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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2025

Geheimnis im Dornwald

Dorn. Hotel der Angst
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Ich war sehr gespannt auf die neue Reihe mit dem Kriminalpsychologen Simon Dorn und der Ermittlerin Lea Wagner, des Autoren Jan Beck, zumal mir die Bücher mit den Ermittlern Björk und Brand sehr gut gefallen ...

Ich war sehr gespannt auf die neue Reihe mit dem Kriminalpsychologen Simon Dorn und der Ermittlerin Lea Wagner, des Autoren Jan Beck, zumal mir die Bücher mit den Ermittlern Björk und Brand sehr gut gefallen haben. Das sehr schlichte Cover mit dem Titel klingt schon sehr geheimnisvoll. Die ersten Seiten des Thrillers beginnen sehr grusselig. Einer ist auf der Flucht vor dem Bösen, der Andere auf der Suche nach dem Teufel. Die Geschichte spielt in Hamburg und Österreich. Verschiedene Erzählstränge und versetzte Zeitebenen sorgen für Dynamik. Manchmal war es allerdings zu viel des Guten, mein Kopfkino konnte kaum so schnell umdenken. Auch die vielen verschiedenen Orte sorgen für Verwirrung. Es dauerte auch sehr lange, bis sich die beiden Protagonisten gefunden haben.

Simon Dorn meidet nach vielen Schicksalsschlägen die Menschen. Er lebt in der alten Hotelruine seiner Vorfahren, Dornwald in Bad Gastein. Gemeinsam mit der Cold Cases Ermittlerin Karla Hofbauer, seine einzige Verbindung zur Außenwelt, versucht er eine drei Jahre alte, zurückliegende Mordserie aufzuklären. Dann wird Karla in Hamburg nach der gleichen Methode ermordet. Die junge Kriminalbeamtin Lea Wagner aus Wien folgt Karlas Spuren und macht Bekanntschaft mit Simon Dorn.
Die Geschichte war von Anfang an nicht vorhersehbar. Die Charaktere kamen sehr gut rüber, die unerschrockene Lea, die zielstrebig ihr Ziel verfolgt, ohne an die Folgen zu denken, der einsame und menschenscheue Simon, der versucht sich in die Psyche des Mörders zu versetzen und diesen sogar herausfordert. Lange habe ich gerätselt, was den Täter antreibt, und wer seine Begleitung ist. Mit dem Ende hatte ich allerdings nicht gerechnet.
Nur eins hätte ich zu bemängeln, wie kann man in einem Gewölbekeller mit dicken Mauern PC Empfang haben? Ich denke diese Reihe hat auf jeden Fall noch Potenzial nach oben.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Fesselnd und grausam

The Twenty
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Das Cover und auch das deutschsprachige Buch mit dem englischen Titel fand ich so gar nicht ansprechend. Gewundert hat mich, dass das erste Buch der Autorin nicht ins deutsche übersetzt wurde. Die Kapitel ...

Das Cover und auch das deutschsprachige Buch mit dem englischen Titel fand ich so gar nicht ansprechend. Gewundert hat mich, dass das erste Buch der Autorin nicht ins deutsche übersetzt wurde. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, der Schreibstiel ist fesselnd. Der Thriller ist in 3 Teile unterteilt und umfasst einen Zeitraum von ca. 14. Tage. Verschiedenen Erzählstränge aus unterschiedlichen Perspektiven, Zeitungsauschnitte und Autopsie Berichte sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel.
Auf einer illegalen Mülldeponie findet man fünf ausgeblutete Leichen, alle in verschiedenen Stadien der Verwesung. Adam Bishop und sein Partner Jamie Hoxton findet außerdem römische Ziffern bei den Toten. Sie wurden durchnummeriert, der Täter zählt von zwanzig herunter. Adams Ex Frau Dr. Romilly Cole hat einen Verdacht. Es begann vor 30 Jahren als ihr Vater junge Frauen ermordete. Aber der sitzt im Gefängnis. Die Ermittler müssen schnell handeln, der Mörder kommt ihnen immer näher.
Komplexe Figuren und fesselnde Handlung, mit vielen überraschenden Wendungen hielten die Spannung von der ersten Seite an hoch. Verkorkste Kindheit, gestörte Persönlichkeiten war bei den Protagonisten an der Tagesordnung. Komischerweise ist aus allen beruflich was gutes geworden. Der einzige der mir sympathetisch war, war Jamie.
Trotz kleiner Schwächen hat mich der Thriller super unterhalten. Für Leser die nicht empfindlich sind, kann ich ihn nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.12.2024

Endlich angekommen

Die Töchter der Ärztin
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Die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potenzial für weitere Bände. Aber leider kam der Tod dem Autorenpaar dazwischen. Mit diesem dritten Band aus der Reihe "Die Töchter der Ärztin" ist leider Schluss.
Das ...

Die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potenzial für weitere Bände. Aber leider kam der Tod dem Autorenpaar dazwischen. Mit diesem dritten Band aus der Reihe "Die Töchter der Ärztin" ist leider Schluss.
Das Cover zeigt heile Welt, aber so ist es leider nicht in den Familien Thomasius und von Freystetten. Wir schreiben das Jahr 1931, die Braunen sind auf dem Vormarsch, Hitler kommt an die Macht. Ricarda und Siegfried genießen ihr Rentner Leben. Henny lebt in Kalifornien. Sie arbeitet im Krankenhaus, ihr Mann in der Filmwelt. Toni leitet die ehemalige Praxis der Familie Thomasius zusammen mit ihrer besten Freundin Celia Fahrland und ihrer großen Liebe Guntram. Sie möchten eine Familie gründen, ab kann man Beruf und Kinder unter einen Hut bekommen? Toni hat da ihre Zweifel. Wie in jeder Familie liegen auch in dieser, Freud und Leid dicht beieinander.
Durch das Personenregister kam schnell die Erinnerung an die vielen Protagonisten zurück. Auch die Kartenausschnitte trugen dazu bei, ziemlich nahe am Geschehen zu sein. Durch wechselnde Orte und hautnahes Zeitgeschehen kam die Geschichte gut bei mir an. Reale Persönlichkeiten der damaligen Zeit wurden sogar darin untergebracht.
Ich kann das Buch gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Die Jagd geht weiter

Das zweite Kind
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Obwohl mich die Leseprobe sofort gefesselt hat, konnte ich mit dem Buch zu Beginn so gar nicht warm werden. Die vielen verschiedenen Personen taten dazu ihr übriges. Einmal der Vorname, dann der Nachname, ...

Obwohl mich die Leseprobe sofort gefesselt hat, konnte ich mit dem Buch zu Beginn so gar nicht warm werden. Die vielen verschiedenen Personen taten dazu ihr übriges. Einmal der Vorname, dann der Nachname, dann Doctore, ich verlor manches Mal die Übersicht. Sicher hätte mir ein Personenregister geholfen. Auch mit den Protogonisten konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Die Handlung und den Aufbau fand ich gut durchdacht und komplex. Die polizeilichen Ermittlungen waren sehr ausführlich beschrieben. Hier merkte man, dass der Autor vom Fach ist und weiß worüber er schreibt. Kurze Kapitel und wechselnde Erzählstränge brachten Tempo in den Lesefluss. Das Cover des Buches ist sehr düster, genau wie die Story, die in der Toskana spielt.
Mitten in der Nacht wird ein nackter und verängstigter Junge aufgegriffen. Er war in der Gewalt eines grinsenden Mannes und konnte entkommen. Kurz darauf wird in Bologna ein weiterer Junge entführt, der dem Ersten zum Verwechseln ähnlich sieht. Valentina Medici, Ermittlerin einer Spezialeinheit und Fabio Costa von der Polizei Bologna werden auf den Fall angesetzt. Sie entdecken weiter zurückliegende Fälle. Der Täter sucht sich seine Opfer aus, die Ähnlichkeit haben mit Personen auf Bildern eines Malers aus dem 15. Jahrhundert. Was hierbei ans Tageslicht kommt, verursacht Gänsehaut.
Auf über 600 Seiten wird hier eine Story erzählt, die in grausame, menschliche Abgründe führt. Nach der Hälfte erfolgt die erste Aufklärung, dann geht die Jagd weiter, Einiges fand ich zu langatmig und zu ausschweifend. Das Ende war für mich nicht glaubwürdig. Aber der Weg dahin war auf jeden Fall sehr spannend.
Ich fand den Debütroman des Autoren gut gelungen und spreche eine Empfehlung aus.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Ermittlung im Rollstuhle

Das elfte Manuskript
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Mit diesem Buch konnte ich zu Anfang so gar nicht warm werden. Endlose Dialoge, wenig Handlung, kaum Spannung. Und dann das ewige Gerede über die Pandemie, sind wir doch längs wieder zum gewohnten Alltag ...

Mit diesem Buch konnte ich zu Anfang so gar nicht warm werden. Endlose Dialoge, wenig Handlung, kaum Spannung. Und dann das ewige Gerede über die Pandemie, sind wir doch längs wieder zum gewohnten Alltag übergegangen. Die Geschichte wird in drei Handlungssträngen erzählt. Der Polizeibeamte Henrik Holme hat es mit einem mysteriösen Mordfall zu tun. Eine Frau mit einem fehlenden Gesicht wurde im Kofferraum eines Autos gefunden. Er braucht die Hilfe seiner alten Mentorin Hanne Wilhelmsen, die seit einer Schussverletzung im Rollstuhl sitzt. Ella Braut hat gerade eine neue Stelle in Norwegens größtem Verlagshaus angetreten, als das neuste Manuskript einer Bestsellerautorin verschwunden ist. Der Totengräber schaufelt ein Grab für eine alte, einsame Frau mit der er einige Jahre zur Schule ging. Sie war eine Außenseiterin und lebte in einer Hütte außerhalb des Dorfes. Was dieser Erzählstrang mit der Geschichte zu tun hat, erfährt der Leser erst am Ende. Nur weil ich gespannt war, wie alles zusammenhängt kämpfte ich mich teilweise durch die Seiten. Zu den Protagonisten mit ihren teils seltsamen Eigenarten konnte ich keine richtige Beziehung aufbauen. Der Schluss entschädigte mich dann zum Glück für meine Geduld, obwohl so einiges vorhersehbar war. Leider hat das Buch nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

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