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Veröffentlicht am 07.01.2025

Zwischen totlangweilig und superspannend

Nach einer wahren Geschichte
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Das Buch handelt von der Schriftstellerin Delphin. Sie hat mehrere Bücher geschrieben und ist dadurch in Frankreich sehr bekannt und berühmt. Dabei ist sie eigentlich ein sehr zurückhaltender Mensch, als ...

Das Buch handelt von der Schriftstellerin Delphin. Sie hat mehrere Bücher geschrieben und ist dadurch in Frankreich sehr bekannt und berühmt. Dabei ist sie eigentlich ein sehr zurückhaltender Mensch, als Kind war sie überängstlich. Auf einer Party lernt Delphin L. kennen. Sie selbst beschreibt sich als Ghostwriterin und bleibt mit allen weiteren Angaben anfangs sehr zurückhaltend, aber sie ist sehr selbstsicher und selbstbewusst. Es entwickelt sich eine Freundschaft und beide Frauen sprechen auch über Bücher und Literaturtheorie. L. kritisiert sehr viel an Delphin und so verfällt Delphine bei ihrem neuen Buch in eine riesige Schaffenskrise, die so stark wird, dass sie selbst nichts mehr schreiben kann – nicht mal mehr einen Einkaufszettel, sie kann den Computer nicht mehr hochfahren, es bereitet ihr körperliches Unbehagen. L. zieht bei ihr ein und hilft ihr vordergründig, doch Delphine hat mehr und mehr das Gefühl, L. übernimmt ihr Leben …

Zuerst an dem Buch aufgefallen ist mir das Cover. Zwar einfach, aber in der Zweiteilung kommt deutlich der Unterschied, aber auch die Gleichheit beider Frauen heraus.
Auch das Buch war für mich zweigeteilt. Die ersten 100 Seiten habe ich mich wirklich regelrecht gequält – und bin 2 x eingeschlafen. Es passiert fast nichts, dafür ellenlange detaillierteste Beschreibungen von L., was sie trägt, was sie sagt – oder auch viel Theoretisches über Literatur im Allgemeinen und einige Bücher bzw. Kinofilme im Speziellen. Das war mir zu viel und wie gesagt – ich habe mich deutlich gelangweilt und zum Weiterlesen zwingen müssen. Dabei war es vom Stil her eigentlich gut lesbar.
Erst ab dem 2. Drittel ändert sich das, da wird das Buch richtig spannend, denn man spürt Delphines Angst und L. „Übernahme“. Man wartet regelrecht darauf, was passiert. Es ist ein Spiel zwischen Wahrheit und Fiktion – wie weit ist es im Buch die Wahrheit bzw. wie weit erzählt uns hier die Schriftstellerin etwas über sich. Das alles bleibt eigentlich bis zum Ende offen und entwickelt eine eigene Dynamik und einen ganz eigenen Reiz.

Aufgrund dieser extremen Zweiteilung spreche ich auch nur eine neutrale Bewertung aus. Ich würde das Buch niemandem empfehlen, aber auch keinem vom Lesen abraten wollen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Jenseits von Eden

Eden
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Eden, Cop bei der Mordkommission in Sydney, ermittelt undercover auf einer heruntergekommenen Farm. Von dort sind mehrere Mädchen spurlos verschwunden. Ihr Partner Frank hat derweil andere Probleme. Er ...

Eden, Cop bei der Mordkommission in Sydney, ermittelt undercover auf einer heruntergekommenen Farm. Von dort sind mehrere Mädchen spurlos verschwunden. Ihr Partner Frank hat derweil andere Probleme. Er trinkt mehr Alkohol, als gut ist, vernachlässigt die Arbeit und ist wenig kooperativ mit seiner Polizeipsychologin. Sein letzter Fall hängt ihm noch stark an. Und auch Edens Ziehvater, der Herr der Unterwelt Hades, hat Probleme. Er wird überwacht und kann seinen Tätigkeiten nicht nachgehen. Frank soll auch das für ihn klären …

Eden ist der 2. Teil einer Triologie. Während ich vom ersten Teil noch sehr angetan war, hat mich dieses Buch eher enttäuscht. Über manche Strecken regelrecht langweilig. Ich hatte das Gefühl, die Gewaltszenen wurden zuerst geschrieben und dann irgendwie drumherum der Resttext. Denn für mich hangelt sich das Buch von einer Gewalt zur nächsten. Die vielen Rückblicke zu Hadens Kindheit und Jugend erhellten zwar einiges, doch insgesamt erschien mir ein großer Teil unlogisch. Eden begibt sich auf eine lebensgefährliche Undercovermission und ein einziger „Beamter“ überwacht sie. Eher unwahrscheinlich. Oder Frank ist eigentlich zu nichts zu gebrauchen, klärt aber so nebenbei noch die Sache mit Hades. Es gibt im Buch einige überraschende Wendungen und dann wird es auch wieder richtig gut. Doch insgesamt fand ich den 2. Teil wesentlich schwächer als den Vorgängerband und bin noch schwer am Überlegen, ob ich mir den angekündigten 3. Teil antun werde.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Spannend

Todesspur
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Sneijder und Nemez sind auf der Spur eines Dr. Paul Conrad, der ziemlich weit an der Spitze der RAF 4.0 stehen soll. Beim ersten Einsatz kann Conrad noch flüchten, doch später erwischen sie ihn. Leider ...

Sneijder und Nemez sind auf der Spur eines Dr. Paul Conrad, der ziemlich weit an der Spitze der RAF 4.0 stehen soll. Beim ersten Einsatz kann Conrad noch flüchten, doch später erwischen sie ihn. Leider erhalten sie kaum Informationen und so ermitteln sie quasi undercover in Mallorca. Doch sie sind nicht die einzigen, die etwas zu verbergen haben.

Das Buch ist das 9. der Reihe und gewohnt spannend. Auch Sneijder ist ganz der alte und macht seiner Umgebung das Leben schwer. Eigentlich könnte ich hier sehr viel loben, aber mir wurde das Buch doch etwas verleidet. Und zwar durch Lea bzw. ihre dauernden „Selbstgespräche“ mit ihrer „Schwester“. Das war für mich überhaupt nicht realistisch und hat mich ziemlich genervt.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Mord für Bücher

Das Haus der Bücher und Schatten
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Leipzig 1933, die Nazis übernehmen mehr und mehr die Macht und Kommissar Frey, der eigentlich entlassen wurde und als Nachtwächter in einer Bibliothek arbeitet, darf zurück in den Polizeidienst. Dort bekommt ...

Leipzig 1933, die Nazis übernehmen mehr und mehr die Macht und Kommissar Frey, der eigentlich entlassen wurde und als Nachtwächter in einer Bibliothek arbeitet, darf zurück in den Polizeidienst. Dort bekommt er den Fall des Mordes an einem jungen Mädchen und einem Polizeibeamten übertragen. Die Nazis möchten, dass er die Täter unter den Kommunisten oder Juden findet. Er selbst zweifelt es an. Die Ermittlungen sind sehr schwierig und bald ist er auch privat betroffen.

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Zum einen spielt es 1913 im Livland und dann 1933 in Leipzig. Anfangs konnte ich mich nur schwer einlesen und fand vieles etwas sehr langatmig und auch zum Teil langweilig. Anfangs fand ich die Geschichte in der Vergangenheit einfach interessanter, im Laufe des Buches wechselte es aber und dann war der Teil der 1930er Jahre besser. Beides läuft am Ende zusammen und die Lösung ist gut gewählt. Allerdings hätte der esoterische Teil in der Vergangenheit für meinen Geschmack gar nicht sein müssen. Insgesamt fällt es mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich würde aber auch niemand vom Lesen abhalten wollen. Das Buch ist doch schon speziell.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Etwas zäh

Der König
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Der kleine Ort Os ist mehr oder weniger aufgeteilt. Carl gehört ein großes Wellnesshotel, Roy die Tankstelle mit Werkstatt. Vor allem Roy will einen großen Vergnügungspark mit der weltgrößten Achterbahn ...

Der kleine Ort Os ist mehr oder weniger aufgeteilt. Carl gehört ein großes Wellnesshotel, Roy die Tankstelle mit Werkstatt. Vor allem Roy will einen großen Vergnügungspark mit der weltgrößten Achterbahn bauen. Doch dafür wird viel Geld benötigt und als sich ankündigt, dass die Hauptstraße des Ortes durch eine Umfahrung mit Tunnel ersetzt werden soll, ist allen klar, dass damit der Ort dem Niedergang geweiht ist. Jeder versucht, etwas dagegen zu unternehmen

Ich finde, das Buch ist nicht das beste, was der Autor geschrieben hat. Zum einen ist nirgendwo vermerkt, dass es der zweite Teil ist. Ich kenne den ersten Teil und hatte anfangs einige Probleme, mich wieder an die Namen und die entsprechenden Personen zu erinnern. Wie es jemanden beim Lesen gehen muss, der den Vorgängerband nicht kennt, kann ich mir gar nicht vorstellen. Denn das Buch ist im ersten Drittel extrem zäh. Ich hatte das Gefühl, dass ich wie gegen eine Gummiwand lese. Ich kam überhaupt nicht vorwärts und fand die Geschichte sehr langweilig. Zumal die Hauptpersonen – Mehrfachmörder - auch nicht wirklich sympathisch sind. Im Laufe des Buches wurde die Geschichte etwas interessanter und zumindest teilweise spannender, inhaltlich konnte sie mich aber nicht völlig überzeugen, weil es eigentlich so gut wie niemanden gab, der sympathisch und vor allem nicht kriminell war. Alles lebte mehr oder weniger von Gewalt und/oder Betrug. So halte ich mich mit einer Leseempfehlung zurück.

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