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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2025

Was gibt es doch für kranke Menschen auf dieser Welt ...

Evil Games
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In diesem superspannenden zweiten Teil der Reihe um und mit Detective Kim Stone stehen einem alsbald die Haare zu Berge, denn schnell wird klar, dass hier ein Psychomörder sein Unwesen treibt, ein Mörder ...

In diesem superspannenden zweiten Teil der Reihe um und mit Detective Kim Stone stehen einem alsbald die Haare zu Berge, denn schnell wird klar, dass hier ein Psychomörder sein Unwesen treibt, ein Mörder der Gefallen daran findet andere Menschen so zu manipulieren, so dass sie für ihn töten. Kim Stone vermutet dahinter die Psychotherapeutin Dr. Alexandra Thorne und versucht dies verzweifelt zu beweisen. Bald schon gerät sie selbst in deren Fänge und ein Spiel auf Leben und Tod kann sie selbst das Leben kosten …

Nachdem mir schon der erste Teil dieser Reihe sehr gut gefallen hatte, war ich natürlich neugierig auf „Evil Games“ und wurde nicht enttäuscht. Ich liebe ja solche Psychospielchen, bei denen man als Hörer zum Mitraten aufgefordert ist, und so ließ ich mich gerne darauf ein.

Schade, dass die weiteren Teile nicht übersetzt wurden und so endet diese Reihe für mich mit diesem zweiten Band. Gerne vergebe ich für diesen jedoch die volle Punktzahl und spreche eine Hörempfehlung aus. Vielleicht laufen mir die weiteren Teile ja mal im Original über den Weg.

Veröffentlicht am 27.12.2024

Ein wunderbares Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte!

Hallo, du Schöne
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Ann Napolitano … ich hatte noch nie von dieser Autorin gehört, bis mir ihr Buch „Hallo, du Schöne“ in die Hände fiel. Mit viel Liebe zum Detail aber niemals langweilig erzählt sie mir die Geschichte der ...

Ann Napolitano … ich hatte noch nie von dieser Autorin gehört, bis mir ihr Buch „Hallo, du Schöne“ in die Hände fiel. Mit viel Liebe zum Detail aber niemals langweilig erzählt sie mir die Geschichte der Familie Padavano mit Mutter, Vater und vier Töchtern, die die „windy city of Chicago“ ihr zu Hause nennen. Die Schwestern Julia, Sylvie und die Zwillinge Cecilia und Emeline sind trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere so eng miteinander verbunden, dass sie sich selbst genügen und kaum jemand eine Chance hat, in diesen Zirkel einzudringen. Doch dann lernt Julia William kennen, der als Einzelkind aufgewachsen ist, mit Eltern, die ihm keine Liebe geben und einer toten Schwester im Hintergrund, die eine familiäre Nähe unmöglich zu machen scheint. William wähnt sich im siebten Himmel, als er in der Familie Padavano mit offen Armen empfangen wird, Doch das Glück – wie könnte es auch – scheint nicht von Dauer zu sein. Ein Schicksalsschlag reißt die Familie auseinander und William verfällt wieder in seine alte Lethargie und eine Tragödie scheint die nächste zu jagen …

Was für ein wunderbarer, unglaublich feinfühliger Roman, in dem man nicht nur die Zeilen, sondern eben gerade auch zwischen den Zeilen lesen kann. Die Autorin schafft es viele wichtige Themen zu verarbeiten, ohne ihren Roman zu überfrachten. Eine gekonnte Mischung aus Liebe, Klugheit und Weisheit schaffte für mich als Leserin eine Nähe, als ob ich selbst dabei gewesen wäre. Ich hatte beim Lesen das Gefühl mit jeder der Schwestern ein wenig gemeinsam zu haben und am Schluss liefen mir ein wenig die Tränen über die Wangen. Ich werde diese Autorin auf jeden Fall im Auge behalten und freue mich jetzt schon auf mehr Lektüre aus ihrer Feder. Funkelnde fünf Sterne leuchten für Ann von mir am Bücherhimmel und natürlich dazu eine von Herzen kommende Empfehlung. Nehmt euch Zeit für dieses Buch und lasst euch reinfallen in die Geschichte. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Veröffentlicht am 27.12.2024

Fesselnder Schreibstil zu einer beeindruckenden Geschichte ...

Bergland
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Die Autorin Jarka Kubsova, deren Schreibstil ich schon durch ihren großartigen Roman „Marschlande“ kennenlernen durfte, konnte mich auch mit „Bergland“ nicht nur abholen, sondern komplett begeistern. Sie ...

Die Autorin Jarka Kubsova, deren Schreibstil ich schon durch ihren großartigen Roman „Marschlande“ kennenlernen durfte, konnte mich auch mit „Bergland“ nicht nur abholen, sondern komplett begeistern. Sie entführt mich mit ihrer sich über drei Generationen erstreckenden Familiengeschichte auf einen Bergbauernhof in Südtirol. Hier begegne ich Rosa Breitenberger, eine junge Bäuerin, die den Hof nach dem Tod ihres Vaters übernommen hat und sich mit ihrem kleinen Sohn tapfer, ja schon fast verbissen, alleine auf dem kargen Stück Land abmüht. Der Vater des kleinen Sepp ist im Krieg geblieben und so bleibt Rosa nichts anderes übrig als alleine weiterzumachen. Das ganze Dorf staunt, wie sie es schafft dort oben nicht nur zu überleben, sondern dem Hof sogar noch gute Erträge abzuringen. Doch auch vor ihr macht der Fortschritt nicht halt und so muss sie sich schließlich den Modernisierungen, die ihr inzwischen erwachsen gewordener Sohn am Hof einführt, ergeben. Als schließlich mit Sepps Sohn Hannes mit seiner Frau den Hof übernimmt, müssen auch diese feststellen, dass ein Überleben, ohne sich den Touristen zu beugen, schwer bis unmöglich ist. Bald jedoch steht auch dieses Konstrukt auf der Kippe und die Familie scheint daran zerbrechen zu wollen …

Mit diesem für mich zweiten Roman Jarka Kubsovas, die neben ihren eigenen Büchern auch als Ghostwriterin mehrerer erfolgreicher Sachbücher ist, hat sie es definitiv auf die Liste meiner LieblingsautorInnen geschafft. Dank ihres atmosphärischen Schreibstils konnte ich mich wunderbar in diese Bergwelt hineinversetzen, die geprägt ist von harter Arbeit aber auch euphorischen Glücksgefühlen, wenn man merkt, dass man dieser rauen Natur doch irgendwann auch mal ein Schnäppchen schlagen kann. Die Protagonisten, männlich wie weiblich, sind sehr authentisch gezeichnet und es macht Spaß ihnen zu folgen. Ich habe viel gelernt und mich gut aufgehoben gefühlt im „Bergland“ und hoffe, dass die Autorin bald ein neues Buch präsentieren wird. Von mir gibt es mit fünf Sternen die volle Punktzahl verbunden mit einer überzeugten Leseempfehlung. Hier kommen nicht nur Bergliebhaber auf ihre Kosten!

Veröffentlicht am 27.12.2024

Ein Schmerz, der einen ein Leben lang nicht los lässt ...

Kontur eines Lebens
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„Elfrieda“, wie ihre Eltern sie nennen, ist die jüngste von vier Mädchen, und wächst in einem leider noch immer sehr erzkonservativem Holland der 60er Jahre auf. Ihre Eltern sind streng gläubig und hoffen ...

„Elfrieda“, wie ihre Eltern sie nennen, ist die jüngste von vier Mädchen, und wächst in einem leider noch immer sehr erzkonservativem Holland der 60er Jahre auf. Ihre Eltern sind streng gläubig und hoffen nun, dass sie auch dieses letzte Küken noch gut groß und verheiratet bekommen werden. Die Sterne stehen gut, Frieda ist in Lohn und Brot in einem Blumenladen angestellt, doch dann kommt der Tag, der alles auf den Kopf stellt. Sie lernt Otto kennen, den sanften Falterzähler, der eigentlich ihr Traummann hätte werden können, wäre da nicht das eine Hindernis … er ist bereits der Traummann von Brigitte und mit dieser auch verheiratet. Wider aller Vernunft lassen sich die Beiden dennoch auf eine stürmische Liebesaffäre ein, die nicht ohne Folgen bleibt. Doch das kleine Glück ist Frieda nicht vergönnt. Sie behält dieses Geheimnis ihr ganzes Leben lang für sich, ein Leben, das durch diese Heimlichtuerei immer wieder vergiftet ist, bis sie sich – inzwischen über 80 Jahre alt – dem Geheimnis stellt und verzweifelt versucht ihren Frieden zu machen …

Jaap Robben, ein Autor, von dem ich bisher noch nie gehört hatte, hat sich mit „Kontur eines Lebens“ wirklich selbst übertroffen. Auf berührende Weise erzählt er Friedas Leben, zeigt uns ihre zarten Liebesgefühle gegenüber Otto aber auch ihren Schmerz durch den Verlust, den sie ihr ganzes Leben nicht verwunden hat. Immer wieder bricht er hervor und die Menschen, die sie am meisten lieben, müssen diesen ertragen ohne je zu erfahren warum. Jaap Robben macht in seinem Roman mehr als deutlich, dass es Verluste gibt, die wir als Menschen nie verwinden und wie befreiend es sein kann, diese zu teilen und gemeinsam zu verarbeiten. Mich hat das Buch sehr bewegt und ganz am Schluss standen dann sogar ein paar Tränen in meinen Augen. Ich möchte euch dieses Buch ans Herz legen und spreche, verbunden mit fünf mehr als verdienten Sternen, eine absolute Empfehlung aus. Ich hoffe, bald mehr aus der Feder dieses talentierten Autors lesen zu dürfen. Für mich war „Kontur eines Lebens“ ein absolutes Lesehighlight.

Veröffentlicht am 22.12.2024

So viel mehr als "nur" drei Tage ...

Drei Tage im Juni
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Der oben genannte Klappentext spiegelt den Inhalt des doch eher kurzen Buchs mit 208 Seiten absolut perfekt wider. Es hat mir Spaß gemacht Gail und Max ein Stück des Weges zu begleiten auf dem sie feststellen, ...

Der oben genannte Klappentext spiegelt den Inhalt des doch eher kurzen Buchs mit 208 Seiten absolut perfekt wider. Es hat mir Spaß gemacht Gail und Max ein Stück des Weges zu begleiten auf dem sie feststellen, dass die bekannte Vertrautheit durchaus noch von Bedeutung ist. Zwischendurch stellen sie immer wieder fest, dass sie einander mögen aber dennoch oft Schwierigkeiten haben, mit den gegenseitigen kleinen (schlechten) Angewohnheiten des jeweils anderen wieder leben zu wollen. Die Story rankt sich um die Hochzeit ihrer gemeinsamen Tochter Debbie und dann auch wieder nicht. Obwohl Gail und Max eigentlich nur drei Tage im Juni aus genau diesem Grund zusammengekommen sind, treten die Festivitäten bald in den Hintergrund und besonders Gail versucht die Fehler ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Ein überraschendes Ende trieb mit ein paar kleine Tränen in die Augen und hat mich schlussendlich davon überzeugt, dem Buch mit fünf Sternen die Bestnote zu geben. Und für alle Anne Tyler Fans, wie ich einer bin, gibt es on top noch eine von Herzen kommende Leseempfehlung. Sie kann es immer noch, die sympathische alte Dame!