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Veröffentlicht am 05.01.2025

Böse Geburtstagsüberraschung

The Cruel Agreement - Versprochen an den Teufel
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„The Cruel Agreement – Versprochen an den Teufel“ von J.G. Rose ist der gelungene Auftakt ihrer neuen Dark Mafia Romance Reihe.
Am Morgen freut sich Anastasia Petrova noch auf ihren 21. Geburtstag und ...

„The Cruel Agreement – Versprochen an den Teufel“ von J.G. Rose ist der gelungene Auftakt ihrer neuen Dark Mafia Romance Reihe.
Am Morgen freut sich Anastasia Petrova noch auf ihren 21. Geburtstag und die dazugehörige Party, doch nur wenige Augenblicke später zerbricht ihr gesamtes Leben. Offensichtlich hat es in ihrer Familie niemand für nötig gehalten, sie darüber zu informieren, dass sie schon seit ihrer Geburt einem mächtigen Mafia-Oberhaupt versprochen ist. An ihrem Geburtstag erfolgt quasi ihre Übergabe an Nikita Nikolaev, den Anastasia ab der ersten Sekunde verabscheut. Nikita macht kein Geheimnis daraus, dass auch er diese Verbindung nicht wollte, aber er macht auch sehr klar, dass er ohne zu zögern Anastasias gesamte Familie töten würde, falls sie sich weigert, seine Ehefrau zu werden. Also hat sie keine Wahl und muss sich mit einem Leben an der Seite des Teufels arrangieren.

Man sollte das Vorwort von J.G. Rose durchaus ernst nehmen und auch die Triggerwarnung beachten, denn diese Dark Romance ist wirklich brutal und sämtliche männliche Charaktere wandelnde Red Flags. Wer genau das mag, der ist hier richtig und kann sich von der durchgehend spannend aufgebauten und zum Glück fiktiven Story mitreißen lassen.
Sowohl Anastasia als auch Nikita erzählen aus ihrer jeweiligen Perspektive, so dass man ihre Emotionen und Beweggründe grundsätzlich nachvollziehen kann. Gut finden, muss man sie trotzdem nicht, denn wie gesagt, Red Flag auf zwei Beinen. Zudem verraten uns beide Hauptcharaktere ihre geheimsten Gedanken nicht hundertprozentig, wie man an den ständigen Andeutungen von irgendeinem großen Geheimnis oder dem fiesen Cliffhanger sieht.
Trotzdem hat mich diese Undurchschaubarkeit im Gegensatz zu anderen Büchern nie genervt und ich will wirklich wissen, was hinter all dem steckt und wie es mit Anastasia und Nikita weitergehen wird. Die Twists sind absolut gelungen, genau wie die vielen Facetten der Charaktere, die trotz der genretypischen Konstellation nicht unbedingt den Klischees entsprechen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Alte Liebe

Liebe und all das Theater
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„Liebe und all das Theater“ von Anne Sanders ist der zweite Band ihrer romantischen Reihe um die Bewohner der Chestnut Road in Brighton.
Hannah arbeitet als Journalistin einer kleinen Lokalzeitung in ihrer ...

„Liebe und all das Theater“ von Anne Sanders ist der zweite Band ihrer romantischen Reihe um die Bewohner der Chestnut Road in Brighton.
Hannah arbeitet als Journalistin einer kleinen Lokalzeitung in ihrer alten Heimatstadt Brighton. Sie ist völlig überrumpelt, als sie bei einer Redaktionssitzung erfährt, dass der bekannte Schauspieler Viktor de Ruiter sein Debüt auf der Theaterbühne ausgerechnet in Brighton gibt. Hannah und Viktor verbindet schon seit ihrer Kindheit eine gemeinsame Geschichte, aber nach einer leidenschaftlichen Nacht vor neun Jahren brach der Kontakt komplett ab. Leider erhält ausgerechnet Hannah den Auftrag, einen Hintergrundartikel über die Theaterproben zu schreiben. Die Begegnung mit Viktor lässt die alten Gefühle schnell wieder hochkochen, vor allem, da er über diese zweite Chance hocherfreut scheint. Aber sind ihre unterschiedlichen Leben überhaupt noch kompatibel?

Mir hat schon der Auftakt über die unfreiwillige Wohngemeinschaft von Alex und Julie sehr gut gefallen und auch die Fortsetzung über die zweite Chance von Hannah und Viktor ist zuckersüß. Der leichte und humorvolle Schreibstil von Anne Sanders liest sich gut und es handelt sich hier eindeutig um eine Feel-Good-Lovestory, denn auf sinnlose Dramen wird komplett verzichtet. Man kann einfach abschalten und genießen und hat am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht.
Hannah ist zwar eigentlich selbstbewusst und locker, aber sie trägt einige Unsicherheiten und Ängste mit sich herum, an denen Viktor vielleicht nicht ganz unschuldig ist. Dabei hatten beide nur eine absolut unterirdische Kommunikation, welche nach neun Jahren hoffentlich besser geworden ist.
Viktor und seine mehr oder weniger erfolgreiche Schauspielkarriere sind ein wichtiger Teil der Handlung, und ich finde gut, dass er eben nicht der große Hollywoodstar, sondern eher der Weihnachtsfilm-Prinz ist. Das macht ihn noch sympathischer, genau wie seine tiefen Gefühle für Hannah.
Die Story bietet jetzt keine riesigen Überraschungen oder Twists, aber sie ist trotzdem durchgehend unterhaltsam erzählt. Gerade der unaufgeregte Charme von Brighton sorgt für Wohlfühlatmosphäre und es ist immer wieder witzig, die bekannten Nebencharaktere wiederzutreffen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Vor Wut verlobt

Degrees of Engagement
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„Degrees of Engagement“ von Jennifer Hennessy ist eine unterhaltsame und knisternde Fake-Engagement-Romance, in der eine spontane Lüge außer Kontrolle gerät.
Bianca Dimitriou hat es nach fünf Jahren harter ...

„Degrees of Engagement“ von Jennifer Hennessy ist eine unterhaltsame und knisternde Fake-Engagement-Romance, in der eine spontane Lüge außer Kontrolle gerät.
Bianca Dimitriou hat es nach fünf Jahren harter Arbeit geschafft und ihren Doktortitel bekommen. Doch die anschließende Party zerstört jegliche Freunde darüber. Ihre Familie und ihre engsten Freunde, für die Bianca immer alles stehen und liegen ließ, um ihnen zur Seite zu stehen, haben alle kurzfristig mit fadenscheinigen Ausreden abgesagt. Traurigerweise zählt ein Doktortitel nicht so sehr wie eine Verlobung und so lässt sich Bianca von ihrem attraktiven Kollegen Xavier Byrne überreden, eine Verlobung vorzutäuschen, damit sich alle schlechtfühlen. Mit viel Alkohol klang diese verrückte Idee noch super, aber im Tageslicht löst Biancas scheinbare Verlobung eine unaufhaltsame Lawine aus, die sie und Xavier nicht mehr aufhalten können. Dass beide seit Jahren auch noch echte Gefühle füreinander haben, macht es nicht einfacher.

Jennifer Hennessy hat einen lockeren und leichten Schreibstil, der einen schnell durch die Seiten fliegen lässt. Die Hauptfiguren sind beide sehr sympathisch und die Grundidee hat durchaus Potenzial.
Ich konnte Biancas Frust über die Gedankenlosigkeit ihrer Liebsten absolut nachvollziehen. Die Idee von Xavier wäre ein guter Denkzettel gewesen, aber sowohl Bianca als auch er haben definitiv den Absprung von diesem Zug verpasst. Schon kurze Zeit später ergibt der Plan nämlich deutlich weniger Sinn und ich konnte zwar verstehen, dass sie zur Schadensbegrenzung einfach weiterspielen, aber trotzdem passt das irgendwie nicht zu zwei ansonsten sehr intelligenten Menschen.
Xavier ist schon süß, so verliebt wie er in Bianca ist. Leider sind beide trotz der spicy und absolut heißen Momente zwischen ihnen absolut blind für die Gefühle des anderen, wodurch sich das trotzdem unterhaltsame Hin und Her etwas zieht.
Ich mochte sowohl Bianca als auch Xavier wirklich gern. Ihre Chemie sprüht nur so vor Funken, aber auch vor unterdrückten Gefühlen, so dass man sie manchmal anschreien möchte, damit sie endlich die Scheuklappen abnehmen. Ich hatte letztendlich viel Spaß beim Lesen, obwohl man es mit der Logik und Sinnhaftigkeit nicht allzu genau nehmen sollte.

Mein Fazit:
Von mir gibt es insgesamt 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Schwieriger Weg

A Pessimist's Guide to Love
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„A Pessimist’s Guide to Love“ von Jennifer Hartmann ist der zweite und finale Band ihrer Geschichte um Sonnenschein Lucy und Grump Cal.
Cal ist schockiert und am Boden zerstört, als er erkennen muss, ...

„A Pessimist’s Guide to Love“ von Jennifer Hartmann ist der zweite und finale Band ihrer Geschichte um Sonnenschein Lucy und Grump Cal.
Cal ist schockiert und am Boden zerstört, als er erkennen muss, dass Lucy wortwörtlich gemeint hat, dass er ihr das Herz bricht. Fast hätte er sie endgültig verloren und diese Situation reißt Cal in einen Strudel aus Selbsthass und Vorwürfen. Anstatt nach vorn zu blicken und seine zweite Chance zu nutzen, bekämpft er seine Dämonen lieber tagtäglich mit Alkohol. Am liebsten würde er sich und seine dunklen Gedanken noch stärker betäuben und sein Abwärtsstrudel scheint kaum aufzuhalten. Währenddessen kämpft sich Lucy Stück für Stück zurück in ihren Alltag, auch wenn ihr Strahlen mittlerweile ein wenig gedämpft ist. Trotzdem versucht sie auch Cal zu retten, denn sie kann und will ihn nicht aufgeben.

Der richtig böse und fast schon grausame Cliffhanger des ersten Teils des Heartsong Duets von Jennifer Hartmann wird zum Glück sehr schnell aufgelöst, so dass man zumindest in dieser Hinsicht durchatmen kann. Vom Happy End trennt uns jedoch noch eine heftige Gefühlsachterbahn, die die beiden Hauptfiguren von Anfang bis Ende durchstehen müssen.
Lucy wird gerettet, aber ihr Herzschmerz kann nur körperlich behandelt werden. Die Beziehung zu Cal ist immer noch schwierig, obwohl er plötzlich ihre Nähe sucht. Mir persönlich erschien die ganze Dynamik nicht unbedingt gesund und ich habe mich gefragt, wie oft sich Lucy noch das Herz brechen lassen will.
Cal versucht, sich seinen Dämonen zu stellen und wir erfahren das Ausmaß seiner Abwärtsspirale. Ich konnte seine Beweggründe und seine Trauer durchaus nachvollziehen, aber trotzdem hat er mich mit seinem Verhalten manchmal einfach nur aufgeregt.
Diese Fortsetzung ist nicht nur wegen des Covers deutlich düsterer und Lucys Sonnenschein strahlt nicht ganz so hell. Das Warum war für mich nicht in jeder Situation wirklich schlüssig, aber trotzdem konnten mich die Emotionen letztendlich catchen. Cal hat endlich einen Grund zu heilen, auch wenn die Autorin meiner Ansicht nach auf seinem Weg ein paar Schritte ausgelassen hat.

Mein Fazit:
Wer den ersten Teil geliebt hat, der sollte auch unbedingt die Fortsetzung lesen. Ich gebe sehr gern eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Leben im Abseits

Yours to Keep
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„Yours to Keep“ von Nellie Weisz ist eine gefühlvolle New-Adult-Romance, in der zwei völlig gegensätzlich Lebenswelten aufeinanderprallen.
Die schwere Krankheit ihrer Mutter hat Scarlett einen Berg Schulden ...

„Yours to Keep“ von Nellie Weisz ist eine gefühlvolle New-Adult-Romance, in der zwei völlig gegensätzlich Lebenswelten aufeinanderprallen.
Die schwere Krankheit ihrer Mutter hat Scarlett einen Berg Schulden erben lassen, wodurch sie ihr Zuhause verlor und nun in ihrem Auto in den Straßen von Los Angeles lebt. Ihre Wohnsituation verheimlicht Scarlett auch vor ihren Kollegen im Diner, wo sie momentan ihren Lebensunterhalt verdient. Dort trifft sie auch den angehenden Schriftsteller Will, der sie unbedingt besser kennenlernen möchte. Sie ist für ihn nicht nur eine Ablenkung von seiner akuten Schreibblockade, sondern auch eine Inspiration. Scarlett, die eigentlich niemanden an sich heranlässt, schlägt ihm einen Deal vor. Für eine Geschichte von ihm, gibt sie ihm eine persönliche Information über sich. Dadurch kommen sich beide schnell näher, aber ihre Geheimnisse stehen trotzdem zwischen ihnen.

Nellie Weisz macht in ihrer berührenden Geschichte auf die oft ausgeblendeten Probleme von Obdachlosen aufmerksam, die nicht unbedingt den üblichen Klischees entsprechen müssen. Gerade das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist oft gnadenlos mit denjenigen, die oft unverschuldet durch das soziale Raster fallen und denen dadurch meist jegliche Chancen verbaut werden.
Es fällt leicht, mit Scarlett mitzufühlen, denn sie kämpft jeden einzelnen Tag mit ihrer sozialen Isolation und dem Stigmata der Obdachlosen. Aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen verheimlicht sie ihre Situation lieber, wodurch sie jedoch auch niemanden an sich heranlassen kann. Bei Will lässt sie zum ersten Mal wieder ein wenig Nähe zu, doch gleichzeitig ist da diese Hoffnungslosigkeit, weil es in der Realität kein Happy End geben kann.
Will ist sehr wohlhabend aufgewachsen und auch wenn ihn die Gefühlskälte seiner Eltern verletzt, hat er doch nicht mal ansatzweise die teils lebensgefährlichen Probleme von Scarlett. Während er ein Jahr Zeit hat, sie als Schriftsteller auszuprobieren, schläft sie auf abgelegenen Parkplätzen und hungert oft. Diese Unterschiede sind schon krass und ich hatte manchmal das Gefühl, dass Will gar nicht checkt, wie privilegiert er eigentlich ist.
Die schwierige Situation von Scarlett ist sensibel und glaubhaft beschrieben und sie tat mir unglaublich leid. Gleichzeitig habe ich ihren Mut und ihren unerschütterlichen Willen bewundert, niemals aufzugeben und für ihre Zukunft zu kämpfen. Ob Will vielleicht irgendwann Teil dieser Zukunft sein könnte, sollte man unbedingt selbst im Buch herausfinden.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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