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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.12.2024

Endlich angekommen

Die Töchter der Ärztin
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Die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potenzial für weitere Bände. Aber leider kam der Tod dem Autorenpaar dazwischen. Mit diesem dritten Band aus der Reihe "Die Töchter der Ärztin" ist leider Schluss.
Das ...

Die Geschichte hätte auf jeden Fall noch Potenzial für weitere Bände. Aber leider kam der Tod dem Autorenpaar dazwischen. Mit diesem dritten Band aus der Reihe "Die Töchter der Ärztin" ist leider Schluss.
Das Cover zeigt heile Welt, aber so ist es leider nicht in den Familien Thomasius und von Freystetten. Wir schreiben das Jahr 1931, die Braunen sind auf dem Vormarsch, Hitler kommt an die Macht. Ricarda und Siegfried genießen ihr Rentner Leben. Henny lebt in Kalifornien. Sie arbeitet im Krankenhaus, ihr Mann in der Filmwelt. Toni leitet die ehemalige Praxis der Familie Thomasius zusammen mit ihrer besten Freundin Celia Fahrland und ihrer großen Liebe Guntram. Sie möchten eine Familie gründen, ab kann man Beruf und Kinder unter einen Hut bekommen? Toni hat da ihre Zweifel. Wie in jeder Familie liegen auch in dieser, Freud und Leid dicht beieinander.
Durch das Personenregister kam schnell die Erinnerung an die vielen Protagonisten zurück. Auch die Kartenausschnitte trugen dazu bei, ziemlich nahe am Geschehen zu sein. Durch wechselnde Orte und hautnahes Zeitgeschehen kam die Geschichte gut bei mir an. Reale Persönlichkeiten der damaligen Zeit wurden sogar darin untergebracht.
Ich kann das Buch gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Die Jagd geht weiter

Das zweite Kind
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Obwohl mich die Leseprobe sofort gefesselt hat, konnte ich mit dem Buch zu Beginn so gar nicht warm werden. Die vielen verschiedenen Personen taten dazu ihr übriges. Einmal der Vorname, dann der Nachname, ...

Obwohl mich die Leseprobe sofort gefesselt hat, konnte ich mit dem Buch zu Beginn so gar nicht warm werden. Die vielen verschiedenen Personen taten dazu ihr übriges. Einmal der Vorname, dann der Nachname, dann Doctore, ich verlor manches Mal die Übersicht. Sicher hätte mir ein Personenregister geholfen. Auch mit den Protogonisten konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Die Handlung und den Aufbau fand ich gut durchdacht und komplex. Die polizeilichen Ermittlungen waren sehr ausführlich beschrieben. Hier merkte man, dass der Autor vom Fach ist und weiß worüber er schreibt. Kurze Kapitel und wechselnde Erzählstränge brachten Tempo in den Lesefluss. Das Cover des Buches ist sehr düster, genau wie die Story, die in der Toskana spielt.
Mitten in der Nacht wird ein nackter und verängstigter Junge aufgegriffen. Er war in der Gewalt eines grinsenden Mannes und konnte entkommen. Kurz darauf wird in Bologna ein weiterer Junge entführt, der dem Ersten zum Verwechseln ähnlich sieht. Valentina Medici, Ermittlerin einer Spezialeinheit und Fabio Costa von der Polizei Bologna werden auf den Fall angesetzt. Sie entdecken weiter zurückliegende Fälle. Der Täter sucht sich seine Opfer aus, die Ähnlichkeit haben mit Personen auf Bildern eines Malers aus dem 15. Jahrhundert. Was hierbei ans Tageslicht kommt, verursacht Gänsehaut.
Auf über 600 Seiten wird hier eine Story erzählt, die in grausame, menschliche Abgründe führt. Nach der Hälfte erfolgt die erste Aufklärung, dann geht die Jagd weiter, Einiges fand ich zu langatmig und zu ausschweifend. Das Ende war für mich nicht glaubwürdig. Aber der Weg dahin war auf jeden Fall sehr spannend.
Ich fand den Debütroman des Autoren gut gelungen und spreche eine Empfehlung aus.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Ermittlung im Rollstuhle

Das elfte Manuskript
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Mit diesem Buch konnte ich zu Anfang so gar nicht warm werden. Endlose Dialoge, wenig Handlung, kaum Spannung. Und dann das ewige Gerede über die Pandemie, sind wir doch längs wieder zum gewohnten Alltag ...

Mit diesem Buch konnte ich zu Anfang so gar nicht warm werden. Endlose Dialoge, wenig Handlung, kaum Spannung. Und dann das ewige Gerede über die Pandemie, sind wir doch längs wieder zum gewohnten Alltag übergegangen. Die Geschichte wird in drei Handlungssträngen erzählt. Der Polizeibeamte Henrik Holme hat es mit einem mysteriösen Mordfall zu tun. Eine Frau mit einem fehlenden Gesicht wurde im Kofferraum eines Autos gefunden. Er braucht die Hilfe seiner alten Mentorin Hanne Wilhelmsen, die seit einer Schussverletzung im Rollstuhl sitzt. Ella Braut hat gerade eine neue Stelle in Norwegens größtem Verlagshaus angetreten, als das neuste Manuskript einer Bestsellerautorin verschwunden ist. Der Totengräber schaufelt ein Grab für eine alte, einsame Frau mit der er einige Jahre zur Schule ging. Sie war eine Außenseiterin und lebte in einer Hütte außerhalb des Dorfes. Was dieser Erzählstrang mit der Geschichte zu tun hat, erfährt der Leser erst am Ende. Nur weil ich gespannt war, wie alles zusammenhängt kämpfte ich mich teilweise durch die Seiten. Zu den Protagonisten mit ihren teils seltsamen Eigenarten konnte ich keine richtige Beziehung aufbauen. Der Schluss entschädigte mich dann zum Glück für meine Geduld, obwohl so einiges vorhersehbar war. Leider hat das Buch nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

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Veröffentlicht am 03.07.2024

Sie schweigt

Wenn sie lügt
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Das düstere Cover, die dunklen Seitenschnitte mit dem Titel haben mich auf den ersten Blick angesprochen. Gut gefallen haben mir auch die Info über Verbrechen und Morde vor einigen Kapiteln. Die Geschichte ...

Das düstere Cover, die dunklen Seitenschnitte mit dem Titel haben mich auf den ersten Blick angesprochen. Gut gefallen haben mir auch die Info über Verbrechen und Morde vor einigen Kapiteln. Die Geschichte spielt im Heute und in der Vergangenheit. Es kommen die Hauptprotagonisten Norah, Goran und Er zu Wort. Dieser Er bleibt bis ziemlich zum Schluss ein Rätsel. Die Kapitel sind kurz und lassen sich flüssig lesen.
Nach fast 20 Jahren kommt Goran in seine alte Heimat Waldesroda in den Thüringer Wald zurück. Seine ehemals beste Freundin Norah erhält Drohbriefe. Die damalige Clique brach auseinander, als Norah sich in den Außenseiter David verliebte und dieser zum Mörder wurde.
Die Geschichte lebt von vielen unerwarteten Wendungen und Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen. Die Story kommt nur langsam voran. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als hätte ich manche Sätze schon einmal gelesen, viele Gedankengänge wiederholten sich. Der Autor lenkt den Leser einige Male auf die falsche Spur. Mit den Protagonisten konnte ich nicht so richtig warm werden, jeder hatte so seine Geheimnisse. Das Ende hat mich leider überhaupt nicht überzeugt, aber trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 03.05.2024

Freud und Leid

Blankenese - Zwei Familien
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Dieser Roman hat mir trotz einiger Ungereimtheiten gut gefallen. Durch den flüssigen und verständlichen Schreibstiel kam man schnell voran. Da ich den ersten Band der Geschichte nicht kannte, hatte ich ...

Dieser Roman hat mir trotz einiger Ungereimtheiten gut gefallen. Durch den flüssigen und verständlichen Schreibstiel kam man schnell voran. Da ich den ersten Band der Geschichte nicht kannte, hatte ich am Anfang so meine Probleme mit den verschiedenen Personen. Dabei hat mir das Register am Anfang des Buches sehr geholfen. Das Cover passt sehr gut, geht es doch überwiegend um die Reederfamilie Casparius in Hamburg. Dieser Band deckt die Jahre Februar 1939 bis Oktober 1949 ab. Kurt Jacobson ein jüdischer Junge wird mit seiner Schwester und seinem Cousin nach England geschickt. Er wächst im Heim und später bei einem Pflegevater auf. Mit einer List landet er später bei der Royal Air Force und muss seine Heimatstadt bombadieren. Seine große Liebe Fanni heiratet Otto einen Kinderarzt und arbeitet mit ihm zusammen in Hamburg. John Casparius Besitzer der Reederei muss als Jude in den Untergrund flüchten. Seine Tochter Sonja bricht die Schule ab und unterstützt ihre Mutter in der Reederei. Der U-Boot Kapitän und Nazi Anhänger Friedrich König will sie heiraten. Obwohl sie sich in einen französischen Zwangsarbeiter verliebt hat, willigt sie ein, um ihrer Familie Schutz zu geben. Beim Lesen fuhren die Gefühle Achterbahn, die Bombadierung , das Brennen der Städte und das Leid der Menschen, vor allem der Umgang mit den Juden. Kaum vorstellbar, wie die Jugendlichen fast noch Kinder erwachsen werden mussten. Die Charaktere wurden gut dargestellt, wobei mir Sonja und Friedrich am besten gefallen haben. Auf jeden Fall werde ich mir den ersten Band noch besorgen und freue mich schon auf den dritten. Wenn mir nicht einige Ungereimtheiten aufgefallen wären, hätte ich die volle Punktzahl verteilt.

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