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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2024

Etwas zäh

Der König
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Der kleine Ort Os ist mehr oder weniger aufgeteilt. Carl gehört ein großes Wellnesshotel, Roy die Tankstelle mit Werkstatt. Vor allem Roy will einen großen Vergnügungspark mit der weltgrößten Achterbahn ...

Der kleine Ort Os ist mehr oder weniger aufgeteilt. Carl gehört ein großes Wellnesshotel, Roy die Tankstelle mit Werkstatt. Vor allem Roy will einen großen Vergnügungspark mit der weltgrößten Achterbahn bauen. Doch dafür wird viel Geld benötigt und als sich ankündigt, dass die Hauptstraße des Ortes durch eine Umfahrung mit Tunnel ersetzt werden soll, ist allen klar, dass damit der Ort dem Niedergang geweiht ist. Jeder versucht, etwas dagegen zu unternehmen

Ich finde, das Buch ist nicht das beste, was der Autor geschrieben hat. Zum einen ist nirgendwo vermerkt, dass es der zweite Teil ist. Ich kenne den ersten Teil und hatte anfangs einige Probleme, mich wieder an die Namen und die entsprechenden Personen zu erinnern. Wie es jemanden beim Lesen gehen muss, der den Vorgängerband nicht kennt, kann ich mir gar nicht vorstellen. Denn das Buch ist im ersten Drittel extrem zäh. Ich hatte das Gefühl, dass ich wie gegen eine Gummiwand lese. Ich kam überhaupt nicht vorwärts und fand die Geschichte sehr langweilig. Zumal die Hauptpersonen – Mehrfachmörder - auch nicht wirklich sympathisch sind. Im Laufe des Buches wurde die Geschichte etwas interessanter und zumindest teilweise spannender, inhaltlich konnte sie mich aber nicht völlig überzeugen, weil es eigentlich so gut wie niemanden gab, der sympathisch und vor allem nicht kriminell war. Alles lebte mehr oder weniger von Gewalt und/oder Betrug. So halte ich mich mit einer Leseempfehlung zurück.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Noch unentschlossen

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Amy arbeitet als Bodyguard bei einer berühmten Schriftstellerin. Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht die Autorin das Ziel eines Mörders ist, sondern Amy selbst. Denn sie arbeitet in einer Agentur, ...

Amy arbeitet als Bodyguard bei einer berühmten Schriftstellerin. Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht die Autorin das Ziel eines Mörders ist, sondern Amy selbst. Denn sie arbeitet in einer Agentur, deren Kunden nach und nach ermordet werden und Amy ist immer in der Nähe. So ist sie gleichzeitig verdächtig wie auch gefährdet. Hilfe erhält sie nur von ihrem Schwiegervater, der eigentlich seine Ruhe genießen will, aber als Ex-Kriminalkommissar zumindestens Kompetenzen aufweisen kann.


Das Buch lässt mich etwas unentschlossen zurück, unentschlossen vor allem, ob ich die angedeutete Fortsetzung lesen möchte. Ich kenne die Reihe um den Donnerstagsmord-Club und fand diese Bücher zwar nicht unbedingt spannend, aber immer sehr charmant und auch witzig. Bei diesem Buch war es etwas anders. Direkt spannend war es nicht und witzig auch nur in Teilen. Es gab Kapitel, da habe ich teilweise schallend gelacht. Aber es gab ebenso viele Kapitel, durch die ich mich wirklich quälen musste und die mich auch irgendwie gelangweilt haben. So ist das Buch insgesamt für mich bisher nur Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Etwas vorhersehbar

Die blaue Stunde
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Vanessa Chapman ist tot und das schon länger. Vielleicht auch gerade deswegen sorgen ihre Kunstwerke dafür, dass sie immer bekannter wird. Da wird eines Tages bei einer Ausstellung in einer Skulptur von ...

Vanessa Chapman ist tot und das schon länger. Vielleicht auch gerade deswegen sorgen ihre Kunstwerke dafür, dass sie immer bekannter wird. Da wird eines Tages bei einer Ausstellung in einer Skulptur von Chapman ein Knochen entdeckt und es stellt sich heraus, dass er von einem Menschen stammt. James Becker wird der Auftrag, das ganze aufzuklären. Er ist Kurator des Museums, dem Chapman ihre ganzen Werke vermacht hat. Er fährt auf die abgeschiedene Insel Eris Island, dem letzten Wohnort der Künstlerin.

Das Buch hat mich insgesamt ein wenig enttäuscht. Der Einstieg ist rasant und man wird sofort in einen regelrechten Sog gezogen auch das Ende birgt einige Überraschungen, ist allerdings in großen Teilen auch vorhersehbar. Der lange Zwischenteil war für mich ein einigen Stellen tatsächlich langweilig. Was sicherlich auch daran liegt, dass eine der Figuren für mich total unsympathisch war und das ganze Hin und Her in der Geschichte mich in Teilen auch etwas nervte. Und mich auch nicht richtig überzeugen konnte. So ist das Buch für mich insgesamt Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Blick in die Vergangenheit

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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Silvester 1994. Eine junge Frau flieht aus einem Bordell. Denn in dem Zimmer liegt ein toter Mann. Sie musste ansehen, wie ihr Freier erschossen wurde. Und der Mörder nannte ihren richtigen Namen. Die ...

Silvester 1994. Eine junge Frau flieht aus einem Bordell. Denn in dem Zimmer liegt ein toter Mann. Sie musste ansehen, wie ihr Freier erschossen wurde. Und der Mörder nannte ihren richtigen Namen. Die Kommissare Wolf und Zinga ermitteln. Dies tut parallel auch die Journalistin Vera. Doch es bleibt nicht der einzige Mord Und die Sache nimmt immer größere Ausmaße an.

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe der Krimis aus der schwedischen Vergangenheit. Er ist düster und sehr brutal. Der Schreibstil selbst ist gut und das Buch lässt sich ebenso gut lesen. Die Lösung ist überraschend und eigentlich fast aktuell. Trotzdem fand ich irgendwie nur schwer Zugang sowohl zum Thema wie auch zum Fall. Das Ganze konnte mich nicht wirklich fesseln und ich war jederzeit in der Lage, mit dem Lesen aufzuhören. Daher ist das Buch für mich am Ende dann doch nur Durchschnitt geworden.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Halbe Miete

Halbe Miete
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Von raschke64

Lilo lebt auf Rügen und vermietet dort 2 Ferienhäuser. Sie hat damit und mit dem Grundstück mehr als genug zu tun. Vor mehr als 30 Jahren hat sie mal 1 Jahr lang als Polizistin gearbeitet. ...

Von raschke64

Lilo lebt auf Rügen und vermietet dort 2 Ferienhäuser. Sie hat damit und mit dem Grundstück mehr als genug zu tun. Vor mehr als 30 Jahren hat sie mal 1 Jahr lang als Polizistin gearbeitet. Als einer ihrer Urlaub bei einer Klippenwanderung verschwindet, ermittelt ihre Tochter, die Polizistin in Stralsund ist. Doch die Polizei kommt nicht wirklich weiter und so beginnt Lilo zusammen mit ihrem Nachbarn, selbst zu ermitteln.

Insgesamt hat mich das Buch eher enttäuscht. Nach ein paar Seiten hatte ich das Gefühl, irgendwie kenne ich das alles – den Aufbau, die Personen, die Eigenarten. Bis mir einfiel. Das klingt alles nach „Pippa Bolle“ – nur muss ich zugeben, dass mir das Original weit besser gefällt. Hier erschien mir vieles nicht wirklich logisch. Die Polizei ermittelt, kommt aber relativ wenig vor. Während Lilo erst mal quasi jeden verdächtigt, obwohl es gar keine Gründe für einen Verdacht gibt. Jedenfalls überzeugten mich die aufgeschriebenen Gründe nicht. Ich hatte das Gefühl, damit sollte Spannung erzeugt werden. Für mich kam aber im gesamten Buch überhaupt keine Spannung auf. Einige Personen wurden so plötzlich und für mich unrealistisch eingefügt. Überzeugt haben mich eigentlich nur die Landschafts- bzw. Ortsbeschreibungen, die stimmig waren. Allerdings auch sehr ausführlich. Aber vermutlich wäre sonst die Handlung und das Buch noch dünner geworden. Gut war, dass das Buch vom Stil her flüssig zu lesen ist. Alles in allem – nette Sommerunterhaltung, mehr aber auch nicht. Eine Fortsetzung werde ich aber eher nicht lesen.

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