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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2025

Angenehme und kurzweilige Fantasy-Reihe für alle, die sich für ein düsteres New York, ungewöhnliche Vampirinterpretationen und moralisch fragwürdige Handlungen begeistern können.

Red Umbrella Society – Der Biss der Schlange
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Caroline Brinkmann verzichtet in Red Umbrella Society auf langes Vorgeplänkel und wirft uns direkt ins Geschehen. Der Einstieg ist erfrischend leichtfüßig, und durch den angenehmen Schreibstil gelingt ...

Caroline Brinkmann verzichtet in Red Umbrella Society auf langes Vorgeplänkel und wirft uns direkt ins Geschehen. Der Einstieg ist erfrischend leichtfüßig, und durch den angenehmen Schreibstil gelingt es mühelos, nach einer längeren Pause seit Band 1 wieder in die Geschichte einzutauchen.

Trotzdem hat mich die Neuinterpretation der Vampire, die bereits im ersten Band eingeführt wurde, auch diesmal nicht überzeugen können. Das Trope morally grey wird hier zwar konsequent umgesetzt, doch es trifft leider nicht meinen Geschmack. Besonders das Ende und manche Szenen sind abgehakt und lassen Interpretationsspielraum. Obwohl die Reihe mit diesem Band abgeschlossen ist, bleibt zum Ende hin für meinen Geschmack zu viel offen und ich habe mich gefragt, ob nicht doch noch eine Fortsetzung kommen wird.

Hervorheben möchte ich aber Skadies einzigartige Art und ihren Humor, der zwischen herrlich flach und erfrischend komisch schwankt. Auch wenn Band 1 in dieser Hinsicht etwas stärker war, gibt es auch in der Fortsetzung einige humorvolle Highlights.

Was mich jedoch irritiert hat, war die Wahl der Namen Priscilla und Penelope – ein kreativer Kniff, der bei mir eher Verwirrung stiftete, da die beiden Charaktere kaum unterschiedlicher sein könnten. Hier hätte ich mir eine klarere Abgrenzung gewünscht.

Ein echter Pluspunkt war hingegen, dass wir einen Charakter, der mir in Band 1 eher unsympathisch war, in diesem Teil näher kennenlernen. Die Entwicklung und Tiefe, die ihm hier verliehen werden, haben mich positiv überrascht und ihn mir ans Herz wachsen lassen.

Insgesamt ist die Red Umbrella Society-Dilogie eine angenehme und kurzweilige Fantasy-Reihe für alle, die sich für ein düsteres New York, ungewöhnliche Vampirinterpretationen und moralisch fragwürdige Handlungen begeistern können.

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Veröffentlicht am 22.12.2024

Was für eine Achterbahnfahrt, die Sally hier erneut für uns kreiert hat! 🖤🔥

Kiss of Darkness - Grenzenlose Hingabe
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Band 2 bietet deutlich mehr Spice 🌶️ als sein Vorgänger – für meinen Geschmack fast schon zu viel, da die eigentliche Handlung zeitweise etwas in den Hintergrund rückt.

Wie schon in Band 1 bin ich dank ...

Band 2 bietet deutlich mehr Spice 🌶️ als sein Vorgänger – für meinen Geschmack fast schon zu viel, da die eigentliche Handlung zeitweise etwas in den Hintergrund rückt.

Wie schon in Band 1 bin ich dank des angenehm flüssigen Schreibstils nur so durch die Seiten geflogen. Doch eines fiel mir immer wieder auf: Wie oft kann das Wort „Fuck“ eigentlich fallen? Irgendwann konnte ich es kaum noch lesen 🙈.

Yasmin hat mich zu Beginn mit ihrem naiv-unschuldigen Verhalten ziemlich genervt, was glücklicherweise im Verlauf der Geschichte besser wurde. Sie entwickelt endlich eine eigene, starke Stimme, was ich wirklich gelungen und schön umgesetzt fand 👏🏼.

Ein kleiner Kritikpunkt sind die wiederholenden Formulierungen: Zum Beispiel wird mehrfach betont, wie Yasmin sowohl Damian’s Sanftheit als auch Esteban’s Grobheit liebt – die beiden könnten wirklich nicht unterschiedlicher sein.

Alles in allem konnte mich Band 2 nicht ganz so begeistern wie der erste Teil. Vor allem Yasmins anfängliche Art und die starke Fokussierung auf Sex haben den Lesespaß für mich etwas geschmälert. Aber dann kam dieser mega Cliffhanger! Das Ende war zwar nicht völlig überraschend, da ich mir zuvor schon einige mögliche Wendungen ausgemalt hatte, aber trotzdem – so ein fieser Cut! 💥🤭

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Veröffentlicht am 17.12.2024

„Überlasse die Monater den Monstern.“

The Kinder Poison
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🦂Es hat keine 100 Seiten gebraucht, bis ich vollkommen in den Bann der beiden Prinzen und Zahru gezogen wurde – der jungen Frau, die das Interesse beider Prinzen auf sich zieht. Erwartet jedoch keine klassische ...

🦂Es hat keine 100 Seiten gebraucht, bis ich vollkommen in den Bann der beiden Prinzen und Zahru gezogen wurde – der jungen Frau, die das Interesse beider Prinzen auf sich zieht. Erwartet jedoch keine klassische Dreiecksbeziehung: Die beiden Prinzen könnten unterschiedlicher nicht sein, und gerade ihre Gegensätze machen sie auf ganz eigene Weise faszinierend.

🦂Natalie Mae versteht es meisterhaft, mit geschicktem Spannungsaufbau durch ihre Kapitel zu fesseln und den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Besonders der Anfang sprüht vor Spannung und Abenteuerlust. Zwar flacht die Intensität im Mittelteil etwas ab, doch die Reise durch die Wüste bleibt weiterhin fesselnd und überrascht mit unerwarteten Wendungen.

🦂Zahru selbst überzeugt mit einer Mischung aus Selbstlosigkeit und Sympathie. Ihre unermüdliche Bereitschaft, alles und jeden zu retten, macht sie zu einer authentischen und liebenswerten Protagonistin, die trotz ihrer Naivität niemals klischeehaft wirkt. Ein kleiner Kritikpunkt: Die Protagonisten sind mir persönlich etwas zu jung - aber das ist natürlich Geschmackssache.

🦂Das Ende liefert genau das, was es verspricht, und weckt die Neugier auf mehr. Genauso, wie Zahru darauf erpicht war, den königlichen Palast zu sehen, freue ich mich nun auf die Fortsetzung ihrer Reise. Natalie Mae hat hier eine spannende Grundlage für den nächsten Band geschaffen.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Zu viele Parallelen zu Tribute von Panem

Powerless - Das Spiel
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🗡️ Nach all dem Hype um dieses Buch hatte ich hohe Erwartungen - vielleicht zu hohe. Doch nach dem Buch muss ich gestehen, dass ich etwas ernüchtert zurückbleibe.

🗡️ Schon der Einstieg fiel mir schwer, ...

🗡️ Nach all dem Hype um dieses Buch hatte ich hohe Erwartungen - vielleicht zu hohe. Doch nach dem Buch muss ich gestehen, dass ich etwas ernüchtert zurückbleibe.

🗡️ Schon der Einstieg fiel mir schwer, denn der Schreibstil wirkte auf mich sehr holprig. Die zahlreichen Schachtelsätze störten den Lesefluss und machten es schwer, richtig in die Geschichte einzutauchen.

Auch das Worldbuilding konnte mich nicht vollkommen überzeugen. Es wirkt stellenweise, als hätte es sich zu stark an bekannten Vorlagen orientiert, wodurch einige Schwächen der Story nur noch deutlicher hervortreten.
Ein Borger, der spürt, dass Pae keine Macht hat, und sie dennoch als gefürchteten Vollstrecker gehen lässt?

Das macht Kai leider ziemlich unglaubwürdig. Selbst Blair wirkt da einschüchternder ...

🗡️ Dennoch verstehe ich, warum viele Leser von dieser Geschichte so begeistert sind. Die langsame, aber dafür umso emotionalere Entwicklung zwischen Pae und Kai ist wirklich wunderschön umgesetzt - eine Slow-Burn-Romanze, die mitten ins Herz trifft.

🗡️ Erst gegen Ende konnte mich die Handlung wirklich packen. Doch für ein Buch, das so hochgelobt wurde, kam dieser Spannungsaufbau für meinen Geschmack einfach zu spat.
Vielleicht liegt es daran, dass ich mit "Die Tribute von Panem" groß geworden bin. Der Vergleich drängt sich geradezu auf - und leider muss sich Powerless diesem Maßstab stellen. Es erreicht für mich einfach nicht das gleiche Niveau. Auch wenn ich den Vergleich selbst underne mache lies er sich für mich nicht vermeiden.

Trotzdem habe ich diese Love-Story sehr genossen.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Mehr Schatten als Licht?

Burning Crown
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Marie Niehoffs Burning Crown hinterlässt gemischte Eindrücke und bietet als Auftakt einer Fantasy-Reihe Licht und Schatten.

Besonders hervorzuheben ist der flüssige Schreibstil, der mühelos durch die ...

Marie Niehoffs Burning Crown hinterlässt gemischte Eindrücke und bietet als Auftakt einer Fantasy-Reihe Licht und Schatten.

Besonders hervorzuheben ist der flüssige Schreibstil, der mühelos durch die Seiten trägt und angenehm zu lesen ist. Niehoff erschafft mit Begriffen wie dem „Glutjungen“ oder der „Funkenprinzessin“ spannende Ideen, die das Interesse wecken. Leider bleiben viele dieser Elemente zu vage, um nachhaltig zu fesseln, und die Handlung entwickelt sich oft zu schnell, um die nötige Tiefe und Dramatik aufzubauen. Gerade das Worldbuilding hätte mehr Raum verdient, um vollständig zu überzeugen.

Auch die Protagonistin Yessa hat ihre Stärken. Sie wirkt sympathisch, doch ihr naives Verhalten, besonders in ihrer Beziehung zu Cassim, führt dazu, dass sie nicht immer die richtigen Fragen stellt. Die Dynamik zwischen den beiden birgt dennoch Potenzial, das hoffentlich in Band 2 weiter ausgearbeitet wird. Allerdings verbirgt Cassim ein großes Geheimnis vor Yessa, und ich frage mich, wie Niehoff dieses auflösen möchte – denn es scheint keinen positiven Effekt auf ihre Beziehung zu haben und birgt Konfliktpotenzial, das möglicherweise schwer zu lösen ist.

Ein Aspekt, der mich leicht irritiert hat, sind die englischen Kapitelüberschriften, die ich als unnötiges Stilmittel empfand. Auch die Kapitelaufteilung wirkte stellenweise unstrukturiert, was dem Lesefluss jedoch dank des gelungenen Schreibstils nicht allzu sehr schadete.

Das Finale hinterlässt gemischte Gefühle: Es bleibt vieles offen, und einige Geheimnisse hätten bereits in diesem Band gelüftet werden können, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Dennoch gibt es genug lose Fäden, die mich neugierig auf die Fortsetzung machen – besonders, da sich in Band 2 hoffentlich die ein oder andere Überraschung versteckt.

Ein letzter Punkt: Wo bleibt eigentlich die Danksagung? Eine Kleinigkeit, aber irgendwie fehlt sie doch, um dem Buch eine persönliche Note zu verleihen.

Fazit:
Burning Crown überzeugt mit einem angenehm lesbaren Stil und einer spannenden Grundidee, verschenkt jedoch Potenzial durch eine zu schnelle Handlung und fehlende Tiefe. Trotzdem weckt die Geschichte genug Neugier, um die Fortsetzung in die Hand zu nehmen. Band 2 bietet die Chance, die offenen Fragen zu klären und die Figuren sowie die Welt von Burning Crown stärker zum Strahlen zu bringen.

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