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Veröffentlicht am 16.01.2025

Spannend inszeniertes Familiendrama

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Eigentlich wollte ich ja nicht mehr quer in Reihen einsteigen. Mit VERLASSEN von Eva Björg Aegisdottir habe ich es trotzdem getan, weil mich der Klappentext extrem angesprochen hat. Das Buch liest sich ...

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr quer in Reihen einsteigen. Mit VERLASSEN von Eva Björg Aegisdottir habe ich es trotzdem getan, weil mich der Klappentext extrem angesprochen hat. Das Buch liest sich aber auch wie ein Stand Alone. Vorwissen ist nicht nötig. Kein Wunder, denn ich habe dann herausgefunden, dass es sich wohl um eine Art Prequel handelt und dieser Band vor den bereits erschienenen drei Büchern der Mörderisches Island-Reihe spielt. Gut für mich.
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Darum geht's: Die Mitglieder der schwerreichen Familie Snaeberg versammeln sich in einem Hotel zu einem Familienfest. Dann verschwindet jemand…
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Der Klappentext hat bei mir Agatha Christie-Vibes ausgelöst, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte. Die Handlung braucht etwas Anlaufzeit. Ich musste mich erst mal in der Geschichte zurechtfinden und die verschiedenen Familienmitglieder kennenlernen. Um den Überblick zu behalten, ist der vorangestellte Familienstammbaum sehr hilfreich. Sobald ich alle Personen zuordnen konnte, mich an die isländischen Namen und die Erzählweise gewöhnt hatte, konnte ich komplett in die Story abtauchen.
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Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven sowie zeitlich leicht verschachtelt erzählt. Ermittler Saevar spielt allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Er bleibt eine blasse Randfigur, dessen Part sich auf wenige kurze Zwischenkapitel beschränkt. Die Handlung ist vielmehr auf die Familienmitglieder fokussiert, von denen eigentlich keiner sympathisch dargestellt wird. Es gibt viele Probleme, Geheimnisse und Zwistigkeiten untereinander. Alkohol fließt in Strömen. Auch andere Substanzen sind im Spiel. Entsprechend unzuverlässig sind die jeweiligen Schilderungen. Ob die Hotelangestellte Irma wirklich eine neutrale Beobachterin ist, scheint ebenfalls vom ersten Moment an fraglich.
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Dieser Krimi kommt langsam, aber gewaltig. In kammerspielartigem Stil entfaltet sich hier ein intelligent inszeniertes Familiendrama. Von verschiedenen Seiten nähern wir uns langsam immer mehr dem Kern der Sache. Dieser nordisch-unterkühlte und ruhige Krimi baut aber unterschwellig immer mehr Spannung auf. Stück für Stück verdichtet sich die Handlung, alle Fäden laufen zusammen und alle offenen Fragen werden beantwortet. Dazu gehört vor allem, wer hier überhaupt das Opfer ist, denn das wird bis kurz vor Schluss offen gehalten.
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VERLASSEN ist ein faszinierender Island- Krimi. Er überzeugt mit einem starken Setting, gut gezeichneten Charakteren und einer etwas speziellen aber für meinen Geschmack sehr stimmigen Erzählweise. Psychologisch hochspannend und meisterlich erzählt. In diesen Punkten kann ich dem Klappentext voll und ganz zustimmen.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Spuk oder Realität?

HOME – Haus der bösen Schatten
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Riley Sager hat es schnell geschafft, mich in den Bann zu ziehen. Die Handlung entwickelt sich ruhig und atmosphärisch. Der Mix aus Spannung mit Schauer- und Spukhauselementen ist gelungen. Bis kurz vor ...

Riley Sager hat es schnell geschafft, mich in den Bann zu ziehen. Die Handlung entwickelt sich ruhig und atmosphärisch. Der Mix aus Spannung mit Schauer- und Spukhauselementen ist gelungen. Bis kurz vor Schluss hatte ich tatsächlich keine Ahnung, ob ich es hier mit übersinnlichen Geschehnissen zu tun habe, oder ob es für alles doch eine rationale Erklärung gibt. Ich verrate es hier auch nicht. Das müsst ihr selbst herausfinden.
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Die Story hat mich auf ganz viele Fährten gelockt und mir die unterschiedlichsten Erklärungsansätze geliefert. Das hat mich maximal verwirrt. Ich wusste kaum, in welche Richtung ich denn nun denken soll. Hier schien wirklich alles möglich zu sein. In einem lichten Moment hatte ich zwischendurch sogar mal die richtige Eingebung. Schon der nächste Twist hat mich aber wieder geschickt von dieser Überlegung abgelenkt. Das ist alles in allem richtig packend umgesetzt. Ab der Mitte schleichen sich zwar ein paar kleinere Längen ein - die werden am Ende aber wieder wettgemacht. Da gibt es in schneller Abfolge nochmal ein paar Überraschungen, die mich in Atem gehalten haben.
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Der Thriller hat richtig Spaß gemacht. Ein bisschen Grusel. Viel zum Miträtseln. Atmosphärische Spannung. Auf jeden Fall lesenswert.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Faszinierender Kunstroman

Die blaue Stunde
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Es war an der Zeit, mein erstes Buch von Paula Hawkins zu lesen. Natürlich war mir der Name der Autorin schon lange ein Begriff. Ich kenne auch ihr GIRL ON THE TRAIN – allerdings nur die Verfilmung von ...

Es war an der Zeit, mein erstes Buch von Paula Hawkins zu lesen. Natürlich war mir der Name der Autorin schon lange ein Begriff. Ich kenne auch ihr GIRL ON THE TRAIN – allerdings nur die Verfilmung von 2016 mit Emily Blunt. In Hawkins neuem literarischen Spannungsroman DIE BLAUE STUNDE geht es allgemein gesagt um das Thema Kunst. Für mich per se spannend, wegen der unendlichen Betrachtungsweisen und Diskussionsmöglichkeiten. Deshalb wollte ich auch unbedingt in diese Geschichte eintauchen.
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Darum geht’s: In einer Skulptur der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman wird ein menschlicher Knochen entdeckt. Der Fund erschüttert die Kunstwelt. Auch um seinen eigenen Ruf zu retten, begibt sich Museumskurator James Becker auf Spurensuche…
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Die Geschichte hat etwas Magisches. Angefangen beim Setting, für das Paula Hawkins die einsame Gezeiteninsel Eris Island gewählt hat. Mit rauer, düsterer und geheimnisvoller Atmosphäre hat mich die Handlung in Empfang genommen und eingesogen. Schnell kommt Hawkins auf den Punkt und hat die wichtigsten Personen der Handlung eingeführt. Was dann folgt, ist eine sehr ruhige und unaufgeregte Erzählung, die ich gleichzeitig aber als sehr intensiv und faszinierend empfunden habe. Man muss es mögen. Ich konnte mich gut darauf einlassen.
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Kennt ihr das, wenn ihr diese ganz besondere Form der Ruhe, wenn ihr eine Ausstellung besucht? Ich finde, es ist immer ein bisschen, als würde die Zeit stillstehen. Die Welt da draußen scheint nicht mehr zu existieren und ich könnte gefühlt ewig vor einem einzigen Bild verharren, mich in der Betrachtung verlieren, alle Einzelheiten in mich aufsaugen und immer neue Details entdecken. Genau diesen Effekt hat Paula Hawkins auch mit ihrem Roman bei mir erzielt.
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Neben der Haupthandlung gibt es Rückblenden, Tagebucheinträge, Zeitungsausschnitte und Emails. Viele kleine Versatzstücke, die fast schon beiläufig eingestreut werden. Sie liefern immer neue Erkenntnisse und fügen sich stückchenweise zu einem großen Ganzen zusammen. Ebenso punktgenau sind auch die Charaktere ausgearbeitet.
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Der Klappentext könnte Erwartungen auf einen Krimi oder Thriller wecken. Was man tatsächlich bekommt, ist ein feinsinnig und pointiert geschriebener literarischer Spannungsroman um kunstbezogene Themen und die Lebensgeschichte einer fiktiven Künstlerin. DIE BLAUE STUNDE ist für mich ein interessantes Leseerlebnis, für das man sich etwas Zeit und Muße gönnen sollte. Wenn man in der richtigen Stimmung dafür ist, kann die Geschichte ihre volle Faszination entfalten.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Spannender Destination-Thriller

Das Paradies - Hier kannst du glücklich werden. Oder sterben …
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Sara Ochs nimmt uns in ihrem Debüt DAS PARADIES mit auf die thailändische Insel Koh Sang. Hier kannst du glücklich werden. Oder sterben.
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Darum geht’s: Cass arbeitet als Tauchlehrerin im Urlaubsparadies. ...

Sara Ochs nimmt uns in ihrem Debüt DAS PARADIES mit auf die thailändische Insel Koh Sang. Hier kannst du glücklich werden. Oder sterben.
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Darum geht’s: Cass arbeitet als Tauchlehrerin im Urlaubsparadies. Dann nimmt ihr idyllisches Leben auf der Trauminsel ein jähes Ende. Ein Mörder geht um…
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Okay, viel mehr musste ich zur Handlung gar nicht wissen. Hier war ich wieder klassisches Setting-Opfer. Ich mag halt Reisethriller, die mich an unbekannte Orte entführen. Abgelegen. Isoliert. Erst wunderschön. Und dann auf einmal bedrohlich. In diese Atmosphäre bin ich auch hier nur allzu gerne eingetaucht.
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Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Cass ist eine der Permanenten, die auf der Partyinsel arbeitet. Brooke kommt als Touristin ins Paradies. Beide freunden sich an. Und dann geraten sie in einen Strudel der Ereignisse, den ich mit großer Spannung verfolgt habe. Der Fokus liegt den gesamten Handlungsverlauf über auf den beiden Protagonistinnen. Aus ihrer jeweiligen Sicht lernen wir noch ein paar weitere Personen kennen. Schnell wird deutlich, dass hier nichts so ist, wie es zu sein scheint. Jeder hat irgendein Geheimnis.
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Mir haben die Erzählweise und die Atmosphäre in diesem wendungsreichen Thriller richtig gut gefallen. Alles und jeder ist verdächtig. Ich bin den unterschiedlichsten Fährten gefolgt. Viele davon haben mich in die Irre geführt. Bis zum Schluss ist unklar, wem man hier trauen kann und wem nicht. Die Plottwists konnten mich immer wieder überraschen. Sara Ochs gelingt es tatsächlich, die Auflösung bis zur letzten Seite hinauszuzögern. Der Thriller ist ruhig erzählt. Spannung ist trotzdem durchweg vorhanden.
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Zur Topp-Bewertung reicht es nicht. Dafür fehlt dann doch irgendwie der besondere Knall-Effekt. Der Thriller hat mich insgesamt aber gut unterhalten. Mir haben sowohl der Schreibstil der Autorin als auch Aufbau und Entwicklung der Handlung gut gefallen. Ich hatte kurzweilige Lesestunden. Insofern kann ich dieses Thrillerdebüt von meiner Warte aus weiterempfehlen. Sara Ochs nächster Thriller wird im australischen Outback spielen. Da reise ich dann gerne wieder mit.

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Veröffentlicht am 24.12.2024

Schwierige Entscheidungen

Bloomsbury Campus (2) - Tough decisions
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Mit TOUGH DECISIONS setzt Emma Bellmore ihre Bloomsbury Campus-Reihe fort. Band 1 mit der Uni-Lovestory um Lily & Ellis hatte mir so gut gefallen, dass ich, ohne mit der Wimper zu zucken zurückgekehrt ...

Mit TOUGH DECISIONS setzt Emma Bellmore ihre Bloomsbury Campus-Reihe fort. Band 1 mit der Uni-Lovestory um Lily & Ellis hatte mir so gut gefallen, dass ich, ohne mit der Wimper zu zucken zurückgekehrt bin. Diesmal dreht sich alles um Elsa & Hunter.
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Darum geht’s: Elsa studiert eigentlich nur ihren Eltern zuliebe. Obwohl sie lernt, wie eine Irre, droht sie am Prüfungsdruck zu zerbrechen. Hunter dagegen besteht einen Test sogar noch in ziemlich angetrunkenem Zustand. Als er einwilligt, Elsas Lernpartner zu werden, soll sie im Gegenzug vor seinen Eltern seine Freundin spielen…
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Fake Dating meets Friends-to-Lovers. Natürlich kommen echte Gefühle ins Spiel. Natürlich stehen dem Happy End Geheimnisse im Weg. Klar ist es typisch New Adult. Aber so, dass es mir gefällt und mich gefühlsmäßig abholt. Wie unglaublich gut haben mir Elsa & Hunter als Protagonisten gefallen. Elsa hat mit ihrer lieb-natürlichen Art, ihren Zweifeln und Ängsten absolutes Identifikationspotenzial. Und Hunter … hach, er ist jetzt ein Crush mehr auf meiner Book-Boyfriend-Liste. Was sich zwischen ihm und Elsa entwickelt ist einfach Zucker. Beide Charaktere auf dem Weg zu sich selbst und zueinander zu begleiten, hat mir einfach richtig schöne Schmacht-Momente beschert. Die beiden sind wieder eines dieser Pärchen, die mitten in mein Herz getroffen und sich einen Platz auf meiner Favoriten-Liste erobert haben.
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Uni-Leben. Small-Town-Setting. Aschenputtel und ihr Prinz mit einer Extraprise Spice. Ihr wisst: Die brauche ich nicht unbedingt. Ich meide Spice sogar so gut es geht, weil er mein Leseerlebnis meist eher stört. Ich mag es halt nicht, wenn mir alles allzu plakativ und detailliert präsentiert wird. Emma Bellmore hat die betreffenden Szenen für meinen Geschmack aber akzeptabel und ästhetisch umgesetzt, so dass ich sie in diesem Fall mal nicht überblättern musste, sondern sie tatsächlich gut mitlesen konnte.
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Fazit: Ich mochte Teil 1 der Bloomsbury Campus-Reihe schon gerne. TOUGH DECISIONS hat mir noch einen Tick besser gefallen und es ist mir schwergefallen, Hunter & Elsa am Ende loszulassen. Also: Eine NA-Empfehlung von mir!

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