Buch eine Chance zu geben.
Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil von Taylor Adams liest sich angenehm. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Story unnötig in die Länge gezogen wurde, und dennoch hat es der Autor geschafft, eine angespannte, beklemmende Atmosphäre zu schaffen.
Seine Beschreibungen sind so detailliert, dass ich bei angenehmen 23 Grad zu schwitzen begonnen habe. Auch fand ich es angenehm, dass die Kapitel eher kürzer gehalten wurden. Dadurch kam ich noch besser durch die Handlung hindurch.
Während das Buch mehrere Charaktere hat, liegt der Hauptfokus auf James, Elle und Tapp. Wirkliche Sympathie habe ich hier nur für James empfinden können, jedoch hatte jeder einzelne Charakter etwas Interessantes an sich. Man bekommt auch einen erstaunlich „tiefen“ Einblick in die Persönlichkeiten der Protagonisten. Naja … so tief es auf knapp 400 Seiten halt geht. Dennoch konnte ich mich in die verschiedenen Personen gut hineinversetzen und habe mit ihnen mitgefühlt und mitgefiebert. Natürlich muss man bei einer Story dieser Art einfach sein logisches Denken ausschalten. So viele Szenen sind absolut unrealistisch und nicht umsetzbar in der realen Welt. Aber wer möchte sich schon beim Lesen mit Akkuratesse und der Realität langweilen? Gerade diese überspitzten, unrealistischen Darstellungen und Handlungen machen so viel Spaß!
Es gab ein paar Momente, in denen ich mir nicht ganz sicher war, ob mir dieses Buch wirklich gefallen würde, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wie der Autor von dieser Ausgangssituation nun weitermachen würde. Was soll jetzt schon noch groß passieren? Spoiler: Sehr, sehr viel! Taylor Adams hat sich durchwegs neue „WTF“ Momente einfallen lassen, die mich manchmal einfach nur sprachlos zurückgelassen haben. An Kreativität und Verrücktheit mangelt es dem Autor auf jeden Fall nicht. Manche Momente/Kapitel haben sich dennoch etwas langatmig angefühlt.
Die letzten 60–70 Seiten waren eine absolut wilde Fahrt, bei denen ich mir vorab nicht vorstellen konnte, was für eine Wendung Adams jetzt noch einfallen würde, und ich habe wohl noch nie so schnell 60–70 Seiten gelesen. Absolut aufregend und spannend. Mein Puls war durchgehend auf 180! Leider muss ich aber sagen, dass ich den finalen Kampf dann doch etwas unterdurchschnittlich fand, bzw. mir dieser einfach zu schnell vorbei war. Man hätte woanders 10–15 Seiten sparen können und sie dem Ende widmen sollen. Den einen kleinen Plot am Ende, der etwas mit einem anderen Charakter zu tun hatte, konnte ich direkt von Anfang an erahnen, somit war dieser nichts Schockierendes für mich. Auch hat mir die Erklärung gefehlt, wieso Tapp macht, was er eben macht. Aber gut. Vielleicht braucht es bei einem Psychopathen auch einfach keine Erklärung.
Abschließend kann ich sagen, dass mir „No Mercy“ wirklich Spaß gemacht hat. Auch wenn es kein Highlight war, werde ich in der Zukunft definitiv wieder zu einem Taylor-Adams-Buch greifen. Gerade Lesende, die auf Survival-Thriller mit vielen „WTF“ und „Wie sollen die da jemals lebend rauskommen?“-Momenten stehen, könnten mit diesem Werk ihren Spaß haben!
Dank NetGalley hatte ich die Möglichkeit, „Der Weg“ von Rebecca Russ bereits lesen zu können.
Gleich zu Beginn ist mir das Cover ins Auge gestochen. Düster, greift das Thema des Buches perfekt auf, und ...
Dank NetGalley hatte ich die Möglichkeit, „Der Weg“ von Rebecca Russ bereits lesen zu können.
Gleich zu Beginn ist mir das Cover ins Auge gestochen. Düster, greift das Thema des Buches perfekt auf, und lässt einen direkt neugierig werden.
Und ich muss sagen, nicht nur das schöne Äußere konnte überzeugen.
Aber worum geht es eigentlich?
Nicki lädt ihre beste Freundin, Julia, spontan zu einer Wanderung auf dem abgelegenen Kungeleien-Weg in Schweden ein, um ihren Junggesellinnenabschied zu feiern. Doch schon bald wendet sich das Blatt. Aus der geplanten, idyllischen Wanderung wird ein harter Überlebenskampf, als Julia eines Morgens alleine in dem Zelt aufwacht. Auf der Suche nach Nikki kommt Julia immer weiter vom Weg ab. Wie wird sie ohne Karten oder Orientierung zurückfinden?
Das Thema hat mich sofort angesprochen. Nicht nur, weil ich Schweden als Setting liebe, sondern auch weil es in der rauen Natur spielt. Das ist doch schon direkt ein guter Grundstein für einen spannenden Thriller, der einen mitfiebern lässt.
Man steigt direkt in die Geschichte ein, was mir sehr gut gefallen hat. Kein ellenlanger Einstieg, durch den man sich etwas durch Quälen muss.
Relativ schnell kommen zudem Kapitel dazu, die eine Art Vorgeschichte zu sein scheinen. Viel kann ich dazu leider nicht sage, da es ansonsten Spoilern würde. Aber diese Kapitel konnten dem Buch noch mehr Spannung verleihen, da man somit zwei Handlungsstränge hatte, bei denen man mitfiebern konnte.
Wie schon erwähnt, hat mir das Setting sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es, die Verhältnisse der Natur so zu beschreiben, dass man sich gut in die Lage und Charaktere hineinversetzten kann.
Generell hat der angenehme, bildlich beschriebene Schreibstil dazu beigetragen, dass man die Emotionen und Wahrnehmungen nachvollziehen kann. Schon lange bin ich nicht mehr so durch ein Buch geflogen. Was man nicht nur dem tollen Schreibstil zugutehalten kann, sondern auch der angenehmen Länge. Es wurde nichts unnötig hinausgezogen. Die Kapitel sind kurz und knackig, und dennoch hat man nicht das Gefühl, dass etwas weggelassen wird. Es fühlt sich rundum stimmig an. Alle Emotionen werden einem glaubwürdig übermittelt. Man fühlt mit den beiden Frauen mit.
Trauer, Wut, Angst, Erleichterung. Alles ist dabei.
Auch haben mir die Charaktere zugesagt. Anfänglich konnte ich Nicki nicht ganz verstehen, fand sie etwas seltsam. Doch je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto mehr beginnt man, alles zu verstehen und nachzuvollziehen. Nachzuvollziehen, wieso sie sich so benimmt, wie sie es eben tut.
Rebecca Russ hat es geschafft, zwei faszinierende Frauen zu erschaffen. Beide stark und interessant auf ihre eigene Weise.
Für mich persönlich waren die Plots / Twists zwar absolut vorhersehbar, jedoch empfand ich dies keineswegs als negativ.
Es hat mir dennoch großen Spaß gemacht, in die Geschichte einzutauchen, und zu erfahren, ob ich denn mit meinen Vermutungen und Spekulationen richtig liege. Obwohl ich einem letzten, überraschenden Twist nicht abgeneigt gewesen wäre. Einfach noch ein letzter großer „Wow“ Effekt.
Dennoch muss ich sagen, dass ich das Ende als durchaus befriedigend empfunden habe. Es wurden keine Fragen offen gelassen, alle Handlungsstränge sind zusammen gelaufen und haben eine solide Auflösung gefunden.
Abschließend kann ich sagen, dass, auch wenn „Der Weg“ kein absolutes Highlight für mich war, ich es dennoch als eine spannende, unterhaltende Lektüre empfunden habe, die mir ein paar gute Stunden bereitet hat.
Wer auf der Suche nach einem schnellen, gut geschriebenen Survival-Thriller ist, könnte hier fündig werden.
Während hartgesonnene Thriller-Leser:innen die Handlung vielleicht als vorhersehbar empfinden könnten - so wie es mir auch ging - kann ich dieses Buch besonders Thriller-Einsteigern empfehlen!
Dies war meine erste Begegnung mit Rebecca Russ, aber es wird auf jeden Fall nicht meine letzte sein! Ich bin jetzt schon gespannt auf ihre kommenden Werke!
Jan Beck's Thriller „Dorn“ entführt die Leser in eine Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Die Geschichte beginnt mit einem dramatischen Mord, der sofort fesselt und die Spannung schnell ...
Jan Beck's Thriller „Dorn“ entführt die Leser in eine Welt voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen. Die Geschichte beginnt mit einem dramatischen Mord, der sofort fesselt und die Spannung schnell anzieht. Der flüssige Erzählstil sorgt dafür, dass man tief in die Handlung eintaucht, während Rückblenden und gut ausgearbeitete Charaktere die Beweggründe der Figuren nachvollziehbar machen.
Die Hauptfiguren, Simon Dorn, ein gebrochener ehemaliger Kriminalpsychologe, und die junge Polizistin Lea Wagner, bilden ein interessantes Ermittlerduo. Dorn, der in einem alten Familienhotel lebt und mit seiner Vergangenheit kämpft, bringt zusätzliche Tiefe in die Geschichte. Auch wenn die ersten Kapitel etwas verwirrend sind, nimmt die Spannung schnell zu, und die Puzzleteile setzen sich zusammen.
Becks Schreibstil ist bildhaft und temporeich. Kurze Kapitel und spannende Schauplätze wie das verfallene Hotel oder die Städte Wien und Hamburg halten das Tempo hoch. Auch die Nebenfiguren sind gut in die Handlung eingebunden.
Trotz der vielen Stärken gibt es einige Schwächen: Manchmal wirken die Charakterhandlungen unnatürlich, und das Finale ist etwas überladen. Trotzdem bleibt die Grundidee vielversprechend und lässt Raum für weitere Entwicklungen in den Folgebänden.
„Dorn“ ist ein gelungener Auftakt einer neuen Thrillerreihe, die sowohl Spannung als auch interessante Charaktere bietet. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte von Dorn und Wagner weiter entfaltet. Ein vielversprechender Start mit Potenzial nach oben!
„Villa Obscura“ ist ein fesselnder Thriller, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Schon das Cover hat meine Aufmerksamkeit erregt – dunkle, geheimnisvolle Töne, die perfekt zur ...
„Villa Obscura“ ist ein fesselnder Thriller, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Schon das Cover hat meine Aufmerksamkeit erregt – dunkle, geheimnisvolle Töne, die perfekt zur Stimmung der Geschichte passen und sofort Neugier wecken.
Die Handlung entfaltet sich in einem wirklich faszinierenden Setting. Die Villa selbst ist nicht nur ein Ort, sondern ein lebendiger Charakter. Ich konnte die Atmosphäre förmlich spüren.
Besonders gefallen hat mir die Erzählweise aus sechs unterschiedlichen Perspektiven. Das hat die Geschichte wirklich interessant gemacht! Jeder Charakter bringt seine eigenen Geheimnisse und Sichtweisen mit, was dazu beiträgt, die komplexen Beziehungen untereinander besser zu verstehen. Es war spannend zu sehen, wie sich die Puzzlestücke nach und nach zusammenfügten und viele unerwartete Wendungen offenbarten.
Der Schreibstil der Autorinnen ist angenehm und einladend. Sie schaffen es, die Umgebung, die Emotionen und die inneren Konflikte so zu beschreiben, dass ich mich in die Geschichten der Charaktere hineinversetzen konnte. Es fühlte sich an, als wäre ich mitten im Geschehen.
Die Charaktere selbst sind durchweg sympathisch und vielschichtig. Selbst Sarah, die absichtlich als unsympathisch angelegt ist, hat ihre eigenen Schatten, die sie greifbar und nachvollziehbar machen. Das zeigt, wie gut die Autorinnen ihre Figuren ausgearbeitet haben. Besonders Amadeus und Jane stechen hervor: Ihre Chemie sorgt für einige wirklich witzige und charmante Momente, die wunderbar zwischen den spannenden und ernsten Passagen eingestreut sind. Der Humor lockert die Atmosphäre auf und gibt der Geschichte zusätzlichen Charme.
Klar, es gibt ein paar Wiederholungen in der Handlung, die den Spannungsbogen ein wenig eindämmen können. Aber ich muss sagen, das Buch war trotzdem durchweg unterhaltsam. Die Kapitel sind angenehm kurz, was es mir problemlos ermöglicht hat, die Geschichte in einem Schwung zu lesen, ohne dass mir die Lust verloren ging.
Das Ende hat mich wirklich zufrieden zurückgelassen. Es hat die Handlung auf eine befriedigende Weise abgeschlossen und dafür gesorgt, dass all die losen Fäden zusammenlaufen. Ich finde es toll, wenn ein Buch einem das Gefühl gibt, dass alles sinnvoll zusammenpasst, und genau das hat dieses Buch für mich erreicht.
Insgesamt hat mir „Villa Obscura“ wirklich gut gefallen. Es ist ein spannender Thriller mit einem fesselnden Setting, lebhaften Charakteren und einer Handlung, die mich mitgerissen hat. Ich kann es definitiv empfehlen, sowohl für die, die neu im Thriller-Genre sind, als auch für diejenigen, die gerne etwas „entspanntere“ Thriller lesen.
Eine kleine Anmerkung hätte ich aber noch: Ich hätte es besser gefunden, wenn die Triggerwarnung am Anfang des Buches gestanden hätte. Am Ende macht es für mich einfach wenig Sinn.